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ThemenGesundheit & Medizin

Pressemitteilungen zu Patientenverfügung

Bild: Ist die „Seele“ eines Demenzpatienten frei von kognitiven Defiziten?Bild: Ist die „Seele“ eines Demenzpatienten frei von kognitiven Defiziten?
Gerontopsychiatrierecht – IQB (Lutz Barth)

Ist die „Seele“ eines Demenzpatienten frei von kognitiven Defiziten?

Wenn es darum geht, sich in der allgemeinen Sterbehilfe-Debatte zu positionieren und hier insbesondere den Stellenwert einer vorliegenden Patientenverfügung zu erhellen, kommen wir wohl nicht umhin, auch Grenzbereiche zu diskutieren. Trotz aller Säkularisierung zum Trotz sehen wir uns daher auch mit den Vorstellungen der Kirchen über den Tod im Allgemeinen und dem individuellen Sterben im Besonderen konfrontiert. Wie aber wollen wir uns in einem Wertediskurs auf gleicher Augenhöhe befinden, wenn und soweit die Kirchen für sich reklamieren, die „Wahrheit“ …
02.10.2008
Bild: Vorsorgevollmacht statt Patientenverfügung?Bild: Vorsorgevollmacht statt Patientenverfügung?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Vorsorgevollmacht statt Patientenverfügung?

… den Willen des Patienten auch in Situationen zu respektieren, in denen dieser sich nicht mehr äußern kann, empfehlen die Christdemokraten für das Leben eine Vorsorgevollmacht. Hier liegt die CDL ganz auf der Linie des Forums Deutscher Katholiken. „Patientenverfügungen können zudem unterschlagen, gefälscht oder gegen den Willen des Patienten verwendet werden. Hinzu kommt, dass es kein absolutes Selbstbestimmungsrecht gibt, man also keine Verfügungen treffen kann, die andere Menschen verpflichten, in bestimmten Situationen den Tod eines Patienten …
01.10.2008
Bild: Erosion des Rechts auf Selbstbestimmung der Demenzpatienten?Bild: Erosion des Rechts auf Selbstbestimmung der Demenzpatienten?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Erosion des Rechts auf Selbstbestimmung der Demenzpatienten?

Im Rahmen der Debatte über den Wert resp. Unwert der Patientenverfügungen ranken sich derzeit Mythen über die Frage, ob den Verfügungen eines späteren Demenzpatienten gleichsam eine rechtsqualitative Bedeutung beizumessen sei. Soweit ersichtlich, hat u.a. der Palliativmediziner J.-Chr. Student den Grundstein für diese Frage erstmals im Jahre 2006 (in, Was nützen vorsorgliche Verfügung für das Lebensende, 2006) gelegt. Für ihn stellt sich u.a. die Frage, ob „ich“ heute für diesen „Anderen“ wirklich Verfügungen treffen kann und zwar in der Hoffnung, …
26.09.2008
Bild: Neues Präsidium der LÄK Hessen gegen aktive SterbehilfeBild: Neues Präsidium der LÄK Hessen gegen aktive Sterbehilfe
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Neues Präsidium der LÄK Hessen gegen aktive Sterbehilfe

Auffassung so mancher Ärztekammern nicht immer das Meinungsspektrum innerhalb der Ärzteschaft widerspiegelt, wie sich aus einigen Umfragen ablesen lässt. Es wäre daher nachhaltig zu begrüßen, wenn „die Ärzte“ über die Würde des Menschen insbesondere auch für das Selbstbestimmungsrecht der Patienten eintreten würden und jeglichen Tendenzen und Versuchen eine deutliche Absage erteilen, wonach der autonome Patient als „egozentrischer Individualist“ diskreditiert wird, nur weil dieser meint, eine Patientenverfügung verfassen zu müssen. Lutz Barth
23.09.2008
Bild: Patientenverfügung und Demenz - Dürfen Verfügende ein „Opfer“ ihrer Festlegungen werden?Bild: Patientenverfügung und Demenz - Dürfen Verfügende ein „Opfer“ ihrer Festlegungen werden?
Gerontopsychiatrierecht – IQB (Lutz Barth)

Patientenverfügung und Demenz - Dürfen Verfügende ein „Opfer“ ihrer Festlegungen werden?

Sofern diese Frage in der Debatte rund um den Grund und die Grenzen von Patientenverfügungen von dem Rechtswissenschaftler Thomas Klie beantwortet werden soll, ist diese wohl eindeutig zu verneinen. Neben seiner „Cave Patientenverfügung“ in dem sog. Freiburger Appell hat Klie bereits in seiner Eigenschaft als Präsident elect der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie im Jahr 2004 mahnend darauf hingewiesen, dass insbesondere auch die sog. Kutzer – Kommission empfohlen hat, dass Festlegungen in Patientenverfügungen auch für den Fall …
15.09.2008
Bild: Demenzkrankheit enttabuisierenBild: Demenzkrankheit enttabuisieren
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Demenzkrankheit enttabuisieren

… eignen dürfte, sich von „Verklärungsstrategien“ der Demenz (auch als eine) Krankheit verabschieden, zumindest aber hierüber eine offene Debatte, führen zu können. Dies gilt auch im Hinblick auf die Aufsichtspflicht über einen Demenzkranken und ggf. der von ihm verfassten Patientenverfügung. Ganz aktuell hat sich Thomas Klie in einem Beitrag unter dem Titel »Förderung von Mobilität und Sicherheit bei Menschen bei demenziellen Einschränkungen in stationären Einrichtungen und die Debatte um die „Aufsichtspflicht“« u.a. zur Bedeutung von sog. „State of …
12.09.2008
Bild: Ist die Medizinethik ideologiefrei?Bild: Ist die Medizinethik ideologiefrei?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Ist die Medizinethik ideologiefrei?

Neopaternalisten begeben sich nicht selten auf die Suche nach Argumenten, um halbwegs plausibel ihre ablehnende Haltung gegenüber einer ohne Reichweitenbeschränkung ausgestalteten möglichen gesetzlichen Regelung zur Patientenverfügung begründen zu können. Vielfach wird in dem Diskurs betont, dass in aller Regel gesunde Menschen meinen, nicht mit einer Krankheit – etwa der Demenz – leben zu wollen, diese aber letztlich nicht wissen, wie sie sich als Schwerstkranke fühlen würden. Dies führt zu der höchst angenehmen Konsequenz mancher Ethiker, dass …
02.09.2008
Bild: Empfehlung zum Abfassen von Patientenverfügungen eines DemenzpatientenBild: Empfehlung zum Abfassen von Patientenverfügungen eines Demenzpatienten
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Empfehlung zum Abfassen von Patientenverfügungen eines Demenzpatienten

In der Diskussion um die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen rückt zunehmend die Gruppe der Demenzpatienten in den Blickpunkt des wissenschaftlichen Interesses. Nicht selten wird hierbei der grammatikalische Wortlaut einer Patientenverfügung durch beliebige Interpretationsversuche der Adressaten dieser Verfügung in Zweifel gezogen. Man/frau begibt sich auf die Suche des wirklichen Willens des Patienten und hierbei wird unblässlich betont, dass auch Demenzkranke mit ihrer Krankheit ein lebenswertes Leben haben. Dies zu betonen, ist weder notwendig …
22.08.2008
Bild: Kritik an der Sterbehilfe-Umfrage des IfD überzogenBild: Kritik an der Sterbehilfe-Umfrage des IfD überzogen
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Kritik an der Sterbehilfe-Umfrage des IfD überzogen

… Palliativmedizin ein hoher Stellenwert einzuräumen ist. Es ist daran zu erinnern, dass nicht wenige Palliativmediziner und –Ethiker den Patienten einen egozentrischen Individualismus vorwerfen, wenn und soweit diese im Rahmen einer von ihnen selbst formulierten Patientenverfügung den freiverantwortlichen Suizid ggf. durch eine ärztliche Assistenz vorziehen würden. Die Patientenverfügung selbst leiste damit einen Beitrag, dass künftig wohl kein Interesse daran bestehe, dass der palliativmedizinischen Forschung und Therapie der Vorrang eingeräumt werde. Sofern …
11.08.2008
Bild: Patientenverfügung und „Werteverschiebung“?Bild: Patientenverfügung und „Werteverschiebung“?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Patientenverfügung und „Werteverschiebung“?

Der Klinische Ethiker des Evangelischen Krankenhauses Bielefeld, Klaus Kobert, hat den Entwurf für eine gesetzliche Regelung der Patientenverfügung des SPD-Rechtsexperten Joachim Stünker kritisiert, da nach dem Stünker-Entwurf die Reichweite der Patientenverfügung nicht beschränkt werden soll. „Wenn unabhängig von Art und Schwere der Erkrankung auf bestimmte Heilverfahren verzichtet wird, dann ist das eine Werteverschiebung, und die geht mir entschieden zu weit.“ (Quelle: idea.de – das christliche Nachrichtenportal, Mitteilung v. 31.07.08) Es ist …
01.08.2008
Bild: Siegt die Alltagsphilosophie über das Selbstbestimmungsrecht?Bild: Siegt die Alltagsphilosophie über das Selbstbestimmungsrecht?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Siegt die Alltagsphilosophie über das Selbstbestimmungsrecht?

… schließlich der Bürger in seiner Rolle als Patient nicht über die medizinischen und juristischen Kenntnisse verfüge, so dass hier ein neuer Neopaternalismus Platz greift, der sich zunehmend zu einem Wildwuchs ausreift. Schon wird der sog. „Volkspatientenverfügung“ neben einer „qualifizierten Patientenverfügung“ das Wort geredet und unter demokratiepolitischen Gesichtspunkten wird gleichsam daran erinnert, dass bei ethischen Grundsatzfragen die Parlamentarier am Schluss einen Mittelweg finden müssen, um eine „breite Mehrheit im Parlament und der Gesellschaft …
07.07.2008
Patientenverfügung und Organspende sind kein Widerspruch
Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)

Patientenverfügung und Organspende sind kein Widerspruch

… künstlich zu verlängern. Jeder Mensch hat das Recht für sich zu entscheiden, ob und welche medizinischen Maßnahmen für ihn ergriffen werden. Wer für den Fall der eigenen Entscheidungsunfähigkeit seinen Willen äußern möchte, kann diesen in einer Patientenverfügung festhalten. Seit Ende der 70er Jahre gewinnt die Patientenverfügung in Deutschland immer mehr an Bedeutung; im Bundestag wird derzeit kontrovers über eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen debattiert. Zuletzt diskutierten Fachärzte und Experten auf dem 4. Jahreskongress der …
04.07.2008
Bild: Patientenverfügung - "Mein Wille" wird nicht geschehenBild: Patientenverfügung - "Mein Wille" wird nicht geschehen
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Patientenverfügung - "Mein Wille" wird nicht geschehen

Wie nicht anders zu erwarten, bleibt die Frage nach einer gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung umstritten. Dies ist bedauerlich, geht es doch bei der patientenautonomen Verfügung um ein ganz zentrales Grundrecht, dass nicht (!) zur Disposition irgendwelcher Politiker steht. Es ist mehr als befremdend, wenn wohl die Mehrheit unserer Bundestagsabgeordneten sich einer gebotenen Regelung verschließen und es zu befürchten ansteht, dass es zu keiner gesetzlichen Regelung kommt. Vielleicht haben sich gerade die Unionsabgeordneten „zu weit“ bei den …
27.06.2008
Bild: Neuerliches Votum des Präsidenten der BÄK zum geplanten PatientenverfügungsgesetzBild: Neuerliches Votum des Präsidenten der BÄK zum geplanten Patientenverfügungsgesetz
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Neuerliches Votum des Präsidenten der BÄK zum geplanten Patientenverfügungsgesetz

„Patientenverfügungen sind verbindlich, wenn sie klar und eindeutig sind“ „Die deutsche Ärzteschaft hält ein Gesetz zur Verbindlichkeit von Patientenverfügungen nicht für notwendig. «Wir haben Klarheit - und diese wird durch ein Gesetz nicht noch klarer werden», sagte der Präsident der Bundesärztekammer Jörg-Dietrich Hoppe in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa.“ »»» Quelle: BÄK >>> Ärztepräsident gegen Gesetz zu Patientenverfügungen (23.06.08) >>> http://www.bundesaerztekammer.de/page.asp?his=3.71.5877.6452.6501 Kurze …
24.06.2008
Bild: Patientenautonomie – wider dem ethischen PaternalismusBild: Patientenautonomie – wider dem ethischen Paternalismus
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Patientenautonomie – wider dem ethischen Paternalismus

… Metaphysik bemüht wird, die die Offenbarungsquelle gleichsam von vornherein mitliefert und keiner dogmatischen Grundlegung mehr bedarf, geschweige denn ihre (unverrückbaren) Prämissen zur Diskussion und damit zur Disposition stellt. Indes aber gilt: Weder Kant, Hippokrates noch Gott haben uns Patientenverfügungen in formalisierter Form hinterlassen und es bleibt zu konstatieren, dass dies auch nicht sonderlich von Belang ist. Wenn das Individuum Autonomie für sich beansprucht, bedarf es keines Rekurses auf Dritte, wenn und soweit der Patient seine …
13.06.2008
Bild: Die „Patientenverfügung“ des Präsidenten der BÄKBild: Die „Patientenverfügung“ des Präsidenten der BÄK
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Die „Patientenverfügung“ des Präsidenten der BÄK

„Ich möchte gern, dass mich die Ärzte nach den Grundsätzen zur Sterbebegleitung der Bundesärztekammer behandeln.“ Aus diesem Satz besteht offensichtlich die Patientenverfügung des Präsidenten der Bundesärztekammer (BÄK), Prof. Dr. med. Jörg-Dietrich Hoppe, an der uns nunmehr teilhaben lässt (Quelle: Deutsches Ärzteblatt 2008; 105(22) 30.05.08). Mein Praxistipp dazu: Folgen Sie bitte diesem Beispiel nicht (!), denn diese „Patientenverfügung“ ist nicht hinreichend substantiiert, mal ganz abgesehen davon, dass hiermit der Status quo der ethischen …
10.06.2008
Bild: Wie wollen die Deutschen tatsächlich sterben?Bild: Wie wollen die Deutschen tatsächlich sterben?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Wie wollen die Deutschen tatsächlich sterben?

Umfrage: Zwei Drittel der Verfasser von Patientenverfügungen möchten, dass ihr Wille im Entscheidungsfall strikt befolgt wird (Quelle: Welt online v. 09.06.08). Kurze Anmerkung (L. Barth): Das Ergebnis der Umfrage, die federführend von dem Münchener Palliativmediziner Borasio durchgeführt wurde, überrascht keineswegs. Der Patient resp. der befragte Bürger wünscht Autonomie statt staatlicher Bevormundung. Wir dürfen darauf gespannt sein, wie nunmehr die politisch Verantwortlichen, aber auch die Alltagsphilosophen aber diese neue Umfrage reagieren …
10.06.2008
Bild: Wachsende Zweifel an Gesetz zu Patientenverfügungen?Bild: Wachsende Zweifel an Gesetz zu Patientenverfügungen?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Wachsende Zweifel an Gesetz zu Patientenverfügungen?

Nach Auffassung des Parlamentarischen Geschäftsführers der Bundestagsfraktion, Norbert Röttgen (CDU), sollte der Bundestag mit Blick auf die gesetzliche Regelung der Rechtsfragen rund um die Patientenverfügung „größte Zurückhaltung“ üben. Dem ist mitnichten so, Herr Röttgen. Statt Zurückhaltung ist ein aktives Mitwirken aller Abgeordneten gefordert! Mag auch nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts dem Gesetzgeber vielfach ein beachtlicher Ermessens- und Gestaltungsspielraum eingeräumt werden, so wird zuvörderst zur Kenntnis zu nehmen …
04.06.2008
Bild: Nichtrauchen ist cool – die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts ist coolerBild: Nichtrauchen ist cool – die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts ist cooler
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Nichtrauchen ist cool – die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts ist cooler

… doch insgesamt die Gefahren des Rauchens nicht leugnen. Ein ebenso konsequentes Eintreten für die Wahrung des Selbstbestimmungsrechts ist allerdings auch wünschenswert, wenn nicht sogar noch „cooler“! Ein solches gilt insbesondere mit Blick auf die Patientenverfügung. Neben der gesundheitspädagogischen „Erziehung“ erscheint es sinnvoll, das Selbstbestimmungsrecht in den Fokus der Betrachtungen zu rücken und zugleich an die hohe Selbstverantwortung zu appellieren, die mit der der Wahrnehmung des Selbstbestimmungsrechts korrespondiert. Dies gilt sowohl …
02.06.2008
Bild: Was nun, Herr Fuchs? Der „Lahrer Kodex“ ist keineswegs überflüssigBild: Was nun, Herr Fuchs? Der „Lahrer Kodex“ ist keineswegs überflüssig
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Was nun, Herr Fuchs? Der „Lahrer Kodex“ ist keineswegs überflüssig

… von Ärzten und die Verfasser des Kodex sind Mediziner und nicht-medizinische Experten zum Thema Patientenrecht, die sich zum Lahrer Kreis zusammengeschlossen haben. In dem Kodex verpflichten sich die Ärztinnen und Ärzte insbesondere dazu, die Patientenverfügungen für verbindlich zu erachten. Christoph Fuchs, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, hält diese Selbstverpflichtung jedoch für überflüssig: "Es bedarf keines weiteren Kodexes, um Grundsätze ärztlicher Sterbebegleitung zu verdeutlichen". Die BÄK verweist darauf, dass sie Ärzten mit den …
15.05.2008
Bild: Patientenverfügung - Politiker müssen Selbstbestimmungsrecht achtenBild: Patientenverfügung - Politiker müssen Selbstbestimmungsrecht achten
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Patientenverfügung - Politiker müssen Selbstbestimmungsrecht achten

… Fundamentalpositionen gewinnen mehr an Boden und es droht die Gefahr, dass das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen auf der Strecke bleibt. Ängste werden nicht nur „bedient“, sondern vor allem auch geschürt. So wie eine Enthistorisierung in der Debatte um die Patientenverfügung zu fordern ist, muss auch dringend darauf hingewiesen werden, dass entgegen den Bekundungen der Lebensbefürworter und der Verfechter einer Kultur des Lebens es wohl tatsächlich darum gehen dürfte, den angeblich historisch bedeutsamen Wertediskurs weiter zu tabuisieren. Freilich …
06.05.2008
Bild: Medizinethik im Aufwind - Die BÄK zwischen ethischer Selbstreflexion und gewünschten Wertedebatten?Bild: Medizinethik im Aufwind - Die BÄK zwischen ethischer Selbstreflexion und gewünschten Wertedebatten?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Medizinethik im Aufwind - Die BÄK zwischen ethischer Selbstreflexion und gewünschten Wertedebatten?

Die Debatte um die Reichweite von Patientenverfügungen ist innerhalb der Ärzteschaft auch gegenwärtig noch nicht intensiv geführt worden, da droht schon ein weiterer revitalisierter Kulturkampf um die Würde des Menschen bei der Frage nach der Spätinterruptio (und wohl auch des Fetozids). Nach einer gemeinsamen Pressemitteilung der Bundesärztekammer und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V. begrüßt die Ärzteschaft den neuen Vorstoß zur Vermeidung von Schwangerschaftsabbrüchen aus medizinischer Indikation (Quelle: BÄK – …
28.04.2008
Bild: „Keine Sterbe-, sondern Lebenshilfe“Bild: „Keine Sterbe-, sondern Lebenshilfe“
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

„Keine Sterbe-, sondern Lebenshilfe“

… darlegt, wenn und soweit das therapeutische Ziel eine nachhaltige Änderung erfahren hat. Gesinnungsethische Überzeugungsarbeit ist auch in Anbetracht aktueller Forschungsprojekte durch die Palliativmediziner nicht gefordert. Maßgeblich ist vielmehr zunächst der grammatikalische Wortlaut der Patientenverfügung und sofern dieser hinreichend klar ist, besteht kein Anlass zur Interpretation und sofern der Wille nicht kognitiv beeinträchtigt ist, liegt die Interpretationsherrschaft ausschließlich beim Patienten selbst, so dass es nahe liegt, schlicht …
15.04.2008
Bild: Vierte Neuauflage der Malteser Patientenverfügung liegt vorBild: Vierte Neuauflage der Malteser Patientenverfügung liegt vor
MTG Malteser Trägergesellschaft gGmbH

Vierte Neuauflage der Malteser Patientenverfügung liegt vor

Köln.- Aufgrund der großen Nachfrage haben die Malteser ihre Patientenverfügung zum vierten Mal neu aufgelegt. Interessenten können die 20-seitige Broschüre bei der Malteser Trägergesellschaft anfordern. Auf der Internetseite malteser-traegergesellschaft.de steht sie auch zum kostenlosen Download bereit. Die Malteser Patientenverfügung unterstützt den Anwender dabei, den Geltungs-bereich, die gewünschten oder abgelehnten medizinischen Maßnahmen, die gewünschte Umgebung für die letzten Lebenswochen und die Art des Umgangs mit der Patientenverfügung …
09.04.2008
Bild: Demenz und Wachkoma – die „Geburtsstunden“ einer „anderen Person“?Bild: Demenz und Wachkoma – die „Geburtsstunden“ einer „anderen Person“?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Demenz und Wachkoma – die „Geburtsstunden“ einer „anderen Person“?

In der Debatte um die Reichweite und Verbindlichkeit von Patientenverfügungen veranlasst die (Rechts-)Auffassung mancher Juristen von der sog. antizipativen Willenserklärung und damit gleichsam einem Willenskontinuum die Palliativmediziner dazu, aus psychologischer und anthropologischer Sicht diese Auffassung ad absurdum führen zu wollen. „Gewiss ist, dass einige meiner Persönlichkeitsmerkmale auch das Eintauchen in Koma oder Demenz überdauern werden. Wir sind in dieser Seinsform weder weniger noch mehr; wir sind schlicht anders. Ebenso sicher aber …
02.04.2008
Bild: Der Schierlingsbecher durch den Arzt?Bild: Der Schierlingsbecher durch den Arzt?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Der Schierlingsbecher durch den Arzt?

… unterbreiten, um den Sterbewunsch in einen Lebenswunsch zu wandeln“. Hier knüpft der Kammerpräsident erkennbar an die von einzelnen Medizinethiker und Palliativmediziner zunehmend in den Fokus der Debatte gerückten These von dem egozentrischen Patienten an, der mit seiner Patientenverfügung etwa der Palliativmedizin einen „Bärendienst“ erweist und dass es darum gehe, den Sterbewillen in einen Lebenswillen abzuändern. Es liegt auf der Hand, dass ein derartiger neuer medizinethischer Neopaternalismus im Begriff ist, den nachhaltig bekundeten Willen des …
01.04.2008
Bild: Nachfragt - Lahrer Kodex – was nun Herr Fuchs?Bild: Nachfragt - Lahrer Kodex – was nun Herr Fuchs?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Nachfragt - Lahrer Kodex – was nun Herr Fuchs?

… ist eine Selbstverpflichtungserklärung von Ärzten und die Verfasser des Kodex sind Mediziner und nicht-medizinische Experten zum Thema Patientenrecht, die sich zum Lahrer Kreis zusammengeschlossen haben. In dem Kodex verpflichten sich die Ärztinnen und Ärzte insbesondere dazu, die Patientenverfügungen für verbindlich zu erachten. Wir vom IQB führen dazu derzeit eine Umfrage durch und fragen bei der Ärzteschaft nach, ob diese den Lahrer Kodex für überflüssig erachtet. Das Zwischenergebnis dürfte ein deutliches Signal setzen: Von den bis dato abgegebenen …
30.03.2008
Bild: Ein Auftrag der Ärzte: die Assistenz bei einem humanen Sterben?Bild: Ein Auftrag der Ärzte: die Assistenz bei einem humanen Sterben?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Ein Auftrag der Ärzte: die Assistenz bei einem humanen Sterben?

… Gesundheit schützen und wieder herstellen, Leiden lindern und Sterbenden bis zum Tod beistehen. Deshalb lehnen wir aktive Sterbehilfe ab, wozu ich ausdrücklich auch den ärztlich assistierten Suizid zähle. Es gibt also Situationen, in denen Ärzte den in einer Patientenverfügung erklärten Willen eines Menschen nicht akzeptieren können, weil er ihrem ärztlichen Gewissen widerspricht. In unseren Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung heißt es dazu unmissverständlich: „Ein Arzt kann nicht zu einer seinem Gewissen widersprechenden …
28.03.2008
Bild: Cave Patientenverfügung – auf der Suche nach den OffenbarungsquellenBild: Cave Patientenverfügung – auf der Suche nach den Offenbarungsquellen
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Cave Patientenverfügung – auf der Suche nach den Offenbarungsquellen

Im Rahmen der aktuellen Debatte um die Sinnhaftigkeit von Patientenverfügungen sind allerlei Irrtümer zu beklagen. Die bedeutsame Frage, ob dies schlicht aus Unkenntnis der verfassungsrechtlichen Lage resultiert oder gleichsam einem moralphilosophischen Sendungsbewusstsein mehr oder minder renommierter Bereichsethiker geschuldet ist, kann in Zeiten einer bewegten Wertedebatte nicht unbeantwortet bleiben, da vermehrt der Ruf erschallt, dass diejenigen, die da eine Patientenverfügung verfassen wollen, im Zweifel egozentrische Individualisten seien. Hier …
25.03.2008
Bild: Immer noch aktuell - Ansichten eines Palliativmediziners über den „Zwang zum Leben“Bild: Immer noch aktuell - Ansichten eines Palliativmediziners über den „Zwang zum Leben“
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Immer noch aktuell - Ansichten eines Palliativmediziners über den „Zwang zum Leben“

… daran bestehen, dass zwingend ein Regelungsbedarf besteht. Es gilt vornehmlich, den Ärzten die „Angst vor den Rechtsfolgen“ beim Abbruch lebenserhaltender Maßnahmen zu nehmen. Hierbei erscheint es wenig förderlich, vor einer gesetzlichen Regelung der Rechtsfragen rund um die Patientenverfügung zu warnen, wie sich einige Fundamentalethiker anschicken. Insbesondere wird der Gesetzgeber darauf zu achten haben, dass das ärztliche Berufsrecht den normativen Vorgaben des Gesetzes folgen wird. Borasio hat Recht mit seiner Annahme, dass in der Debatte um …
19.03.2008
Bild: Aufsichtspflichten über einen Demenzerkranken?Bild: Aufsichtspflichten über einen Demenzerkranken?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Aufsichtspflichten über einen Demenzerkranken?

… im weitesten Sinne auf die Frage sog. antizipierter Willenserklärungen des späteren Demenzpatienten. Es liegt auf der Hand, dass sich hier ein Problem aufgetan hat, dass unmittelbar seinen Niederschlag in der Frage nach der Wirksamkeit und Reichweite von Patientenverfügungen gefunden hat. Dass das Leben eines Demenzpatienten „lebenswert“ ist, steht außer Frage, wenngleich bereits im Vorfeld der künftige Patient für sich eine andere Wertung vornehmen und dies in einer patientenautonomen Verfügung dokumentieren kann. Hier scheint Klärungsbedarf dringend …
14.03.2008
Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2008 - Häufige, aber auch ungewöhnliche Fragen und Antworten auf imedo.de
imedo GmbH

Tag der gesunden Ernährung am 7. März 2008 - Häufige, aber auch ungewöhnliche Fragen und Antworten auf imedo.de

… Krankheiten wie die Sigmadivertikulitis (sackartige Ausstülpungen des Dickdarms mit chronischer Entzündungsneigung) und ihr Zusammenhang mit Ernährungsgewohnheiten werden besprochen. Ein imedo-Mitglied fragt die Gemeinschaft um Rat, wie er sich verhalten soll, wenn ein Angehöriger per Patientenverfügung eine künstliche Ernährung abgelehnt hat. Und kontrovers diskutierte Bücher wie der Titel "Krebszellen mögen keine Himbeeren" werden ebenfalls besprochen und beurteilt. Neben Tipps und Ratschlägen bietet imedo.de auch praktische Hilfe: Mit seiner Frage …
07.03.2008
Bild: Patientenverfügungen – eine Bedrohung für die Patientensicherheit in Deutschland?Bild: Patientenverfügungen – eine Bedrohung für die Patientensicherheit in Deutschland?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Patientenverfügungen – eine Bedrohung für die Patientensicherheit in Deutschland?

“Eine erneute Initiative zur Patientenverfügung von Abgeordneten des Deutschen Bundestages unter Führung des SPD-Mannes Stünker könnte der Patientenautonomie in Deutschland schaden“, so einleitend Christoph Student in seiner aktuellen Mitteilung (Quelle: Homepage C. Student, Pressemitteilung v. 05.03.08 ) Kurze Anmerkung (L. Barth): Eigentlich hätte man erwarten dürfen, dass bei den Kritikern der Patientenverfügungen endlich ein wenig mehr Vernunft einkehren wird. Dies ist leider nicht der Fall, wie uns die vorstehende aktuelle Pressemitteilung …
06.03.2008
Bild: Ärzte und Ärztinnen – Votum erwünschtBild: Ärzte und Ärztinnen – Votum erwünscht
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Ärzte und Ärztinnen – Votum erwünscht

… des Kodex sind Mediziner und nicht-medizinische Experten zum Thema Patientenrecht, die sich zum Lahrer Kreis zusammengeschlossen haben. In dem Kodex verpflichten sich die Ärztinnen und Ärzte insbesondere dazu, die Patientenverfügungen für verbindlich zu erachten. Quelle: Lahrer Kodex >>> http://www.lahrer-kodex.de/lahrer-kodex.html Christoph Fuchs, Hauptgeschäftsführer der Bundesärztekammer, hält diese Selbstverpflichtung jedoch für überflüssig: "Es bedarf keines weiteren Kodexes, um Grundsätze ärztlicher Sterbebegleitung zu verdeutlichen". …
28.01.2008
Bild: Medizin- und Rechtsethik und die Revitalisierung des NaturrechtsgedankensBild: Medizin- und Rechtsethik und die Revitalisierung des Naturrechtsgedankens
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Medizin- und Rechtsethik und die Revitalisierung des Naturrechtsgedankens

In der Hospiz-Zeitschrift 34/2007, S. 4 ff. haben die Autoren Klaus Dörner und Paul Timmermanns zum Verhältnis von Ethik und Recht und damit zum „Hintergrundrauschen in der gesellschaftlichen Debatte der Patientenverfügung Stellung genommen („Für den Fall, dass ...soll gelten...“, in Hospiz-Zeitschrift 04/2007, S. 4 ff.) Die beiden Autoren bringen zunächst ihr Bedauern zum Ausdruck, dass insgesamt die Rechtsphilosophie – gleichsam viele Jahrzehnte innerhalb der juristischen Wissenschaft – zu einem Überbleibsel aus einer alten und heute wohl nutzlosen …
25.01.2008
Bild: Ethikberatung - Hier sind auch die Hausärzte gefragtBild: Ethikberatung - Hier sind auch die Hausärzte gefragt
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Ethikberatung - Hier sind auch die Hausärzte gefragt

… zwischen „Leben und Tod“ abweichend von dem standesethischen Votum der BÄK positioniert haben. Hier stellt sich die Frage, wie die BÄK mit Art. 4 GG des Grundgesetzes umzugehen gedenkt? Sowohl Wiesing aber auch vornehmlich Taupitz stehen in der Debatte um die Patientenverfügung etc. für deutliche Positionen, wenn es darum geht, dem Selbstbestimmungsrecht der Patienten Rechnung zu tragen. In diesem Sinne würde ich mir wünschen, wenn sich der Vorsitzende und sein Stellvertreter sich bei Zeiten auch dem Grundrechtsschutz der Ärzte und Ärztinnen verstärkt …
18.01.2008
Bild: Dringender Appell an die bundesdeutsche Ärzteschaft und ihre BerufskammernBild: Dringender Appell an die bundesdeutsche Ärzteschaft und ihre Berufskammern
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Dringender Appell an die bundesdeutsche Ärzteschaft und ihre Berufskammern

Sehr geehrte Damen und Herren, voraussichtlich noch in diesem Jahr wird der Gesetzgeber zur Tat schreiten, die Rechtsfragen rund um die Patientenverfügungen und damit inzident auch um die „Sterbehilfe“ zu regeln. Die Bürgerinnen und Bürger in unserem Lande bedürfen Ihrer ganz persönlichen Mithilfe bei der Klärung dieser Fragen und ich bitte Sie, freilich in anonymisierter Form, Ihr ganz persönliches ethisches Votum abzugeben. Wie Ihnen gegenwärtig, wird der Ton in der Debatte schärfer und Ihr Patient scheint mehr und mehr verunsichert zu werden. In …
17.01.2008
Bild: Eine Marktlücke – Praktische Ethik im AbonnementBild: Eine Marktlücke – Praktische Ethik im Abonnement
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Eine Marktlücke – Praktische Ethik im Abonnement

Die aktuelle Debatte um Patientenverfügungen und der noch immer nicht umgesetzte Regelungsbedarf durch den Gesetzgeber lässt es mancherorts sinnvoll erscheinen, auf schnelle und unkomplizierte Weise qua Abo Hilfestellungen bei der ethischen Entscheidungsfindung anzubieten. Ob hier die Ethik seltsame „Blüten“ treibt, soll nicht nachgefragt werden, sondern es gilt vielmehr um die Frage, was einen Ethiker dazu veranlassen könnte, ein ethisches Abo an ein breites Publikum auch der Professionellen zu offerieren, wo doch zunächst der unmittelbar Betroffene …
15.01.2008
Bild: Palliativversorgung statt aktiver Sterbehilfe - kein WiderspruchBild: Palliativversorgung statt aktiver Sterbehilfe - kein Widerspruch
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Palliativversorgung statt aktiver Sterbehilfe - kein Widerspruch

… und Einsamkeit beseitigt werden“, so Klaschik. Quelle: BÄK >>> Mitteilung v. 10.01.08 Kurze Anmerkung (L. Barth): Dass die Zahl der Palliativstationen und Hospize weiter erhöht werden muss, steht im Rahmen der allgemeinen Debatte um die Sterbehilfe und der Patientenverfügung nicht in Abrede. Dies ist ausdrücklich zu fordern. Entgegen der Auffassung von Eberhard Klaschik vom Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg besteht allerdings der behauptete Unterschied zwischen aktiver Sterbehilfe und der Palliativmedizin nicht darin, dass mit Blick …
11.01.2008
Bild: Ist die neopaternalistische Medizinethik „therapieresistent“?Bild: Ist die neopaternalistische Medizinethik „therapieresistent“?
IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Ist die neopaternalistische Medizinethik „therapieresistent“?

… in ihrer Gewissensentscheidung sind. Lediglich der demokratisch legitimierte Gesetzgeber ist dazu berufen, die bedeutsame Fragen am Ende des Lebens verfassungskonform zu regeln. Allein der neu aufkommende Paternalismus sollte für den Gesetzgeber Anlass genug sein, endlich die Fragen um die Patientenverfügung zu regeln. Es steht zu befürchten an, dass die mündigen Ärzte zur Unmündigkeit erzogen und so zwangsläufig die Interessen der Patienten an einer selbstbestimmten Entscheidung unmittelbar berührt, wenn nicht gar verhindert werden. Lutz Barth
09.01.2008
Bild: Nachgehakt – Der „Lahrer Kodex“ – ein ethisches Sondervotum der Ärzteschaft?Bild: Nachgehakt – Der „Lahrer Kodex“ – ein ethisches Sondervotum der Ärzteschaft?
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Nachgehakt – Der „Lahrer Kodex“ – ein ethisches Sondervotum der Ärzteschaft?

… erachtet. "Es bedarf keines weiteren Kodexes, um Grundsätze ärztlicher Sterbebegleitung zu verdeutlichen", so Fuchs. Die BÄK verweist darauf, dass sie den Ärzten mit den "Grundsätzen zur ärztlichen Sterbebegleitung" und den "Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis" wesentliche Orientierungshilfen an die Hand gegeben habe.“ Nun – wie es scheint, überzeugt dieses standesethische Votum der BÄK in letzter Konsequenz nicht alle Ärzte, denn es bleibt erklärungsbedürftig, warum Ärzte und Paten sich …
04.01.2008
Bild: Interview mit einer Sterbewilligen - "Suizid ohne Hilfe ist mir zu gewagt"Bild: Interview mit einer Sterbewilligen - "Suizid ohne Hilfe ist mir zu gewagt"
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Interview mit einer Sterbewilligen - "Suizid ohne Hilfe ist mir zu gewagt"

… noch: im Zweifel sogar ihren dann aktuellen Sterbewillen in einen Lebenswillen abändern zu wollen. Prof. Dr. med. Eberhard Klaschik vom Zentrum für Palliativmedizin der Universität Bonn geht im Rahmen des DFG-Projekts u.a. den Fragen nach, was Patienten mit ihren Patientenverfügungen ausdrücken wollen und ob diese von den behandelnden Ärzten richtig interpretiert werden. “Erste Studien in den USA hätten gezeigt, dass etwa ein Drittel aller Patienten, die eine Patientenverfügung ausgefüllt hätten, die Frage, ob sie ihrem Arzt doch eine Entscheidungsfreiheit …
28.12.2007
Bild: Renommierter Pflegerechtler plädiert für ärztlich assistierten freiverantwortlichen SuizidBild: Renommierter Pflegerechtler plädiert für ärztlich assistierten freiverantwortlichen Suizid
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Renommierter Pflegerechtler plädiert für ärztlich assistierten freiverantwortlichen Suizid

… in der ganz aktuell erschienenen Dezemberausgabe 2007 für einen ärztlich assistierten freiverantwortlichen Suizid (PflR 12/2007, S. 559). Der Kurzbeitrag kommt m.E. zur rechten Zeit, appelliert er doch inmitten der gesetzgeberischen Bemühungen um die Regelung der Patientenverfügung an die Gegner der Sterbehilfe, verfassungsrechtliche Selbstverständlichkeiten zu wahren. Robert Roßbruch wendet sich hierbei insbesondere an die deutschen Volks- und Kirchenvertreter und in diesem Zusammenhang stehend möchte ich ergänzend bei der Bundesärztekammer und …
24.12.2007
Bild: Sterben wir unseren „eigenen Tod“ - oder brauchen wir hierzu ein Faltblatt der Ärzteschaft und anderen Ethikern?Bild: Sterben wir unseren „eigenen Tod“ - oder brauchen wir hierzu ein Faltblatt der Ärzteschaft und anderen Ethikern?
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Sterben wir unseren „eigenen Tod“ - oder brauchen wir hierzu ein Faltblatt der Ärzteschaft und anderen Ethikern?

In dem aktuellen Wertediskurs über den Grund und die Grenzen unserer Patientenverfügung ringen wir alle um eine Orientierung. Es geht hierbei um fundamentale Entscheidungen und neben den Parteien fühlen sich insbesondere auch Verbände und Körperschaften des öffentlichen Rechts dazu berufen, uns an ihrer Sichtweise teilhaben zu lassen. Nicht immer können wir uns mit den „Lehren“ identifizieren und es wächst die Sorge, dass unser aller „Sterben“ instrumentalisiert wird. Das hier präsentierte und zum kostenlosen Download angebotene Buch mit dem Titel „Sterbehilfe …
20.12.2007
Bild: Sterbehilfe und der ethische Verkündungsauftrag der Bundesärztekammer – der unmündige Arzt?Bild: Sterbehilfe und der ethische Verkündungsauftrag der Bundesärztekammer – der unmündige Arzt?
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Sterbehilfe und der ethische Verkündungsauftrag der Bundesärztekammer – der unmündige Arzt?

Der BÄK-Präsident Hoppe hat erneut Pläne zu einer gesetzlichen Regelung zu Patientenverfügung zurückgewiesen. Eine solche Regelung sei nicht notwendig, sagte er. "Es ist alles klar, es ist nur nicht jedem alles klar." Die BÄK bleibt also ihrer Linie treu und nimmt die Debatte um die Sterbehilfeorganisation Dignitas zum Anlass, zum wiederholten Male davor zu warnen, den ärztlich begleiteten Suizid im Strafgesetzbuch als nicht strafbare Maßnahme aufzunehmen. Die BÄK führe zurzeit Gespräche mit dem Bundesjustizministerium, den Fraktionen und einzelnen …
20.12.2007
Bild: Kommt der Tod auf ethisch leisen Sohlen?Bild: Kommt der Tod auf ethisch leisen Sohlen?
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Kommt der Tod auf ethisch leisen Sohlen?

Die Debatte um die Sterbehilfe, Patientenautonomie und damit zugleich auch um die Patientenverfügung wird derzeit durch den Kommerzialisierungsgedanken beherrscht. Dies hat jüngst die Sendung „Menschen bei Maischberger“ unter dem Tenor „Tod auf Bestellung: Geschäft oder Erlösung?“ am 11.12.07 nachhaltig dokumentiert. Ob die Debatte über das Geschäft mit dem Tod allerdings mit Blick auf das Selbstbestimmungsrecht des Patienten hilfreich ist, steht nachhaltig zu bezweifeln an. Mehr oder minder prominente Personen positionieren sich in der aktuellen …
14.12.2007
Bild: Medizinethischer Paternalismus – ein Weg in die falsche RichtungBild: Medizinethischer Paternalismus – ein Weg in die falsche Richtung
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Medizinethischer Paternalismus – ein Weg in die falsche Richtung

… von Philosophen, Ethikern und gelegentlich auch Moralisten anschicken, längst überkommene „Werte“ zu revitalisieren, die unversehens in eine ethische Zwangsbeglückung münden. Besonders dramatisch wird es allerdings, wenn behauptet wird, dass der mündige Patient egozentrisch auf seine individualethische Position beharrt, wenn und soweit er seinen Sterbewunsch in einer Patientenverfügung umgesetzt wissen möchte. Mehr dazu in einem aktuellen Beitrag v. L. Barth >>> http://www.iqb-info.de/Patientenverfuegung_und_ethischer_Paternalismus.pdf
07.12.2007
Bild: Sterbehilfe – der Handel mit dem Tod?Bild: Sterbehilfe – der Handel mit dem Tod?
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Sterbehilfe – der Handel mit dem Tod?

… greift gleichwohl wesentlich zu kurz. Den Medizinethikern scheint die volle Tragweite des Selbstbestimmungsrechts nicht bewusst sein – mehr noch, es wird als egozentrischer Individualismus qualifiziert, wenn es darum geht, dass der Patient selbstbestimmt seinen Willen in der Patientenverfügung umgesetzt wissen will. Die Patientenverfügung „sei“ nicht nur hilfreich, sondern sie ist es! Sofern der Patient mit seiner willentlichen Entscheidung zugleich auch die Vorstellung verbindet, etwa seinen Angehörigen nicht zur „Last“ fallen zu wollen, wird dies …
06.12.2007
Bild: Anne-Will-Talkshow - Lebenswichtige FragenBild: Anne-Will-Talkshow - Lebenswichtige Fragen
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Anne-Will-Talkshow - Lebenswichtige Fragen

… nicht beantwortet worden. Nach diesseitigem Verständnis ist beides nachhaltig zu verneinen, geht es doch schließlich bei dem selbstverantworteten Abschied aus dem Leben ausnahmslos um eine vom Patientenwillen selbst getragene Entscheidung, zumal wenn diese in einer Patientenverfügung nachhaltig dokumentiert wurde. Auch wenn derzeit einzelne Politiker, aber auch Ärzteorganisationen die Organisation Dignitas auf das Heftigste kritisieren, sollten wir uns in der Debatte auf das konzentrieren, was geboten ist: die Stärkung des Selbstbestimmungsrechts …
30.11.2007

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