… Klinikalltag“, erläutert von Thurn und Taxis das Anliegen der Malteser.
Dass es dabei nicht bei theoretischen Überlegungen und Diskussionen bleiben darf, zeigte das große Interesse an den Tagungs-Workshops zu Themen wie Klinische Ethikkomitees, ethische Fallbesprechungen, Patientenverfügungen, Ethikberatung in der Altenhilfe, Messbarkeit und Lehrbarkeit der Ethik. „In den vergangenen Jahren haben wir uns intensiv damit beschäftigt, aus unseren ethischen Leitideen konkrete Instrumente zu entwickeln, die alle Beteiligten dabei unterstützen, gut und …
Der Frankfurter Medizinethiker Stephan Sahm bezweifelt, dass wir Patientenverfügungen benötigen. Sahm hat bei seinen empirischen Studien festgestellt, dass sich Blickwinkel und Vorstellungen deutlich verändern, ob man sich nun als Gesunder oder als Kranker mit diesem Thema beschäftigt.
Eines der bemerkenswerten Ergebnisse seiner empirischen Studien: Krebspatienten wünschen Behandlungen wie Chemotherapie und Dialyse, während Gesunde und die Professionellen des Medizinbetriebs diese Behandlung eher ablehnen oder sich nicht festlegen.
>> Zusätzliche …
… Patienten verwehrt sein sollte. Entscheidungen zwischen Leben und Tod liegen in erster Linie in der Verantwortung des Patienten, denn nur er ist in der Lage, überhaupt seine Einwilligung in die ärztliche Therapie zu erteilen. Insofern sind die Patientenverfügungen keineswegs nur eine Hilfestellung für die Ärzte, sondern die zwingende Legitimationsbasis für den therapeutischen Eingriff resp. des Unterlassens überhaupt. Die Individualentscheidung des Patienten ist daher bindend und es bedarf keiner Korrektur durch einen medizinethischen Paternalismus, der …
„Viele Menschen befürchten, die Medizin kenne am Lebensende keine Grenzen. Wie können Bürger in Fragen ihres eigenen Todes selbst bestimmen? Brauchen wir überhaupt Patientenverfügungen, in denen versucht wird, verschiedene Eventualitäten gedanklich vorwegzunehmen? Der Frankfurter Medizinethiker Stephan Sahm bezweifelt dies. Mit Alternativen wie »Natürlicher Stellvertreterschaft« durch Angehörige, Vorsorgevollmacht und »Umfassendem Vorsorgeplan« könne den veränderten Bedürfnissen der Patienten besser Rechnung getragen werden. Denn Sahm hat bei seinen …
Es steht zu erwarten an, dass sich in absehbarer Zeit der Gesetzgeber erneut mit dem Recht der Patientenverfügung auseinandersetzen wird. Vor diesem Hintergrund mehren sich die Stimmen in der Literatur, um jeweils für ihre Position nachhaltig zu werben. Die diametral entgegengesetzten Positionen sind evident: Patientenautonomie oder eingeschränkte Gültigkeit der Patientenverfügung. Nicht selten offenbaren hierbei die Beiträge – insbesondere in der ärztlichen Literatur – einen nach wie vor ungehemmten Paternalismus, der gleichsam in die ethische Zwangsverpflichtung …
…
Weitere Menüpunkte widmen sich den Qualitätskriterien für Heimeinrichtungen und dem Umzug ins Heim mit allem, was bei dieser oft endgültigen Entscheidung zu bedenken ist. Ein „Info-Pool“ behandelt eng angrenzende Themen von Gesundheits-News bis zu Patientenverfügungen. Auffallend an den Inhalten des Portals ist die Informationstiefe bei gleichzeitig sachlicher wie sensibler Darstellung der für Viele belastenden Themen.
Nicht zuletzt hilft die Altenheim- und Pflegedienstsuche mit Portleitzahl- und Stichwortsuche sowie interaktiver Deutschlandkarte …
… Grundsätze ärztlicher Sterbebegleitung zu verdeutlichen", so Fuchs. Die Kammer verweist darauf, dass sie Ärzten mit den "Grundsätzen zur ärztlichen Sterbebegleitung" und den "Empfehlungen zum Umgang mit Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung in der ärztlichen Praxis" wesentliche Orientierungshilfen an die Hand gegeben habe.“
Quelle: Ärzte Zeitung Online >>> mehr dazu >>> http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/09/28/169a0601.asp?cat=/politik/gesundheitssystem_uns
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Ob es einer „Selbstverpflichtung der Ärzte“ …
Wie aktuell das Thema Patientenverfügung ist, zeigt die große Nachfrage: Die Onlineversion der Malteser Patientenverfügung wurde seit Anfang des Jahres bereits mehr als 47.000-mal angeklickt. Nun haben die Malteser ihre im Jahr 2003 entwickelte Patientenverfügung mit Vorsorgevollmacht neu überarbeitet und mit einer Betreuungsverfügung ergänzt. Eingearbeitet wurden auch die aktuellen Empfehlungen der Bundesärztekammer.
Die Malteser Patientenverfügung unterstützt den Anwender dabei, den Geltungsbereich, die gewünschten oder abgelehnten medizinischen …
Wenn der demokratisch legitimierte Gesetzgeber noch in diesem Herbst mit Blick auf ein Gesetz betreffend der Regelung der Patientenverfügung zur Tat schreiten sollte, wird der historisch bedeutsame Wertediskurs rund um die Fragen der patientenautonomen Entscheidung qua staatlicher legislativer Macht (vorläufig) entschieden. Auf eine kurze Formel gebracht wird der Gesetzgeber im Zweifel die Entscheidung zu treffen haben, ob er ein Streben der Individuen nach autonomer Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung zur zentralen ethischen Leitvorstellung …
Die Tagung und Podiumsdiskussion der Heinrich-Böll-Stiftung - SELBSTBESTIMMUNG IM DIALOG Patientenautonomie – Patientenverfügung – Verantwortung am 27. September 2007 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin nimmt einen Problembereich auf, der nach wie vor nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. „Auf dem Symposium sollen Kriterien für die Urteilsbildung in der aktuellen Debatte über die Patientenverfügung erarbeitet werden“, so das selbstgesteckte Ziel der Initiatoren.
Quelle: Tagungsankündigung >>> http://www.boell.de/calendar/viewevt.aspx?evtid=4077
Kurze …
… die Versorgung mit Nahrung und Wasser (vgl. Päpstl. Rat für die Pastoral im Krankendienst, Charta für den Krankendienst, Nr. 120)“.
Die Grundfrage (so noch Pytlik, ebenda, unter kath.net vom 6.8.2005 >>> http://www.kath.net/detail.php?id=11169 ) , ob eine gültige Patientenverfügung in solchen Fällen jemals die sittliche Legitimation zur Entfernung der Ernährungssonde geben wird können, scheint daher mit dem neuen Dekret entschieden: dies erscheint nunmehr ausgeschlossen zu sein und wird in den Ethik-Komitees zu lebhaften Diskussionen führen …
… Situationen, in denen ein selbstverantwortliches Handeln nicht mehr möglich ist und deshalb entsprechende Entscheidungen nicht mehr getroffen werden können. Deshalb sollte man vorher festlegen, was in solchen Fällen zu tun oder zu lassen ist – hier hilft die neue Sigel Patientenverfügung.
Am besten selbst entscheiden
Eine Patientenverfügung schafft Klarheit bei Patient, Arzt und den Angehörigen. Man kann damit selbst Vorsorge und Entscheidungen für einen Ernstfall treffen, solange man noch in der Lage ist, klar zu denken und zu fühlen. In diesem Dokument …
In einem Interview mit dem Deutschen Ärzteblatt forderte der Münchener Palliativmediziner Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio Rechtssicherheit und er plädierte für die Einführung des Fürsorgeaspektes bei Patientenverfügungen.
„Die Einschränkung der Reichweite von Patientenverfügungen auf den sogenannten „irreversibel tödlichen Verlauf“, die von paternalistisch orientierten Kreisen gefordert wird, ist meines Erachtens verfassungsrechtlich unhaltbar und medizinisch unsinnig. Eine Alzheimer-Demenz führt ebenso unwiderruflich zum Tode wie ein metastasiertes …
… mit Zustimmung, ja eigentlich sogar auf Wunsch der kranken Menschen.“, so Student. Dem ist in der Tat so und überdies begrüßenswert. Entscheidend ist und bleibt der konkrete Wille des Patienten, den er im Übrigen auch in einer Patientenverfügung dokumentieren kann. Wenig hilfreich ist es hierbei, auf die mangelnde Stabilität menschlicher Willenserklärungen mit Blick auf die Suizidforschung hinzuweisen. Entscheidung ist das Selbstbestimmungsrecht des Patienten und sein Wille.
Es geht hier auch nicht um die „Verabsolutierung des Selbstbestimmungsrechts“, …
In unserem säkularisierten Gemeinschaftswesen bleiben alle Interessierten aufgerufen, sich an einer Diskussion über fundamentale Rechte zu beteiligen. Dies gilt auch und gerade mit Blick auf die bedeutsamen Rechtsfragen am Ende eines Lebens, in dem der Patient ggf. seinen letzten Willen umgesetzt wissen möchte. Allerdings fällt auf, dass in dem Wertediskurs zunehmend der Blick für das Wesentliche getrübt wird und es ferner zu befürchten ansteht, dass eine Archaisierung der Debatte über den Begriff des „mündigen Patienten“ droht.
Das Selbstb…
München erweist sich als ein „Tatort“ besonderer Art: Hier scheinen einzelne Vormundschaftsrichter beharrlich nicht den Sinn und Zweck von Patientenverfügungen zu verstehen – mehr noch: sie schwingen sich zu „Herren über Leben und Tod“ auf, obgleich die Patientenverfügung der Patientin hinreichend bestimmt war und keinen Zweifel an dem nachhaltigen und vor allem aktuellen Willen aufkommen ließ, nicht therapiert zu werden.
Einer aktuellen Pressemitteilung einer Münchener Anwaltskanzlei können wir entnehmen, dass der Vormundschaftsrichter entgegen …
Der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat sich für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Patienten, Angehörige und Ärzte bräuchten mehr Rechtssicherheit bei Entscheidungen am Lebensende, heißt es in den "Eckpunkten des Rates der EKD für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen", die in der vergangenen Woche den Abgeordneten des Deutschen Bundestages übersandt wurden.
Die "Eckpunkte des Rates der EKD für eine gesetzliche Regelung von Patientenverfügungen" finden Sie im Wortlaut auf der Homepage …
… der von uns in einer Verfügung geäußerte Wille nicht mit unserem aktuellen Willen am Ende des vielleicht erlöschenden Lebens entsprechen müsse. Ethik-Komitees werden sich auf die Suche nach unserem Willen begeben und im Zweifel fündig werden. Sie finden ggf. eine Patientenverfügung vor, in der wir als Autoren die Regie unseres selbstbestimmten Sterbens übernommen haben und so unsere individuelle Entscheidung dem ethischen Konzil mitteilen. Der schriftlich fixierte und letzte Wille des Patienten ist also übermittelt und es mutet seltsam an, weshalb …
… und Pflege konnten wir zahlreiche kompetente Referenten gewinnen.
Ein besonderes Highlight werden die zusätzlichen Diskussionsveranstaltungen darstellen, die nach dem Vortragsprogramm vorgesehen sind: Am Mittwochabend (19.9.) findet die jährliche Ethik-Sitzung zum Thema Patientenverfügungen statt. Am Donnerstag (20.9.) argumentieren namhafte Experten zum Themenbereich "Tracheostomie – früh vs. spät". Am Freitagmittag (21.9.) findet eine moderierte Diskussion mit Betroffenen, Intensivmedizinern und Intensivpflegenden statt.
Wir freuen uns …
Es mag der Eindruck täuschen, aber es scheint die Debatte über das Ob und Wie einer gesetzlichen Regelung betreffend der Patientenverfügung hinter dem zurückzufallen, was allseits bekannt seine sollte. Der ansonsten beachtliche Beurteilungs- und Gestaltungsspielraum des Gesetzgebers dürfte, wenn es nach dem Willen mancher Berufsverbände geht, sich bei den Rechtsfragen der Patientenverfügung geradezu auf Null reduzieren und demzufolge wird leidenschaftlich dafür plädiert, einstweilen lieber nicht die Rechtsfragen zu regeln. Mit Verlaub: Der Vorbehalt …
… wird, wo dann die erste aller Maximen, namentlich die Selbstbestimmung des Menschen, auf der Strecke zu bleiben droht.
Was also hilft uns aus diesem Dilemma? Beobachten wir die Szenerie mit Blick auf die Diskussion um das Für und Wider der Patientenverfügung, registrieren wir derzeit emsige Aktivitäten der politisch Verantwortlichen quer durch alle Fraktionen. Die Vorschläge müssen wir zur Kenntnis nehmen, wird doch schließlich irgendwann einmal im Hohen Hause über einen Gesetzentwurf zu befinden sein, bei dem dann der Fraktionszwang hoffentlich …
… Pflege, Altenpflege und Gesundheit spezialisiert hat wurde unter anderem mit einem kostenlosen Dokumentenservice, einem Lexikon sowie um den Bereich Innovationen erweitert. In der Rubrik Dokumentenservice werden Besuchern Dokumente und Musterbriefe, wie z.B. Patientenverfügungen, Antragsformulare für Pflegehilfsmittel und Leistungen der Pflegeversicherung sowie Checklisten für die Auswahl eines richtigen Pflegedienstes zum kostenlosen Bearbeiten und Ausdrucken in verschiedenen Formaten bereitgestellt. Das neue Lexikon bietet eine einfache Übersicht …
… gesetzt sind. An die Voraussetzungen für die Annahme eines mutmaßlichen Einverständnisses in einen möglichen Behandlungsabbruch sind strenge Voraussetzungen zu stellen, so dass auch der religiösen Überzeugung Rechnung getragen werden kann.
Sofern sich der Patient in einer Patientenverfügung nachhaltig zu seiner religiösen Grundeinstellung und ggf. mit Blick auf medizinische Behandlungsmaßnahmen am Ende seines verlöschenden Lebens geäußert hat, hat er seinen Willen artikuliert. Desgleichen könnten Verwandte Aufschluss darüber geben, ob der Patient sich …
… Thema „Sterbehilfe und Sterbebegleitung“
Die Öffentlichkeitsarbeit für deutsche Hospize muss gesteigert werden. Die Akzeptanz von Sterbehilfe scheint im Zusammenhang mit der gesellschaftlichen Tabuisierung von Tod und Sterben zu stehen. Und trotz Auseinandersetzung mit dem Thema Patientenverfügung, hat sich bislang nur ein Zehntel der Befragten eine solche Verfügung zugelegt.
Dies und mehr sind die Ergebnisse einer ausführlichen Umfrage zum Thema „Sterbehilfe und Sterbebegleitung“ des Online-Meinungsportals sozioland, einem Projekt der Respondi …
… auch die Hausärzte einen festen Platz in der palliativmedizinischen Betreuung eines multimorbiden Alterspatienten haben werden.
Einigermaßen überraschend hat der Präsident auf eine entsprechende Frage ausgeführt, dass er nicht prinzipiell gegen eine gesetzliche Regelung der Fragen rund um die Patientenverfügung sei. Er wendet sich vielmehr dagegen, dass die Interaktion zwischen Patient und Arzt bzw. Pflegekraft nicht in das Gesetz geschrieben werde. „Das Gesetz wäre in Ordnung, wenn es die bestehende Rechtslage bestätigen würde“, so Hoppe. Insofern …
Von den Sendboten einer zwangsbeglückenden Sozialethik
Es scheint, als ob der Gesetzgeber tatsächlich bemüht und gewillt ist, sich den gewichtigen Fragen der Patientenverfügungen zu widmen. Er blickt auf einen Fundus von Stellungnahmen und Expertisen und die Last der Entscheidung wird ihm wohl keiner abnehmen können, für eine grundgesetzkonforme Regelung Sorge zu tragen.
Das redliche Bemühen der ärztlichen Selbstverwaltungsorgane um eine nach der ärztlichen Ethik ausgerichteten Regelung ist legitim. Gleichwohl stößt dieses Bemühen sowohl an innere …
… zu entscheiden. Welche Art der Behandlung sie wünschen, ob und in welchem Umfang lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen werden sollen: mit diesen Entscheidungen stehen die Angehörigen dann allein da, vielfach ohne jeden Anhaltspunkt.
Experten raten daher zu einer so genannten Patientenverfügung. Hier kann man genau festlegen, welche Art der medizinischen Versorgung man im Fall der Fälle wünscht, ob beispielsweise bei einer schweren Schädigung des Hirns durch einen Unfall oder Schlaganfall eine künstliche Beatmung und Ernährung durchgeführt werden …
… Hospizes und der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Klie, unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie, warnen in ihrem Appell an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages davor, in der gesetzlichen Regelung zur Patientenverfügung eine einfache Lösung zu sehen, wie in dilemmatösen Entscheidungssituationen am Lebensende verfahren werden kann. Diese Auffassung stößt auf prinzipielle Bedenken.
Vielmehr muss mit Blick auf die zentralen Fragen der Patientenverfügung Rechtssicherheit geschaffen werden. Hierauf …
„Der 110. Deutsche Ärztetag in Münster hat sich gegen eine umfangreiche rechtliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Die Situationen am Lebensende seien hochkomplex und individuell. 'Deshalb stellt sich die Frage, ob durch eine weitergehende gesetzliche Regelung nicht neue Verunsicherungen im medizinischen Alltag hervorgerufen werden', heißt es in einem Beschluss des Ärztetages.“
Quelle: Deutsches Ärztenetz >>> Mitteilung v. 16.05.07 >>> http://www.arzt.de/Aktuelles/20070516/200705161.html
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Die …
… ringt er doch in Zeiten eines allgemeinen Wertediskurses dem Bürger eine selbst zu verantwortende Entscheidung ab, für deren Transparenz der Gesetzgeber in einem geeigneten Verfahren Sorge zu tragen hat. Nicht zuletzt die anstehende und höchst zähe Debatte um die Patientenverfügung zeigt im Übrigen die Ambivalenz eines Verfassungsverständnisses von dem Selbstbestimmungsrecht und der Würde des Menschen aus der Sicht der Politiker, wenn es darum geht, „Freiheiten“ zu gewähren oder etwa mit Blick auf den immer wieder diskutierten Abschuss eines mit …
Teile der Ärzteschaft wollen keine gesetzliche Regelung der Patientenverfügung. Geht’s ihnen um den Patienten? Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, führt an, dass der Gesetzentwurf von Bosbach, Röspel, Fricke, Winkler, u.a., die derzeitige Rechtslage einschränken will. Millionen Patientenverfügungen würden ungültig werden. Andererseits ist aber nicht zu übersehen, dass viele Ärzte als „Halbgötter in Wei? auftreten und Patientenverfügungen einfach ignorieren. U.a. mit der Begründung, dass die Rechtslage angeblich widersprüchlich …
… sensibilisiert werden und in diesem Sinne wird es entscheidend darauf ankommen, die verschiedenen Handlungsoptionen auch verfassungsrechtlich darzustellen. In der sich anbahnenden Debatte um die Stellungnahme des Ethikrats zur postmortalen Organspende (aber auch der Patientenverfügung im weitesten Sinne) reicht es nicht zu, sich auf das Selbstbestimmungsrecht zurückzuziehen, ohne sich mit den durchaus erheblichen und überzeugenden verfassungsrechtlichen Argumenten in der Stellungnahme auseinanderzusetzen. Wir müssen uns und den politisch Verantwortlichen, …
Bundesärztekammer-Präsident für Engagement gegen gesetzliche Neuregelung
Der Präsident der Bundesärztekammer Professor Jörg-Dietrich Hoppe hat Ärzten empfohlen, sich intensiver mit den Themen Sterbebegleitung und Patientenverfügungen zu beschäftigen. Hoppe hofft, dass der Druck der Ärzte auf die politischen Verantwortlichen bei der aktuellen Debatte um Patientenverfügungen verstärkt werden kann. Die Kernbotschaft der BÄK lautet: Patientenverfügungen sind bereits heute gültig, Krankheitsverläufe sind immer individuell und lassen sich nicht gesetzlich …
Bundesjustizministerin Brigitte Zypries spricht sich dafür aus, Patientenverfügungen auch bei Komapatienten oder Demenzkranken anzuerkennen und damit die Möglichkeit zu eröffnen, deren Leben vorzeitig zu beenden. Quelle: Deutsches Ärzteblatt v. 10.04.07 http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28080
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Das Votum der Bundesjustizministerin ist nachhaltig zu begrüßen, gründet es doch letztlich auf die verfassungsrechtlich gesicherte Annahme, dass auch dem Wachkoma-Patienten oder dem Dementen für den Fall ihrer späteren …
… hohe Gut der Selbstbestimmung des Patienten betonen und in den Mittelpunkt ihrer Betrachtungen stellen. Konsequenzen hieraus folgen aber nicht, denn nehmen wir die Selbstbestimmung ernst, hat freilich der Staat bei einer möglichen gesetzlichen Regelung der Patientenverfügung die Grenzen seiner staatlichen Schutzpflicht zu wahren. Hieraus folgt, dass der Staat nicht legitimiert ist, die Reichweite der Patientenverfügung auf irreversible und zwangsläufig zum nahen Tode führende Krankheiten zu begrenzen. Dies erkennen offensichtlich auch diejenigen, …
… Abfassung einer vorsorglichen Willenserklärung das Gespräch mit einem Arzt des Vertrauens zu suchen. „Zwar kann der Arzt dem Patienten die oftmals schwierige und als belastend empfundene Entscheidung über das Ob und Wie einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung nicht abnehmen, wohl aber über medizinisch mögliche und indizierte Behandlungsmaßnahmen informieren, auf die mit Prognosen verbundenen Unsicherheiten aufmerksam machen und allgemein über Erfahrungen mit Patienten, die sich in vergleichbaren Situationen befunden haben, berichten“, heißt …
„Wenige Tage vor der ersten Bundestagsdebatte über ein Gesetz zu Patientenverfügungen kommt neue Bewegung in die seit Langem kontroverse Diskussion. Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Sabine Leutheusser-Schnarrenberger kündigte heute einen eigenen Gesetzentwurf an, über den ihre Fraktion derzeit verhandle. Danach sollen Therapiebeschränkungen für jede Krankheitsphase zulässig sein, Entscheidungen des Vormundschaftsgerichts sollen auf Konfliktfälle beschränkt bleiben.“ >>>
Quelle: Ärzteblatt.de >>> mehr dazu >>>
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=27933
Umfangreiches Programm zum Mitmachen, Probieren und Zuhören vom 20.-22.04.2007 im Kurhaus von Bad Füssing
Ob Nordic Walking oder Yoga, Patientenverfügung, Erbschaftsangelegenheiten oder Wohlfühltipps für Körper, Seele und Geist, wer sich informieren und Anregungen für eine gesunde Lebensführung sucht, ist auf der fünften Naturavital – Messe für natürliche Gesundheit vom 20.-22.04.2007 im Kurhaus in Bad Füssing richtig. Angebote zu den Themenbereichen Gesundes Leben und Wohnen stehen ebenso auf dem Programm wie Informationen über Wellness, gesunde …
Kann der PC die Patientenverfügung ersetzen?
Ein Datenbank-gestütztes Computerprogramm könnte den mutmaßlichen Willen eines nicht mehr entscheidungsfähigen Patienten mindestens so zuverlässig widergeben wie die nächsten Angehören. Das geht aus einer US-amerikanischen Studie hervor.
Quelle: Ärztliche Praxis >>> mehr dazu >>>
http://www.aerztlichepraxis.de/artikel_homepage_aktuell_patientenverfuegung_1173785597.htm?n=1
Kurze Anmerkung (L. Barth):
Dass dies durch einen Rechner mit entsprechender Software leistbar ist, dürfte nicht …
… die „Grundsätze zur Sterbebegleitung“ aus dem Jahr 1998 und aus dem Jahr 2004 der BÄK in einem neuen Internetdossier zu veröffentlichen. Darin sind auch zahlreiche weitere Dokumente wie die „Handreichungen für Ärzte zum Umgang mit Patientenverfügungen“ der Bundesärztekammer, Muster für Patientenverfügungen sowie das niederländische und belgische Euthanasiegesetz abrufbar. Außerdem können sämtliche Beiträge zum Thema Sterbehilfe, aber auch zur Sterbebegleitung und Palliativmedizin heruntergeladen werden, die seit Heft 39/1998 bis 2004 erschienen sind.
Anknüpfend …
… Angebot nennt.“, so Stephan Sahm, Chefarzt, Krebsspezialist und Experte für Medizinethik des Ketteler Krankenhauses in Offenbach, gestern in der Sendung von Sabine Christiansen.
Viele fürchten eine grenzenlose medizinische Behandlung, der sie hilflos ausgeliefert sind. Einige verfassen Patientenverfügungen, um den eigenen Willen rechtzeitig kundzutun. Das kann hilfreich sein. „Wichtiger aber ist, dass sich die Kultur in den Krankenhäusern ändert“, sagt Chefarzt Stephan Sahm, der als Krebsspezialist Tag für Tag mit dem Tod konfrontiert wird. Er …
Ethischer (ärztlicher) Paternalismus vs. Autonomie des Patienten
Der Münchener Palliativmediziner G.D. Borasio hat in der F.A.Z. v. 19.01.07 gefordert, Ärzte gesetzlich zum Befolgen von Patientenverfügungen zu verpflichten.
Quelle: F.A.Z. >>> http://www.faz.net/s/Rub9D1EE68AC11C4C50AC3F3509F354677D/Doc~E7D66F078C6624ACAB23B3CE80EA8C60A~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Borasio befürchtet den Ersatz des alten medizinischen Paternalismus durch einen neuen und schlimmeren ethischen Paternalismus. Dem ist durchaus zuzustimmen, zeichnet sich doch …
Das Selbstbestimmungsrecht des Patienten soll in den kommenden Monaten intensiv in den Fraktionen diskutiert werden. Hierbei sollen u.a. die Rechtsfragen mit Blick auf die Patientenverfügung geklärt und ggf. in einem Gesetz verabschiedet werden. Insofern nehmen die Abgeordneten des Deutschen Bundestages stellvertretend für uns in einem bedeutsamen ethischen Wertediskurs Stellung.
Dem 16. Deutschen Bundestag gehören 614 Abgeordnete an und nahezu ein Viertel der Bundestagsabgeordneten (23,3%) haben eine juristische Ausbildung genossen.
Zu fragen ist, …
Das Abstimmungsverhalten einiger SPD-Abgeordneten mit Blick auf die Gesundheitsreform hat für Unmut bei der SPD-Fraktion gesorgt. Derzeit werden mehrere Gesetzesentwürfe zur Problematik der Patientenverfügung im Bundestag vorbereitet und dies sollen im Frühjahr intensiv diskutiert werden.
Einem Interview mit dem Ersten Parlamentarischen Geschäftsführer Olaf Scholz (Hamburger Abendblatt, 8. Februar 2007) können wir entnehmen, dass bei der Abstimmung die Abgeordneten nur ihrem Gewissen unterworfen sein sollen. Dies dürfte dafür sprechen, dass wohl …
In einem Beitrag von Johannes Seibel in Die Tagespost v. 25.01.07 wird darauf hingewiesen, dass die Debatte um Patientenverfügungen rhetorisch schärfer geführt wird. Der Münchener Palliativmediziner G.D. Borasio erhebt in der aktuellen Diskussion um die Verbindlichkeit von Patientenverfügungen gegen die Kritiker Vorwürfe und verwendet dabei Begriffe, die zum intellektuellen Einschüchtern Andersdenkender geeignet sind. Quelle: Die Tagespost v. 25.01.07 http://www.die-tagespost.de/Archiv/titel_anzeige.asp?ID=29385
Hierbei bezieht sich J. Seibel auf …
Sofern wir die im Tenor aufgeworfene Frage unserem Bundespräsidenten Horst Köhler zur Beantwortung vorlegen würden, wäre wohl die Antwort eindeutig: Er fordert eine eine klare gesetzliche Regelung zur Wirksamkeit von Patientenverfügungen! "Jeder Mensch hat das Recht, in jeder Phase seines Lebens selbst zu entscheiden, ob und welchen lebensverlängernden medizinischen Maßnahmen er sich unterzieht", sagte Köhler am 08. Oktober in Würzburg bei einer Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz.
Quelle: PHOENIX >>> http://www.phoenix.de/44841.htm
Aus …
Der Homepage der Bundesärztekammer können wir folgende Pressemitteilung entnehmen:
„Die Bundesärztekammer warnt vor zu weitgehenden gesetzlichen Regelungen bei der Patientenverfügung. "Der Gesetzgeber sollte sich darauf beschränken, eventuell notwendige verfahrensrechtliche Fragen klarzustellen, jedoch auf eine weitergehende Regelung verzichten», sagte der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, der "Berliner Zeitung" (25.01.2007). "Jeder Patient muss sich zu jeder Zeit sicher sein, dass Ärzte konsequent für sein Leben eintreten", …
… Krankenhausaufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Auch zu Rechten und Pflichten des Patienten kann man hier Unterstützung bekommen. Darüber hinaus bietet dieses Krankenhausverzeichnis viele Informationen über Krankenhaus-Zusatzversicherung, Altenheim, Pflegedienst, Kurorte, Müttergenesungswerke, Eltern und Kind, Hilfsorganisationen und Patientenverfügung.
Krankenhausverzeichnis.com unterstützt und hilft Menschen, die für sich oder Angehörige ein Krankenhaus oder eine Klinik suchen oder sich auf einen Krankenhausaufenthalt vorbereiten müssen.
Rosemarie Will, Das Recht auf einen menschenwürdigen Tod, Sterbehilfe und Patientenverfügung als grundrechtliche Freiheit zur Selbstbestimmung (2006)
Quelle: Web rewi hu-berlin >>> zum Beitrag (pdf.) >>>
http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/wll/prof/vorgaengewill.pdf
Kurze Anmerkung von L. Barth:
In dem Beitrag hat die Autorin R. Will, Professorin für Öffentliches Recht an der Humboldt Universität zu Berlin, Richterin des Verfassungsgerichts des Landes Brandenburg a.D., den derzeitigen Meinungsstand über die Sterbehilfe-Problematik …