openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Ärzte gegen weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung

18.05.200707:12 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ärzte gegen weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth
Das kritische Internetportal zum Medizin-, Pflege- und Gerontopsychiatrierecht - Lutz Barth

(openPR) „Der 110. Deutsche Ärztetag in Münster hat sich gegen eine umfangreiche rechtliche Regelung von Patientenverfügungen ausgesprochen. Die Situationen am Lebensende seien hochkomplex und individuell. 'Deshalb stellt sich die Frage, ob durch eine weitergehende gesetzliche Regelung nicht neue Verunsicherungen im medizinischen Alltag hervorgerufen werden', heißt es in einem Beschluss des Ärztetages.“

Quelle: Deutsches Ärztenetz >>> Mitteilung v. 16.05.07 >>> http://www.arzt.de/Aktuelles/20070516/200705161.html

Kurze Anmerkung (L. Barth):
Die anwesenden Mitglieder des Deutschen Ärztetages haben mit ihrem Beschluss gegen ein Gesetz zur Patientenverfügung einen Schritt in die falsche Richtung getan. Zuzugeben ist, dass die Situationen am Lebensende hochkomplex und individuell sind und dass selbstverständlich hierbei dem Selbstbestimmungsrecht des Patienten ein hoher Stellenwert einzuräumen ist. Gerade weil dem so ist, obliegt es dem Gesetzgeber, seinen grundrechtlichen Schutzpflichten nachzukommen. Aufgrund des Gesetzesvorbehalts kommt ausschließlich dem Gesetzgeber die Aufgabe zu, die Rechtfragen einer verfassungskonformen Lösung zuzuführen. Weder dem Bundesgerichtshof, geschweige denn den Ärztekammern kommt eine diesbezügliche "Rechtssetzungsmacht" zu.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 135900
 88

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Ärzte gegen weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IQB - Medizin-, Pflege- und Psychiatrierecht - Lutz Barth

Bild: Wir sollen nicht sterben wollenBild: Wir sollen nicht sterben wollen
Wir sollen nicht sterben wollen
Der „Diskurs“ (?) über das frei verantwortliche Sterben eines schwersterkrankten und sterbenden Menschen ist nach wie vor nicht nur soziologisch unterbelichtet, sondern zeichnet sich insbesondere durch Glaubensbotschaften der selbsternannten „Oberethiker“ und deren „Geschwätzigkeit“ aus. „Lebensschützer“ meinen zu wissen, was die Schwersterkrankten und Sterbenden wünschen und welcher Hilfe diese am Ende ihres sich neigenden Lebens bedürfen. Mit Verlaub: Es reicht nicht zu, stets die Meinungsumfragen zu kritisieren, in denen die Mehrheit der…
Bild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubarBild: Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Sterbehilfedebatte - Der Kreis der ethischen Überzeugungstäter ist überschaubar
Es scheint an der Zeit, in einer hoch emotionalisierten Debatte „Ross und Reiter“ zu benennen, die sich fortwährend um den „Lebensschutz“ scheinbar verdienstbar gemacht haben und unbeirrt auf ihrer selbst auferlegten Mission fortschreiten. Einige politisch Verantwortlichen sind gewillt, die „Sterbehilfe“ gesetzlich zu regeln und wie es scheint, besteht das Ziel in einer strikten Verbotsregelung. Auffällig ist, dass es sich um eine handverlesene Schar von Ethiker, Ärztefunktionären, freilich auch Theologen und Mediziner handelt, bei denen ber…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Mein Wille gescheheBild: Mein Wille geschehe
Mein Wille geschehe
Das neue Gesetz zur Patientenverfügung im Blickpunkt einer Tagung Die Evangelische Akademie Meißen lädt vom 22. bis 24. Januar 2010 zur Tagung „Mein Wille geschehe“ - Das neue Gesetz zur Patientenverfügung ein. Seit September 2009 ist das neue Gesetz zur Patientenverfügung in Kraft getreten. Im Vorfeld auf das heftigste umstritten (auch fraktionsübergreifend), …
Bild: Rechtswirksame Patientenverfügung per KlickBild: Rechtswirksame Patientenverfügung per Klick
Rechtswirksame Patientenverfügung per Klick
Endlich hat der Bundestag nach sechsjährigem Debattenmarathon eine gesetzliche Grundlage für die Patientenverfügung beschlossen. Das ab 1. September geltende neue Gesetz schreibt klar vor, dass der behandelnde Arzt den schriftlichen Willen des Patienten zu befolgen hat. Für die Vorsorge per Patientenverfügung wird kein Hausarzt oder Notar benötigt. Allerdings …
Patientenautonomie am Lebensende
Patientenautonomie am Lebensende
… Pflege – Selbsthilfenetzwerk, informiert am 13.06.2013, 18.00 – 19.30 Uhr, in einem Vortrag (mit Diskussion) in der Neusser Volkshochschule über Vorsorge-Vollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung. Veranstaltungsort: Romaneum, Brückstr. 1, Raum E.127, 41460 Neuss. - Der Eintritt ist frei! Zur Selbstbestimmung der Patienten am Lebensende bzw. …
Bild: Dr. Hohmann referierte über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und PatientenverfügungBild: Dr. Hohmann referierte über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung
Dr. Hohmann referierte über Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung und Patientenverfügung
Lohmar. Mit dem Referenten Dr. Gerhard Hohmann stand dem Verein zur Förderung der Seniorenarbiet in Lohmar ein hochkarätiger Experte für das neue Patientenverfügungsgesetz zur Verfügung. In seinem Vortrag erläuterte Dr. Hohmann das zum 1. September in Kraft getretene Gesetz und unterbreitete rechtssichere Vorschläge zur Formulierung. Wer bereits eine …
Nur der eigene Wille zählt – im Leben wie im Notfall: Schafft das Gesetz für Patientenverfügungen Klarheit??
Nur der eigene Wille zählt – im Leben wie im Notfall: Schafft das Gesetz für Patientenverfügungen Klarheit??
… nicht mehr in der Lage bin?“ Um auch im Notfall den eigenen Willen respektiert zu wissen, gelten seit 1. September 2009 erstmals gesetzliche Regelungen für eine Patientenverfügung. Aber was ist eine Patientenverfügung? Was kann damit geregelt werden? Welche Anforderungen an Form und Formulierungen gibt es? Sind Ärzte daran gebunden? Was passiert, wenn …
Bild: Rechtswirksame Patientenverfügung per KlickBild: Rechtswirksame Patientenverfügung per Klick
Rechtswirksame Patientenverfügung per Klick
Endlich hat der Bundestag nach sechsjährigem Debattenmarathon eine gesetzliche Grundlage für die Patientenverfügung beschlossen. Das ab 1. September geltende neue Gesetz schreibt klar vor, dass der behandelnde Arzt den schriftlichen Willen des Patienten zu befolgen hat. Für die Vorsorge per Patientenverfügung wird kein Hausarzt oder Notar benötigt. Allerdings …
Bild: Kein Kompromiss zum Patientenverfügungsgesetz in Sicht?Bild: Kein Kompromiss zum Patientenverfügungsgesetz in Sicht?
Kein Kompromiss zum Patientenverfügungsgesetz in Sicht?
… verfügt werden könne, wenn Heilungschancen bestehen. Selbstverständlich ist dies der Fall, da der Patient für sich unvernünftige Entscheidungen – auch solche in einer Patientenverfügung – treffen kann. Sofern Streit darüber besteht, ob ggf. auch mündliche Erklärungen des Patienten verbindlich sein sollen erscheint ein Kompromiss durchaus möglich, wenn …
Bild: Die "Münchener Patientenverfügung" – Vorsorge für Psychiatrie-PatientenBild: Die "Münchener Patientenverfügung" – Vorsorge für Psychiatrie-Patienten
Die "Münchener Patientenverfügung" – Vorsorge für Psychiatrie-Patienten
Wer bisher eine Patientenverfügung suchte, die auf die besonderen Bedürfnisse von Psychiatrie-Patienten eingeht, tat sich schwer. Denn fast alle Patientenverfügungen beziehen sich nur auf das Lebensende, schwere körperliche Krankheiten oder Demenz; sie sind nicht geeignet als Krisen-Vorsorge für Psychiatrie-Patienten. Die "Münchener Patientenverfügung" …
Patientenverfügungen - Worum geht’s den Ärzten?
Patientenverfügungen - Worum geht’s den Ärzten?
Teile der Ärzteschaft wollen keine gesetzliche Regelung der Patientenverfügung. Geht’s ihnen um den Patienten? Der Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, führt an, dass der Gesetzentwurf von Bosbach, Röspel, Fricke, Winkler, u.a., die derzeitige Rechtslage einschränken will. Millionen Patientenverfügungen würden ungültig werden. Andererseits …
Bild: Patientenverfügung (aus dem Buch Sterbehilfe)Bild: Patientenverfügung (aus dem Buch Sterbehilfe)
Patientenverfügung (aus dem Buch Sterbehilfe)
Die Patientenverfügung ist eine schriftliche Vorausverfügung einer Person für den Fall, dass SIE ihren Willen nicht mehr wirksam erklären kann. Seit 2009 ist die Patientenverfügung gesetzlich verankert und stärkt so die Rechte der Patienten (3. Gesetz zur Änderung des Betreuungsrechts – BGBl I, S. 2286). Die Patientenverfügung legt fest, wie man in bestimmten …
Sie lesen gerade: Ärzte gegen weitgehendes Gesetz zur Patientenverfügung