BERLIN. Zur öffentlichen Präsentation eines Gesetzentwurfes zum Hochwasserschutz durch den Bundesumweltminister erklärt die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und umweltpolitische Sprecherin, Birgit :Die FDP begrüsst, dass Umweltminister Trittin den seit langem angekündigten Gesetzentwurf zum Hochwasserschutz endlich vorlegt. Unverständlich ist, dass rot-grün eine Debatte im Deutschen Bundestag zum Hochwasserschutz noch vor der Sommerpause verweigert hat. Einen so wichtigen Gesetzentwurf der Öffentlichkeit statt dessen auf einer Sommerreise zu präsentieren, ist eine Missachtung des Parlaments. Trittin hält von öffentlichkeitswirksamen Präsentationen offenbar mehr als von dringend erforderlichen Sachdebatten im Parlament.Keinesfalls darf Umweltminister Trittin sich schon wieder bequemerweise hinter verfassungsrechtlichen Problemen verschanzen, wie er dies seinerzeit bei den Beratungen zum Umweltgesetzbuch getan hat. Trotz vorrangiger Zuständigkeit der Länder bleibt genug Handlungsspielraum für den Bund. Unter anderem muss Trittin unverzüglich internationale Hochwasserkonferenzen initiieren, um flußgebietsbezogen integrierte Schutzmassnahmen länderübergreifend zu vereinbaren.Dass Trittin endlich gesetzgeberisch aktiv wird, war allerhöchste Zeit. Die FDP hat bereits konstruktive Vorschläge gemacht und freut sich auf die bevorstehenden Beratungen im Parlament.Holger Schlienkamp Telefon [030] 227-52378
