Sie möchten in die Zeitung? Sie sind nicht allein. Ob Unternehmer, Vereinsvorstand, Künstler oder Start-up-Gründer – viele suchen Wege, öffentlich sichtbar zu werden. Pressearbeit verspricht Reichweite, Aufmerksamkeit und Glaubwürdigkeit. Die entscheidende Frage lautet aber: Haben Sie ein Thema oder eine Geschichte, die die Presse interessiert?
Eine Gegenfrage: Warum wollen Sie in die Zeitung kommen?

Die Chancen, in einer Zeitung erwähnt zu werden, sind aber da. Gerade Lokal- und Regionalzeitungen suchen laufend nach spannenden, relevanten oder einfach menschlich ansprechenden Geschichten aus der Umgebung. Wenn Sie liefern, was die Redaktion sucht, stehen die Chancen gar nicht schlecht. Vorausgesetzt, Sie verstehen die Spielregeln.
Denn: Journalisten arbeiten unter Zeitdruck, treffen eine Auswahl – oft in Sekunden – und achten auf Dinge, die vielen nicht bewusst sind. Ein tolles Projekt allein reicht oft nicht. Es muss eine Geschichte werden. Etwas, das für Leser interessant, neu, relevant oder einfach unterhaltsam ist.
An dieser Stelle lohnt ein ehrlicher Blick auf Ihre Ziele. Möchten Sie mehr Kundschaft? Aufmerksamkeit für ein Event? Wollen Sie Ihre Expertise zeigen oder ein gesellschaftliches Thema platzieren?
Pressearbeit ist kein Verkaufsinstrument im klassischen Sinn. Es geht nicht darum, Werbung zu machen, sondern Interesse zu wecken. Vertrauen zu schaffen. Präsenz zu zeigen.
Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum ausgerechnet dieser Nachbarverein im Stadtteilmagazin war – und nicht Ihrer? Oder warum ein anderes Unternehmen mit scheinbar ähnlichem Angebot einen großen Artikel bekommen hat – Sie aber nicht? Das hat selten mit Glück zu tun. Sondern meist mit einem guten Gespür für Timing, Story und Ansprache.
Die gute Nachricht ist: Sie können das auch lernen. Sie können verstehen, worauf es ankommt – und so Ihre Chancen deutlich erhöhen.
Natürlich stellt sich auch die Frage: Ist „in die Zeitung kommen“ überhaupt noch zeitgemäß? Die klassischen Printmedien sind längst nur ein Teil eines größeren Medienmixes. Viele Artikel erscheinen heute sowohl gedruckt als auch online. Und oft ist die Online-Version sogar wirksamer.
Dieser Ratgeber führt Sie in erfolgreiche Pressearbeit ein. Er hilft Ihnen, Themen zu erkennen, Medien gezielt auszuwählen, Kontakt zur Journalisten herzustellen, und auch Alternativen für Ihre PR zu finden. Dabei geht es nicht um theoretisches PR-Wissen. Sondern um praktische Fragen, die Sie sich vermutlich längst stellen – und um klare, umsetzbare Antworten.
Was bedeutet überhaupt „in die Zeitung kommen“?
Wenn jemand sagt, er wolle „in die Zeitung“, klingt das erst einmal klar. Doch was ist damit eigentlich gemeint? Meinen Sie eine große gedruckte Tageszeitung mit überregionaler Reichweite? Ein Wochenblatt, das kostenlos im Briefkasten liegt? Eine Fachzeitschrift? Oder vielleicht auch ein Artikel auf einem Online-Magazin? Die Auswahl ist groß.
Deshalb ist es wichtig, sich bewusst zu machen, wo Sie überhaupt erscheinen möchten – und warum. Denn davon hängt alles Weitere ab: Ihre Ansprache, Ihr Thema, Ihre Erfolgschancen.
Die Königsdisziplin: Überregionale Tageszeitungen
Ein Artikel in einer überregionalen Zeitung wie der Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Süddeutschen, der Welt oder der taz ist für viele das erklärte Ziel – das leider nur in Ausnahmefällen erreicht wird.
Die Hürde ist hier extrem hoch. Warum?
Diese Redaktionen arbeiten mit einem hohen journalistischen Anspruch. Sie berichten selten über Einzelpersonen, kleine Unternehmen oder regionale Initiativen – es sei denn, diese sind beispielhaft für ein größeres Thema, außergewöhnlich erfolgreich oder besonders gesellschaftlich relevant. Wenn Sie z. B. ein Projekt umsetzen, das bundesweit Beachtung verdient, eine neue Lösung für ein gesellschaftliches Problem anbieten oder mit einer außergewöhnlichen Idee für Aufmerksamkeit sorgen – dann kann es klappen.
Die Lokalzeitung – Ihr erster Verbündeter

Sie haben eine Neueröffnung? Planen ein ungewöhnliches Event? Unterstützen ein soziales Projekt? Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich jemand bei der Lokalzeitung dafür interessiert. Die lokale Redaktion kennt die Menschen in der Region, ist vernetzt, will zeigen, was im Ort passiert. Gleichzeitig ist sie oft knapp besetzt, chronisch unter Zeitdruck und muss laufend neue Inhalte liefern.
Kurz: Wer ihr Arbeit abnimmt und eine gute Geschichte liefert, wird gehört.
Wochenblätter, Anzeigenblätter, Stadtmagazine
Neben den klassischen Tageszeitungen gibt es auch die kostenlosen Wochenblätter oder Stadtmagazine. Auch sie berichten über Lokales, greifen Themen auf, die sonst vielleicht untergehen würden. Hier geht es oft lockerer zu. Die Themen sind bunter, leichter, persönlicher. Manchmal dürfen auch Beiträge übernommen werden, die stärker in Richtung PR gehen – solange sie gut gemacht sind.
Fachmedien und Branchenportale
Nicht jedes Thema eignet sich für die Massenbedien. Wenn Sie in einer spezialisierten Branche tätig sind, lohnt der Blick in die Fachpresse. Ob Baugewerbe, Gastronomie, Bildung oder Technik – fast jede Branche hat eigene Publikationen (gedruckt oder online), oft mit hoher Reichweite in der Zielgruppe.
Hier zählt vor allem Ihr Know-how. Fachmedien interessieren sich für Trends, Innovationen, Meinungen. Persönliche Geschichten spielen eine geringere Rolle, dafür sind Expertise und Branchenrelevanz gefragt.
Online-Medien und Nachrichtenportale – eine gute Alternative
Viele klassische Medienhäuser betreiben heute reichweitenstarke Websites. Artikel erscheinen parallel online oder sogar exklusiv im Netz. Es gibt aber auch rein digitale Angebote, von Presseportalen wie openPR bis zu spezialisierten Blogs und Magazinen.
Vielleicht fragen Sie sich nun: Reicht es, „nur online“ zu erscheinen? Ist Print nicht doch besser?
Die Antwort ist einfach: Beides hat seinen Wert. Ein gedruckter Artikel wirkt oft seriöser, greifbarer – gerade bei älterem Publikum.
Ein Online-Beitrag hingegen kann in der Regel viel schneller veröffentlicht werden und bleibt dauerhaft über Suchmaschinen für potenzielle Interessenten auffindbar.
Auf openPR können Sie Ihre Pressemitteilungen direkt veröffentlichen.
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Was interessiert die Presse?
Sie haben ein Thema im Kopf. Vielleicht sogar eine Idee für einen Artikel. Aber: Reicht das? Ist das wirklich interessant genug für eine Redaktion?
Diese Frage entscheidet über Erfolg oder Misserfolg Ihrer Pressearbeit.
Redaktionen bekommen täglich Dutzende, manchmal Hunderte Hinweise, Pressemitteilungen oder Anfragen. Sie müssen sortieren. Schnell. Und sie entscheiden nach festen Kriterien – oft unbewusst, aber klar erkennbar. Diese Kriterien nennt man Nachrichtenfaktoren.
Was zählt als gute Nachricht?

Stellen Sie sich vor, Sie wären Redakteur. Jeden Tag müssen Sie entscheiden, welche Themen ins Blatt kommen. Was würden Sie auswählen? Einen gewöhnlichen Geschäftsalltag – oder eine Geschichte mit einer überraschenden Wendung? Etwas, das andere betrifft, berührt, empört, begeistert?
Genau darum geht’s.
Die wichtigsten Nachrichtenfaktoren
Hier sind einige der Fragen, die Redaktionen sich (bewusst oder unbewusst) stellen:
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Ist es neu? – Was heute alt ist, war gestern vielleicht noch interessant. Aktualität ist entscheidend.
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Ist es nah? – Lokale Nähe ist ein starker Faktor. Was in der Region passiert, interessiert mehr als Fernes.
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Ist es relevant? – Betrifft es viele Menschen? Oder eine bestimmte Zielgruppe in besonderer Weise?
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Gibt es einen Konflikt? – Gegensätze, Spannungen, Meinungsverschiedenheiten erzeugen Aufmerksamkeit.
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Gibt es Emotionen? – Geschichten mit Gefühl bleiben hängen.
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Ist es außergewöhnlich? – Das Normale schafft es selten in die Zeitung. Aber das Unerwartete hat Chancen.
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Gibt es eine prominente Person? – Prominenz zieht. Auch auf lokaler Ebene.
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Gibt es dazu gute Bilder? – Visuelle Umsetzbarkeit spielt gerade bei Lokalzeitungen und Online-Medien eine große Rolle.
Natürlich muss nicht jeder dieser Faktoren erfüllt sein. Aber je mehr zutreffen, desto besser stehen Ihre Chancen.
Von der Info zur Geschichte
Ein häufiger Fehler: Man sendet einfach nur Informationen. „Wir haben ein neues Büro eröffnet.“ – Schön. Aber das allein reicht nicht.
Fragen Sie sich stattdessen: Was ist die Geschichte dahinter?
Warum ist dieses neue Büro wichtig? Für wen? Was verändert sich dadurch? Gibt es einen menschlichen Aspekt, einen besonderen Anlass, eine Verbindung zur Region?
Aus „Wir haben etwas gemacht“ muss „Hier passiert etwas, das auch andere interessieren könnte“ werden.
Statt: „Wir feiern 10-jähriges Jubiläum“, lieber: „Von der Garage zum Familienbetrieb mit 100 Mitarbeitern – ein lokales Unternehmen feiert Erfolgsgeschichte“.
So wird aus einem internen Anlass eine öffentlich relevante Geschichte (zumindest für die lokale Presse).
Das richtige Timing
Redaktionen planen unterschiedlich: Tageszeitungen denken tagesaktuell, Stadtmagazine oft mehrere Wochen im Voraus, Fachzeitschriften sogar Monate.
Fragen Sie sich also: Wann ist der richtige Moment, mein Thema zu platzieren?
Ein Beispiel: Sie planen eine Veranstaltung. Dann reicht es nicht, drei Tage vorher Bescheid zu geben. Redaktionen brauchen Vorlauf – und idealerweise ein Thema, das schon vor dem Termin interessant ist.
Manchmal lohnt auch ein thematischer Aufhänger. Sie sind Imkerin und haben eine besondere Bienenart gezüchtet? Dann könnte der Weltbienentag der ideale Zeitpunkt sein. Solche Anlässe schaffen Relevanz – und machen es der Redaktion leichter, das Thema einzuordnen.
Übersicht der Themen und Formate
Zur Orientierung haben wir für Sie eine Übersicht mit typischen PR-Themen erstellt, die erfahrungsgemäß gute Chancen auf Berichterstattung haben – inklusive Einschätzung, für welche Medienarten sich das jeweilige Thema besonders eignet:
| Thema / Anlass | Besonderheit | Beispiele von geeigneten Medienarten |
|---|---|---|
| Lokales Event (z. B. Lauf, Fest, Ausstellung) | Regionaler Bezug | Lokalzeitung, Wochenblatt, Stadtmagazin, Online-Portal |
| Jubiläum / Meilenstein | Anlass für Rückblick + Ausblick, ggf. mit Personenbezug | Lokalzeitung, Fachmedien, Branchenportale, Presseportale |
| Neueröffnung / Standortwechsel | Lokal wirtschaftlich relevant | Lokalzeitung, Anzeigenblatt |
| Besondere Auszeichnung / Preisverleihung | Externe Bestätigung – wirkt glaubwürdig und aktuell | Lokalzeitung, Fachmedien, überregionale Medien (bei Relevanz) |
| Innovatives Produkt / Dienstleistung | Neuheitswert, wirtschaftlicher Impuls | Fachmedien, Branchenportale, Online-Nachrichten |
| Ungewöhnliche Karriere / Biografie | Emotional, inspirierend, persönlich | Lokalzeitung, Magazin, ggf. überregionale Reportageformate |
| Krisenbewältigung / Erfolg nach Rückschlag | Menschliche Geschichte mit Entwicklungspotenzial | Lokalzeitung, Reportageformate, Online-Magazine |
| Nachhaltigkeit / soziales Engagement | Gesellschaftlich relevant, werteorientiert | Fachmedien, Lokalzeitung, Presseportale |
| Kooperation mit Schule, Uni, Verein | Verbindet Wirtschaft / Gesellschaft | Lokalzeitung, Stadtmagazin, Fachpresse (je nach Thema) |
| Kommentar zu aktuellem Branchenthema | Positionierung, Expertenrolle | Fachmedien, Branchenportale, Gastbeitragformate |
| Teilnahme an Messe / Kongress / Wettbewerb | Aktualität, Sichtbarkeit, Brancheneinordnung | Fachmedien, Branchennews, Presseportale, Lokalzeitung (bei Nähe) |
| Spendenaktion / Benefizprojekt | Emotional, lokal relevant, mit Community-Bezug | Lokalzeitung, Stadtmagazin, Wochenblatt |
| Zukunftsprojekte / Visionen / Pilotprojekte | Blick nach vorn, Innovationsbezug | Fachpresse, Wirtschaftsteile großer Tageszeitungen |
| Story einer besonderen Person im Unternehmen | Persönlicher Zugang, Gesichter statt Strukturen | Lokalzeitung, Reportage, Stadtmagazin, Interviewformate |
Kontakt zu Redaktionen – so geht’s
Jetzt wird’s konkret. Sie haben ein Thema, wissen, wo es passen könnte – und stehen kurz davor, aktiv zu werden. Die entscheidende Frage lautet: Wie nehme ich Kontakt zu einer Redaktion auf?
Die gute Nachricht: Redaktionen beißen nicht. Viele Journalisten sind offen für Hinweise – solange sie relevant sind. Die schlechte: Sie haben wenig Zeit. Und sie bekommen viele Mails. Wenn Sie also auffallen wollen, müssen Sie es ihnen leicht machen.
Recherchieren Sie die richtigen Ansprechpersonen
Bevor Sie schreiben oder anrufen, klären Sie: Wer ist überhaupt zuständig?
Große Redaktionen haben Ressorts: Lokales, Wirtschaft, Kultur, Sport, etc. Kleinere Lokalredaktionen sind oft Allrounder. Auf der Website der Zeitung finden Sie meist ein Impressum oder einen Bereich „Kontakt zur Redaktion“.
Scheuen Sie sich nicht, direkt bei der Redaktion anzurufen und zu fragen: „Wer ist bei Ihnen zuständig für...?“ – Das wird Ihnen nicht negativ ausgelegt. Im Gegenteil: Es zeigt, dass Sie sich Mühe geben. Vorfassen ist besser als willkürlich Informationen zu verschicken.
Pressemitteilung oder PR-Pitch – welcher Weg ist besser?

Die Pressemitteilung – die Standardform
Die Pressemitteilung ist der Klassiker. Sie ist formell, strukturiert und wird häufig genutzt, wenn ein konkreter Anlass vorliegt: ein Event, ein neues Produkt, eine Personalie, ein Jubiläum.
Sie eignet sich, wenn:
-
das Thema zeitlich gebunden ist (z. B. Veranstaltungstermin),
-
Sie mehrere Redaktionen gleichzeitig informieren wollen,
-
Sie eine offizielle Information verbreiten möchten.
Der Vorteil: Redaktionen wissen, was sie erwartet. Eine Pressemitteilung ist wie ein fertiger Rohtext. Sie kann direkt übernommen, zitiert oder als Basis für einen Artikel genutzt werden.
Der PR-Pitch – die persönliche Ansprache
Ein PR-Pitch ist ein maßgeschneiderter Themenvorschlag – individuell formuliert, direkt an eine bestimmte Redaktion oder einen Journalisten gerichtet. Er eignet sich besonders für komplexere, ungewöhnlichere oder exklusivere Themen.
Ein Pitch ist:
-
kurz und präzise (oft nur 1 E-Mail-Absatz),
-
auf die Zielperson zugeschnitten,
-
offen für Rückfragen oder Weiterentwicklung.
Sie nutzen ihn vor allem, wenn:
-
Sie eine Geschichte erzählen wollen,
-
Sie Exklusivität anbieten möchten,
-
Sie ein Hintergrundgespräch, Interview oder größeren Beitrag platzieren wollen,
-
Sie eine direkte Beziehung zur Redaktion aufbauen wollen.
Überlegen Sie vor dem Versand: Was will ich erreichen – und mit wem? Nicht jede Idee braucht eine formelle Mitteilung. Manchmal ist der direkte Weg der bessere – wenn er gut vorbereitet ist. Wenn Sie beides beherrschen, sind Sie flexibel – und erhöhen Ihre Chancen auf echte Resonanz.
Fazit: Pressearbeit ist kein Zufall
„In die Zeitung kommen“ ist kein Geheimtrick, sondern das Ergebnis guter Vorbereitung, klarer Botschaften und realistischem Gespür für Themen. Wer die Spielregeln kennt, kann mit den Medien arbeiten – statt nur auf sie zu hoffen.
Gute Pressearbeit bedeutet nicht, laut zu trommeln, sondern zur richtigen Zeit die richtige Geschichte zu erzählen – für die richtigen Menschen.
Vielleicht klappt es nicht beim ersten Versuch. Aber Sie werden besser. Mit jedem Thema, mit jeder Rückmeldung, mit jeder Veröffentlichung.
Wichtig ist: Dranbleiben. Lernen. Und den Mut haben, sich zu zeigen.
Was Sie jetzt tun können
- Sammeln Sie Ihre Themenideen.
- Beobachten Sie relevante Medien: Welche Geschichten erscheinen dort – und warum?
- Üben Sie, aus einer Information eine Geschichte zu machen.
- Probieren Sie eine Pressemitteilung aus – oder einen kurzen Pitch.
- Suchen Sie den ersten Kontakt zu einer Redaktion.
- Veröffentlichen Sie eine Pressemitteilung online.
Nutzen Sie dafür unsere Checkliste:
1. Ziel & Motivation klären
Warum möchte ich in die Zeitung? (z. B. Sichtbarkeit, Vertrauen, Expertise, Event)
Wer soll den Artikel lesen? (Zielgruppe definieren)
Welche Reaktion wünsche ich mir von den Lesern?
2. Thema identifizieren und bewerten
Habe ich ein konkretes Thema oder einen Anlass?
Hat das Thema Nachrichtenwert (neu, überraschend, relevant, emotional)?
Ist ein Bezug zur Region oder Zielgruppe erkennbar?
Gibt es visuelle Elemente oder Bildmaterial dazu?
Gibt es eine menschliche oder persönliche Geschichte dahinter?
3. Zeitpunkt und Planung
Ist der Anlass aktuell oder an ein Datum gebunden?
Habe ich genügend Vorlaufzeit zur Kontaktaufnahme?
Gibt es passende Aufhänger (z. B. Thementage, gesellschaftliche Debatten)?
Passt mein Thema zum Redaktionsrhythmus (z. B. Tageszeitung vs. Fachmagazin)?
4. Medien und Kanäle auswählen
Welche Medien sind für mein Thema geeignet?
- Lokalzeitung
- Wochenblatt / AnzeigenblattWochenblatt / Anzeigenblatt
- überregionale Tageszeitung
- thematische Magazine / Portale
- Fachmedien / Branchenportale
- Online-Portale / News-Websites
- Presseportale wie openPR
- Social Media / Blog / Newsletter (eigene Kanäle)
Wer ist dort die passende Kontaktperson (Ressort, Redaktion)?
Habe ich die Kontaktdaten recherchiert und notiert?
5. Form der Ansprache wählen
Pressemitteilung vorbereiten (mit allen wesentlichen Infos)
Oder: PR-Pitch individuell formulieren
Ist die Ansprache an den Stil und Fokus des Mediums angepasst?
6. Inhalt vorbereiten
Titel / Betreff ist klar, informativ, ohne Werbesprache
Vorspann (Lead) enthält die W-Fragen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum?
Text ist sachlich, verständlich und logisch aufgebaut (das Wichtigste am Anfang!)
Daten und Fakten, die Ihre Aussagen belegen
Zitate von Personen (gern mit Funktion) sind enthalten
Bildmaterial mit Copyright und Bildunterschrift (ggf. Link zum Download)
Kontaktperson mit Telefonnummer und E-Mail angegeben
7. Versand und Nachbereitung
Richtige Ansprechperson angeschrieben
Passender Zeitpunkt für den Versand gewählt
Höflich formulierte E-Mail mit persönlicher Ansprache
Bei Veröffentlichung: Beitrag gesichert, verlinkt und weiterverbreitet
Kontakt gepflegt: Dankeschön, ggf. Rückmeldung geben
8. Evaluation & Weiterentwicklung
Wurde mein Thema veröffentlicht?
Welche Reaktionen habe ich erhalten (intern / extern)?
Was hat gut funktioniert – was nicht?
Welche Redaktionen waren interessiert?
Welche Themenideen habe ich für die Zukunft?