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Fachzeitschriften Definition

Fachzeitschriften (© BillionPhotos.com / Fotolia.com)
Fachzeitschriften (© BillionPhotos.com / Fotolia.com)

Wer sich über neue Entwicklungen in seinem Berufsfeld informieren möchte, Weiterbildungsmöglichkeiten, Tipps zur Praxis oder Kooperationspartner sucht, kann zu diesem Zweck zu einer Fachzeitschrift greifen. Die Inhalte von Fachzeitschriften richten sich an einzelne Berufsgruppen wie Juristen und Informatiker oder Wirtschaftsbereiche wie die Textilwirtschaft oder den Lebensmittelhandel. Sie bieten von rechtlichen Hinweisen über Geschäftsmodellvorstellungen bis hin zu Fachtagungsankündigungen vieles, was den fachlich ausgebildeten Lesern hilft, ihren beruflichen Alltag zu gestalten.

Fachzeitschriften – eine Definition

Als Fachzeitschiften werden regelmäßig als Magazine herausgegebene Druckschriften bezeichnet, die sich an ein fachlich geschultes Publikum richten. In der Regel sind dies beruflich interessierte Nutzer aus Berufsgruppen wie beispielsweise Ärzte, Rechtsanwälte, Erzieher oder Kommunikationswissenschaftler. Eine spezielle Sparte unter den Fachzeitschriften bilden die wissenschaftlichen Periodika.

Special-Interest-, Berufs- und Verbandszeitschriften – eine Abgrenzung

Im Unterschied zu Fachzeitschriften richten sich Special-Interest-Publikationen an ein Publikum mit breiter gefächertem, eher inhomogenen beruflichen Hintergrund, die jedoch ein gemeinsames Interesse wie beispielsweise Aquarienbau, Modelleisenbahnen oder Inneneinrichtung besitzen. Obwohl fachlich geprägt, sind die Interessen jedoch vorwiegend privat motiviert und daher zählen die Zeitschriften, die Special-Interest-Themen behandeln zu den Publikums- und nicht zu den Fachzeitschriften.

Anders verhält es sich bei den von Berufsverbänden – beispielsweise den Bünden, Kammern, Gewerkschaften oder Innungen – herausgegebenen regelmäßig erscheinenden Publikationen: Hier wird gezielt eine Berufsgruppe angesprochen wie

  • Rettungskräfte,
  • Anwälte,
  • Tierärzte
  • oder Beamte und viele andere mehr.
OpenPR-Tipp: Bei diesen Magazinen ist es deutlich schwieriger, sie von Fachzeitschriften abzugrenzen, da es ebenso inhaltliche Überschneidungen gibt wie in der Zielgruppe – jedoch sind diese Zeitschriften oft nur denjenigen zugänglich, die in einem bestimmten Berufsfeld arbeiten und sich in einem Verband, einer Innung oder einer Gewerkschaft organisiert haben.

 

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Fachzeitschriften – die Zielgruppe

Die angesprochenen Leser bilden im Bereich Wissensstand und Interessen eine relativ homogene Gruppe und besitzen eine fachliche Vorbildung. Dies ermöglicht den Fachzeitschriften, spezielle Themen auszuwählen und komplexere Darstellungen zu publizieren. Fachzeitschriften richten sich sowohl an Berufseinsteiger wie an erfahrene Leser, die sich über Neuerungen informieren möchten.

Die Inhalte – kompetent aufbereitet

Fachzeitschriften informieren über neue Entwicklungen im Berufsfeld, rechtliche Besonderheiten oder Weiterbildungsmöglichkeiten. Teilweise vermitteln sie auch Fachwissen oder sie stellen neue Verfahrensweisen vor. Das setzt umfassende Kenntnisse bei den für eine Fachzeitschrift schreibenden Journalisten voraus – entweder haben diese ebenfalls eine Ausbildung in einem der angesprochenen Tätigkeitsfelder vorzuweisen oder sie haben sich als Quereinsteiger das dafür nötige Wissen angeeignet, um die Inhalte fachlich korrekt wiederzugeben.

Die Inhalte sind aktuell und werden möglichst allumfassend aufgearbeitet. Neben den Themen von allgemeinem Interesse werden auch Nischenbereiche abgedeckt. Die Redaktionen von Fachzeitschriften sind in der Regel eher klein und meist bei Fachverlagen angesiedelt.

Fachzeitschriften – kleine Auflagen, großer Marktanteil

Einzelne Fachzeitschriften-Titel werden in relativ kleinen Auflagen gedruckt – Ausnahmen bilden die großen Verbände – und erreichen daher eher kleine Marktsegmente. Die Summe aller Fachzeitschriften jedoch deckt einen großen Prozentsatz innerhalb der Printmedien ab: Ihre Gesamtauflage liegt bei geschätzten 16 Millionen Exemplaren, wobei der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger nicht alle Fachzeitschriften erfasst. Die Zahl der Fachmedien gibt die Informationsgemeinschaft zur Feststellung und Verbreitung von Werbeträgern (IVW) mit etwa 6000 Titeln an. Führend sind hierbei die Bereiche

  • Medizin,
  • Naturwissenschaften,
  • Dienstleistung,
  • Industrie
  • und Handel
  • sowie das Handwerk
  • und die Wirtschaft.

Vielfalt in der Erscheinung – das Bild der Fachzeitschriften

Neben den Inhalten – nach Berufsinteressen ausgerichtet – unterscheiden auch Aufmachung und Struktur die einzelnen Fachzeitschriften-Titel. Insgesamt können Fachzeitschriften nach folgenden Kriterien gegliedert werden:

  • Inhalte als: wissenschaftliche oder nicht-wissenschaftliche Publikationen
  • Orientierung auf: Berufsbilder, Themenfelder, Wirtschaftsbereiche oder Sammelgebiete
  • Finanzierung über: Abonnement, Werbung oder Mischfinanzierungen
  • Vertriebskanal: Mitgliederpublikation, Verbandsorgan, Buch- oder Zeitschriftenhandel, Abonnement u. a.

Die großen Fachzeitschriften – Millionen Leser

Jede verkaufte Fachzeitschrift hat zumindest einen Leser, aber ähnlich wie bei Publikumszeitschriften geht die tatsächliche Leserzahl vermutlich darüber hinaus, da manche Exemplare in Betrieben, Kanzleien, Wartezimmern oder Verwaltungsräumen ausliegen und so einer größeren Personengruppe zur Verfügung stehen.

Als Orientierung hinsichtlich des Wirkungskreises verschiedener bekannter Fachzeitschriften können die Umsätze herangezogen werden, die verschiedene Titel beispielsweise im Jahr 2007 erzielten:

  • Deutsches Ärzteblatt: 50,7 Millionen Euro
  • Lebensmittelzeitung: 39,2 Millionen Euro
  • Textilwirtschaft: 23,3 Millionen Euro
  • Werben & Verkaufen: 19,9 Millionen Euro
  • Ärztezeitung: 18,7 Millionen Euro
  • Computerwoche: 17,8 Millionen Euro
  • Maschinenmarkt: 14,7 Millionen Euro

Erfolgreiche Fachzeitschriften im Überblick

Das Deutsche Ärzteblatt richtet sich seit 1949 an alle niedergelassenen Ärzte in Deutschland und wird diesen auf dem Postweg zugestellt. Herausgegeben wird es von der Bundesärztekammer und der kassenärztlichen Bundesvereinigung. Träger ist der Deutsche Ärzte-Verlag mit Sitz in Köln. Pro Woche wurden 2014 etwa 352.000 Exemplare verkauft. Die Finanzierung erfolgt nicht über Kammerbeiträge, sondern ausschließlich über den Anzeigenverkauf. Zusätzlich zur Publikation der Fachzeitschrift, tritt das Ärzteblatt auch als Veranstalter von Berufsbörsen und Fachtagungen auf.

Die Lebensmittelzeitung erscheint wöchentlich seit 1948 und richtet sich an Führungskräfte in der Lebensmittelindustrie. Im Fokus stehen die wirtschaftliche Entwicklung und die Darstellung einzelner Wirtschaftszweige. Ebenfalls Thema sind Verpackungsformen, Logistik und Informationstechnologie. Seit 1997 ist die Lebensmittelzeitung online als LZnet. Die Lebensmittelzeitung vergibt jährlich einen Leistungspreis, den Goldenen Zuckerhut und führt zwei Online-Jobbörsen.

Seit 1946 erscheint wöchentlich die Textilwirtschaft, die sich als wichtiges Fachmedium für die Mode-Branche etabliert hat. Sie wird hauptsächlich im Abonnement vertrieben und unterhält ein Netz von Journalisten und Korrespondenten in allen europäischen Modezentren. Themen sind unter anderem neue Vertriebsstrategien, Produktideen und Absatzmärkte.

Die Fachzeitschrift Werben & Verkaufen wurde erstmals 1963 in den Handel gebracht und ist mittlerweile das auflagenstärkste Magazin innerhalb der Werbebranche. Werben & Verkaufen richtet sich an Marketing- und Werbefachleute. Die Fachzeitschrift vergibt seit 1999 den Deutschen Mediapreis. Unter M&V Job-Network ist die Jobbörse des Fachblattes online und das Webportal M&V Online ist eines der reichweitenstärksten innerhalb der Kommunikationsbranche.

Die Computerwoche erscheint seit 1974 und der Hauptvertriebsweg ist das Abonnement. Sitz der Redaktion ist in München. Die Publikation richtet sich an Führungskräfte im IT-Bereich. Sie berichtet über technische Entwicklungen, Hersteller und wirtschaftliche Aspekte der IT-Branche und liefert Analysen, Branchenachrichten und Hintergrundberichte aus diesem Bereich.

Die Fachzeitschrift MM MaschinenMarkt hat als Zielgruppe die erste und zweite Führungsebene von Industrie und Produzierendem Gewerbe. Mit den Inhalten sollen sowohl die Managementpositionen im technischen wie im kaufmännischen Bereich bedient werden mit Artikeln über Produktionsverfahren, Fertigungsökonomie oder Instandhaltung sowie wirtschaftlichen Entwicklungen von Interesse. Neue Produkte werden vorgestellt sowie Wirtschafts- und IT-Lösungen und -Modelle.

Fazit

Obwohl Fachzeitschriften nur selten einem breiten Publikum bekannt sind, decken sie mit wichtigen Meldungen und Berichten für Branchen und Berufe einen großen Bereich innerhalb der Publizistiklandschaft ab. Sie stellen einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor dar – sowohl direkt über ihren Umsatz als auch indirekt über die fachspezifische Informationsverbreitung innerhalb der angesprochenen Wirtschaftsbereiche.

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