Ort und Datum gehören zu den kleinen, aber wichtigen Details einer professionellen Pressemitteilung. Sie zeigen Redaktionen sofort, woher eine Nachricht kommt, wann sie veröffentlicht wurde und wie aktuell die Information ist. Trotzdem wird die sogenannte Datumszeile häufig unterschätzt, falsch platziert oder uneinheitlich formatiert.
Das Wichtigste in Kürze
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Ort und Datum stehen in der Regel am Anfang der Pressemitteilung, direkt vor dem ersten Satz des Leads.
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Die Datumszeile zeigt, von welchem Standort aus die Meldung veröffentlicht wird und an welchem Tag sie herausgegeben wurde.
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Sie schafft Aktualität, regionale Einordnung und journalistische Orientierung.
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Besonders wichtig ist die korrekte Angabe bei regionalen Themen, Veranstaltungen, Unternehmensmeldungen und zeitkritischen Nachrichten.
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Bei Sperrfristen sollte die Sperrfrist deutlich vor der Überschrift oder oberhalb der Pressemitteilung stehen.
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Auch in Quellenangaben sollten der Ort und das Datum der Pressemitteilung genannt werden.
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Was ist die Datumszeile in einer Pressemitteilung?

Ein einfaches Beispiel:
Hamburg, 12. Juni 2026 – Die Muster GmbH eröffnet im Herbst einen neuen Standort in Altona und schafft damit 35 neue Arbeitsplätze.
Diese Zeile erfüllt mehrere Funktionen gleichzeitig. Sie zeigt, wo die Meldung ihren Ursprung hat, wann sie veröffentlicht wurde und ab welchem Zeitpunkt die Information für Medien und Öffentlichkeit relevant ist.
Wichtig: Der Ort ist nicht immer automatisch der Ort des Ereignisses. Häufig ist es der Sitz des Unternehmens, der Standort der Pressestelle oder der Ort, von dem aus die Meldung herausgegeben wird. Wenn der Ereignisort wichtiger ist, sollte dieser zusätzlich im Text genannt werden.
Wo platziert man Ort und Datum in der Pressemitteilung?
Die Datumszeile steht normalerweise direkt am Anfang des Fließtextes. Sie folgt auf Überschrift und Unterzeile und steht vor dem ersten vollständigen Satz der Pressemitteilung.
Ein typischer Aufbau sieht so aus:
Überschrift der Pressemitteilung
Unterzeile mit kurzer Zusammenfassung der wichtigsten Nachricht.
Berlin, 7. Juli 2026 – Erster Absatz mit den wichtigsten Informationen: Wer? Was? Wann? Wo? Warum? Wie?
Danach folgen weitere Absätze mit Details, Zitaten, Hintergründen, Zahlen und Kontaktinformationen.
Warum sind Ort und Datum so wichtig?
Ort und Datum wirken unscheinbar, haben aber eine klare Funktion in der Pressearbeit. Sie helfen Redaktionen, die Meldung schneller einzuordnen und zu entscheiden, ob sie für ihr Medium relevant ist.
1. Sie schaffen Aktualität
Pressemitteilungen leben von Neuigkeitswert. Ein klares Datum zeigt, wann die Information veröffentlicht wurde. Das ist besonders wichtig bei Produktneuheiten, Studien, Personalien, Veranstaltungen, Kooperationen oder Unternehmenszahlen.
Ohne Datum entsteht schnell Unsicherheit: Ist die Meldung neu? Wurde sie bereits veröffentlicht? Ist sie noch verwendbar? Genau diese Fragen sollten Journalisten nicht erst klären müssen.
2. Sie geben regionale Orientierung
Der Ort hilft bei der geografischen Einordnung. Für Lokal- und Regionalmedien ist das besonders wichtig. Eine Pressemitteilung aus Köln hat für eine Kölner Redaktion oft eine andere Relevanz als eine Meldung ohne erkennbaren Standort.
Auch für Suchmaschinen und Presseportale kann der Ort hilfreich sein, weil regionale Begriffe die Auffindbarkeit verbessern können. Wer also eine lokale Meldung veröffentlicht, sollte den Ort bewusst und konsistent verwenden.
3. Sie stärken die Glaubwürdigkeit
Eine vollständige Datumszeile wirkt professionell. Sie signalisiert, dass die Pressemitteilung nicht zufällig zusammengestellt wurde, sondern einem redaktionellen Standard folgt.
Das ist besonders für kleinere Unternehmen, Start-ups, Vereine oder Selbstständige relevant. Wer professionell wahrgenommen werden möchte, sollte auch formale Details sauber umsetzen.
4. Sie erleichtern die Weiterverarbeitung
Journalisten, Blogger, Redaktionen und Presseportale übernehmen Pressemitteilungen häufig ganz oder teilweise. Eine klare Datumszeile hilft dabei, den Ursprung der Meldung korrekt wiederzugeben und spätere Recherchen zu erleichtern.
Auch intern ist sie nützlich: Unternehmen können Pressemitteilungen besser archivieren, Pressespiegel pflegen und Veröffentlichungen zeitlich nachvollziehen.
Wie formatiert man Ort und Datum richtig?
Im deutschsprachigen Raum ist folgende Schreibweise üblich:
Ort, TT. Monat JJJJ – Textbeginn
Beispiele
München, 3. März 2026 –
Berlin, 7. Juli 2026 –
Frankfurt am Main, 15. September 2026 –
Achten Sie auf diese Punkte:
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Schreiben Sie den Ort klar und eindeutig.
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Verwenden Sie das vollständige Datum.
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Setzen Sie nach dem Datum einen Gedankenstrich.
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Beginnen Sie danach direkt mit dem ersten Satz der Pressemitteilung.
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Vermeiden Sie zu viele Ortszusätze, wenn sie nicht nötig sind.
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Nutzen Sie einheitliche Schreibweisen in allen Pressemitteilungen.
Bei internationalen Pressemitteilungen kann das Format abweichen. Im englischsprachigen Raum wird der Ort häufig in Großbuchstaben geschrieben und teilweise um Bundesstaat oder Land ergänzt. Für deutsche Pressemitteilungen ist eine gut lesbare, einheitliche deutsche Schreibweise meist sinnvoller.
Welcher Ort gehört in die Pressemitteilung?
Die wichtigste Frage lautet: Welcher Ort ist für die Nachricht am relevantesten?
In vielen Fällen gibt es drei mögliche Orte:
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Sitz des Unternehmens
Dieser Ort wird häufig verwendet, wenn die Meldung von der Unternehmenszentrale ausgeht. -
Ort des Ereignisses
Dieser Ort ist sinnvoll, wenn es um eine Veranstaltung, Eröffnung, Messe, Konferenz oder regionale Aktion geht. -
Standort der Pressestelle
Dieser Ort kann verwendet werden, wenn die Kommunikation zentral über eine PR-Abteilung oder Agentur läuft.
Beispiel:
Ein Unternehmen mit Hauptsitz in Hamburg eröffnet einen neuen Standort in Leipzig. Dann kann die Datumszeile lauten:
Hamburg, 7. Juli 2026 – Die Muster GmbH eröffnet im Herbst einen neuen Standort in Leipzig.
Wenn die regionale Relevanz besonders wichtig ist, kann auch Leipzig als Datumsort sinnvoll sein:
Leipzig, 7. Juli 2026 – Die Muster GmbH eröffnet im Herbst einen neuen Standort in Leipzig.
Häufige Fehler bei Ort und Datum
Viele Pressemitteilungen verlieren an Professionalität, weil kleine formale Details nicht stimmen. Diese Fehler sollten Sie vermeiden:
Fehler 1: Das Datum fehlt vollständig
Ohne Datum wirkt eine Pressemitteilung unvollständig. Redaktionen müssen dann selbst prüfen, ob die Information aktuell ist. Das kostet Zeit und kann dazu führen, dass die Meldung nicht berücksichtigt wird.
Fehler 2: Der Ort ist unklar
Bezeichnungen wie „Deutschland“, „online“ oder „DACH-Region“ sind meist zu ungenau. Verwenden Sie einen konkreten Ort, wenn es einen sinnvollen Unternehmens- oder Ereignisstandort gibt.
Fehler 3: Ort und Ereignisort werden verwechselt
Wenn ein Unternehmen in Berlin sitzt, aber eine Veranstaltung in Köln ankündigt, sollte Köln im Text klar genannt werden. Sonst kann es zu Missverständnissen kommen.
Fehler 4: Unterschiedliche Datumsformate werden gemischt
„07.07.2026“, „7. Juli 2026“ und „Juli 7, 2026“ sollten nicht beliebig nebeneinanderstehen. Entscheiden Sie sich für ein Format und bleiben Sie dabei.
Fehler 5: Die Datumszeile wird zu lang
Die Datumszeile sollte kurz bleiben. Zusatzinformationen gehören in den Lead oder in den zweiten Absatz, nicht in die Orts- und Datumsangabe.
Wie zitiert man Ort und Datum richtig?
Wenn eine Pressemitteilung zitiert oder weiterverwendet wird, sollte die Datumszeile nicht als Teil eines wörtlichen Zitats behandelt werden. Sie ist eine formale Einordnung, kein O-Ton.
Richtig ist zum Beispiel:
Die Pressemitteilung der Muster GmbH wurde am 7. Juli 2026 in Leipzig veröffentlicht. Darin erklärt Geschäftsführerin Anna Beispiel: „Leipzig bietet uns hervorragende Bedingungen für Wachstum, Fachkräftegewinnung und Kundennähe.“
Oder bei Quellenangaben:
Muster GmbH, Pressemitteilung „Muster GmbH eröffnet neuen Standort in Leipzig“, Leipzig, 7. Juli 2026.
Zitate sollten immer klar einer Person zugeordnet werden. Nennen Sie Vorname, Nachname, Funktion und Unternehmen. Ort und Datum gehören zur Quelle oder Einordnung der Pressemitteilung, nicht in die Anführungszeichen.
Was gilt bei Sperrfrist?

Die Sperrfrist sollte sehr deutlich und gut sichtbar oberhalb der Pressemitteilung stehen, zum Beispiel:
Sperrfrist: 12. Juli 2026, 10:00 Uhr MESZ
Muster GmbH stellt neue Studie zur Digitalisierung im Mittelstand vor
Berlin, 12. Juli 2026 – Die Muster GmbH veröffentlicht heute die Ergebnisse einer neuen Studie zur Digitalisierung im Mittelstand.
Wichtig ist: Bei einer Sperrfrist gehört in die Datumszeile der Pressemitteilung in der Regel das Datum der Veröffentlichung, also der Tag, ab dem die Meldung veröffentlicht werden darf. Das ist nicht zwingend der Tag, an dem die Pressemitteilung vorab an Redaktionen verschickt wurde.
Ein Beispiel:
Die Pressemitteilung wird am 10. Juli 2026 an ausgewählte Medien versendet, darf aber erst am 12. Juli 2026 um 10:00 Uhr MESZ veröffentlicht werden. Dann lautet die Datumszeile: Berlin, 12. Juli 2026 –
Der Grund: Die Pressemitteilung soll zum Zeitpunkt der Veröffentlichung aktuell und sprachlich korrekt sein. Formulierungen wie „heute veröffentlicht“, „ab heute verfügbar“ oder „am heutigen Tag“ beziehen sich dann auf den Zeitpunkt, zu dem die Sperrfrist endet.
Der Versandtag kann intern oder in der Begleitmail relevant sein, gehört aber normalerweise nicht in die Datumszeile der Pressemitteilung. In der E-Mail an die Redaktion kann zum Beispiel stehen:
„Wir senden Ihnen die folgende Pressemitteilung vorab unter Sperrfrist bis 12. Juli 2026, 10:00 Uhr MESZ.“
Achten Sie außerdem darauf, dass die Sperrfrist eindeutig ist. Nennen Sie Datum, Uhrzeit und bei Bedarf auch die Zeitzone, besonders wenn die Meldung international verschickt wird.
Kurz gesagt
Ort und Datum sind mehr als reine Formalität. Sie helfen Redaktionen, Presseportalen, Suchmaschinen und Lesern, eine Pressemitteilung schnell einzuordnen. Eine saubere Datumszeile zeigt Aktualität, Herkunft und Professionalität.
Wer Pressemitteilungen regelmäßig veröffentlicht, sollte deshalb ein einheitliches Format festlegen und konsequent nutzen. Das spart Zeit, vermeidet Missverständnisse und macht Ihre PR-Arbeit glaubwürdiger.
Der wichtigste Grundsatz lautet: Die Datumszeile soll Orientierung geben. Wählen Sie den Ort bewusst, setzen Sie das Datum klar und halten Sie die Form so einfach wie möglich. Dann erfüllt dieses kleine Element genau seinen Zweck: Es macht Ihre Nachricht auf den ersten Blick verständlicher, aktueller und professioneller.
FAQ: Häufige Fragen zu Ort und Datum in der Pressemitteilung
Welcher Wochentag eignet sich am besten für den Versand einer Pressemitteilung?
Als Zeitpunkt für den Versand einer Pressemitteilung eignen sich meist Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag. An diesen Tagen sind Redaktionen in der Regel gut erreichbar, während montags oft Wochenplanung und interne Abstimmungen anstehen. Freitags besteht das Risiko, dass eine Meldung im Wochenendgeschäft untergeht oder erst in der nächsten Woche bearbeitet wird.
Wichtiger als der Wochentag ist jedoch die Relevanz der Nachricht. Bei aktuellen Ereignissen, Krisen, Ad-hoc-Meldungen oder zeitkritischen Informationen sollte die Pressemitteilung dann verschickt werden, wenn sie journalistisch relevant ist.
Welche Uhrzeit ist für den Versand einer Pressemitteilung sinnvoll?
Viele Pressemitteilungen werden vormittags verschickt, häufig zwischen 9:00 und 11:00 Uhr. Zu dieser Zeit sind Redaktionen meist erreichbar und können die Meldung noch in ihre Tagesplanung aufnehmen.
Für Tagesmedien, Online-Redaktionen oder Fachmedien können jedoch unterschiedliche Zeiten sinnvoll sein. Bei Veranstaltungshinweisen kann ein früher Versand mehrere Tage oder Wochen vor dem Termin wichtig sein. Bei Studien, Produktneuheiten oder Unternehmensmeldungen sollte der Versand so geplant werden, dass Rückfragen noch am selben Tag beantwortet werden können.
Versenden Sie keine wichtige Pressemitteilung kurz vor Feierabend, am Freitagabend oder unmittelbar vor Feiertagen, wenn keine besondere Aktualität dahintersteht.
Kann man in der Datumszeile zwei Orte nennen?
In der Regel sollte in der Datumszeile nur ein Ort stehen. Das macht die Pressemitteilung klarer und vermeidet Verwirrung. Wenn zwei Orte wichtig sind, sollte der relevanteste Ort in der Datumszeile stehen und der zweite Ort im ersten Absatz erklärt werden.
Beispiel: Berlin, 7. Juli 2026 – Die Muster GmbH eröffnet gemeinsam mit einem Partner in München ein neues Innovationszentrum.
Wenn beide Orte gleich wichtig sind, etwa bei einer gemeinsamen Pressemitteilung zweier Unternehmen, kann ausnahmsweise auch eine doppelte Ortsangabe sinnvoll sein:
Berlin/München, 7. Juli 2026 –
Diese Schreibweise sollte aber sparsam verwendet werden. Besser ist oft, im Lead sauber zu erklären, welche Rolle die jeweiligen Standorte spielen.
Muss das Datum geändert werden, wenn die Pressemitteilung später erneut veröffentlicht wird?
Ja, wenn eine Pressemitteilung deutlich später erneut veröffentlicht oder neu ausgesendet wird, sollte geprüft werden, ob das Datum noch stimmt. Eine alte Datumszeile kann den Eindruck erwecken, dass die Meldung nicht mehr aktuell ist.
Wird die Pressemitteilung nur archiviert oder als Originaldokument erneut bereitgestellt, bleibt das ursprüngliche Veröffentlichungsdatum bestehen. Wird sie aber inhaltlich aktualisiert, neu versendet oder als neue Meldung veröffentlicht, sollte auch das Datum angepasst werden.
Bei größeren Änderungen kann zusätzlich ein Hinweis sinnvoll sein, zum Beispiel: Aktualisierte Fassung vom 14. Juli 2026
So bleibt transparent, wann die ursprüngliche Meldung erschienen ist und wann sie überarbeitet wurde.
Sollte man das Datum ausschreiben oder numerisch schreiben?
Für deutsche Pressemitteilungen ist ein ausgeschriebenes Datum meist lesefreundlicher und wirkt professioneller:
Berlin, 7. Juli 2026 –
Eine rein numerische Schreibweise ist zwar möglich, kann aber weniger elegant wirken:
Berlin, 07.07.2026 –
Besonders bei internationaler Kommunikation sollte man vorsichtig sein, weil numerische Datumsformate je nach Land unterschiedlich gelesen werden können. Die ausgeschriebene Variante verhindert Missverständnisse und passt gut zu einem redaktionellen Stil.