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PR Video – Tipps für den Einsatz von Filmen in der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit

Videos sind das stärkste Kommunikationsmittel moderner PR (Public Relations). Sie schaffen Emotionen, Vertrauen und Reichweite – auch ohne großes Budget. In diesem Artikel erfahren Sie, warum Bewegtbilder für Unternehmen unverzichtbar sind, was erfolgreiche Video-PR ausmacht und wie Sie mit einfachen Mitteln authentische, professionelle PR-Videos produzieren, die Ihre Markenbotschaft wirkungsvoll transportieren und online sichtbar machen.

Schnellübersicht – Die wichtigsten Erkenntnisse

  1. Videos sind das stärkste PR-Instrument
    Sie vereinen Information, Emotion und Reichweite – kein anderes Medium transportiert Markenbotschaften so eindrucksvoll.

  2. PR-Videos schaffen Vertrauen und Authentizität
    Echte Menschen, klare Botschaften und emotionale Geschichten stärken die Glaubwürdigkeit und machen Unternehmen nahbar.

  3. Vielfältige Einsatzmöglichkeiten
    Von Imagefilmen über Event- und Pressevideos bis hin zu Social-Media-Clips: Bewegtbild ist in jeder PR-Strategie einsetzbar.

  4. Erfolg durch Strategie und Storytelling
    Eine klare Zielsetzung, emotionales Storytelling und gute Ton- und Lichtqualität sind entscheidend für Wirkung und Professionalität.

  5. Distribution & Analyse gehören zur Strategie
    Veröffentlichung über Website, PR-Portale, YouTube und Social Media plus regelmäßige Auswertung der Ergebnisse sichern langfristigen Erfolg.

Was genau ist ein PR Video?

PR Video © metamorworks / stock.adobe.com
PR Video © metamorworks / stock.adobe.com
Definition: Ein PR-Video (Public Relations Video) ist ein Film- oder Videobeitrag, der dazu dient, das Image, die Bekanntheit oder das Vertrauen in eine Marke, Organisation, Person oder ein Produkt zu fördern.

Dabei bezeichnet Video-PR weiderrum den gezielten Einsatz von Video-Inhalten in der Öffentlichkeitsarbeit, um Botschaften eines Unternehmens, einer Marke oder Organisation emotional und effektiv zu kommunizieren. Während klassische PR auf Texte, Pressemitteilungen oder Interviews setzt, nutzt Video PR das Medium Bewegtbild, um Geschichten visuell und audiovisuell zu erzählen – ein entscheidender Vorteil in einer zunehmend digitalen und schnelllebigen Medienlandschaft.

Video PR verbindet strategische Kommunikationsarbeit mit den Mitteln des Video-Marketings. Das Ziel: Aufmerksamkeit erzeugen, Vertrauen aufbauen und die Markenidentität stärken. Durch Plattformen wie YouTube, LinkedIn, Instagram oder TikTok hat Video-Content eine enorme Reichweite und Wirkung und ist längst ein fester Bestandteil moderner PR-Strategien.

 

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Die Rolle von Videos in der Public Relations

In der modernen Kommunikationslandschaft haben Videos eine Schlüsselrolle eingenommen. Sie sind längst kein ergänzendes Element mehr, sondern gehören zu den wirkungsvollsten und vielseitigsten Werkzeugen der professionellen Öffentlichkeitsarbeit. Während Pressemitteilungen, Artikel und Social-Media-Posts weiterhin wichtige Bestandteile klassischer PR bleiben, schaffen Videos eine zusätzliche Dimension: Sie verbinden Information mit Emotion, Text mit Bild, und Strategie mit Erlebnis.

Ein gut produziertes PR-Video kann komplexe Inhalte in kürzester Zeit verständlich machen – und das auf eine Weise, die rational wie emotional überzeugt. Menschen verarbeiten visuelle Informationen deutlich schneller als geschriebene Worte, und sie erinnern sich länger an audiovisuelle Botschaften. Ein Video kann in 60 Sekunden mehr bewirken als eine ganze Seite Text, weil es nicht nur erklärt, sondern zeigt, spürbar macht und Vertrauen aufbaut.

Videos wirken zudem authentisch. Wenn eine Sprecherin, ein Geschäftsführer oder eine Mitarbeiterin direkt in die Kamera spricht, entsteht ein persönlicher Bezug. Das Unternehmen erhält ein Gesicht, eine Stimme und eine emotionale Präsenz. Überall wo die Glaubwürdigkeit ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, kann Video PR diesen Vertrauensvorschuss entscheidend fördern.

Auch im Medienkontext sind Videos von zentraler Bedeutung. Journalisten und Redaktionen greifen zunehmend auf audiovisuelle Inhalte zurück, um Online-Artikel zu ergänzen oder Social-Media-Kanäle zu bespielen. Wer als Unternehmen hochwertiges Videomaterial bereitstellt, erleichtert somit nicht nur den Medien die Arbeit, sondern steigert auch die Wahrscheinlichkeit, mit der eigenen Botschaft veröffentlicht zu werden.

Darüber hinaus erfüllen Videos in der PR eine wichtige strategische Funktion: Sie schaffen Einheitlichkeit in der Kommunikation. Ein professionell produziertes Video kann auf unterschiedlichen Plattformen eingesetzt werden – auf der Unternehmenswebsite, in Presseportalen, auf YouTube, LinkedIn, Instagram oder in Newslettern. Dadurch wird eine einheitliche Markenbotschaft über verschiedene Kanäle hinweg vermittelt, was die Wiedererkennbarkeit und das Markenimage stärkt.

Aktuelle Studien zur Videonutzung

Die Relevanz von Videos in der Kommunikation wird auch durch die ARD/ZDF‑Medienstudie 2025 eindrucksvoll bestätigt. Bei den Video-Streaming-Plattformen bestätigt YouTube im Jahr 2025 seine Führungsposition. Demnach nutzen 72 % der Bevölkerung ab 14 Jahren YouTube zumindest gelegentlich, über 40 % sogar wöchentlich. Besonders auffällig ist die Nutzung bei jungen Zielgruppen: 14- bis 29-Jährige konsumieren vermehrt non-lineare Videoformate auf Smartphones und Tablets.

Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) & Landesanstalt für Kommunikation Baden‑Württemberg (LFK) – Online‑Video‑Monitor 2025: Lokal, kurz, KI‑gestützt – aber sichtbar? Diese Studie liefert Daten zur deutschen Online‑Video‑Landschaft: 2025 wurden 887 Angebote analysiert, 53 % davon Submarken von Print/TV. Kurzvideos (bis 3 Minuten) gewinnen stark, KI wird zunehmend als Produktions‑/Verbreitungstreiber genannt.

Für die PR bedeutet das: Wer heute gesehen werden will, muss visuell kommunizieren. Videos sind nicht länger optional – sie sind ein zentraler Bestandteil der modernen Medienrealität. Unternehmen, die strategisch Video PR einsetzen, erreichen ihre Zielgruppen dort, wo Aufmerksamkeit, Emotion und Informationsaufnahme tatsächlich stattfinden: auf Bildschirmen und mobilen Geräten, jederzeit abrufbar und zielgruppengerecht aufbereitet.

Typische Einsatzbereiche von PR-Videos

Imagefilme und Unternehmensvideos

Imagefilme sind das Herzstück vieler PR-Strategien. Sie erzählen die Geschichte eines Unternehmens, vermitteln Werte, Visionen und die Unternehmenskultur. Ein guter Imagefilm zeigt nicht nur, was ein Unternehmen tut, sondern warum es das tut. Er schafft Identifikation und Vertrauen – sowohl nach außen bei Kunden, Partnern und Medien als auch nach innen bei Mitarbeitenden. In Zeiten des Fachkräftemangels spielen Unternehmensvideos auch im Employer Branding eine zentrale Rolle, da sie ein authentisches Bild vom Arbeitsumfeld vermitteln.

Pressevideos und Statements

In der schnellen digitalen Kommunikation ist Reaktionsgeschwindigkeit entscheidend. Pressevideos ermöglichen es, auf aktuelle Ereignisse oder Unternehmensentwicklungen zeitnah und professionell zu reagieren. Ob eine neue Kooperation, ein Vorstandswechsel oder ein gesellschaftliches Engagement – ein Videostatement kann Journalisten, Kundinnen und Interessenten in wenigen Minuten informieren und zugleich Transparenz schaffen. Besonders in Krisensituationen sind Videostatements ein wertvolles Mittel, um direkt und ohne Umwege zur Öffentlichkeit zu sprechen, Missverständnisse zu vermeiden und Vertrauen zurückzugewinnen.

Event- und Messevideos

Veranstaltungen, Produktpräsentationen oder Messen bieten ideale Gelegenheiten für den Einsatz von Video PR. Eventvideos dokumentieren Erfolge, Emotionen und Höhepunkte – und verlängern die Wirkung eines einmaligen Ereignisses weit über den eigentlichen Tag hinaus. Sie können als Rückblick, Teaser oder Referenzmaterial genutzt werden und geben Interessierten, die nicht vor Ort waren, dennoch einen authentischen Einblick. Zudem stärken sie das Employer Branding, da sie Engagement, Teamgeist und Dynamik sichtbar machen.

Interviews und Testimonials

Interviews mit Führungskräften, Expertinnen oder Mitarbeitenden geben einem Unternehmen eine persönliche Note. Sie schaffen Nähe und vermitteln Kompetenz. Besonders authentisch wirken Mitarbeiterinterviews, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Auch Testimonials von zufriedenen Kundinnen und Kunden sind ein bewährtes PR-Instrument: Sie transportieren Glaubwürdigkeit durch reale Erfahrungen. In der Videokommunikation wirken solche Stimmen deutlich stärker, weil Mimik, Tonfall und Emotion unmittelbar nachvollziehbar sind.

Social-Media-Videos

Kurze Videos für Social Media sind heute einer der effektivsten Hebel, um Reichweite und Markenbekanntheit zu steigern. Plattformen wie Instagram, LinkedIn oder TikTok bevorzugen Video-Content im Algorithmus, da er Engagement fördert und Nutzer länger bindet. Social-Media-Videos im PR-Kontext müssen nicht hochglanzproduziert sein – wichtiger sind Authentizität, klare Botschaften und kreative Ansprache. Ein kurzer Clip, der einen Einblick in den Arbeitsalltag gibt, ein Making-of zeigt oder ein Produkt emotional inszeniert, kann viral gehen und eine enorme Resonanz erzeugen.

Übersicht der Videoformate

Die Tabelle zeigt die wichtigsten Videoformate, die in der PR eingesetzt werden können, um Image, Bekanntheit und Vertrauen einer Marke, Organisation oder Person zu stärken. Jedes Format verfolgt dabei ein eigenes kommunikatives Ziel – von der emotionalen Markenbindung über Informationsvermittlung bis hin zur Mitarbeitergewinnung.

Die Übersicht hilft dabei, das passende Format für die jeweilige PR-Strategie zu wählen, indem sie Vor- und Nachteile gegenüberstellt und praktische Tipps zur Umsetzung gibt. Entscheidend ist, dass das gewählte Videoformat immer authentisch, zielgruppenorientiert und inhaltlich konsistent mit der gesamten Kommunikationsstrategie gestaltet wird.

Klar! Hier ist eine übersichtliche Tabelle mit den wichtigsten Videoformaten für PR-Zwecke, inklusive Definition, Vorteilen, Nachteilen und Tipps:


Videoformat Kurzbeschreibung / Definition Vorteile Nachteile Tipp zur Umsetzung
Imagefilm Stellt das Unternehmen, die Marke oder Organisation vor – Werte, Kultur, Vision. Erzeugt Vertrauen und emotionale Bindung; vielseitig einsetzbar (Website, Social Media, Messen). Hoher Produktionsaufwand; wirkt schnell zu „glatt“, wenn unauthentisch. Authentizität zeigen: echte Mitarbeitende und reale Szenen statt Schauspieler.
Recruiting-Video Wirbt um neue Mitarbeitende, zeigt Arbeitsumfeld und Unternehmenskultur. Macht Arbeitgebermarke sichtbar; spricht Bewerber emotional an. Gefahr, unrealistische Erwartungen zu wecken. Mitarbeitende selbst sprechen lassen – keine inszenierten Aussagen.
Produktvideo Präsentiert ein Produkt oder eine Dienstleistung, zeigt Funktionen und Nutzen. Verständlich, visuell ansprechend; stärkt Kaufinteresse. Zu technische Darstellung kann langweilen. Fokus auf Nutzen für Kund:innen statt auf technische Details.
Erklärvideo Vermittelt komplexe Inhalte einfach (oft mit Animationen oder Infografiken). Sehr informativ; steigert Verständnis und Vertrauen. Weniger emotional; kann trocken wirken. Storytelling nutzen, um Inhalte lebendig zu machen.
Event-Video Dokumentiert oder bewirbt ein Event (z. B. Messe, Konferenz, Benefizaktion). Zeigt Aktivität und Engagement; steigert Sichtbarkeit. Nur zeitlich begrenzt relevant. Highlights und Emotionen betonen, nicht nur Fakten.
CSR-/Nachhaltigkeitsvideo Zeigt soziales oder ökologisches Engagement eines Unternehmens. Stärkt Image und Glaubwürdigkeit; positive Öffentlichkeitswirkung. Kann als „Greenwashing“ wahrgenommen werden. Belege und echte Projekte zeigen, keine leeren Versprechen.
Pressevideo / Statement Kurzes Video mit offiziellen Informationen oder Interviews mit Führungskräften. Kontrollierte Kommunikation; direkt zitierbar für Medien. Kann unpersönlich oder steif wirken. Kurz, klar, und mediengerecht formulieren.
Testimonial-Video Kund:innen oder Partner:innen berichten über ihre positiven Erfahrungen. Sehr glaubwürdig und emotional. Wirkt unglaubwürdig, wenn zu inszeniert. Echte Personen, keine gescripteten Aussagen.
Behind-the-Scenes / Making-of Blick hinter die Kulissen – Produktion, Alltag oder Teamarbeit. Wirkt sympathisch und nahbar; stärkt Authentizität. Kann unprofessionell wirken, wenn schlecht gefilmt. Locker, ehrlich, aber mit gutem Ton und Licht.
Interview / Expertenvideo Gespräch mit Fachleuten oder Führungskräften über relevante Themen. Kompetenz und Transparenz werden sichtbar. Monotone Darstellung, wenn nur gesprochen wird. Mit Schnittbildern und Untertiteln auflockern.
Social-Media-Clip / Kurzvideo Kurzes, prägnantes Video (z. B. für Instagram, TikTok, LinkedIn). Hohe Reichweite, schnell konsumierbar. Kurze Aufmerksamkeitsspanne, begrenzte Tiefe. In den ersten 3 Sekunden Interesse wecken.
Livestream / Q&A-Video Echtzeit-Kommunikation mit Publikum (z. B. auf YouTube, LinkedIn). Interaktiv, authentisch, hohe Engagementrate. Technisch anfällig; wenig Kontrollmöglichkeiten. Gute Vorbereitung, stabile Technik, klare Moderation.
Dokumentarisches PR-Video Längeres Format mit journalistischem Ansatz, erzählt eine Geschichte oder Entwicklung. Sehr glaubwürdig und tiefgehend. Zeit- und kostenintensiv. Story dramaturgisch aufbauen, Emotionen zulassen.

Warum Video-PR so wichtig ist – Vorteile und Wirkung

Die zunehmende Bedeutung von Video PR ist kein kurzfristiger Trend, sondern eine logische Konsequenz des digitalen Wandels in der Kommunikationswelt. Menschen konsumieren Inhalte heute vor allem über mobile Geräte, auf Social-Media-Plattformen und in visuellen Formaten. Informationen müssen schnell, ansprechend und emotional vermittelt werden, um wahrgenommen zu werden – und genau das leisten Videos auf unvergleichliche Weise.

Ein PR-Video vereint die Stärken klassischer Öffentlichkeitsarbeit mit der Dynamik moderner Medienkommunikation. Es ist informativ, emotional und teilbar – und spricht die Zielgruppe auf einer Ebene an, die weit über reine Faktenvermittlung hinausgeht. Die folgenden fünf Gründe zeigen, warum Video PR so effektiv ist und welche Wirkung sie entfalten kann.

Höhere Aufmerksamkeit

In einer Welt, in der Menschen täglich mit Hunderten von Werbe- und Informationsimpulsen konfrontiert werden, ist Aufmerksamkeit die knappste Ressource. Bewegtbildinhalte besitzen hier einen entscheidenden Vorteil: Sie ziehen automatisch das Auge auf sich. Bewegung, Gesichter, Farben und Sound aktivieren das menschliche Gehirn stärker als statische Bilder oder Text.

Studien zeigen, dass Social-Media-Beiträge mit Videos bis zu 120 Prozent mehr Engagement – also Likes, Kommentare und Shares – erzielen als reine Textposts. Auf Websites führt die Einbettung von Videos dazu, dass Besucher deutlich länger verweilen und sich intensiver mit Inhalten beschäftigen. Diese längere Verweildauer wirkt sich nicht nur positiv auf das Markenimage aus, sondern auch auf die Suchmaschinenbewertung.

Ein weiterer Aspekt ist die Aufmerksamkeitsspanne. Nutzer entscheiden innerhalb weniger Sekunden, ob sie einen Inhalt konsumieren oder weiterscrollen. Ein gut gestaltetes PR-Video kann in dieser kurzen Zeit Neugier wecken, Emotionen ansprechen und eine klare Botschaft vermitteln – eine Fähigkeit, die reinen Texten oft schwerfällt.

Emotionale Bindung

Der Erfolg jeder PR-Maßnahme hängt letztlich davon ab, ob sie Emotionen auslöst. Menschen treffen Entscheidungen selten ausschließlich rational – sie reagieren auf Geschichten, Gesichter, Stimmungen und Musik. Genau hier liegt die besondere Stärke von Video PR.

Ein PR-Video kann durch Bildkomposition, Stimme, Gestik, Musik und Rhythmus eine emotionale Tiefe erzeugen, die andere Kommunikationsformen kaum erreichen. Ein sympathisches Lächeln, eine inspirierende Unternehmensgeschichte oder die Leidenschaft eines Mitarbeiters für sein Produkt bleiben im Gedächtnis. Emotionen wirken nach – sie beeinflussen, wie Menschen Marken wahrnehmen, ob sie Vertrauen aufbauen und ob sie eine langfristige Beziehung eingehen.

Darüber hinaus schafft die audiovisuelle Form eine multisensorische Erfahrung. Während Texte nur den Sehsinn ansprechen, kombinieren Videos mehrere Sinneskanäle – Sehen, Hören und oft auch unbewusst Fühlen. Diese Mehrdimensionalität steigert die Erinnerungsleistung und führt dazu, dass Botschaften nicht nur verstanden, sondern erlebt werden. In der PR ist das ein entscheidender Vorteil, denn gelebte Erlebnisse bleiben in den Köpfen der Zielgruppen verankert.

Authentizität und Vertrauen

Vertrauen ist das Fundament erfolgreicher Öffentlichkeitsarbeit – und Vertrauen entsteht durch Nähe, Transparenz und Glaubwürdigkeit. Videos haben die einzigartige Fähigkeit, diese drei Elemente zu vereinen. Sie zeigen echte Menschen, echte Stimmen und reale Emotionen.

Ein CEO, der in einem Video selbst über eine Vision oder ein Projekt spricht, wirkt nahbarer als ein Zitat in einer Pressemitteilung. Mitarbeitende, die in kurzen Clips Einblicke in ihre Arbeit geben, schaffen Identifikation und zeigen: Hinter der Marke stehen engagierte Persönlichkeiten. Diese Authentizität lässt sich durch kein anderes Format so unmittelbar erzeugen.

Gerade in Zeiten, in denen Misstrauen gegenüber Werbung und Corporate Messaging zunimmt, kann Video PR die Lücke zwischen Unternehmen und Öffentlichkeit schließen. Ein ehrliches, transparentes Video – auch ohne perfekte Inszenierung – wirkt oft glaubwürdiger als eine aufwendig gestaltete Hochglanzbroschüre. Wenn Botschaften persönlich vermittelt werden, baut das Vertrauen auf, das langfristig entscheidend für Reputation und Markenloyalität ist.

Authentische PR-Videos sind zudem besonders wirkungsvoll in der Krisenkommunikation. In Momenten, in denen Unsicherheit herrscht, zählt der direkte, menschliche Kontakt. Ein Video-Statement kann innerhalb weniger Minuten Klarheit schaffen, Missverständnisse vermeiden und Vertrauen wiederherstellen – ein unschätzbarer Vorteil gegenüber rein schriftlichen Stellungnahmen.

Bessere Reichweite und SEO-Vorteile

Video PR wirkt nicht nur emotional, sondern auch technisch – insbesondere im Bereich Suchmaschinenoptimierung (SEO). Websites mit eingebetteten Videos schneiden in den organischen Suchergebnissen von Google nachweislich besser ab als solche ohne. Das liegt daran, dass Videoinhalte die Verweildauer erhöhen, Absprungraten senken und Nutzer stärker binden – alles Faktoren, die Google positiv bewertet.

Zudem kann ein Video selbst über Plattformen wie YouTube, das nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt ist, enorme Reichweite erzielen. Mit gezielten Keywords, aussagekräftigen Titeln, Beschreibungstexten und Untertiteln lässt sich die Auffindbarkeit von PR-Videos deutlich steigern.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Plattformvielfalt: Ein einmal produziertes Video kann auf der Website, in Presseportalen, auf Social Media und in E-Mail-Newslettern eingesetzt werden. Jedes dieser Formate hat eigene Zielgruppen und Reichweitenpotenziale, die gemeinsam die Gesamtpräsenz eines Unternehmens verstärken.

Darüber hinaus unterstützt Video PR auch den Algorithmus sozialer Netzwerke. Plattformen wie LinkedIn, Instagram oder Facebook priorisieren Videoinhalte im Feed, da diese für längere Interaktionen sorgen. Unternehmen, die regelmäßig Videos veröffentlichen, steigern also nicht nur ihre Reichweite, sondern auch ihre Sichtbarkeit und Markenbekanntheit auf natürliche Weise.

Vielseitige Nutzung und langfristige Effizienz

Einer der größten Vorteile von Video PR ist ihre Vielseitigkeit. Ein einziges Video kann für zahlreiche Kommunikationszwecke genutzt und in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden. So kann ein Imagefilm beispielsweise als Grundlage für Messeauftritte, Unternehmenspräsentationen, Social-Media-Clips oder Pressearbeit dienen. Durch gezielte Kürzungen und Anpassungen lassen sich aus einem längeren Film mehrere kurze Formate ableiten – etwa für Instagram Reels, LinkedIn-Beiträge oder YouTube Shorts.

Diese Mehrfachverwendung spart Zeit, Geld und Ressourcen, was Video PR zu einer der effizientesten Formen der Unternehmenskommunikation macht. Während eine klassische Werbekampagne nach kurzer Zeit ausläuft, kann ein gutes PR-Video über Jahre hinweg relevant bleiben. Es wird zum langfristigen Markenbotschafter, der immer wieder neue Zielgruppen erreicht und das Unternehmensimage nachhaltig prägt.

Hinzu kommt die interne Nutzung: Videos eignen sich hervorragend für die Mitarbeiterkommunikation – sei es zur Vorstellung neuer Projekte, als Teil des Onboardings oder zur Motivation und Weiterbildung. Auf diese Weise wird Video PR zu einem Instrument, das nicht nur nach außen wirkt, sondern auch die interne Unternehmenskultur stärkt.

Ein professionell geplantes und produziertes Video ist somit weit mehr als ein Kommunikationsmittel – es ist ein nachhaltiges Investment in die Markenidentität und Reputation eines Unternehmens.

KI-Videos in der PR

KI-Videos
KI-Videos
Künstliche Intelligenz (KI) eröffnet in der Public Relations völlig neue Möglichkeiten der Videoproduktion und -kommunikation. Mithilfe von KI-gestützten Tools lassen sich heute Videos automatisiert erstellen – etwa durch Text-to-Video-Technologien, virtuelle Avatare oder synthetische Sprecherstimmen. Unternehmen können so schnell, kosteneffizient und personalisiert Inhalte produzieren, die für verschiedene Zielgruppen oder Sprachen angepasst werden. Besonders im PR-Bereich bieten KI-Videos Vorteile bei der skalierbaren Informationsvermittlung, etwa für Erklärvideos, Produktpräsentationen, interne Schulungen oder mehrsprachige Pressemitteilungen.

KI-Videos sind vor allem dann von Vorteil, wenn Effizienz, Konsistenz und Verständlichkeit im Vordergrund stehen – also in Situationen, in denen der Informationsgehalt wichtiger ist als eine emotionale, menschliche Ansprache. Sie eignen sich weniger für Formate, die auf Authentizität, Vertrauen und zwischenmenschliche Nähe setzen, wie etwa Imagefilme, Krisenkommunikation oder Testimonials.

Damit KI-Videos die Glaubwürdigkeit einer Marke nicht untergraben, sollten sie transparent eingesetzt werden – etwa durch den Hinweis, dass KI-Technologie verwendet wurde – und stets den ethischen Standards der Unternehmenskommunikation entsprechen. Authentizität entsteht, wenn KI-Inhalte die Markenbotschaft unterstützen, nicht ersetzen. Richtig eingesetzt, können KI-Videos so zu einem effizienten und innovativen Bestandteil moderner PR-Strategien werden.

openPR-Tipp: Erfahren Sie mehr, wie Sie den kostenlosen KI-Video-Generator von openPR nutzen können.

Was bei PR-Videos wichtig ist

Ein wirkungsvolles PR-Video ist niemals das Ergebnis spontaner Kreativität oder Zufallstreffer. Hinter jedem erfolgreichen Bewegtbild steht eine klare Strategie, ein durchdachtes Konzept und eine präzise Umsetzung. In der Video PR geht es nicht nur darum, schöne Bilder zu produzieren, sondern darum, die richtigen Botschaften zielgerichtet zu vermitteln – auf eine Art, die berührt, überzeugt und im Gedächtnis bleibt.

Die Qualität eines PR-Videos zeigt sich nicht allein in der Technik, sondern vor allem in seiner inhaltlichen Relevanz, emotionalen Ansprache und strategischen Passgenauigkeit. Damit ein Video sein volles Potenzial entfalten kann, müssen einige zentrale Erfolgsfaktoren beachtet werden.

Klare Zielsetzung und strategische Planung

Bevor die Kamera eingeschaltet wird, sollte die kommunikative Zielrichtung eindeutig definiert sein. Jedes PR-Video braucht ein präzises Ziel – sei es, die Markenbekanntheit zu steigern, ein neues Produkt zu präsentieren, ein bestimmtes Image zu vermitteln oder Vertrauen aufzubauen. Ohne ein solches Ziel läuft die Produktion Gefahr, zu beliebig oder unklar zu wirken.

Die Zielsetzung bestimmt nicht nur den Inhalt, sondern auch Tonalität, Länge, Stil und Plattform des Videos. Ein emotionaler Imagefilm unterscheidet sich grundlegend von einem kurzen Social-Media-Clip oder einem erklärenden Pressevideo. Daher ist es entscheidend, bereits in der Konzeptionsphase zu klären, wer das Video sehen soll, wo es ausgespielt wird und welche Reaktion beim Publikum ausgelöst werden soll.

Ein sorgfältig ausgearbeitetes Konzept – idealerweise in Form eines Storyboards oder Drehbuchs – schafft Struktur und gibt allen Beteiligten Orientierung. Gute PR-Arbeit beginnt also lange vor dem Dreh mit gründlicher Planung und inhaltlicher Klarheit.

Storytelling – Die Kunst, Geschichten zu erzählen

Menschen erinnern sich nicht an Daten oder Fakten, sondern an Geschichten. Deshalb ist Storytelling das Herzstück jedes erfolgreichen PR-Videos. Eine durchdachte Dramaturgie führt den Zuschauer durch eine emotionale Reise – mit einem klaren Anfang, einem Spannungsbogen und einem überzeugenden Abschluss.

Ein PR-Video sollte immer eine Geschichte erzählen, die die Unternehmensidentität spürbar macht: Warum existiert dieses Unternehmen? Welche Werte treiben es an? Was macht es besonders? Das kann durch persönliche Geschichten von Mitarbeitenden, durch Kundenerfahrungen oder durch die visuelle Darstellung einer Mission geschehen.

Wichtig ist, dass das Storytelling echt wirkt. Der Zuschauer möchte verstehen, was hinter der Marke steckt – nicht nur, was sie verkauft. Ein gelungenes PR-Video verknüpft dabei emotionale und rationale Elemente: Es berührt das Herz, liefert aber auch nachvollziehbare Informationen. Durch diese Kombination entsteht eine nachhaltige Bindung zur Marke.

Darüber hinaus sollte das Storytelling visuell unterstützt werden. Bildsprache, Musik, Schnitt und Ton tragen entscheidend dazu bei, Emotionen zu transportieren. Ein gezielter Einsatz von Symbolik, Farbstimmungen und Szenenwechseln verstärkt die Botschaft und macht das Video einprägsam.

Authentizität vor Perfektion

In der Ära sozialer Medien und digitaler Transparenz ist Authentizität zu einer der wichtigsten Währungen in der Kommunikation geworden. Zuschauer möchten keine inszenierten Werbefilme sehen, sondern echte Menschen mit echten Geschichten. Ein PR-Video darf daher durchaus unperfekt sein – entscheidend ist, dass es glaubwürdig wirkt.

Ein zu stark durchinszeniertes Video kann Distanz schaffen, während natürliche Szenen Nähe erzeugen. Wenn Mitarbeitende im eigenen Arbeitsumfeld gezeigt werden oder Führungskräfte in eigenen Worten sprechen, entsteht Vertrauen. Kleine Unregelmäßigkeiten – ein spontanes Lächeln, eine kurze Denkpause – wirken menschlich und sympathisch.

Das bedeutet jedoch nicht, dass auf Professionalität verzichtet werden sollte. Authentizität ist kein Freifahrtschein für mangelnde Qualität, sondern eine bewusste gestalterische Entscheidung. Es geht darum, echte Momente festzuhalten, ohne die Wirkung zu verfälschen. Die Balance zwischen Natürlichkeit und Professionalität entscheidet, ob ein PR-Video berührt oder beliebig bleibt.

Ton und Licht – die technische Basis der Glaubwürdigkeit

Während viele Produzenten sich auf die Bildqualität konzentrieren, wird der Ton oft unterschätzt – dabei ist er entscheidend für den professionellen Eindruck. Ein unsauberer Ton oder störende Hintergrundgeräusche wirken sofort unprofessionell und können den besten Inhalt entwerten. Studien zeigen, dass Zuschauer eher ein leicht unscharfes Bild tolerieren als einen schlechten Ton.

Daher sollte immer auf eine saubere Tonaufnahme geachtet werden – idealerweise mit einem externen Mikrofon und in einer ruhigen Umgebung. Auch eine Nachbearbeitung mit Tonmischung und Rauschunterdrückung kann viel bewirken.

Ebenso wichtig ist das Licht. Natürliches Tageslicht sorgt für weiche, angenehme Bilder, während künstliche Lichtquellen gezielt eingesetzt werden können, um Atmosphäre zu schaffen oder Akzente zu setzen. Eine gleichmäßige Ausleuchtung sorgt dafür, dass Gesichter und Szenen klar erkennbar bleiben. Professionelles Licht- und Tonmanagement trägt wesentlich dazu bei, dass das Video glaubwürdig und hochwertig wirkt.

Call-to-Action – Den nächsten Schritt ermöglichen

Jedes PR-Video sollte mit einer klaren Handlungsaufforderung enden. Der sogenannte Call-to-Action (CTA) ist der Abschluss und gleichzeitig der Übergang zur nächsten Interaktion mit der Zielgruppe. Er beantwortet die Frage: Was soll der Zuschauer nach dem Ansehen tun?

Das kann ein Verweis auf eine Website, ein Hinweis auf ein Produkt, ein Aufruf zum Kontakt oder einfach die Einladung sein, mehr über das Unternehmen zu erfahren. Ein Video ohne klare Handlungsaufforderung verliert einen Teil seines Potenzials, weil es zwar informiert, aber nicht in Handlung überführt.

Ein starker CTA ist kurz, präzise und emotional eingebettet. Er sollte sich organisch aus der Geschichte ergeben und nicht wie ein Werbeblock wirken. Zum Beispiel: „Erfahren Sie mehr über unsere Nachhaltigkeitsprojekte auf unserer Website“, „Werden Sie Teil unseres Teams“ oder „Folgen Sie uns auf LinkedIn, um mehr Einblicke zu erhalten.“

Besonders im digitalen Raum kann der Call-to-Action auch interaktiv gestaltet werden – etwa durch eingeblendete Links, QR-Codes oder klickbare Buttons. So wird das Video zum Ausgangspunkt für weiterführende Kommunikation.

Zusätzliche Erfolgsfaktoren für wirkungsvolle PR-Videos

Neben den genannten Kernaspekten gibt es weitere Faktoren, die über den Erfolg eines PR-Videos entscheiden. Dazu zählen die richtige Länge und Formatwahl – kurze Videos funktionieren besser auf Social Media, längere Formate eignen sich für Website und Präsentationen. Auch die Anpassung an Zielgruppen ist entscheidend: Ein Video für Investoren hat eine andere Tonalität als eines für potenzielle Mitarbeitende oder Medienvertreter.

Ebenso wichtig ist die Verteilung. Ein großartiges Video entfaltet nur dann seine Wirkung, wenn es auch gesehen wird. Daher sollte die Distribution strategisch geplant sein – über die eigene Website, Social Media, Newsletter, Presseportale oder Videoplattformen. Unterstützende Maßnahmen wie begleitende Blogartikel, Teaser oder PR-Kampagnen steigern die Reichweite zusätzlich.

Schließlich spielt auch die Analyse eine Rolle. Professionelle PR misst ihre Erfolge – und das gilt auch für Video-Content. Klickzahlen, Verweildauer, Interaktionen und Conversion Rates liefern wertvolle Einblicke, welche Inhalte funktionieren und wo Optimierungspotenzial besteht.

So drehen Sie Videos mit einfachen Mitteln

Videos drehen © kanpisut / stock.adobe.com
Videos drehen © kanpisut / stock.adobe.com
Ein professionelles PR-Video muss heute kein Vermögen kosten. Dank moderner Smartphone-Technologie, leicht zugänglicher Schnittprogramme und kostenloser Online-Plattformen können Unternehmen auch mit überschaubtem Budget wirkungsvolle und überzeugende Videos produzieren. Entscheidend ist dabei nicht die teuerste Ausrüstung, sondern ein kluges Konzept, gute Vorbereitung und ein Verständnis für die Grundprinzipien der visuellen Kommunikation.

Mit den richtigen Schritten lassen sich Videos realisieren, die professionell wirken, eine klare Botschaft transportieren und authentisch bleiben. Der folgende Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie man mit einfachen Mitteln ein PR-Video erstellt, das sowohl technisch als auch inhaltlich überzeugt.

Planung und Konzept – das Fundament des Erfolgs

Wie in jeder PR-Maßnahme gilt auch hier: Eine solide Vorbereitung ist der halbe Erfolg. Bevor die erste Aufnahme gemacht wird, sollte genau überlegt werden, was das Video vermitteln soll und wen es ansprechen soll.

Zunächst müssen Thema und Ziel des Videos klar definiert werden. Geht es um ein Imagevideo, das das Unternehmen als Ganzes präsentiert? Soll ein bestimmtes Produkt oder Projekt vorgestellt werden? Oder dient das Video dazu, Mitarbeiter zu gewinnen oder Kunden zu informieren? Jede dieser Zielsetzungen erfordert eine andere Herangehensweise in Tonalität, Länge und Struktur.

Sobald das Ziel feststeht, folgt die Definition der Zielgruppe. Ein Video für Investoren oder Pressevertreter wird anders inszeniert als eines für Social-Media-Nutzer oder potenzielle Bewerber. Die Kenntnis der Zielgruppe hilft, Sprache, Bildsprache und Format präzise darauf abzustimmen.

Danach sollte ein Storyboard oder Skript erstellt werden. Das muss nicht filmreif sein – ein grober Ablaufplan reicht, um den roten Faden zu sichern. Wer spricht wann? Welche Szenen werden benötigt? Welche Botschaften müssen zwingend vorkommen? Ein einfaches Storyboard spart beim Dreh Zeit, vermeidet Wiederholungen und hilft, den Fokus zu behalten.

Schließlich gilt es, den Drehort und die Protagonisten auszuwählen. Authentische Umgebungen – das eigene Büro, die Produktionshalle, ein Arbeitsplatz oder eine Kundensituation – wirken glaubwürdiger als sterile Kulissen. Auch Mitarbeitende oder Führungskräfte als Sprecher zu zeigen, kann Vertrauen schaffen und Persönlichkeit vermitteln.

Dreh mit einfachen Mitteln – Technik effizient einsetzen

Heutige Smartphones sind kleine Filmstudios in der Hosentasche. Selbst Mittelklasse-Modelle bieten 4K-Auflösung, optische Bildstabilisierung und hochwertige Kamerasensoren. Das bedeutet: Für ein gutes PR-Video braucht es nicht zwingend eine teure Kameraausrüstung. Entscheidend ist, die vorhandenen Mittel optimal zu nutzen.

Um ein professionelles Ergebnis zu erzielen, empfiehlt sich der Einsatz eines Stativs oder Gimbals, um wackelfreie Aufnahmen zu gewährleisten. Selbst leichte Verwacklungen wirken unruhig und mindern die Qualität. Wer Personen filmt, sollte darauf achten, dass die Kamera auf Augenhöhe steht und der Bildausschnitt harmonisch wirkt.

Der Ton ist ein weiterer kritischer Punkt. Der größte Unterschied zwischen Amateur- und Profi-Video liegt meist nicht in der Bildqualität, sondern in der Tonaufnahme. Ein externes Mikrofon – ob Lavaliermikrofon (Ansteckmikro) oder Richtmikrofon – ist eine lohnende Investition. Klare Sprache, frei von Hall oder Hintergrundrauschen, vermittelt Professionalität und Seriosität.

Beim Licht genügt in vielen Fällen natürliches Tageslicht. Fensterlicht sorgt für weiche, angenehme Ausleuchtung, solange es nicht direkt blendet. Drehs bei bedecktem Himmel liefern gleichmäßige Ergebnisse ohne harte Schatten. Für Innenräume können günstige Softboxen oder LED-Ringleuchten eingesetzt werden, um Gesichter freundlich und gleichmäßig zu beleuchten.

Ein Tipp aus der Praxis: Drehe lieber kürzere Sequenzen und achte auf Variationen in Perspektive und Bildausschnitt. Wechsel zwischen Nahaufnahme, Halbtotalen und Details schaffen Dynamik und erhöhen die visuelle Spannung. So wirkt das Video lebendiger und professioneller – auch ohne große Technik.

Schnitt und Nachbearbeitung – aus Rohmaterial wird Botschaft

Der Schnitt ist der Moment, in dem das Video seine eigentliche Wirkung erhält. Selbst einfache Aufnahmen können durch eine geschickte Nachbearbeitung beeindruckend wirken. Heute stehen zahlreiche kostenlose oder kostengünstige Tools zur Verfügung, die intuitiv bedienbar sind – etwa Canva Video oder iMovie. Diese Programme bieten alle grundlegenden Funktionen, um Szenen zu kürzen, Übergänge zu gestalten, Musik einzufügen und das Video optisch zu veredeln.

Beim Schnitt gilt: Weniger ist oft mehr. Die Aufmerksamkeitsspanne in sozialen Medien ist kurz – daher sollten Videos kompakt, fokussiert und auf den Punkt gebracht sein. Für Social-Media-Plattformen wie Instagram oder LinkedIn sind 30 bis 60 Sekunden ideal, für YouTube oder Websites darf es auch etwas länger sein.

Wichtige gestalterische Elemente sind Logo, Schriftzüge, Untertitel und Musik. Untertitel sind unverzichtbar, da viele Nutzer Videos ohne Ton ansehen. Die Musik sollte die Stimmung des Videos unterstützen, aber nicht dominieren. Lizenzfreie Musikbibliotheken wie YouTube Audio Library, Epidemic Sound oder Bensound bieten zahlreiche Möglichkeiten für den professionellen Einsatz.

Ein konsistenter Look – etwa durch Farbkorrekturen, gleiche Schriftarten und einheitliche Abblenden – sorgt für Wiedererkennbarkeit. Damit das Video auch in der Markenkommunikation verankert ist, sollte es dem Corporate Design des Unternehmens folgen: passende Farben, Schriftzüge und Logo-Animationen verstärken den Markenauftritt.

Veröffentlichung und Distribution – Reichweite strategisch aufbauen

Die Veröffentlichung ist der entscheidende Schritt, um das Potenzial eines PR-Videos voll auszuschöpfen. Ein hervorragendes Video entfaltet nur dann Wirkung, wenn es auch gesehen wird. Daher sollte die Distribution ebenso strategisch geplant sein wie die Produktion.

Zuerst empfiehlt es sich, das Video auf der eigenen Website einzubinden – idealerweise auf der Startseite oder im Pressebereich. Das steigert die Verweildauer, verbessert das Suchmaschinenranking und zeigt Besuchern direkt die Persönlichkeit des Unternehmens.

Parallel dazu sollte das Video auf YouTube veröffentlicht werden. YouTube fungiert nicht nur als Video-Plattform, sondern auch als zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Mit passenden Keywords, Beschreibungen und Hashtags wie #VideoPR, #Unternehmensfilm oder #PublicRelationsVideo lässt sich die Auffindbarkeit erheblich steigern.

Social Media ist das zweite Standbein erfolgreicher Videodistribution. Kurze Clips, Teaser oder Ausschnitte des Hauptvideos eignen sich hervorragend für Plattformen wie LinkedIn, Instagram, Facebook oder TikTok. Diese Kanäle fördern Bewegtbildinhalte algorithmisch, was zu deutlich höheren Reichweiten führt.

Darüber hinaus lohnt es sich, PR-Videos in Pressemitteilungen, Newslettern oder Blogartikeln einzubetten. Eine multimediale Pressemitteilung, die ein Video enthält, wird von Redaktionen häufiger geöffnet und weiterverarbeitet, weil sie visuelles Material für eigene Veröffentlichungen bietet.

Auch Kooperationen mit Influencern, Branchenpartnern oder Medienhäusern können die Reichweite enorm vergrößern. Ein authentisches, gut erzähltes Video wird häufig geteilt – insbesondere dann, wenn es emotionale oder gesellschaftlich relevante Themen aufgreift.

 

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Analyse und Optimierung – Lernen aus den Ergebnissen

Nach der Veröffentlichung ist die Arbeit nicht vorbei. Eine professionelle PR-Strategie misst den Erfolg jedes Kommunikationsinstruments – auch beim Video. Plattformen wie YouTube, LinkedIn und Instagram bieten detaillierte Analysen zu Aufrufen, Verweildauer, Interaktionen und Zielgruppenverhalten.

Diese Daten sind Gold wert: Sie zeigen, welche Inhalte funktionieren, welche Plattformen die beste Resonanz liefern und welche Themen besonders ansprechen. Auf Basis dieser Erkenntnisse lassen sich zukünftige PR-Videos gezielt verbessern und anpassen.

So entsteht ein fortlaufender Lernprozess: Jedes Video wird nicht nur zur Kommunikationsmaßnahme, sondern auch zur Quelle strategischer Erkenntnisse über die eigene Zielgruppe.

Checkliste

1. Planung & Konzept

  • Thema und Ziel festlegen

  • Zielgruppe definieren

  • Storyboard oder grobes Skript erstellen

  • Ort und Darsteller auswählen

2. Dreh mit einfachen Mitteln

  • Smartphone-Kamera (heutige Modelle bieten 4K-Auflösung)

  • Stativ oder Gimbal, um wackelfreie Bilder zu bekommen

  • Externe Mikrofone für besseren Ton

  • Natürliches Licht oder einfache Softboxen

3. Schnitt & Nachbearbeitung

  • Kostenlose Tools reichen oft aus

  • Logo, Untertitel und Musik hinzufügen

  • Videolänge je nach Plattform anpassen (z. B. 30–60 Sek. für Social Media)

4. Veröffentlichung & Distribution

  • Video auf Website, PR-Portalen, YouTube und Social Media hochladen

  • Mit Pressemitteilungen oder Blogartikeln kombinieren

  • Mit Keywords und Hashtags optimieren

  • Reichweite durch Kooperationen mit Medien oder Influencern steigern

FAQ – Häufig gestellte Fragen zu PR Videos

1. Was unterscheidet ein PR-Video von klassischer Werbung?

Ein PR-Video zielt weniger auf direkten Verkauf ab, sondern auf Imageaufbau, Vertrauen und langfristige Markenbindung. Es informiert und emotionalisiert, statt zu werben.

2. Wie lang sollte ein PR-Video idealerweise sein?

Die optimale Länge hängt vom Format ab: Social-Media-Clips sollten 30–60 Sekunden dauern, Imagefilme 1–3 Minuten, während Dokumentationen oder Interviews länger sein dürfen, wenn sie inhaltlich tragen.

3. Wann lohnt sich der Einsatz von KI-Videos in der PR?

Wenn viele Videos in kurzer Zeit oder in mehreren Sprachen benötigt werden – etwa für Erklär- oder Informationsinhalte. In emotionalen oder vertrauensbasierten Formaten (z. B. Testimonials) ist menschliche Authentizität unverzichtbar.

4. Welche Fehler sollte man bei PR-Videos vermeiden?

Zu werbliche Botschaften, unklare Zielsetzung, schlechter Ton, fehlende Untertitel und ein fehlender Call-to-Action sind häufige Stolperfallen. Auch übertriebene Perfektion kann die Glaubwürdigkeit mindern.

5. Wie misst man den Erfolg eines PR-Videos?

Über Kennzahlen wie Klickzahlen, Verweildauer, Interaktionen, Shares und Conversion Rates. Wichtig ist, qualitative Resonanz (Kommentare, Presseaufnahmen, Reichweitenzuwachs) ebenfalls zu berücksichtigen.

Fazit: Mit einer klaren Strategie, authentischen Inhalten und gezielter Distribution kann jedes Unternehmen von der Kraft der bewegten Bilder profitieren.

 

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