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PR für Asset Manager: Wie Sie Expertise sichtbar und glaubwürdig machen

Asset Manager verfügen über Marktkenntnis, Daten und erfahrene Investmentexperten. Sichtbarkeit entsteht daraus jedoch nicht automatisch. Wie wird aus internem Wissen ein öffentlich erkennbares Profil? Welche Themen eignen sich für Medien, Investoren und weitere Stakeholder? Und wo verläuft die Grenze zwischen Öffentlichkeitsarbeit und regulierter Produktkommunikation? Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie PR für Asset Manager strategisch planen, praktisch organisieren, sicher freigeben und mit überschaubaren Ressourcen dauerhaft umsetzen.

Das Wichtigste in Kürze

  • PR für Asset Manager meint strategische Öffentlichkeitsarbeit. Pressearbeit ist ein wichtiges Instrument, aber nur ein Teil davon.
  • Gute PR verbindet klare Kompetenzthemen mit den Informationsbedürfnissen von Medien, Investoren, Vertriebspartnern, Mitarbeitern und weiteren Stakeholdern.
  • Pressemitteilungen, Marktkommentare, Studien, Fachbeiträge, Veranstaltungen, Expertenauftritte, digitale Inhalte und Stakeholder-Dialoge erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
  • Sobald konkrete Fonds, Strategien, Wertentwicklungen oder Nachhaltigkeitsmerkmale beworben werden, braucht die Kommunikation eine besonders sorgfältige fachliche und regulatorische Prüfung.
  • Auch ein kleines Team kann wirksame PR aufbauen, wenn Themen, Sprecher, Freigaben, Reaktionszeiten und Erfolgskriterien vorab feststehen.

Was bedeutet PR für Asset Manager konkret?

Leitfaden: PR für Asset Manager
Leitfaden: PR für Asset Manager
PR steht für Public Relations, also Öffentlichkeitsarbeit. Sie gestaltet die Beziehungen eines Unternehmens zu seinen relevanten Anspruchsgruppen und prägt, wie das Unternehmen, seine Experten und seine Themen öffentlich wahrgenommen werden.

Für Asset Manager bedeutet das beispielsweise, Vertrauen in die Investmentkompetenz aufzubauen, ein Haus mit bestimmten Anlageklassen oder Marktfragen zu verbinden, Experten als verlässliche Ansprechpartner zu etablieren und die eigene Position in wichtigen Fachdebatten sichtbar zu machen. Dazu gehören Medienkontakte ebenso wie eigene Fachinhalte, Veranstaltungen, Stakeholder-Gespräche, digitale Präsenz, Reputationsarbeit und Krisenvorsorge.

PR ist mehr als Pressearbeit

Ein Interview, eine Pressemitteilung oder ein Hintergrundgespräch gehört zur Pressearbeit. Öffentlichkeitsarbeit beginnt früher. Sie klärt, wofür das Unternehmen bekannt sein soll, welche Gruppen seine Reputation beeinflussen, welche Themen es glaubwürdig besetzen kann und welche Beziehungen langfristig aufgebaut werden müssen.

Erst danach folgt die Wahl des Instruments. Manche Themen funktionieren als schneller Marktkommentar oder Pressemitteilung, andere als Studie, Fachbeitrag, Veranstaltung oder persönliches Hintergrundgespräch besser.

 

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PR, Pressearbeit, Marketing und Anlegerkommunikation unterscheiden

Die Bereiche greifen ineinander, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben.

Bereich Hauptaufgabe Typische Adressaten Beispiel
Public Relations Reputation, Beziehungen und öffentliches Profil aufbauen Medien, Investoren, Geschäftspartner, Branchenakteure, Mitarbeiter und Öffentlichkeit Ein Haus langfristig als Spezialist für eine Anlageklasse positionieren
Pressearbeit Redaktionelle Öffentlichkeit herstellen und Medienkontakte pflegen Journalisten und Redaktionen Ein Marktstatement, Interview oder eine Studie anbieten
Marketing Nachfrage nach Leistungen oder Produkten unterstützen Potenzielle Kunden und Anleger Eine konkrete Investmentstrategie bewerben
Anlegerkommunikation Bestehende und potenzielle Anleger informieren Anleger eines Fonds oder Mandats Strategie, Risiken, Entwicklung und Änderungen erläutern
Interne Kommunikation Mitarbeiter informieren und auf gemeinsame Aussagen ausrichten Mitarbeiter und Führungskräfte Eine neue Positionierung intern erklären

Investor Relations bezeichnet im engeren Sinn die Kapitalmarktkommunikation eines Unternehmens mit seinen eigenen Kapitalgebern. Bei Fonds und Mandaten ist häufig präziser von Anleger- oder Investorenkommunikation zu sprechen.

Warum brauchen Asset Manager PR?

Was gehört zu einer erfolgreichen PR-Strategie?
Was gehört zu einer erfolgreichen PR-Strategie?
Asset Management ist ein Vertrauensgeschäft. Investmentprozesse, Risikomodelle und historische Ergebnisse lassen sich beschreiben. Außenstehende können trotzdem nur schwer einschätzen, welches Haus besondere Kompetenz besitzt und wie belastbar seine Positionen sind.

Viele Anbieter verwenden ähnliche Begriffe: aktiv, langfristig, nachhaltig, researchgetrieben oder risikobewusst. PR macht aus solchen abstrakten Versprechen beobachtbare Kompetenz. Konkrete Analysen, klare Thesen, glaubwürdige Experten und konsistente Informationen schaffen ein Profil, das sich über längere Zeit festigen kann.

Mögliche Ziele sind:

  • Bekanntheit in relevanten Fachkreisen aufbauen,
  • Experten mit klaren Themenfeldern verbinden,
  • eine neue Anlagekompetenz oder Zielgruppe erschließen,
  • eigene Daten und Research öffentlich stärker nutzen,
  • Vertrauen in unsicheren Marktphasen stärken,
  • Medien- und Stakeholder-Beziehungen entwickeln,
  • die digitale Auffindbarkeit des Hauses verbessern,
  • Reputationsrisiken früher erkennen und bearbeiten.

„Mehr Sichtbarkeit“ ist als Ziel zu ungenau. Formulieren Sie, bei wem Sie zu welchem Thema in welchem Zeitraum sichtbarer werden wollen. Was soll danach konkret passieren: eine Medienanfrage, eine Einladung zu einem Fachgespräch oder die stärkere Zuordnung zu einem Kompetenzfeld?

openPR-Tipp: Vervollständigen Sie den Satz: „In zwölf Monaten sollen unsere wichtigsten Stakeholder uns mit diesen drei Themen verbinden: …“ Begrenzen Sie sich zunächst auf drei Kompetenzfelder. Das schafft Fokus für Themen, Sprecher und Maßnahmen.

Welche Zielgruppen möchten Sie mit PR erreichen?

Eine Standardbotschaft für alle Gruppen bleibt meist wirkungslos. Ein Journalist sucht eine aktuelle These. Ein institutioneller Investor erwartet Tiefe, Methodik und Risikoabwägung. Ein Bewerber interessiert sich zusätzlich für Kultur und Entwicklungsmöglichkeiten.

Zielgruppe Typische Erwartung Geeignete Inhalte Passende Formate
Fachjournalisten Aktualität, klare Aussagen und schnelle Erreichbarkeit Marktbewegungen, Daten, Investmenttrends Kommentare, Interviews und Hintergrundgespräche
Wirtschaftsmedien Verständlicher gesamtwirtschaftlicher Zusammenhang Zinsen, Inflation, Konjunktur und Branchenfolgen Kurze Einordnungen und datenbasierte Themenvorschläge
Institutionelle Investoren Tiefe, Prozessverständnis und Risikoabwägung Investmentprozess, Anlageklassen und Analysen Studien, Fachbeiträge und Expertenrunden
Vertriebspartner Verständliche Argumente und verlässliche Einordnung Marktmeinungen, Strategiekontext und Anlegerfragen Fachinhalte, Interviews und Veranstaltungen
Private Anleger Orientierung und transparente Risiken Marktgrundlagen, Chancen und Risiken Erklärbeiträge und Fragen-und-Antworten-Formate
Branchenakteure Klare Positionen und fachlicher Austausch Regulierung, Marktstruktur und Zukunftsfragen Stellungnahmen, Veranstaltungen und Dialog
Mitarbeiter und Bewerber Glaubwürdiges Bild von Kultur und Expertise Arbeitsweise, Experten und Unternehmensentwicklung Porträts, Vorträge und Unternehmensgeschichten

Priorisieren Sie die Gruppen nach Geschäftsmodell und Kommunikationsziel. Ein auf institutionelle Mandate spezialisiertes Haus braucht einen anderen Schwerpunkt als ein Anbieter mit starkem Privatkundengeschäft.

Welche PR-Instrumente stehen Asset Managern zur Verfügung?

Die folgende Übersicht zeigt die wichtigsten Instrumente, passende Anlässe und ihren praktischen Nutzen.

PR-Instrument Geeignet für Typische Anlässe Vorlauf
Pressemitteilung Klare und belegbare Neuigkeiten Personalie, Markteintritt, Studie, Kooperation oder neue Strategie Tage bis Wochen
Online-Pressemitteilung auf Presseportalen Zusätzliche digitale Reichweite, Auffindbarkeit und langfristige Sichtbarkeit Unternehmensnews, Studien, Personalien, neue Strategien, Marktanalysen Kurzfristig bis planbar
Marktkommentar Schnelle Expertenpositionierung Zinsentscheid, Marktbewegung, Konjunkturdaten Stunden
Gezielter Themenvorschlag Individuelle Medienansprache Exklusive Daten, ungewöhnliche These oder passender Fachfall Einige Tage
Interview oder Hintergrundgespräch Komplexe Einordnung und Beziehungsaufbau Marktausblick, Strategie, langfristiger Trend Tage bis Wochen
Fach- oder Gastbeitrag Ausführliche fachliche Positionierung Erklärungsbedürftige Investmentfragen Mehrere Wochen
Eigene Studie oder Datenanalyse Themenführerschaft und eigenständige Agenda Neue Erkenntnisse, Indikatoren oder Anlegerverhalten Wochen bis Monate
Eigene Fachinhalte Kontinuierliche digitale Sichtbarkeit Grundlagen, Analysen und wiederkehrende Fragen Planbar
Social Media Reichweite, Expertenpositionierung, Dialog und Verlängerung bestehender Inhalte Marktkommentare, Studien, Medienbeiträge, Veranstaltungen, Unternehmensnews Kurzfristig und kontinuierlich
Fachveranstaltung oder Expertenrunde Dialog und Beziehungspflege Studie, Marktausblick oder Branchenthema Mehrere Wochen
Vortrag oder Panelbeitrag Persönlichen Expertenstatus aufbauen Konferenzen und Fachforen Wochen bis Monate
Stakeholder-Dialog Langfristige Beziehungen und Verständnis Regulierung, Marktstruktur und gemeinsame Interessen Kontinuierlich
Fachkommunikation in sozialen Netzwerken Direkter Dialog und persönliche Expertenpräsenz Markteinordnung, Fachfragen und Veranstaltungsbezug Kontinuierlich
Digitale PR Online-Reputation und Auffindbarkeit Dauerhafte Themen- und Expertenpositionierung Kontinuierlich
Medien- und Themenmonitoring Früherkennung und Erfolgskontrolle Berichterstattung, Debatten, Risiken und Falschinformationen Kontinuierlich
Krisenkommunikation Vertrauensschutz und Handlungsfähigkeit Kritik, Fehler, Performance- oder Personalthemen Vor dem Ereignis vorbereiten

Ein wirksamer PR-Mix kombiniert wenige Instrumente, die auf dasselbe Ziel einzahlen. Ein Unternehmen muss nicht jede Woche alle Formate bedienen.

Welches Format passt zu welchem Anlass?

  • Aktuelle Nachricht mit hohem Zeitdruck: kurzer Expertenkommentar oder Interviewangebot.
  • Klare Unternehmensneuigkeit: Pressemitteilung mit gezielter Medienansprache.
  • Komplexer langfristiger Trend: Fachbeitrag, Hintergrundgespräch oder Themenserie.
  • Eigene neue Daten: Studie, Pressemitteilung, Datenaufbereitung und Experteninterview.
  • Aufbau eines Kompetenzfeldes: wiederkehrende Fachinhalte, Expertenauftritte und persönliche Gespräche.
  • Kontroverse Debatte: klare Position, Hintergrundgespräch oder Fachbeitrag.
  • Reputationsproblem: abgestimmte Krisenkommunikation und direkter Stakeholder-Dialog.
openPR-Tipp: Denken Sie bei digitaler PR heute auch an die Auffindbarkeit in KI-Suchsystemen. Diese greifen für ihre Antworten auf öffentlich verfügbare Informationen aus Websites, Fachbeiträgen, Pressemitteilungen, Medienberichten und anderen verlässlichen Quellen zurück. Für Asset Manager bedeutet das: Sorgen Sie dafür, dass Unternehmensprofil, Investmentkompetenzen, Experten, Fachthemen und aktuelle Aussagen an mehreren seriösen Stellen konsistent und verständlich beschrieben sind. Regelmäßige Fachbeiträge, Online-Pressemitteilungen auf Presseportalen, redaktionelle Erwähnungen und klar gepflegte Unternehmensinformationen erhöhen die Chance, dass KI-Systeme Ihr Haus korrekt einordnen und bei passenden Fragen als relevante Quelle berücksichtigen.
Lesen Sie hier weiter:
Wie Sie Ihre digitale Sichtbarkeit erhöhen und online wirklich wahrgenommen werden
So wird Ihr Unternehmen von KI gefunden – und empfohlen

Wo PR endet und regulierte Produktkommunikation beginnen kann

PR-Istrumente für Asset Management
PR-Istrumente für Asset Management
Im Asset Management entscheidet nicht die Bezeichnung eines Formats über seine Einordnung. Auch eine Pressemitteilung, ein Interview, ein Fachbeitrag oder ein kurzer Online-Beitrag kann Produktwerbung sein, wenn ein konkreter Fonds oder dessen Eigenschaften gegenüber Anlegern oder potenziellen Anlegern beworben werden.

Reine Unternehmensnachrichten oder allgemeine Markteinordnungen ohne Produktbezug können anders einzuordnen sein. Maßgeblich sind Inhalt, Zweck, Adressatenkreis und konkrete Ausgestaltung.

Marketingbezogene Fondsinformationen müssen grundsätzlich klar erkennbar, fair, eindeutig und nicht irreführend sein. Chancen und Risiken dürfen nicht einseitig dargestellt werden. Aussagen sollten mit den maßgeblichen Produktunterlagen übereinstimmen. Bei Wertentwicklung, Prognosen, Kosten, Vergleichen, Rankings und Nachhaltigkeitsmerkmalen ist besondere Sorgfalt nötig.

Bei Nachhaltigkeitsaussagen sollten auch Begriffe und Bilder das tatsächliche Profil präzise wiedergeben. Vermeiden Sie pauschale Superlative, das Herausgreifen nur positiver Aspekte und Aussagen, deren Beleg oder Aktualität unklar ist.

Kurzer Check

  • Wird ein konkreter Fonds, ein Mandat oder eine Strategie genannt?
  • Werden Vorteile, Renditen, Risiken, Kosten oder Nachhaltigkeitsmerkmale beschrieben?
  • Enthält der Inhalt einen direkten oder indirekten Investitionsimpuls?
  • Stimmen alle Angaben mit den aktuellen maßgeblichen Unterlagen überein?
  • Sind Zahlen, Zeiträume, Vergleiche und Belege intern dokumentiert?
  • Sind Chancen und Risiken angemessen ausbalanciert?
  • Ist die zuständige Freigabestelle eindeutig festgelegt?

Bei Unsicherheit sollte die Compliance- oder Rechtsabteilung früh eingebunden werden. Eine Prüfung erst kurz vor der Veröffentlichung verursacht häufig unnötige Verzögerungen.

Welche Themen eignen sich für PR für Asset Manager?

Kapitalmärkte liefern laufend Anlässe. Ein gutes Thema verbindet Aktualität, eigene Kompetenz und einen konkreten Erkenntnisgewinn.

Themenfeld Leitfrage Mögliche Inhalte Geeignete Formate
Markt und Konjunktur Welche Entwicklung wird zu pauschal bewertet? Zinsen, Inflation, Konjunktur, Währungen Kommentar oder Interview
Portfolio und Risiko Welche Chancen oder Risiken zeigt der Investmentprozess? Liquidität, Kreditrisiken, Bewertungen Fachbeitrag oder Analyse
Eigene Daten Welche Auswertung liefert eine neue Erkenntnis? Indikatoren, Bewertungsreihen, Anlegerverhalten Studie oder Datenstory
Investmentprozess Welche Methode unterscheidet das Haus? Research, Auswahlprozess, Risikomodell Interview, Fachbeitrag oder Veranstaltung
Langfristige Trends Welche strukturelle Veränderung betrifft Anleger? Demografie, Infrastruktur, Energie, Technologie Themenserie oder Expertenrunde
Unternehmensentwicklung Was verändert Position oder Leistungsfähigkeit? Personalien, Expansion, Kooperationen Pressemitteilung oder Interview
Regulierung und Nachhaltigkeit Welche praktische Folge oder welcher Zielkonflikt entsteht? Transparenz, Datenqualität, Auswahlkriterien Stellungnahme oder Fachbeitrag

Eine produktive Frage an das Investmentteam lautet: „Welche Zahl, Entwicklung oder Marktannahme hat Sie zuletzt überrascht?“ Daraus entstehen oft stärkere Themen als aus einem allgemeinen Redaktionsbrainstorming.

Dabei können Sie planbare, reaktive und selbst geschaffene Anlässe nutzen:

  • Planbare Anlässe: Studien, Marktausblicke, Personalien, neue Strategien, Veranstaltungen und Unternehmensentwicklungen.
  • Reaktive Anlässe: Zinsentscheidungen, überraschende Wirtschaftsdaten, starke Marktbewegungen und aktuelle Branchendebatten.
  • Selbst geschaffene Anlässe: eigene Datenreihen, neue Indikatoren, regelmäßige Auswertungen, Thesen oder Expertenformate.

Ein guter Themenplan kombiniert alle drei Arten. Planbare Inhalte sichern Kontinuität, reaktive Kommunikation zeigt Aktualität und eigene Daten verringern die Abhängigkeit vom allgemeinen Nachrichtenzyklus.

 

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Aus einer Erkenntnis mehrere PR-Maßnahmen entwickeln

Beispiel: Das Research-Team stellt fest, dass sich Risikoprämien in einem Marktsegment ungewöhnlich entwickeln. Daraus können mehrere Bausteine entstehen:

  1. ein schneller Marktkommentar mit der wichtigsten Beobachtung,
  2. ein gezieltes Interviewangebot für eine passende Redaktion,
  3. eine ausführliche eigene Analyse mit Daten und Szenarien,
  4. ein Fachbeitrag über die Folgen für Anleger,
  5. eine Expertenrunde zu den langfristigen Konsequenzen,
  6. ein Fragen-und-Antworten-Inhalt für häufige Anlegerfragen.

Jeder Baustein sollte einen neuen Blickwinkel oder mehr Tiefe bieten. Bloßes Wiederholen derselben Aussagen schwächt die Wirkung.

openPR-Tipp: Erstellen Sie zu jedem größeren Thema eine Verwertungskarte mit Kernaussage, Zielgruppen, möglichem Presseanlass, eigenem Fachinhalt, geeignetem Experten und Folgetermin. So nutzen Sie vorhandenes Wissen effizienter.

Welche Grundlagen sollten vor dem Start vorhanden sein?

Gute PR beginnt vor dem ersten Versand und vor der ersten Veröffentlichung. Bereiten Sie eine belastbare Informations- und Arbeitsbasis vor:

  1. eine kurze und verständliche Unternehmensbeschreibung,
  2. aktuelle Expertenprofile mit klaren Fachgebieten,
  3. professionelle Porträt- und Unternehmensbilder mit geklärten Nutzungsrechten,
  4. freigegebene Unternehmensdaten und einheitliche Bezeichnungen,
  5. Kernbotschaften zu den wichtigsten Kompetenzthemen,
  6. nachvollziehbar dokumentierte Datenquellen und Berechnungsmethoden,
  7. eine Themen- und Expertenmatrix,
  8. einen gepflegten Medien- und Stakeholder-Verteiler,
  9. Prüfregeln für Produkt-, Performance- und Nachhaltigkeitsaussagen,
  10. einen Ablauf für aktuelle Anfragen und mögliche Krisen.

Vielleicht lohnt sich auch ein professionelles Sprechertraining. Experten sollten ihre Kernaussage verständlich formulieren, kritische Rückfragen ruhig beantworten und klar zwischen gesicherten Fakten, Einschätzungen und offenen Entwicklungen unterscheiden können.

PR für Asset Manager Schritt für Schritt aufbauen

Schritt Aufgabe Konkretes Ergebnis Leitfrage
1. Analyse Sichtbarkeit, Themen, Experten und Informationslücken prüfen Kurze Ausgangsanalyse Wie werden wir heute wahrgenommen?
2. Zieldefinition Zwei bis drei messbare Kommunikationsziele festlegen Zielbild für zwölf Monate Was soll sich bei welcher Zielgruppe verändern?
3. Strategie Positionierung, Kernthemen und Stakeholder priorisieren Themen- und Zielgruppenmatrix Wofür können wir glaubwürdig stehen?
4. Maßnahmenplanung Formate, Taktung, Sprecher und Termine bestimmen Quartalsplan Welches Instrument passt zu welchem Anlass?
5. Umsetzung Fachwissen in verständliche, relevante Inhalte übersetzen Freigabefähige Inhalte Was bleibt nach 30 Sekunden im Kopf?
6. Abstimmung Fachliche, kommunikative und regulatorische Prüfung durchführen Dokumentierte Freigabe Wer trägt für welche Aussage Verantwortung?
7. Nachbereitung Resonanz, Rückfragen und Kontakte dokumentieren Kurzer Ergebnisbericht Welche Botschaften wurden aufgenommen?
8. Optimierung Themen, Formate und Abläufe anhand der Ergebnisse anpassen Verbesserter Folgeplan Was sollten wir fortsetzen, ändern oder streichen?

Der Prozess wird schneller, sobald Themen, Sprecher und Prüfstufen wiederholt genutzt werden. Aktualität entsteht durch Vorbereitung.

Pressearbeit praktisch organisieren

Ein belastbarer Medienverteiler orientiert sich an tatsächlichen Themengebieten. Erfassen Sie zu jedem Kontakt behandelte Anlageklassen, bevorzugte Formate, frühere Gespräche, Interesse an Daten oder Kommentaren und die letzte Kontaktaufnahme.

Wählen Sie die Ansprache passend zum Thema:

  • Exklusivangebot: für besonders starke Daten oder eine ungewöhnliche These.
  • Gezielter Themenvorschlag: für Fachthemen, die nur zu ausgewählten Redaktionen passen.
  • Breite Pressemitteilung: für klare Unternehmensnachrichten mit breiterer Relevanz.
  • Direkter Expertenkommentar: für aktuelle Nachrichten mit hohem Zeitdruck.

Überschrift und Einstieg sollten die Nachricht sofort erkennen lassen. Stellen Sie einen erreichbaren Ansprechpartner, verfügbare Experten sowie aktuelle Bilder und Hintergrundinformationen bereit. Ein kurzes, höfliches Nachfassen kann sinnvoll sein. Mehrfache Erinnerungen oder Druck schaden der Beziehung.

 

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Beispiele von Anlässen für Pressemitteilungen von Asset Managern

Eine Pressemitteilung eignet sich, wenn eine klar benennbare, belegbare und für Außenstehende relevante Neuigkeit vorliegt. Der interne Stellenwert allein schafft noch keinen Nachrichtenwert.

  • Einführung einer neuen Investmentstrategie oder eines neuen Fonds: besonders bei einem neuen Ansatz oder klaren Marktbezug.
  • Veröffentlichung einer eigenen Studie: wenn sie neue Daten oder eine überraschende Erkenntnis bietet.
  • Neue eigene Marktdaten: sofern Methode und Aussage nachvollziehbar sind.
  • Wichtige Personalie: etwa in Geschäftsführung oder Investmentleitung.
  • Markteintritt oder Expansion: zum Beispiel in eine neue Region oder ein neues Geschäftsfeld.
  • Strategische Kooperation: wenn neue Kompetenz, Reichweite oder ein relevantes Angebot entsteht.
  • Übernahme, Zusammenschluss oder Beteiligung: sofern der Vorgang veröffentlicht werden darf.
  • Bedeutendes Mandat: wenn die Nennung zulässig und die Relevanz erkennbar ist.
  • Aufbau einer neuen Anlageklasse oder Investorengruppe: wenn dies die Positionierung spürbar erweitert.
  • Wesentliche Weiterentwicklung des Investmentprozesses: etwa ein neuer Research-, Risiko- oder Datenansatz.
  • Strategisch bedeutsamer Standort: wenn damit Marktzugang oder Fachkompetenz ausgebaut werden.
  • Neue Brancheninitiative: beispielsweise zu Transparenz, Datenqualität oder Ausbildung.
  • Marktausblick mit eigener Substanz: wenn konkrete Szenarien, Daten oder abweichende Thesen vorliegen.

Welche Anlässe sind meist zu schwach?

  • allgemeine Marktmeinungen ohne neue These,
  • gewöhnliche Veranstaltungsteilnahmen,
  • kleine Änderungen an Website oder Informationsmaterial,
  • rein werbliche Produktbeschreibungen ohne neue Nachricht,
  • austauschbare Ausblicke ohne eigene Daten,
  • Auszeichnungen ohne transparente Kriterien oder erkennbare Relevanz.

Fragen Sie: „Warum sollte diese Information heute für Menschen außerhalb unseres Unternehmens relevant sein?“ Eine klare Antwort ist ein guter Hinweis auf Nachrichtenwert.

Krisen- und Reputationskommunikation vorbereiten

Typische kritische Situationen sind ein deutlicher Performanceeinbruch, ein überraschender Managerwechsel, öffentliche Kritik an einer Strategie, fehlerhafte Daten, Nachhaltigkeitsvorwürfe oder operative Probleme.

  1. Sachverhalt und gesicherte Fakten klären.
  2. Betroffene Stakeholder und Verbreitungsrisiko bewerten.
  3. Management, PR, Fachbereich, Compliance und Recht nach Bedarf einbinden.
  4. Einen Sprecher und klare Kernbotschaften festlegen.
  5. Bekannte Fakten, offene Fragen und nächste Schritte trennen.
  6. Besonders betroffene Gruppen gegebenenfalls direkt informieren.
  7. Reaktionen, Berichterstattung und Falschinformationen beobachten.
  8. Ursachen und Prozesslücken nachbereiten.

Eine vorbereitete Struktur bedeutet nicht, immer sofort öffentlich zu reagieren. Sie ermöglicht eine schnelle Entscheidung über Stellungnahme, Hintergrundgespräch, direkte Information oder bewusstes Abwarten

PR mit kleinem Team und begrenztem Budget

Ein schlankes Grundmodell kann aus drei Kompetenzthemen, zwei vorbereiteten Sprechern, einem 20-minütigen Themencheck pro Woche, einem substanziellen Fachinhalt pro Monat und einer quartalsweisen Beziehungspflege bestehen.

Nutzen Sie vorhandenes Research, interne Präsentationen und Investmentgespräche als Ausgangsmaterial. Prüfen Sie, was vertraulich ist und welche Aussagen öffentlich verwendet werden dürfen.

openPR-Tipp: Reservieren Sie feste Kommunikationsfenster im Kalender der Experten. Zwei kurze Zeitfenster pro Woche für Rückfragen und Freigaben sind oft wirksamer als die Hoffnung auf spontane Verfügbarkeit.

Rollen, Abläufe und Freigaben

Rolle Hauptaufgabe Freigabeverantwortung Praktische Regel
Geschäftsführung Strategische Positionierung Unternehmenspolitische und besonders sensible Aussagen Routineinhalte nicht unnötig verzögern
PR-Verantwortlicher Themen, Inhalte, Kontakte und Auswertung Kommunikative Qualität Koordination an einer Stelle bündeln
Investmentexperte Fachliche Einschätzung und Daten Fachliche Richtigkeit Klare Themen und Reaktionszeiten festlegen
Compliance oder Recht Regulatorische und rechtliche Risiken Produkt-, Performance- und Nachhaltigkeitsaussagen Prüfkriterien vorab definieren
Marketing und Vertrieb Zielgruppenwissen und Marktaktivitäten Keine automatische PR-Freigabe Botschaften abstimmen, Zwecke sauber trennen
Datenverantwortlicher Zahlen, Methoden und Belege Datenqualität Quelle, Stichtag und Berechnung dokumentieren

Für allgemeine Marktkommentare reicht meist ein schlanker Prozess. Produkt-, Performance-, Nachhaltigkeits- und Krisenthemen brauchen eine höhere Prüfstufe.

Wann lohnt sich externe Unterstützung?

Externe Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn intern Fachwissen vorhanden ist, aber Zeit, Medienroutine, redaktionelle Erfahrung oder strategische Steuerung fehlen. Typische Anlässe sind Markteintritt, Neupositionierung, Aufbau einer PR-Struktur, Einführung einer neuen Strategie oder Krisenvorbereitung.

Ein externer PR-Berater oder -Agentur sollte Investmentthemen verstehen, kritische Fragen stellen und aus Fachinformationen eigenständig relevante Geschichten entwickeln können. Die interne Verantwortung bleibt bestehen: Experten, Daten und Freigaben müssen verlässlich verfügbar sein.

 

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Wie lässt sich PR-Erfolg messen?

Ziel Quantitative Kennzahl Qualitative Prüffrage
Medienpräsenz Relevante Veröffentlichungen, Zitate und Interviews Wird das Haus im gewünschten Zusammenhang genannt?
Expertenpositionierung Anfragen, Einladungen und wiederholte Zitate Werden bestimmte Personen gezielt zu ihrem Fachgebiet angesprochen?
Themenführerschaft Erwähnungen eigener Daten und Thesen Werden Kernthemen mit dem Haus verbunden?
Stakeholder-Beziehungen Qualifizierte Gespräche und Folgetermine Entstehen belastbare neue Kontakte?
Digitale Sichtbarkeit Auffindbarkeit von Fachinhalten und Experten, auch über Suchmaschinen und KI-Systeme Sind öffentliche Informationen aktuell und konsistent?
Prozessqualität Freigabe- und Reaktionszeit Kann das Team aktuelle Chancen zuverlässig nutzen?
Reputation Tonalität und wiederkehrende Zuordnung Verändert sich die Wahrnehmung bei priorisierten Stakeholdern?

Dokumentieren Sie zu Beginn einen Ausgangswert. Ein monatlicher Bericht kann Themen, Veröffentlichungen, übernommene Botschaften, Folgekontakte und Prozessprobleme auf einer Seite zusammenfassen. Quartalsweise sollte geprüft werden, ob die Aktivitäten noch auf die strategische Positionierung einzahlen.

 

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Checkliste: PR für Asset Manager professionell vorbereiten

  • Definieren Sie drei Kernthemen, mit denen das Unternehmen langfristig verbunden werden soll.
  • Legen Sie für jedes Kernthema mindestens einen fachlich geeigneten Sprecher fest.
  • Priorisieren Sie Zielgruppen und dokumentieren Sie deren Informationsbedürfnisse.
  • Formulieren Sie PR-Ziele mit Zielgruppe, Thema, Wirkung und Zeitraum.
  • Trennen Sie Unternehmenskommunikation, Pressearbeit, Anlegerkommunikation und Produktmarketing.
  • Ordnen Sie jedem Thema das passende PR-Instrument und einen realistischen Vorlauf zu.
  • Erstellen Sie aktuelle Unternehmensinformationen, Expertenprofile, Bilder, Daten und Kernbotschaften.
  • Definieren Sie Prüfstufen für Markt-, Produkt-, Performance- und Nachhaltigkeitsaussagen.
  • Vereinbaren Sie feste Reaktionszeiten für Experten, PR, Management und Compliance.
  • Bauen Sie einen thematisch gepflegten Medien- und Stakeholder-Verteiler auf.
  • Legen Sie quantitative und qualitative Kennzahlen vor Beginn der Maßnahmen fest.
  • Planen Sie monatliche Auswertung und quartalsweise Optimierung ein.

FAQ zu «PR für Asset Manager»

Wie sollte ein Asset Manager kommunizieren, wenn die Performance gerade schwach ist?

Eine schwache Performance ist kein guter Grund, die Kommunikation einzustellen. Gerade dann zeigt sich, ob die zuvor aufgebaute Expertenpositionierung belastbar ist. Statt Ergebnisse schönzureden, sollten Sie erklären, welche Marktentwicklung die Strategie belastet, welche Annahmen sich bewährt oder verändert haben und wie das Investmentteam die Situation einordnet. Hilfreicher als Rechtfertigungen sind nachvollziehbare Zusammenhänge und eine klare Trennung zwischen kurzfristiger Wertentwicklung und langfristigem Investmentansatz. PR kann schlechte Performance nicht kompensieren. Schweigen oder plötzlich wechselnde Botschaften können jedoch zusätzlich Vertrauen kosten.

Wie kann PR den Vertrieb unterstützen, ohne wie Fondswerbung zu wirken?

PR unterstützt den Vertrieb am stärksten, wenn sie bereits vor einem konkreten Verkaufsgespräch Kompetenz und Vertrauen aufbaut. Ein Fachbeitrag, ein Interview, eine Studie oder eine fundierte Markteinschätzung kann dazu führen, dass ein potenzieller Investor das Unternehmen und seine Expertise bereits kennt. Der Vertrieb erhält dadurch einen glaubwürdigen Gesprächsanker. Problematisch wird es, wenn redaktionell gedachte Kommunikation hauptsächlich Produktvorteile, Renditeversprechen oder Kaufargumente transportiert. Dann verschwimmt die Grenze zur Marketingkommunikation. Sinnvoll ist deshalb eine klare Arbeitsteilung: PR besetzt Themen und baut Reputation auf, während Vertrieb und Marketing daraus geeignete Materialien für ihre eigenen Aufgaben ableiten.

Wie kann sich ein kleiner Asset Manager gegen große Fondsgesellschaften kommunikativ durchsetzen?

Kleinere Häuser sollten nicht versuchen, die Kommunikationsmenge großer Anbieter zu kopieren. Ihr Vorteil liegt häufig in Spezialisierung und direktem Zugang zu den tatsächlichen Investmententscheidern. Konzentrieren Sie die PR auf wenige Themen, bei denen das Unternehmen nachweisbar besondere Erfahrung besitzt. Ein Portfolio Manager, der kurzfristig für ein fundiertes Hintergrundgespräch verfügbar ist, eine ungewöhnliche Marktbeobachtung erklären kann oder eigene Daten liefert, kann für eine Redaktion interessanter sein als die zehnte allgemeine Marktprognose eines großen Hauses. Für Boutiquen gilt deshalb besonders: fachliche Tiefe, klare Position und Erreichbarkeit schlagen Kommunikationsvolumen.

Wie unterscheiden sich PR-Themen für institutionelle Investoren und private Anleger?

Institutionelle Zielgruppen erwarten häufig mehr Tiefe bei Investmentprozess, Risikomanagement, Liquidität, Portfolioaufbau, Szenarien und langfristigen Kapitalmarktannahmen. Private Anleger benötigen stärker verständliche Einordnung und Orientierung: Was bedeutet eine Zinsänderung? Welche Risiken entstehen? Warum verhält sich eine Anlageklasse gerade so? Das zugrunde liegende Thema kann identisch sein, Tiefe und Sprache sollten sich jedoch unterscheiden. Überlegen Sie deshalb bereits bei der Themenplanung, wen Sie erreichen möchten. Ein Inhalt für alle Zielgruppen führt schnell dazu, dass er für Fachleute zu oberflächlich und für weniger erfahrene Anleger zu kompliziert wird.

Wie sollten Asset Manager Nachhaltigkeits- und ESG-Themen in der PR behandeln?

Nachhaltigkeitskommunikation verlangt besondere Präzision. Begriffe wie „nachhaltig“, „ESG-integriert“, „grün“ oder „Impact“ sollten nicht als allgemeine positive Etiketten verwendet werden. Erklären Sie konkret, was der Begriff im jeweiligen Investmentansatz bedeutet, welche Kriterien angewendet werden, wo Grenzen bestehen und worauf sich Aussagen stützen. Besonders bei Aussagen zu konkreten Fonds sollte die PR mit den maßgeblichen Produktinformationen übereinstimmen. Auch Labels, Auszeichnungen oder Nachhaltigkeitsmerkmale sollten nicht stärker dargestellt werden, als es die tatsächliche Anlagestrategie rechtfertigt. Die europäischen Aufsichtsbehörden haben ihre Aufmerksamkeit auf klare und belegbare Nachhaltigkeitsaussagen zuletzt nochmals verstärkt. 

 

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