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Hintergrundgespräch Definition

Hintergrundgespräch (© ivanko80 / Fotolia.com)
Hintergrundgespräch (© ivanko80 / Fotolia.com)

Immer wieder sind in den Nachrichten Meldungen zu lesen, die mit einem Zusatz wie „Aus gut informierten Kreisen wurde bekannt…“ oder „Wie von Marktbeobachtern zu erfahren war …“ versehen sind. Die Glaubwürdigkeit solcher Informationen wird oftmals missverstanden oder gar als Meinungsmache dargestellt. Grundsätzlich ist es schwierig, einen heiklen Sachverhalt oder ein aktuelles und brisantes Geschehen der Öffentlichkeit nachvollziehbar darzulegen. In unserer heutigen digitalen Medienwelt und der zunehmenden Informationsflut wird es immer schwieriger, den Wahrheitsgehalt einer Meldung richtig bewerten zu können. Überschnelle und schlecht bis gar nicht recherchierte Informationen gelangen im Sekundentakt an die Leser und entpuppen sich nicht selten als sogenannte „Fake-News“.

Qualitative Recherchen durch Hintergrundgespräche

Eine gute und sachlich geführte Recherche ermöglicht einem Journalisten, Herausgeber oder Verleger eine ordentliche und meistens auch nachvollziehbare Berichterstattung. Oftmals stellt sich hier die Frage, wie ein Medienunternehmen oder ein Verlag an die entsprechenden und häufig auch heiklen Informationen gekommen ist. Hierfür gibt es eine etablierte und gerne genutzte Möglichkeit der sogenannten „Hintergrundgespräche“. Dabei unterscheidet man grundsätzlich auch zwischen „politischen“ Gesprächsthemen oder auch „wirtschaftlichen“ Informationen. Bei politischen Themen wird auch oftmals der Begriff „Kamingespräche“ genannt, der jedem guten Journalisten zu eigen ist.

In einem Hintergrundgespräch lautet der oberste Grundsatz jedoch Verschwiegenheit, da in solchen Gesprächen in der Regel teils brisante Themen besprochen und oftmals auch recherchierbar belegt werden. Für den Interviewten bedeutet dies zum einen den wichtigen „Quellenschutz“, da der Interviewer seine Informationsquelle nicht preisgeben darf. Auf der anderen Seite jedoch ist es für den Informanten eine Möglichkeit, über Ereignisse und Trends zeitnah und sachlich informieren zu können, ohne sich selbst oder seine Institution preisgeben und möglicherweise auch gefährden zu müssen.

 

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Politische oder marktwirtschaftliche Hintergrundgespräche

Das Instrumentarium der Hintergrundgespräche kann neben der politischen Ebene auch für marktwirtschaftliche Belange genutzt werden. In den letzten Jahren beobachtet man immer häufiger, dass wichtige und spannende Informationen zu Unternehmen und Produkten weit vor deren Veröffentlichung bekannt werden. Als Beispiele seien hier Marken wie Intel oder AMD im Mikroprozessormarkt oder Google, Microsoft und Apple im Segment der digitalen Produkte wie Smartphones, Betriebssysteme oder PC-Produkte zu nennen. Dieses Vorabveröffentlichen kann und wird jedoch in unterschiedlicher Weise wirken.

Zum einen nutzen Unternehmen die Möglichkeiten eines Hintergrundgespräches, um in der Öffentlichkeit auf Ihre Marken und Produkte aufmerksam zu machen. Dies hat nicht zuletzt einen sehr hohen Marketingeffekt für die Hersteller, da die Nutzer und Konsumenten es inzwischen sogar erwarten, dass irgendein Hersteller frühestmöglich mit neuen Informationen um die Ecke kommt. Auf der anderen Seite nutzen Hersteller diese Vorabinformationen auch, um die Konkurrenz schlichtweg über die eigenen Errungenschaften zu informieren und damit einen Technologievorsprung zu erreichen.

Wie so oft werden Hintergrundgespräche auch aus Sensationsgier oder zur Auflagenverstärkung regelrecht missbraucht. Den in Interviews erhaltenen Informationen werden nicht selten auch meinungsbildende Formulierungen oder verkaufsfördernde Argumente hinzugefügt. Dadurch verwischen seriöse und informative Recherchen zu schnellen, eigennützigen sowie zielgerichteten Fake-News.

OpenPR-Tipp: Das Ergebnis hieraus ist letztendlich, dass die Informanten immer seltener bereit sind, sich einem Journalisten oder Redakteur zu öffnen. Nur wer als Interviewer seine Tätigkeit ernst nimmt, wird mit Vertrauen und Akzeptanz belohnt und kann weiterhin auf die wichtigen Informationsquellen zugreifen.

Fazit

Hintergrundgespräche bieten allen Beteiligten eine hervorragende Möglichkeit, wichtige Informationen, Klarstellungen oder auch Marketinginteressen zeitnah an die Öffentlichkeit zu bringen. Dabei gilt jedoch der journalistische Grundsatz, die Quellen nicht zu nennen und dahingehende mögliche Gefahren für beide Seiten abzuwenden. Oftmals werden solche Informationen aber auch als nicht glaubwürdig getitelt, da der Wahrheitsgehalt nicht sichtbar und eine Nachrecherche meist auch nicht möglich ist. Mit gesundem Menschenverstand und aufmerksamer Beobachtung sollte eine korrekte Einschätzung von solchen Nachrichten jedoch möglich sein.

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