Die Frage nach der Natur von Raum, Zeit und Gravitation zählt zu den größten Herausforderungen der modernen Physik. Beobachtungen zeigen, dass sich unser Universum beschleunigt ausdehnt – angetrieben von einer dunklen Energie, deren Ursprung bis heute ungeklärt ist. Ab Januar wird sich ein Projektteam an der Universität Hamburg daran machen, dieses und weitere Phänomene des Universums auf einer neuen theoretischen Grundlage besser zu verstehen.Ziel der neuen Emmy Noether-Nachwuchsgruppe mit dem Titel „Quantengravitation bei starker Kopplung und ihre …
… Rechenkraft bringt aber auch eine ernste Bedrohung für bisher gebräuchliche Methoden der Datensicherheit mit sich. Denn theoretisch können Quantencomputer die heute übliche Form der Verschlüsselung (bekannt als RSA-Verfahren) knacken. Glücklicherweise bietet die Quantenphysik auch eine Lösung für das Problem: in Form der sogenannten Quantenschlüsselverteilung.Abhörsichere Schlüssel-ÜbertragungDer Gedanke dabei: Sender und Empfänger tauschen das Passwort für ihre Nachrichten – den kryptografischen Schlüssel – mithilfe von Lichtteilchen aus. Jedes …
… Anwendungen wie die Nanostrukturierung vorwiegend der Wissenschaft und Grundlagenforschung. Am AMU wird auch an Industrieanwendungen gearbeitet und ein breites Spektrum an Analysemöglichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das AMU wurde auf Initiative von Professoren des Instituts für Physik und mit Unterstützung des Freistaats Bayern im Jahr 2000 gegründet, um den Ausbau und die Pflege des Wissenstransfers zu stärken und die Kompetenz der beteiligten Partner aus Gesellschaft und Industrie und deren Expertise auf anwendungsrelevanten Gebieten …
… schreibt erstmals die „Bruno Eckhardt Lecture“ aus – einen besonderen Vortrag während der SYNMIKRO-Jahrestagung. Die neue Auszeichnung, für die bis zum 31.Januar 2026 Bewerbungen angenommen werden, erinnert an Prof. Dr. Bruno Eckhardt, Physiker, Gründungsdirektor von SYNMIKRO und herausragenden Förderer des wissenschaftlichen Nachwuchses.Die Auszeichnung würdigt Wissenschaftler*innen, die durch exzellente Arbeiten in der synthetischen Biologie, Zellbiologie oder deren Modellierung sowie durch nachhaltiges Engagement in der Nachwuchsförderung überzeugen. …
… Licht verändert wurde. So entstand ein „Film“, der zeigt, wie Exzitonen zunächst durch Energie angeregt und dann in neue Exziton-Arten umgewandelt werden. Exzitonen sind quantenmechanische Teilchen. Jedes besteht aus einem Elektron, das an ein Loch – dem physikalischen Vorgang seiner Entstehung nach auch Elektronfehlstelle genannt –gebunden ist. Sie entstehen in Halbleitern durch Lichtabsorption, das heißt durch die Aufnahme von Energie aus Lichtstrahlen. Deshalb spielen sie eine zentrale Rolle in optoelektronischen Bauteilen wie Solarzellen und …
Die neue Ausgabe erläutert die bahnbrechenden Arbeiten der diesjährigen Physik-Nobelpreisträger John Clarke, Michel Devoret und John Martinis. Ihre Experimente zeigten erstmals, dass der quantenmechanische Tunneleffekt nicht nur für einzelne Teilchen, sondern auch als kollektives Tunneln von Millionen von Teilchen in Supraleitern auftritt. Dabei gehört der Tunneleffekt zu den faszinierendsten Phänomenen der Quantenphysik, bei denen Teilchen Barrieren „durchdringen“, die sie nach der klassischen Physik niemals überwinden könnten. Außerdem wiesen die …
… namens DART (Double Asteroid Redirection Test) absichtlich mit einem Asteroiden kollidieren. Dieses Experiment erzeugte eine eindrucksvolle Staubwolke. Doch der Zusammenstoß im Fomalhaut-System war eine Milliarde Mal gewaltiger. Fomalhaut bietet daher eine einmalige Gelegenheit, die Physik der Kollision von Planetesimalen direkt zu untersuchen. Diese Erkenntnisse helfen Astronominnen und Astronomen zu verstehen, woraus die Trümmer bestehen und wie Planetesimale sich bilden.Warnung für ExoplanetenjägerDie kurzlebige Natur von cs1 und cs2 stellt eine …
… nutzbarer Substanzen drastisch erweitert. Gleichzeitig eröffnet die Arbeit das Forschungsfeld der laserbasierten IC-Mössbauer-Spektroskopie, einem völlig neuen Werkzeug zur Untersuchung von Atomkernen in Festkörpern.„Dieser Erfolg öffnet uns eine Tür zu einem bislang verschlossenen Bereich der Kernphysik“, erklärt Dr. Lars von der Wense vom Institut für Physik der JGU, der das jetzt gelungene Experiment 2017 vorschlug. „Dass wir die Kernanregung nun auch in nicht-transparenten Materialien durchführen können, ermöglicht uns völlig neue Experimente …
… Gravitationswelle um den gleichen Energiebetrag zu. Diese Energie entspricht der eines oder mehrerer Gravitonen, den in theoretischen Modellen angenommenen, aber bisher nicht nachgewiesenen Austauschteilchen der Schwerkraft. „Die Gravitationswelle wird dadurch etwas intensiver“, erklärt der Physiker. Die Lichtwelle dagegen verliert die exakt gleiche Energiemenge. Das führt zu einer winzigen Frequenzänderung der Lichtwelle.„Der gleiche Prozess kann auch umgekehrt ablaufen“, fährt Schützhold fort. Dabei gibt die Gravitationswelle ein Energiepaket an die …
… zu. Die Schwankungen, auf die Mikrotransporter reagieren müssen, sich erheblich größer. Für eine optimale Bewegungsstrategien können aber auch große bekannte Kräfte wie der periodische Herzschlag ausgenutzt werden; die Teilchen können sozusagen auf Wellen des Mikrokosmos surfen. Ein deutsch-israelisches Physikerteam unter Leitung von Prof. Dr. Hartmut Löwen vom Institut für Theoretische Physik II der HHU und von Prof. Dr. Yael Roichman von der Universität in Tel Aviv untersuchte nun, wie der Arbeitsaufwand minimiert werden kann, ein Teilchen innerhalb …
… Verständnisses von Differential Privacy ermöglicht sie es erstmals, individuelle Datenschutzpräferenzen in das Training großer Sprachmodelle (LLMs) einzubeziehen – ein bedeutender Fortschritt insbesondere für Anwendungen im Gesundheitswesen.Dr. Elena Jordan, Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig: Die Physikerin leistet Pionierarbeit bei der Entwicklung skalierbarer Ionenfallen mit integrierter Nanophotonik, einer Schlüsseltechnologie für Quantensensorik und Quantencomputer. Ihr patentiertes Fallendesign ermöglicht hochpräzise Messungen …
… der Modulation ab und bilden die Grundlage, mit der weltweit das Spannungsnormal für das „Volt“ realisiert wird. „In unserem Experiment konnten wir erstmals die dabei entstehenden Anregungen sichtbar machen. Dass sich dieser Effekt nun in einem völlig anderen physikalischen System – einem Ensemble ultrakalter Atome – zeigt, bestätigt, dass Shapiro-Stufen ein universelles Phänomen sind“, konstatiert Herwig Ott. Die Untersuchung wurde gemeinsam mit den Theoriegruppen von Ludwig Mathey von der Universität Hamburg und Luigi Amico vom Technology Innovation …
… Forschende ausgezeichnet. Dieses Mal gehen zwei der mit jeweils 2,5 Millionen Euro dotierten Forschungsförderpreise nach Baden-Württemberg. Ausgewählt wurden die Strukturbiologin Dr. Julia Mahamid vom European Molecular Biology Laboratory (EMBL) in Heidelberg und der Physiker Prof. Dr. Klaus Blaum, Direktor des Max-Planck-Instituts für Kernphysik und Mitglied der Fakultät für Physik und Astronomie der Universität Heidelberg.Anlässlich der Bekanntgabe der Leibniz-Preisträgerinnen und -Preisträger durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) sagte …
Der Physik-Neubau mit dem Center for Integrated Photonics Research (CIPHOR) auf dem Ost-Campus der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) wird nach den Plänen des Architekturbüros Telluride entstehen. Im Rahmen eines Sachverständigenkolloquiums sprachen sich die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen als Bauherrin, die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege als Bedarfsträgerin, sowie die TU Berlin als spätere Nutzerin für den Entwurf des Architekturbüros Telluride aus. Vorangegangen war ein zweistufiges Vergabeverfahren …
… Müller ist Professor für Informatik an der TU Berlin und Co-Direktor des Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD); außerdem ist er Distinguished Professor an der Korea University in Seoul. Er studierte theoretische Physik und Informatik in Karlsruhe und verbrachte zwei Sabbaticals als Principal Scientist bei Google. Klaus-Robert Müller ist Mitglied mehrerer Akademien, darunter der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, sowie externes wissenschaftliches …
… ausgezeichnet, zuletzt im Jahr 2024: Der Europäische Forschungsrat ERC wählte sein Projekt „A-STEAM“ zur Förderung mit einem Advanced Grant aus.Bisherige Leibniz-Preisträger an der TU Darmstadt • Professor Dr. Frank Steglich (Festkörperphysik, 1986)• Professor Dr. Bernd Giese (Organische Chemie, 1987)• Professor Dr. Johannes Buchmann (Informatik, 1993)• Professor Dr. Thomas Weiland (Elektrotechnik, 1998)• Professor Dr. Jürgen Rödel (Materialwissenschaft, 2009)• Professor Dr. Andreas Dreizler (Maschinenbau, 2014)• Professor Dr. Gabriel Martínez-Pinedo …
… Forschungsarbeit verwenden. Die Leibniz-Preise werden feierlich am 18. März 2026 in Berlin vergeben. Den „Förderpreis im Gottfried Wilhelm Leibniz-Programm“ der DFG für das Jahr 2026 erhalten:• Professor Dr. Klaus Blaum, Experimentelle Physik, Max-Planck-Institut für Kernphysik, Heidelberg• Professor Dr. Christian Doeller, Biologische Psychologie, Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig • Professor Dr.-Ing. Christian Hasse, Energieverfahrenstechnik, TU Darmstadt• Professor Dr. Johannes Krause, Archäogenetik, Max-Planck-Institut …
… Team ein neues Modell, um das Innere von Uranus und Neptun zu simulieren. «Die Einstufung als Eisriesen ist möglicherweise zu stark vereinfacht, da die beiden Planeten nur unzureichend verstanden werden», sagt Luca Morf, UZH-Doktorand und Hauptautor der Studie. «Physikalische Modelle gingen bisher von zu vielen Annahmen aus und empirische Modelle waren zu vereinfachend. Wir haben beide Ansätze kombiniert, um neue, neutrale und physikalisch konsistente Modelle zu erhalten», so Morf. Die Forschenden begannen zuerst mit einem zufälligen Dichteprofil …
… Beschreibung.Auch nichtlineare Effekte werden untersucht„Der andere Aspekt bei unseren Computermodellen werden nichtlineare Effekte sein“, erklärt Alessandro Orchini. Diese Thema verfolge er seit seiner Promotion an der Universität von Cambridge in Großbritannien, an die er nach seinem Master in theoretischer Physik an der Universität von Genua wechselte. Dabei geht es unter anderem um Fälle, bei denen die Amplituden der Schwingungen der Gase in der Brennkammer gar nicht so hoch sind, es aber trotzdem zu Instabilitäten im Brennvorgang kommt.Weitere Informationen …
… (Anm. d. Red.: Ein Polarimeter ist ein Messgerät, das Polarisation von Licht misst. Das bedeutet: Es erkennt, in welche Richtung die Lichtwellen schwingen.), das an Bord von Forschungsflugzeugen direkt in Eiswolken misst. So entsteht ein physikalisch realistisches optisches Modell, das die Lichtstreuung von rauen Eiskristallen wesentlich genauer beschreibt als bisherige Ansätze.Große Bedeutung für KlimaprognosenDie Ergebnisse sind entscheidend für die nächste Generation von Erdbeobachtungssatelliten wie NASA PACE und EUMETSAT Metop-SG. Deren hochpräzise …
… dreidimensionalen Welt. Wir nehmen unsere Umwelt dreidimensional wahr, wir bewegen uns dreidimensional in ihr und in gewisser Weise „denken wir dreidimensional“ in unserer Vorstellungskraft. Daher fällt es uns schwer, uns weitere Dimensionen jenseits der Dritten vorzustellen. Die Physik und Mathematik jedoch beschreiben Prozesse nicht selten in vier oder mehr Dimensionen, zum Beispiel bei der Erforschung kosmologischer Modelle. Wie also können wir physikalische Vorgänge experimentell erforschen, die über die vertrauten drei Dimensionen hinausgehen? In seiner …
Ein Pharmakologe, zwei Physiker und eine Kulturanthropologin erhalten Förderung in Millionenhöhe von der EUVier Forschende der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben vom Europäischen Forschungsrat (European Research Council, ERC) die Zusage für jeweils einen ERC Consolidator Grant erhalten und können nun mit einer Förderung von jeweils insgesamt rund zwei Millionen Euro für fünf Jahre rechnen. Wie der ERC heute bekannt gegeben hat, werden die folgenden Forschenden der JGU gefördert: Prof. Dr. Andreas Bock, Direktor des Institut für Pharmakologie …
Ziel des auf fünf Jahre angelegten Forschungsvorhabens ist es, jene physikalischen Phänomene zu erforschen, die in hochgradig verschränkten Quantenzuständen auftreten und deren komplexe Struktur mit derzeitigen Methoden nicht untersucht werden können. Wie entstehen hochkomplexe Quantenzustände – und wie lässt sich ihre Komplexität gezielt kontrollieren? Mit dieser grundlegenden Frage befasst sich das Forschungsprojekt QPhysComplex/Quantum Complexity von Dr. Philippe Faist, Senior Researcher am Dahlem Center for Complex Quantum Systems der Freien …
… ORIGINS. Kürzlich wurde sie im Lise-Meitner-Exzellenzprogramm der Max-Planck-Gesellschaft ausgezeichnet. Seit Oktober 2025 ist sie außerdem Professorin für Professor for Experimental Dark Matter and Neutrinos an der Technischen Universität München. UPGREAT-LHC: Mit präzisen Simulationen zu neuer PhysikSeit 2008 untersuchen Forschende mit dem Large Hadron Collider (LHC) am CERN die fundamentalen Bausteine der Materie ihrer Austauschkräfte. Dabei stellen sie die Bedingungen nach, die beim Urknall des Universums geherrscht haben. Im LHC prallen Protonen …
… zu entwickeln, Materialien zu optimieren oder neuartige Computer zu entwerfen. Die Theorie steht dabei meist einen Schritt vor dem Experiment: Theoretische Modelle geben vor, was Wissenschaftler später im Labor zu erwarten haben.Reza Shaebani, Vertretungsprofessor für Theoretische Physik an der Universität des Saarlandes, hat gemeinsam mit einem internationalen Forschungsteam ein Modell entwickelt, das erklärt, wie Chiralität das Verhalten von Objekten in einem „aktiven System“ beeinflusst. Was das bedeutet, erläutert der Physiker so: „Aktive Materie …
… des Fritz-Haber-Instituts, da sie das Fachwissen mehrerer Forschungsgruppen aus seinen Abteilungen sowie seiner zahlreichen internationalen Partner bündelt. Die hBN-Einzelschichten wurden an der Vanderbilt University synthetisiert und anschließend am Fachbereich Physikalische Chemie des Fritz-Haber-Instituts mittels Summenfrequenzmikroskopie analysiert. Zur Unterstützung der Probencharakterisierung wurden von Kooperationspartnern am Fachbereich Physik der Freien Universität Berlin Bilder mit Rasterkraftmikroskopie (AFM) aufgenommen. Schließlich …
… wie viele Vorgänge in der Natur – weit von einem thermischen Gleichgewicht entfernt ab. Für solche Nichtgleichgewichtsprozesse fehlt eine allgemeine Theorie, die erlaubt, die räumliche Struktur der Proteinmuster vorherzusagen. Ein Team um den LMU-Biophysiker Professor Erwin Frey hat nun ein neues Konzept entwickelt, wie aus nicht gleichgewichtsgetriebenen Prozessen dennoch gleichgewichtsähnliche Gesetzmäßigkeiten hervorgehen können. Damit haben die Forschenden das Verständnis der Musterbildung in Systemen, in denen mehrere Komponenten zusammenwirken, …
Seit Oktober 2025 ist der spanische Physiker Dr. Carlos Maciel als Humboldt-Stipendiat an der Philipps-Universität Marburg zu Gast. Bis zum September 2027 forscht er als Postdoktorand in der Arbeitsgruppe „Ultrafast Quantum Dynamics“ von Prof. Dr. Ermin Malic. Carlos Maciel Escudero beschäftigt sich mit der mikroskopischen Modellierung der Kopplung zwischen Exzitonen, Photonen und Phononen in atomar dünnen Übergangsmetall-Dichalkogeniden. Diese starke Drei-Teilchen-Wechselwirkung kann zur Entstehung von sogenannten Phonoritonen führen. Dabei handelt …
… unterhalb des Schmelzpunktes von AgI – trat eine deutliche hexatische Phase auf. Ergänzende Elektronenbeugungsmessungen bestätigten diesen Befund und lieferten starke Hinweise auf die Existenz dieses Zwischenzustands in atomar dünnen, stark gebundenen Materialien.Ein neues Kapitel in der Physik des Schmelzens Die Studie brachte auch eine unerwartete Wendung zutage. Nach den bisherigen Theorien sollten die Übergänge von fest zu hexatisch und von hexatisch zu flüssig jeweils kontinuierlich erfolgen. Die Forscher*innen beobachteten jedoch, dass der …
Neutrinos zählen zu den häufigsten Teilchen im Universum, sie sind aber extrem schwer nachzuweisen. Das Standardmodell der Teilchenphysik kennt drei Typen. Durch Neutrino-Oszillationen wurde nachgewiesen, dass sie eine Masse haben und sich ineinander umwandeln. Seit Jahren deuten jedoch rätselhafte experimentelle Anomalien auf die Existenz eines vierten Typs hin – eines sterilen Neutrinos, das noch schwächer mit Materie wechselwirkt. Dessen Nachweis würde das Verständnis der Teilchenphysik grundlegend verändern.Das KATRIN-Experiment, das Forschende …
Die Dissertation mit dem Titel „Merging galaxies and clusters: Insights into the role of magnetic fields and the physics of radio relics“ beschäftigt sich mit zwei grundlegenden Fragen der modernen extragalaktischen Astrophysik: nach der Rolle magnetischer Felder bei der Verschmelzung von Scheibengalaxien sowie den physikalischen Prozessen, die zur Entstehung von Radio-Relikten in den äußeren Regionen von Galaxienhaufen führen. Beide Themen sind entscheidend für das Verständnis der Entwicklung kosmischer Strukturen und erfordern hochaufgelöste magnetohydrodynamische …
… recherchiert.- Innovectis feiert 25-Jähriges: Auf der Jubiläumsfeier wurden herausragende Forschungsprojekte mit dem Goethe-Innovationspreis ausgezeichnet.Forschung - Goethe, Deine Forscher: Severin Irl, Physischer Geograph. - Der Tanz am absoluten Nullpunkt: Frankfurter Physiker*innen fotografieren erstmals die quantenmechanische Nullpunktbewegung in einzelnen Molekülen.- Gefahren des digitalen Bezahlens: Die Soziologin Barbara Brandl untersucht finanzielle Teilhabe.- Erstaunlicher Fund: Verschollen geglaubte Stuckfragmente in der Altorientalischen …
… richteten sich an alle, die sich für Quantenphänomene interessieren, darunter Schülerinnen und Schüler, Forschende, Fachkräfte aus der Industrie, Kunstschaffende, Geschichtsinteressierte oder einfach Neugierige.Insbesondere mit der Eröffnungsfeier in Deutschland, an der Vertreter:innen von 15 Physikgesellschaften teilnahmen, sowie mit der Abschlussfeier, an der 3.000 Personen aus der Öffentlichkeit teilnahmen, würdigte die DPG dieses besondere Jahr. Zudem fand an der Geburtsstätte der Quantenmechanik in Göttingen eine besondere DPG-Herbsttagung statt, …
… DregerProgramm-Managerin BildungTel.: 06221-533 119E-Mail: Anja Heinzelmann (Leitung Kommunikation)Tel.: 06221-533 118E-Mail: Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen …
Neutrinos gehören zu den rätselhaftesten Teilchen des Universums. Sie entziehen sich nahezu vollständig der direkten Beobachtung und nehmen aufgrund ihrer winzigen Masse eine wichtige Sonderstellung ein – sie geben Anlass zur Annahme, dass physikalische Prozesse jenseits der bisher bekannten Theorien existieren. Das Standardmodell kennt bisher drei Arten von Neutrinos. Das internationale KATRIN-Experiment, an dem rund 20 Institutionen aus sieben Ländern beteiligt sind – darunter die Bergische Universität Wuppertal (BUW) – hat nun mit beispielloser …
… Winkeln empfangen werden und damit der Mehrfachstreuungsprozess untersucht werden. Aus diesen Messungen lassen sich dann z.B. die Größe der Wassertropfen in den untersten Bereichen der Wolke bestimmen.„Die neue Dual-FOV-Lidartechnik liefert erstmals robuste und genaue mikrophysikalische Informationen zur Flüssigphase in Wolken durch aktive Fernerkundung“, betont Dr. Albert Ansmann vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), der die Arbeit betreut hat. Die innovative Technik hat bereits weitere Gruppen in Europa, Amerika und vor allem …
… Natur aber auch viele Materialien vorkommen, in denen die „atomaren Stabmagnete“ auf benachbarten Plätzen im Kristallgitter entgegengesetzt zueinander ausgerichtet sind. Diese bezeichnete er als Antiferromagnete und wurde 1970 u.a. für diese Entdeckung mit dem Nobelpreis in Physik ausgezeichnet. Durch die antiparallele Ausrichtung der Stabmagnete auf der atomaren Skala erzeugen Antiferromagnete im Außenraum kein magnetisches Feld und eignen sich z.B. nicht, um Notizen am Kühlschrank zu befestigen. Da eine antiferromagnetische Ordnung auch schwierig …
… in der Berg- und Tallandschaft ergibt eine topographische Landkarte, die wiederum die Struktur des Terrains widerspiegelt. Diese Struktur bleibt gleich, solange sich das Gelände nicht verändert; sie entspricht einer unveränderlichen Größe – einer „topologischen Invariante“, wie Physiker*innen sagen würde. Diese Invariante charakterisiert die Gesamtstruktur aller Strömungslinien, ohne auf lokale Einzelheiten einzugehen. Nun stellen Sie sich vor, dass ein Ruck durch die Landschaft geht und sie sich verändert: Bergrücken verschieben sich, neue Täler …
Es ist so etwas wie der „Heilige Gral“ der Physik: Die Vereinigung von Teilchenphysik und Gravitation. Die Welt der kleinen Teilchen wird hervorragend von der Quantentheorie beschrieben, die Welt der Gravitation von Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie. Doch beides zu verbinden ist bisher nicht gelungen – die beiden besten Theorien der theoretischen Physik passen bisher nicht so recht zusammen.Ideen für eine solche Verbindung gibt es viele – sie haben Namen wie Stringtheorie, Schleifenquantengravitation, Kanonische Quantengravitation oder die …
… instabiler Teilchen erklären lassen. An Experimenten des Large Hadron Collider wurde bei solchen Untersuchungen im Jahr 2012 die Existenz des Higgs-Boson entdeckt, einem bis dahin nur theoretisch postulierten letzten fehlenden Baustein im Standardmodell der Teilchenphysik. Seitdem werden die Eigenschaften dieses Teilchens und der damit zusammenhängenden Theorie unter die Lupe genommen und auch nach Abweichungen vom Standardmodell gesucht. Für all diese experimentellen Untersuchungen sind theoretische Vorhersagen eine wesentliche Grundlage.“Mit unseren …
… bisher hauptsächlich in Satelliten zur Erfassung radioaktiver Elemente im Weltall eingesetzt wird, und entwickelt damit Kameras für den Einsatz in den Kraftwerken.Daran beteiligt ist ein Team unter Leitung von Dr. Thomas Siegert, Experte für Kernphysik im Weltraum vom Lehrstuhl für Astronomie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU). Gefördert wird das JMU-Teilprojekt mit Schwerpunkt auf der Software-Entwicklung vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) mit über 350.000 Euro.Szintillationsdetektoren – eine alte …
… Saskia Haupt Tel.: 06221-533 102E-Mail: Anja Heinzelmann (Leitung Kommunikation)Tel.: 06221-533 118E-Mail: Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen …
… Mikrowellenkomponenten zu eröffnen. Entscheidend dabei ist die Vernetzung der etablierten SAW-Technologie mit Spinphänomenen. „Schallwellen können sich nicht nur in Luft, sondern auch in Materie ausbreiten. Dabei oszillieren die Gitteratome des Materials“ erklärt der Physiker. Da die Elektronen der Gitteratome einen quantenmechanischen Drehimpuls, den Spin, besitzen, kann auch dieser zur Oszillation angeregt werden. Die Schallwellen erzeugen dann Spinwellen in magnetisch geordneten Materialien.Schallwellen und Spinwellen, die koexistierenDas Forschungsteam …
… erneuten Förderung des Sonderforschungsbereichs / Transregios (SFB/TRR) von Freier Universität Berlin und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Höhe von 11,9 Millionen Euro stärkt die DFG darüber hinaus eine enorm erfolgreiche Zusammenarbeit im Bereich der Festkörperphysik: Bereits im Mai dieses Jahres hatten Freie Universität Berlin und Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gemeinsam mit der Universität Regensburg und dem Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik den Zuschlag für das Exzellenzcluster EXC 3112 „Center for Chiral Electronics“ …
… Forschung zur Geometrie von Strickstoffen. Sie fand heraus, dass gestrickte Stoffe ein dreidimensionales Muster nach der Gaußschen Krümmung anstreben. Die Preisverleihung erfolgt am 15. Dezember im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in den Räumlichkeiten des Physikalischen Vereins in Frankfurt am Main.Lauren Niu entwickelte eine übergreifende Theorie zur Geometrie von Strickstoffen. Die Fragestellung erschien zunächst einfach: Wie entstehen aus zwei grundlegenden Maschenarten – rechten und linken Maschen – komplexe dreidimensionale Faltmuster? …
… und Bioprozesswegen gewonnen werden, die dann dazu genutzt werden können, die Entwicklung bioinspirierter Verfahren zur nachhaltigen Herstellung und Verarbeitung voranzutreiben. (TU Dresden, Sprecherin: Professorin Dr. Yael Politi)Grundsätzlich ist das Standardmodell der Teilchenphysik erfolgreich und beschreibt Messungen an Beschleuniger-Experimenten sehr gut. Aber es erklärt beispielsweise weder die Existenz Dunkler Materie noch die Materie-Antimaterie-Asymmetrie im Universum oder den Mechanismus zur Erzeugung der Neutrino-Massen. Zur Behebung …
»Professor Widera vereint herausragende Forschung von internationalem Rang, die Entwicklung innovativer Technologien, erfolgreiche Didaktik sowie wissenschaftspolitisches Engagement in dem besonders zukunftsträchtigen Feld der Quantenphysik. Für diese vorbildlichen Leistungen wird er mit dem Akademiepreis geehrt«, so die Präsidentin der Akademie, Prof. Andrea Rapp.Der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Clemens Hoch gratuliert dem Preisträger ebenfalls: »Exzellente Lehre lebt von Kreativität, Leidenschaft und der Haltung, dass Lernen immer …
Dass Wärme kein Stoff ist, sondern durch mechanische Reibung in unbegrenzter Menge entstehen kann, fand der Offizier und Physiker Benjamin Thompson alias Graf Rumford 1798 in München durch Beobachtungen beim Ausbohren von Kanonenrohren heraus.Rumford bestimmte die Menge der entstandenen Wärme, indem er die Kanonenrohre in Wasser tauchte und die Zeit bis zum Sieden des Wassers mass. Auf der Basis solcher Experimente entstand im 19. Jahrhundert die Thermodynamik, die zunächst im Dienst der industriellen Revolution stand und zum Beispiel physikalisch …
… entschlossen, das volle Potenzial unseres Zentrums auszuschöpfen, um die verbleibende Finanzierungsphase bestmöglich zu nutzen und eine langfristige, nachhaltige Wirkung unserer Forschungsarbeiten sicherzustellen.“ Dieser Herausforderung werden sich Mathematiker gemeinsam mit Informatikern, Physikern, Geowissenschaftlern und Psychologen stellen. Neben theoretischen Grundlagen werden konkrete Anwendungen aus der Seismologie, der Pharmakologie, der Hydrologie, der Biophysik, dem Erdmagnetfeld und den Kognitionswissenschaften im Vordergrund des SFB stehen.Der …