(openPR) Wissenstransfer darf auch Spaß machen und aus lauter Weihnachtsfreude haben AMU-Mitarbeiter um das Team von Prof. Manfred Albrecht die kleinste Krippe der Welt geschaffen. Offiziell bestätigt ist dieser Rekord natürlich nicht, aber die Augsburger Krippe hätte sicherlich gute Chancen auf den Titel. Sie ist nur jeweils 5 Mikrometer hoch und breit, das sind 5 Millionstel Meter. Mit einem fokussierten Ionenstrahl in einem Rasterelektronenmikroskop wurde sie in einen winzigen, mit einer hauchdünnen Goldschicht überzogenen Diamanten „gesputtert“.
Das FIB – Focused Ion Beam Sputtering – ist eine Technik in der Mikro- und Nanotechnologie, bei der ein hochfokussierter Strahl von Ionen (oft Gallium) verwendet wird, um Material von einer Probe abzutragen und präzise Strukturen zu erzeugen, Querschnitte freizulegen oder Oberflächen zu modifizieren. Mit dieser Präzisionstechnik war es möglich, Josef, Maria, das Jesuskindlein in der Krippe, den Stall und sogar den Stern von Bethlehem auf dieser kleinen Fläche unterzubringen.
Wissenstransfer in Industrie und Gesellschaft
Eigentlich dienen solche Anwendungen wie die Nanostrukturierung vorwiegend der Wissenschaft und Grundlagenforschung. Am AMU wird auch an Industrieanwendungen gearbeitet und ein breites Spektrum an Analysemöglichkeiten der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das AMU wurde auf Initiative von Professoren des Instituts für Physik und mit Unterstützung des Freistaats Bayern im Jahr 2000 gegründet, um den Ausbau und die Pflege des Wissenstransfers zu stärken und die Kompetenz der beteiligten Partner aus Gesellschaft und Industrie und deren Expertise auf anwendungsrelevanten Gebieten zu erweitern.
„Wir blicken stolz auf eine 25 Jahre junge Erfolgsgeschichte zurück,“ sagt Dr. Timo Körner, Leiter des AMU Bereichs Auftragsanalytik. „Was mit ein paar Auftragsanalysen und Kleinprojekten begann, ist heute zur einer interdisziplinären Plattform gewachsen. Abwechslungsreiche Themen, wie KI, Wasserstofftechnologien oder eine Zusammenarbeit mit der Medizin, werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Freuen wir uns darauf, an spannenden Vorhaben zu partizipieren und vor allem der Industrie unsere Hightech-Methoden und Expertisen weiter zugänglich zu machen.
MINT-Bildung für jedes Alter
Die zweite Säule des AMU ist die MINT_Bildung. Dieser Bereich übernimmt an der MNTF die Verantwortung für die Förderung und Gewinnung von Nachwuchs im MINT-Bereich. Zudem koordiniert er das regionale Netzwerk MINT-Region A³, das die Stadt Augsburg sowie die Landkreise Augsburg und Aichach-Friedberg umfasst. Ziel des Netzwerks ist der Aufbau einer lückenlosen MINT-Bildungskette, die von der frühkindlichen Förderung bis hin zur Promotion reicht.
„Wir sind bayernweit bekannt für unsere fundierte MINT-Bildungsarbeit, die vor 12 Jahren mit der Gründung des ersten deutschen Faserverbundschülerlabors Fahrt aufgenommen hat“, freut sich Dr. Marietta Menner, Leiterin des AMU Bereichs MINT_Bildung. „Heute werden in unserem DLR_School_Lab jährlich über 4.000 Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft, Technik und damit einhergehende Luft- und Raumfahrtforschung begeistert. Wir engagieren uns für den MINT- Forschungstransfer und freuen uns aktuelle Themen, wie quantenkritische Materialien und KI so aufzubereiten, dass die Gesellschaft daran partizipieren kann. Jüngst haben wir für diese erfolgreiche Brücke zwischen Forschung und Gesellschaft den Augusta Wirtschaftspreis verliehen bekommen. Wir freuen uns auf die Zukunftsthemen und haben viele Ideen im Gepäck, diese für unsere Zielgruppen spannend aufzubereiten.“
wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Manfred Albrecht
Ordinarius, Arbeitsgruppenleiter Magnetismus
Experimentalphysik IV
Telefon: +49 (0) 821 598-3478![]()











