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Bildung als Schlüssel für Teilhabe und Zukunftsfähigkeit

04.12.202511:00 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung

(openPR) Heidelberg, 4. Dezember 2025. Eine Förderlinie zu „außerschulischen oder informellen MINT-Lernort-Konzepten für sozio-ökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche“ hat die Klaus Tschira Stiftung 2025 erstmals ausgeschrieben – eine weitere Ausschreibung für 2026 ist geplant. Wir haben die Programm-Managerin Bildung, Alev Dreger, zu Hintergründen und Erfahrungen befragt.

Welche gesellschaftlichen oder technologischen Megatrends wirken aktuell besonders stark
auf den Bildungsbereich – und wie möchte die Stiftung darauf reagieren?

Alev Dreger: Die Welt verändert sich rasant: digitale Technologien, Künstliche Intelligenz, der Klimawandel und der demografische Wandel stellen Bildungssysteme vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst der Bedarf an wissenschaftlicher Orientierung und an Menschen, die kritisch denken, kreativ gestalten und Verantwortung übernehmen können.
Diese Entwicklungen zeigen: Bildung ist heute mehr denn je Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und Zukunftsfähigkeit. Die Klaus Tschira Stiftung engagiert sich seit ihrer Gründung für Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik – jetzt wollen wir unsere Erfahrungen bündeln und langfristig strukturieren. Mit dem neuen Ansatz der themenspezifischen Förderlinien schaffen wir eine klare, thematisch fokussierte Basis, um Bildungsinitiativen gezielter zu stärken, Synergien zwischen Wissenschaft und Praxis zu fördern und nachhaltige Wirkung zu entfalten. Dabei geht es uns nicht nur um Wissensvermittlung, sondern um die Förderung von Kompetenzen, Haltung und Neugier – die Grundlagen für eine mündige, gestaltende Gesellschaft.

Welche Erfahrungen aus der bisherigen, projektbezogenen Förderung fließen in die neue Struktur ein und wie verändert sich dadurch die Beziehung zu den Projektpartnern?

Alev Dreger: In den vergangenen Jahren haben wir viele innovative Projekte unterstützt, die wertvolle Impulse gesetzt haben. Diese Vielfalt war eine große Stärke, zugleich hat sie uns gezeigt, dass Wirkung auf Dauer vor allem dort entsteht, wo Themen systematisch und übergreifend gedacht werden. Aus diesen Erfahrungen heraus haben wir die Förderlinien entwickelt: Sie bündeln Wissen, schaffen mehr Sichtbarkeit und ermöglichen uns, Wirkung gezielter zu entfalten, ohne die Offenheit für Neues zu verlieren. Dabei ist unser Ziel keine stärkere Steuerung, sondern eine Vertiefung der Partnerschaft. Förderlinien bedeuten für uns, noch klarer gemeinsame Ziele zu formulieren und voneinander zu lernen. Wir möchten Dialogräume schaffen, in denen Austausch, Reflexion und gemeinsames Lernen selbstverständlich sind. Damit stärken wir die Wirksamkeit, ohne die Eigenständigkeit unserer Partner einzuschränken.

Welche Chancen bietet das neue Vorgehen für eine langfristige Wirksamkeit in der Bildungslandschaft und warum ist gerade der außerschulische Lernraum ein Schlüssel für die Zukunft von MINT-Bildung?

Alev Dreger: Durch die neue Struktur können wir Wirkung besser bündeln und über einzelne Projekte hinausdenken. Förderlinien ermöglichen Kontinuität, Vernetzung und die Entwicklung gemeinsamer Standards. So entsteht eine stärkere Stimme für MINT-Bildung, die über Fördergrenzen hinweg trägt. Gleichzeitig behalten wir die Flexibilität, auf neue Entwicklungen zu reagieren – das ist entscheidend in einem dynamischen Feld wie der Bildung. Außerschulische Lernorte bieten die Freiheit, Bildung erfahrungsorientiert und lebensnah zu gestalten. Hier wird Neugier geweckt, hier dürfen Kinder und Jugendliche ausprobieren, scheitern und gestalten. Diese Erfahrungen sind entscheidend, um nachhaltiges Interesse an MINT zu fördern. Mit der neuen Förderlinie „außerschulische Lernorte“ möchten wir genau solche Orte stärken – weil sie Lernfreude, Selbstwirksamkeit und Zukunftskompetenzen miteinander verbinden. Daher wird es hierzu eine weitere Ausschreibung ab Januar 2026 geben.

Wie kann die Stiftung über Förderlinien strukturell dazu beitragen, Barrieren abzubauen?

Alev Dreger: Chancengerechtigkeit ist kein Nebenaspekt, sondern Voraussetzung für gesellschaftliche Innovation. Förderlinien ermöglichen uns, langfristige Partnerschaften mit Akteuren aufzubauen, die benachteiligte Zielgruppen gezielt erreichen. So können wir nachhaltige Strukturen etwa durch Netzwerke, Mentoringprogramme oder regionale Ankerpunkte fördern, die Bildungsgerechtigkeit nicht punktuell, sondern systematisch verbessern.

Wenn alles nach Wunsch läuft: Wie sieht die MINT-Bildungslandschaft in fünf Jahren aus und welchen Anteil hat die KTS daran?

Alev Dreger: Strukturelle Veränderungen in der Bildungslandschaft benötigen Zeit – Wirkungen werden erst sichtbar, wenn Lern- und Förderprozesse über Jahre hinweg verankert sind. Deshalb legen wir uns nicht auf ein bestimmtes Datum fest, sondern setzen darauf, dass wir in einigen Jahren erkennen können, wie sich die MINT-Bildungslandschaft in Deutschland positiv gewandelt hat: dass Basiskompetenzen in MINT für alle Kinder gestärkt sind, dass Herkunft, Geschlecht oder sozioökonomischer Hintergrund nicht mehr über den Bildungszugang entscheiden, sondern Chancengerechtigkeit gelebte Realität geworden ist. Wenn wir dann mit evidenzbasiertem Wissen sagen können, dass die Arbeit der Stiftung zu diesem Wandel beigetragen hat – indem wir Lernräume gefördert, Netzwerke gestärkt und Innovationen unterstützt haben – dann haben wir unser Ziel erreicht.

Zu den Förderlinien: https://klaus-tschira-stiftung.de/foerderungen/

Das Gespräch führte Kirsten Baumbusch (E-Mail )

Klaus Tschira Stiftung
Alev Dreger
Programm-Managerin Bildung
Tel.: 06221-533 119
E-Mail: E-Mail

Anja Heinzelmann (Leitung Kommunikation)
Tel.: 06221-533 118
E-Mail: E-Mail

Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015) mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind: Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein. Weitere Informationen unter: www.klaus-tschira-stiftung.de

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