(openPR) Nicht nur der einzelne Mensch entwickelt sich im Laufe seines Lebens. Auch menschliche Gesellschaften tun das und gewinnen oder verlieren dabei an Widerstandskraft, Überlebensfähigkeit und an Attraktivität für die Menschen. Ein Blick zurück in die Geschichte offenbart uns die Licht- und Schattenseiten dieses unaufhörlichen Wandlungsprozesses mit seinen für die Menschen guten und schlechten Erscheinungen.
Die jeweils Mächtigen haben es leicht, ihre Privilegien zu verteidigen und sich neue zu sichern. Sie brauchen „nur“ die Gleichgültigkeit, das Unwissen und den Unverstand der Volksmassen auszunutzen, um ihre Macht zu erhalten und sich weiterhin unverdiente materielle Vorteile anzueignen. Der technologische Fortschritt wird ihnen das Ausleben ihres Macht- und Beutetriebs künftig auch noch viel einfacher machen. Betrachtet man zum Beispiel den „Fortschritt“ den Windows 10 gegenüber Windows 7 hinsichtlich möglicher Ausforschung, Beeinflussung und Kontrolle der Nutzer gebracht hat, wird klar, wohin die Reise geht. Die allermeisten Menschen nehmen diese Entwicklung gar nicht richtig wahr und ihre unmerklich voranschreitende Ausforschung und Versklavung durch die Geld- und Machtelite der Welt schafsgeduldig hin. Gelingt es den Herrschern des großen Geldes künftig auch noch, das Bargeld abzuschaffen, wäre die Bahn für den totalen Überwachungsstaat endgültig frei.
Am Ende steht dann die totalitäre Herrschaft des Geld-„Adels“, die Plutokratie. Wer genug Geld hat, kann sich heute schon leicht in die Politik einmischen. Seine Interessen zählen automatisch mehr als die der vielen „kleinen Leute“, die für ihn das Geld verdienen (müssen). Die Gefahr wächst dramatisch, daß die große Mehrheit der Menschen unversehens zu ganz machtlosen Untertanen des „großen Geldes“ wird, sowohl als Arbeitskräfte wie auch als Konsumenten; Staatsbürger/innen zweiter Klasse.
Bargeld lacht, wußten unsere Vorfahren. Es schützt die individuelle Autonomie und die persönliche Freiheit. Wir heutigen scheinen mehrheitlich immer noch davon überzeugt – jedenfalls wenn wir zum Nachdenken neigen. Denn Bargeld bedeutet bürgerliche Souveränität und Unabhängigkeit. Niemand kann nachvollziehen wo und wofür wir unser Geld ausgeben. Das ist ein wichtiger Aspekt unserer Freiheit. Die Abschaffung des Bargeldes wäre der Königsweg zur totalen Kontrolle der Menschen durch die herrschenden Cliquen, die auch heute schon, allein infolge ihrer Geldmacht, entscheidenden Einfluß auf die Politik ausüben. Mit der Abschaffung des Bargeldes gewännen sie ein – im wahrsten Sinne ungeheures – Maß an Kontrolle über ihre Mitmenschen. Entsprechend groß ist die Freude der Profiteure dieser Entwicklung über die Beliebtheit bargeldlosen Bezahlens (z.B. mit dem Mobiltelefon), mit dem sich die vielen gleichgültigen Menschlein gedankenlos freiwillig in die Falle ihrer totalen Überwachung und schließlich auch Lenkung locken lassen.
Auf die Gleichgültigkeit und Bequemlichkeit der Volksmassen war schon immer Verlaß. Schweden ist bereits auf dem Wege in den bargeldlosen Überwachungsstaat. Zwar ist Bargeld auch in Schweden immer noch gesetzliches Zahlungsmittel und muß deshalb qua Gesetz im wirtschaftlichen Verkehr akzeptiert werden. Die rechtswidrige Ablehnung von Barzahlungen wird allerdings von denen, die eigentlich die Einhaltung von Gesetzen überwachen und erforderlichenfalls erzwingen sollten, stillschweigend geduldet. Sie hoffen offensichtlich, längerfristig davon zu profitieren.
Die Abschaffung des Bargelds ist der Königsweg zur totalitären Herrschaft. Sie ermöglicht eine vollständige Überwachung der Konsumenten und schafft auf der Grundlage der dadurch erlangten Daten optimale Manipulations- und Beutechancen für die herrschenden Cliquen.
Wir sehen: auch in den sogenannten Demokratien ist vieles möglich, was man nur in Despotien vermuten würde. Die Menschentiere sind nun einmal so, Rudeltiere, die mehrheitlich auf dem Wege der geringsten Anstrengung denen hinterher trotten, die ihnen sagen, wo’s langgeht. Daran wird sich bis zu ihrem endgültigen Verschwinden von diesem Planeten mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kaum etwas ändern. Die meisten scheint es wenig zu kümmern, daß für macht- und geldgierige Minderheiten auf dem Wege der Abschaffung des Bargeldes der Weg frei wird für einen Überwachungsstaat und schließlich einem totalitären Herrschaftssystem. Das schwedische Beispiel beweist, daß die große Mehrheit der Menschen bereit ist, ihre Persönlichkeitsrechte für etwas mehr Bequemlichkeit zu verhökern. Für die Wirtschaft bzw. die Minderheit der Bevölkerung, der sie gehört, ist das ein großer, sehr viel Geld werter Vorteil.
Bequemlichkeit verfängt allerdings nicht immer. Wer erst einmal erkannt hat, wohin die Reise geht, wird nicht selten zum Widerstand motiviert gegen seine Auslieferung an eine kleine macht- und raffgierige Minderheit.. Intelligente und gut informierte Staatsbürgerinnen und Staatsbürger werden sich ohnehin des Öfteren die Frage stellen: Was wollen wir die Herrschenden mit uns machen lassen? Können wir verhindern, daß sich die Mehrheit unserer Mitmenschen aus Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit künftig einer skrupellosen macht- und geldgierigen Minderheit ausliefert? Unsere Antwort wird darüber entscheiden, ob wir, das Volk, in Zukunft Herren oder Sklaven sein werden.
Zunächst werden wir jetzt aber wahrscheinlich den Einsturz des seit mehr als 20 Jahren von den großen Zentralbanken der Welt zusammengeschusterten Schulden-Kartenhauses erleben und dann die Frage beantworten müssen: Wie soll es weitergehen? Die Antwort der Mächtigen auf diese Frage wird zugleich die soziale Frage entscheiden und damit auch über den sozialen Frieden und die künftige Verfassung zahlreicher Staaten der sogenannten Ersten Welt.
In der Reihe „Tacheles“ sammelt Prof. Querulix seit vielen Jahren seine Beobachtungen und Kommentare zum bunten Treiben der Menschentiere. Bisher gibt es 7 Bände eBooks. Der 7. Band der Reihe trägt den Titel „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3, 264 S.) und ist in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.
READ Pressestelle









