(openPR) „Die fünf Sargnägel der Demokratie: Unfähigkeit, Unaufrichtigkeit und Unmoral der Führer, Trennung von Freiheit und Verantwortung, sowie Verwechslung von Legalität mit Legitimität.“ (Prof. Querulix)
Auch Draghis Ponzi-Spiel, das Millionen Menschen peu á peu um ihre Ersparnisse und ihre privaten Altersversorgungen bringt, findet sich jetzt in der Sackgasse. Die Nebenwirkungen richten inzwischen erheblichen Schaden an und werden noch viel schlimmere Schäden verursachen, während die erhofften Hauptwirkungen nicht eintreten. Am Ende könnten sich die Entwicklungen der späten Zwanziger- und der Dreißigerjahre des vorigen Jahrhunderts wiederholen. Das blöde Weiter-So! der Politiker in Europa, die längst die Gewalt über die EZB verloren haben, wird mehr und mehr politisch brisant.
Daß Draghis Kurs sehr gefährlich ist, wissen wir längst. Er ruiniert nämlich auch die Massenkaufkraft. Bürger können ihre Schulden nicht einfach an die EZB verkaufen, sondern müssen sie verzinsen und tilgen. Für ihre Guthaben werden sie mit negativen Zinsen bestraft. Ihre Lebensversicherungen schmelzen aus dem gleichen Grund dahin. Wer viel Geld besitzt, läßt sich vielleicht in eine der Spekulationsblasen treiben, kauft Aktien, Anleihen oder eine Immobilie. Wenn die Blasen platzen – und das haben sie in der Geschichte bisher immer getan – ist er allerdings mindestens einen Teil seines Geldes los. Schulden machen und sie an die EZB zu verkaufen wäre lukrativer. Das können aber nur Staaten und große Aktiengesellschaften. Deren Vorstände und Aufsichtsräte können ihre Boni mehren, indem sie eine Anleihe auflegen, sie an die EZB verkaufen und dann mit dem Geld die Aktien ihres Unternehmens Kurssteigernd aufkaufen. Daran geknüpfte Vergütungen steigen dann ganz automatisch. Das ist viel einfacher, als sich um wirtschaftlichen Erfolg am Markt zu bemühen.
Wer nicht im Vorstand oder (vielleicht als Gewerkschaftsvertreter) im Aufsichtsrat einer größeren Aktiengesellschaft sitzt, muß schon froh sein, wenn er nur seinen Arbeitsplatz behält. Aber diesbezüglich sollte er auch nicht zu sicher sein. Denn Draghis Ponzi-Spiel ist gefährlich und könnte schneller als befürchtet zu einem Börsencrash mit anschließender Weltwirtschaftskrise führen.
Die Negativzinspolitik Draghis stößt vor allem den Deutschen allmählich immer saurer auf. Warum sollen sie für den Schlendrian unfähiger Politiker in anderen Ländern aufkommen? Warum sollen sie skrupellose und unfähige Politiker und Gangster und Bankster aus ihren selbst verschuldeten Miseren auskaufen? Warum sollen Millionen ihre Private Altersversorgung verlieren, während die dafür Verantwortlichen sich sechsstellige Pensionen genehmigen? Warum wird die Gesetzliche Rentenversicherung geschleift, während immer mehr Menschen schon jetzt gezwungen sind, ihre unzureichenden Renten mit Billigjobs oder ergänzender Sozialhilfe aufzubessern? Warum werden die Masseneinkommen sogar mit Hilfe der großen Gewerkschaften gedrückt, während die hohen Einkommen mit zweistelligen Prozentsätzen steigen?
Deutschland befindet sich in ebenso beschämender wie für den sozialen Frieden gefährlicher und nationalökonomisch schädlicher sozialer Schieflage.
Daß Golman Sachs & Co in den USA inzwischen mitregieren zeigt, wo die Menschheit inzwischen gelandet ist. Nicht die menschlichen Bedürfnisse, nicht das allgemeine Wohl, sondern die Geldgier kleiner superreicher Cliquen, gestützt und beschützt durch zahlreiche nützliche Idioten bestimmen heute die Politik. Als moralisch gilt, was diesen agilen Minderheiten nützt. Erlaubt ist, was denen gefällt, die sich ihre Gesetze selber machen oder bestehende Gesetze einfach ignorieren können. Es scheint nur zwei Auswege zu geben: Entweder ein Wunder, eine Art Evolution des Menschentiers zu mehr Mensch, oder den totalen Krieg.
Wenn die Moral nicht so auf den Hund gekommen wäre – säßen viele der „Weiße Kragen“-Rechtsbrecher der letzten Jahre und Jahrzehnte längst nicht mehr auf ihren üppig dotierten Posten und verzehrten ihre sechs- bis siebenstelligen Pensionen, sondern für den Rest ihres Lebens hinter Schloß und Riegel. Daß bereits in der Antike geklagt wurde: „Wir hängen die kleinen Diebe - die großen schicken wir in den öffentlichen Dienst.“ (Aesop, ca. 550 v.Chr.), zeigt allerdings, daß die räuberischen Rudeltiere, die sich selbst als Menschen bezeichnen, in ihrer moralischen Entwicklung einfach nicht vorankommen. Frechheit siegt und Macht bricht Recht. Der seit Jahrzehnten stümperhafte Umgang der Politik der Aufsicht über Banken und Bankster offenbart exemplarisch die vollkommene Unfähigkeit (oder Unwilligkeit) des politischen Systems, das Allgemeinwohl gegen die Sonderinteressen agiler Minderheiten durchzusetzen.
Die antiken Staaten sind allesamt im Orkus der Geschichte verschwunden. Die Verfallserscheinungen waren die gleichen wie wir sie heute beobachten können: Selbstgefälligkeit und Habgier der Mächtigen und Duldsamkeit der Völker bis zur Selbstaufgabe. Dieser immer wiederkehrende Prozeß der Selbstvernichtung, den wir in der Geschichte der Staaten regelmäßig wieder finden, liegt offenbar in den Genen des räuberischen Rudeltiers „Mensch“. Auch das Leben von Kulturen und von Staaten ist endlich. Die Frage ist deshalb nicht, ob das turbokapitalistische System der westlichen Staaten infolge des außer Rand und Band geratenen Banksterismus und der „Bekämpfung“ seiner Auswirkungen kollabiert, sondern wann und mit welchen Folgen für die Menschen.
„Eine vom Krebsgeschwür des Lobbyismus befallene Demokratie wird zum Humus einer Plutokratie.“ (Prof. Querulix) Oder sie läuft Gefahr, zum Schauplatz eines Bürgerkrieges zwischen Ausgebeuteten und Ausbeutern zu werden. Dabei ist der von den Völkern Europas und Nordamerikas erwirtschaftete Wohlstand längst mehr als ausreichend, um allen Menschen dort ein würdiges Leben zu ermöglichen. Dazu müßte aber eine kleine raffgierige Minderheit ihre Macht- und Beuteinstinkte zügeln.
Wenn nichts geschieht, wird sich die soziale Schieflage in Europa und in den USA schließlich als Zeitbombe erweisen. „Demokratie heißt nirgends auf der Welt, daß ein Menschenvolk herrscht, sondern lediglich, daß es sich gegen ein Minimum an formalen und vor allem materiellen Zugeständnissen freiwillig von seinen Alphatieren beherrschen und sogar ausbeuten läßt.“ (Prof. Querulix) Aber wenn es die Alphatiere übertreiben, könnte es gefährlich werden. Daß diese Schwelle in modernen, mit dem künstlichen Nervensystem de des Internets versorgten Gesellschaften sinkt, sollte man tunlichst nicht vergessen. Deshalb: Wacht endlich auf, ihr selbstgefälligen überversorgten Politikerinnen und Politiker! Ihr seid nicht machtgierigen Multimillionären und Multimilliardären aus Banksterkreisen verantwortlich, sondern den Millionen fleißigen Menschen, die euch gewählt haben und die eure üppige Versorgung bezahlen!
Einen großen Vorteil hätte ein totaler Zusammenbruch der Wirtschaft allerdings: Man könnte von vorn anfangen. Ob der Neuanfang alte Fehler vermeidet, ist allerdings nicht garantiert. Aber man könnte zum Beispiel eine gerechtere Beteiligung aller Mitbürgerinnen und Mitbürger am gemeinsam erwirtschafteten Volkseinkommen sowie lebenslange soziale Sicherheit mit einem unbedingten individuellen Grundeinkommen sicherstellen. Vor Jahren wurde das in einer Studie vorgeschlagen. Ihr Titel: „Unbedingtes individuelles Grundeinkommen in Gestalt einer negativen Einkommensteuer - Kernstück einer unvermeidlichen Radikalreform unserer Gesellschaft“ (ISBN 978-3-943788-18-1, eBook PDF) oder (ISBN 978-3-943788-32-7, eBook ePub), je 9,95 Euro. Die Studie ist beim eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung erhältlich.
Prof. Querulix beobachtet und dokumentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben der Menschentiere und veröffentlicht seine Befunde in der Reihe „Tacheles“. Bisher sind sieben Bände als eBooks erschienen. Anfang des Jahres kam der 7. Band im Umfang von 264 Seiten heraus. Er trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3) und ist wie seine 6 Vorgänger im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort wie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
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