(openPR) Es ist wohl kaum zu übersehen, daß die Welt mitten in einer gigantischen Krise mehrdimensionalen steckt, für deren Ausmaß es keine historische Parallele gibt. Diese moderne Welt wird von macht- und raffgierigen „Eliten“ beherrscht, die nur überleben können, weil die Masse der Menschen sich wie Schafe verhalten, die trotz ihrer beträchtlichen Überzahl vor kleinen Hunden kuschen und sich unter halbherzigem Protest von Menschen das Fell abscheren lassen.
Unglaublich, wie eine Handvoll Raffkes mit Hilfe engstirniger Politiker und Bürokraten die Welt verheert und die Menschheit von einer Katastrophe in die nächste führt. Nicht das Wohl der Allgemeinheit, der größten Zahl der Menschen ist das Ziel, sondern allein die Vermehrung von Macht und Reichtum weniger kleiner polit-ökonomische Klüngel. Nützliche Idioten, die von den Brosamen leben, die vom Tisch dieser „Herrschaften“ fallen, helfen ihnen dabei – aus Berechnung oder einfach weil sie zu dumm sind, ihre erbärmliche – und schließlich selbstmörderische – Rolle in dieser menschlichen Tragödie zu begreifen.
Daß sich die Mehrheit der britischen Wähler für den EU-Austritt entschieden haben, ist mehr als nur ein Votum gegen eine selbstherrliche Europäische Kommission und eine übermächtige europäische Bürokratie, deren Regelungswut allein schon der Tatsache geschuldet ist, daß sie nur so die fürstlichen Einkommen und Pensionen ihrer wachsenden Zahl Mitarbeiterzahl sichern kann.
Die Menschen begreifen aber auch immer besser, daß der ganze europäische Polit- und Bürokratenzirkus nicht ihrem, dem Allgemeinwohl dient, sondern den Interessen zahlreicher Lobbys, dem Krebsgeschwür des Parlamentarismus. Die Lobbyisten sind der in die Parlamente und Regierungsbürokratien hineingewucherte verlängerte Arm des polit-ökonomischen Herrscherklüngels. Über diesen Weg setzen sie Ihre Interessen durch – auch und sehr oft gegen die legitimen Interessen der Bevölkerungsmehrheit. So wird parlamentarische oder Wahldemokratie unversehens zuerst zur Lobbydemokratur und dann zur Plutokratie.
Die Menschen spüren das und haben immer öfter die Nase voll davon. Sie spüren das, weil das katastrophale Versagen der Eliten“ immer offenkundiger wird. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren die Menschen – vor allem in Europa – mit dem Wiederaufbau beschäftigt und dadurch weitgehend abgelenkt. Die polit-ökonomischen Klüngel bildeten sich zu der Zeit aber auch erst allmählich und hatten die Prozesse der politischen Willensbildung und die Exekutivbürokratien bei weitem noch nicht genügend infiltriert, um ihre Interessen in allen wichtigen Bereichen durchzusetzen. Heute hat der Krebs des Lobbyismus so viele Metastasen gebildet, daß er ohne tiefgreifende Reformen des wahldemokratischen parlamentarischen Systems unheilbar geworden ist.
Immer mehr Menschen, die das politische Geschehen in den wohlhabenden westlichen Wahldemokratien bzw. Lobbydemokraturen mit offenen Sinnen verfolgen, fragen sich, wohin uns die Alphatiere treiben.
Menschen fragen sich zum Beispiel immer öfter: Wem nützt die Politik der Notenbanken? Wem nützt es, daß Geld im Überfluß geschöpft, Schulden monetarisiert, skrupellose Bankster und ebenso unfähige wie skrupellose Regierungen mit Billionen Euro gerettet werden?
Manche Menschen fragen sich auch, was passiert, wenn Banken mit kostenlosem Geld der EZB (weiterhin) Aktien kaufen und deren Kurse im Krisenverlauf nachhaltig unter die Einstandspreise sinken? Gibt es dann eine weitere viele Milliarden Euro teure Bankenrettung? Werden dann auch alle unbedarften Privatanleger gerettet, die Aktien auf Anraten ihrer Banken gekauft haben?
Menschen fragen sich auch immer öfter: Warum sollen eigentlich wir mit unseren Ersparnissen und eventuell sogar mit unserer Altersversorgung dafür aufkommen, wenn sich Einkommensmultimillionäre – zum Beispiel in Bankenvorständen und -aufsichtsräten – verzocken? Warum werden wir an den Katzentisch gesetzt, obwohl sich die Günstlinge unserer „Eliten“ die Bäuche vollschlagen wie nie zuvor?
Menschen fragen sich immer öfter: Wie kann es sein, daß sich in den vergangenen 30 Jahren in unseren wohlhabenden Gesellschaften eine Kluft zwischen Arm und Reich aufgetan hat, die mit zunehmender Geschwindigkeit immer weiter und tiefer wird? Wie kommt es, daß die sogenannten christlichen Parteien gemeinsam mit den sogenannten sozialen Parteien sogar gemeinsam daran gearbeitet haben, daß diese Kluft immer weiter und tiefer wird? Und wie kann es angehen, daß trotz allen Weh-Geschreis über ihre einbrechenden Stimmenanteile bei den Wahlen keine dieser Parteien ein überzeugendes Konzept anbietet, mit dem sie diese Schieflage beseitigen will?
Menschen fragen sich immer öfter: Warum versagen die Verantwortlichen fast schon notorisch, wenn es darum geht, die Zukunft unserer Gesellschaften zu sichern? Die geplante deutsche „Energiewende“ hängt zum Beispiel im Gestrüpp kleingeistiger Egoismen fest. Erreicht wurde bisher nur, daß die Kosten für private Verbraucher kräftig gestiegen sind. Und – ein anderes wahllos herausgegriffenes Beispiel – während die deutschen Autobahnen chronisch überlastet sind, wird jetzt daran gedacht, der Bahn höhere Kosten für die Benutzung der Schienentrassen aufzubürden, sodaß das Reisen mit Fernverkehrszügen wie dem ICE verteuert wird. Das ist nichts anderes als ein Programm für die Steigerung der Überlastung deutscher Autobahnen.
Für Zuschüsse zum Kauf von Elektroautomobilen wird das Geld zum Fenster hinaus geworfen. Die können sich nämlich nur Wohlhabende leisten. Und die werden von den wohlhabenden Politikern doch sowieso schon hofiert. Auch ist die Technik noch lange nicht ausgereift und die flächendeckende Stromversorgung noch lange nicht gewährleistet.
Immer mehr Menschen fragen sich jetzt auch immer öfter: Warum liefern wir uns eigentlich offensichtlich unfähigen, vielleicht sogar unwilligen und nur auf ihren eigenen und ihrer Klientel Vorteil bedachten Macht-„Eliten“ aus? Warum lassen wir uns diesen ganzen Schwachsinn eigentlich bieten und bezahlen auch noch dafür? Wir sind doch das Volk und sollten herrschen anstatt uns beherrschen und sogar ausbeuten zu lassen.
„Das Verbrechen beherrscht die Menschenwelt seit Kain den Abel erschlug und wird sie weiter beherrschen, bis der letzte dieser Art von der Erde wieder verschwunden ist“, befürchtet Prof. Querulix. Ob das wirklich so sein muß, sei dahingestellt. Aber alle großen, von Menschen verursachten Katastrophen der Geschichte wurden tatsächlich von den Alphatieren der Menschenrudel inszeniert und mit Hilfe mehr oder weniger zahlreicher nützlicher Idioten verwirklicht.
Denken wir nur an die Kolonialisierung der Welt durch europäische Mächte. Ohne Rücksicht auf bestehende gewachsene ethnische, religiöse und politische Gegebenheiten haben sie ihre Einflußsphären gegeneinander abgegrenzt und damit die Ursachen für spätere, bis heute anhaltende Konflikte geschaffen. Oder denken wir daran, wie die USA nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute mit mehr oder weniger blutigen Eingriffen die Welt destabilisiert haben. Zwar haben sie keinen einzigen der von ihnen angezettelten Kriege gewonnen. Aber sie haben mit ihren selbstherrlichen Eingriffen stabile Machtstrukturen zerstört, die nicht in das Konzept ihrer polit-ökonomischen Macht-„Elite“ paßten. Als sogenannte Kollateralschäden haben sie ganze Länder verheert und dabei uns Europäern auch die Probleme geschaffen, die wir in den kommenden – wer weiß wie vielen Jahren – abarbeiten müssen.
„Die gefährlichste Dummheit ist die, die in der Verkleidung der Intelligenz daherkommt.“ (Prof. Querulix) Gesundes Mißtrauen gegenüber denen, die wir mit Macht und Pfründen privilegieren, ist angebracht. Nur wenn sie wachsam genug sind, haben die Völker wenigstens eine Chance, ihre Souveränität gegenüber den von ihnen Privilegierten zu wahren.
Niemand kann voraussagen, wohin uns der weitere Verlauf der in Gang befindlichen weltweiten Multikrise führt. Klar ist nur, daß es für das Finanzsystem keine Rettung geben wird und die Folgen seines absehbaren Zusammenbruchs unkalkulierbar sind. Obwohl die für das Allgemeinwohl Verantwortlichen vollkommen versagt haben, indem sie es so weit haben kommen lassen, dürften sie intelligent genug sein, um das zu erkennen. Aber vielleicht nicht klug genug, um die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen.
Die Briten haben mit ihrem Votum für den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Gemeinschaft jetzt ein Zeichen gegeben, daß die Geduld der Völker endlich ist. Hoffen wir, daß die „Eliten“ Europas klug genug sind, dies als ernste Warnung vor einem Weiter-So! zu verstehen. Andernfalls werden sowohl die EU wie auch der Euro schneller im Orkus der Geschichte verschwinden als uns allen lieb sein kann.
Prof. Querulix‘ zeitlos-zeitkritische Kommentare erscheinen seit einigen Jahren in den Sammelbänden „Tacheles“. Bisher hat der eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital sechs Bände als eBooks herausgebracht. Der letzte Band mit dem Untertitel „Menschenwelt im Umbruch“ ist kürzlich erschienen (ISBN 978-3-943788-42-6), eBook, 286 Seiten, 9,95 Euro. Die Titel gibt es beim Verlag (www.read.ruedenauer.de) und in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen.
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