(openPR) Die Wahlschlacht in Nordrhein-Westfalen ist geschlagen. Wieder hat die große Mehrheit derer, die spätestens seit SPD-Schröders Agendapolitik an den Katzentisch der Gesellschaft verwiesen wurden, auf ihr Wahlrecht verzichtet. Glauben diese Menschen wirklich, sie bekämen Gerechtigkeit geschenkt?
Das räuberische Rudeltier Mensch ist nicht für die wahre Demokratie gemacht. Die müßte es sich erst erarbeiten. Wie es aussieht, ist die Menschheit aber noch Lichtjahre von der Verwirklichung dieser grandiosen Idee entfernt. Bisher sind sämtliche Versuche bereits im Vorstadium gescheitert. Die menschlichen Instinkte (die den schwachen Intellekt mühelos unterdrücken) scheinen mit dem demokratischen Ideal inkompatibel zu sein. Letzteres setzt nämlich einen intellektuell gesteuerten, moralisch hochstehenden Menschen voraus, den es zwar prinzipiell eines Tages geben könnte, der aber – nimmt man die bisherige ca. 6,5 Millionen Jahre währende Evolution des Menschentiers zum Maßstab, theoretisch frühestens in 20-30 Millionen Jahren zu erwarten wäre.
Soviel Zeit hat die Menschheit aber nicht mehr, um ihr Überleben zu sichern. Es sei denn sie entwickelte sich – vielleicht durch unerkannte Bestrahlung aus dem All - zu einer Art riesiger Ameisenkolonie, in der jede individuelle, instinktgesteuerte Aktivität genetisch ausgeschlossen ist und alle wie von einem geheimnisvollen allumfassenden Programm ferngesteuert zum gemeinsamen Nutzen der Population funktionieren.
Bis es soweit wäre, bliebe es aber beim Hauen und Stechen in der Menschenwelt, und das ist es, was die kommenden Jahre (und Jahrzehnte?) wieder prägen wird. Es gibt keinen dauerhaften Frieden. Denn das Menschentier mutiert nicht in Jahrzehnten und Jahrhunderten, es brauch dazu Millionen Jahre. Die technische Erfindungskunst sollte niemanden darüber hinwegtäuschen. Es bleibt deshalb vorerst bei der Scheidung in Alphas, Betas und Omegas, Mächtige und Ohnmächtige, Ausbeuter und Sklaven, Räuber und Opfer. Die Folgen sind ungewiß, aber für Optimismus gibt es nur einen einzigen Grund: Die Furcht vor der totalen Vernichtung.
Die nach dem zweiten Weltkrieg erreichte relative Sicherheit und Ruhe bröckelt derzeit in allen westlich-formaldemokratischen Staaten zusehends. Die USA sind dabei, ihre Vorachtstellung in der (westlichen) Welt infolge innerer Schwäche einzubüßen. Nur Militärs und Bankster sind von der einstigen Macht übrig geblieben. Die Sowjetunion gibt es bereits nicht mehr, dafür aber ein autoritär regiertes neues großes, rohstoffreiches Rußland. In China entsteht unter schmerzhaften Geburtswehen eine neue wirtschaftliche und militärische Supermacht. Die Europäische Gemeinschaft zerbröselt derweil an Egoismen und wechselseitigen absurden Zumutungen. Die Währungsunion ist bereits klinisch tot und wird – wenn auch mit absehbar katastrophalen Folgen für den Wohlstand von Millionen Deutschen – nur künstlich noch am Leben gehalten. Am Rande Europas festigen sich wieder autoritäre Regime. Islamistischer Terror bedroht die ganze Welt.
Der soziale Zusammenhalt der Völker Europas und der USA zerbröselt zusehends. In Deutschland haben jahrzehntelange „christliche“ und „soziale“ Herrschaft einen immer tieferen Graben in die Gesellschaft gegraben. Auf der einen Seite die „Elite“, eine Minderheit wohlversorgter und reicher Selbstbediener nebst ihren Lobbyisten in den Parlamenten, in Verbänden, in staatsverbandelten Unternehmen wie z.B. Telekom, Deutsche Bahn, Rundfunkanstalten und in den (Öffentlich Rechtlichen) Medien. Auf der anderen Seite die große Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung, von der dank „erfolgreicher“ Steuer-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik sowie unerwarteter Schützenhilfe durch Herrn Draghis Enteignung der Sparer zugunsten von Bankstern und skrupellosen Schuldnern immer mehr zu Habenichtsen werden.
Es gibt nicht die geringsten Hinweise darauf, daß dieser Prozeß einer Plutokratisierung der Gesellschaften gestoppt werden könnte. Im Gegenteil. Die Reichen profitieren auch von Draghis Politik, die den Mittelstand langsam aber sicher vernichtet. Nichtwähler und nützliche Idioten derer, die sich selbstgefällig im Weiter-So! der Machtverwalterin Merkel spreizen, arbeiten gemeinsam daran, die Spaltung unserer Gesellschaft und die Ausbeutung eines immer größeren Bevölkerungsteils durch fragwürdige Macht- und Geld-Eliten weiter voran zu treiben.
Die Furcht vieler Menschen vor der Ungewißheit, vor Arbeitsplatzverlust, Verarmung und Terror macht sie anfällig für scheinheilige „Schutzmaßnahmen“ ihrer „Eliten“, die dabei nur an sich und die Verteidigung ihrer Privilegien und ihres Reichtums denken. Die Politik seit der Ära Kohl bis heute ist eine Politik zunehmender gesellschaftlicher Spaltung gewesen: Die Armen wurden – erheblich verstärkt durch die Agendapolitik SPD-Schröders – ärmer und die Reichen reicher. Sozialabbau und steuerliche Entlastung von Einkommensmillionären sollten Deutschland damals wirtschaftlich „retten“. In Wahrheit war es eine Chuzpe.
Wie jetzt wieder die Wahl in Nordrhein-Westfalen gezeigt hat: Wer seine Rechte nicht einfordert, verliert sie. Nichtwähler liefern sich freiwillig ihrer Ausbeutung aus. Statt durch „Ungültig“ wählen wenigstens ihre Unzufriedenheit mit den Herrschenden auszudrücken, haben sich die „Abgehängten“ freiwillig ihrem Schicksal ausgeliefert. Typisch Rudeltier; angesichts der destabilisierenden Folgen von Draghis Umverteilungspolitik und dem Auseinanderdriften der Europäischen Union für unsere Gesellschaft aber brandgefährlich. Und auch in Frankreich wird der Sturm nach dem Erfolgsdusel von Emmanuel Macron schon bald beginnen und die Wellen könnten schneller als erwartet auch Deutschland erreichen.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit langem das fragwürdige Tun und Lassen der Menschentiere. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste: Band trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.
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