(openPR) Heidelberg (ots) – Die Consumer Electronics Show (CES) Anfang Januar in Las Vegas hat es wieder gezeigt: In vielen Branchen ist die Gamification stark auf dem Vormarsch. Das Übertragen von Prinzipien des Spieledesigns auf artfremde Contents soll die Interaktion und Motivation von Anwendern steigern. Ob der Anwender nun in einer spielähnlichen Situation Highscores erzielen muss, Quests in Angriff nimmt oder die Ergebnisse seiner Spielrunde in einem Ranking mit anderen Spielern vergleichen kann – mit Blick auf den Ideenreichtum der Gamesindustrie ist klar: der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Was für die Werbe- und Unterhaltungsbranche längst zum Standard geworden ist, sucht man bei Finanzdienstleistern und Versicherungen aber momentan noch vergebens. Dabei ist das Potential hoch: Laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Bain & Company möchten in den nächsten Jahren 79 % der Versicherungsnehmer digitale Tools nutzen.
Christian Michel, Gründer des Heidelberger Software-Unternehmens insinno, erklärt wie diese Anwendungen aussehen könnten und welchen Mehrwert sie den Maklern bieten.
Grundlegendes Problem bei der herkömmlichen Beratung ist für ihn die starre Einteilung in Sender und Empfänger – also aktivem und passivem Part: „Während er im Gespräch nur passiv agieren kann, soll der Kunde zum Abschluss aktiv eine Entscheidung für sein Leben, seine Familie oder seine Zukunft treffen. Dabei fehlt ein wichtiger Schritt, der die Entscheidung deutlich erleichtern würde: eigenes Erleben und emotionale Verknüpfung.“
Christian Michel zufolge braucht es prägnante Erlebnisse, die beim Kunden hängen bleiben: “Mit spielerischen Anwendungen kann er etwa eigenständig ausprobieren wie lange ein Lottogewinn den Unterhalt sichert, wenn man aufgrund des unerwarteten Geldsegens seinen Job an den Nagel hängt. Oder mit einfachem Ändern der Parameter wird dem Kunden klar gemacht, ob er sich einen Kredit leisten kann, ohne dass er seinen Lebensstil ändern muss.“
Den Launch sog. „Teaser Tools“ bereitet insinno gerade vor und auch die großen Versicherungskonzerne werden langsam, aber sicher auf das Thema aufmerksam. Diese Entwicklung ist für Michel lange überfällig, vor allem um die sog. „Millenials“ ins Boot zu bekommen die sich notorisch ungern mit Szenarien wie Todesfällen, Insolvenzen oder der eigenen Arbeitsunfähigkeit auseinandersetzen. Mit den Teaser Tools können sie eine fundierte Selbstanalyse durchführen und sich gemeinsam mit dem Berater auf einer ungezwungenen, aber objektiven Ebene auf mögliche Lebensereignisse vorbereiten.













