(openPR) Wer sich darüber gewundert hat, daß nach dem Debakel des Referendums in Italien plötzlich die Aktienkurse in die Höhe schießen, obwohl deren Kurse schon weit jenseits von Gut und Böse stehen, während die Kurse der Edelmetalle, die einzig die Stürme der unvermeidlichen Weltfinanz- und Wirtschaftskrise überstehen können, mit Papiergold (Derivaten) gedrückt werden, muß zur EZB nach Frankfurt schauen. Dort wurde am 8. Dezember 2016 beschlossen: Weiter-So!
Die Politik des billigen oder für Banken unter bestimmten Umständen sogar kostenlosen Geldes soll – den Fachmann wundert’s nicht – nach dem Willen Draghis und einer Mehrheit des EZB-Rates (unbegrenzt?) weitergehen. Mittels zusätzlicher Aufkäufe von Anleihen im Umfang von mindestens 540 Milliarden Euro soll Pleitestaaten das Schuldenmachen weiterhin erleichtert und maroden Banken das sieche Leben erleichtert werden. Den Spekulanten dürfte Draghi dadurch auch das Zocken wieder schmackhafter machen. Doch für die finanzwirtschaftliche Gesundung wird dadurch mehr verspielt als gewonnen. Ohne den Willen der Politiker, ihre Haushalte in Ordnung zu bringen, und ohne eine wirkliche Lösung der Bankenkrise durch Abwicklung der Pleitebanken bleibt so nur die autonome Lösung der Krise: Totalcrash der Finanzwirtschaft und – als Kollateralschaden – auch der Realwirtschaft.
Die Spekulationsblasen werden jetzt noch praller aufgeblasen. Bankster und Zocker wird’s freuen. Vorstände und Aufsichtsräte von Aktiengesellschaften können ihre Boni jetzt noch leichter steigern, indem sie vollkommen unabhängig von wirtschaftlich sinnvoller oder erfolgreicher Arbeit Anleihen begeben und mit dem Geld die eigenen Aktien ihrer Unternehmen aufkaufen, um deren Kurs in absurde Höhen zu treiben. Nur die große Mehrheit der Menschen sollte sich sehr warm anziehen.
Die EZB enteignet mit ihrer Politik nämlich die Sparer auch künftig. Ein Ende ist nicht abzusehen. Exzessives Schuldenmachen skrupelloser Politiker wird weiterhin von ihr subventioniert. Die absehbaren Folgen tragen die Bürgerinnen und Bürger. Die privaten Altersversorgungen von Millionen schmelzen schon jetzt wie der Schnee in der Sonne. Sie treffen auf politisch (von CDU und CSU, sowie von Agenda-Kanzler Schröder, SPD) so gewollte Renten, die zum anständigen Leben nicht genügen. Daß sich das ändern wird, ist so gut wie ausgeschlossen. Allenfalls wird zwecks Wahlbeeinflussung die eine oder andere Klientel bedient.
Die EZB ruiniert mit ihrem Ponzi-Spiel am Ende nicht nur die Realwirtschaft, sondern auch die soziale und politische Stabilität in Europa. Die Politiker lassen sie nicht nur gewähren, sondern lassen auch noch die Völker, von deren Arbeitsleistung sie gut leben, unter den katastrophalen Folgen leiden. Draghi und alle, die aus bloßer Dummheit oder weil sie davon zu profitieren hoffen, seinen Hazardkurs unterstützen, werden in die Geschichte eingehen: als die Totengräber der Demokratie.
Draghi wird schließlich weder den Kollaps der Finanzwirtschaft noch die politischen Turbulenzen verhindern, die sich unaufhaltsam in den Südländern der Europäischen (Währungs-)Union ausbreiten und sehr leicht auch Deutschland destabilisieren könnten. Draghi sorgt mit seiner systematischen Belohnung der an der Finanzkrise Schuldigen und Bestrafung der Unschuldigen nämlich geradezu systematisch für den sozialen Niedergang des Mittelstandes und für den Machtgewinn populistischer Parteien. Letztlich fördert er mit seiner Politik zugunsten von Bankstern, Zockern sowie ebenso unfähigen wie skrupellosen „Eliten“ und zu Lasten des staatstragenden Mittelstandes den Untergang der Demokratie.
Der Volksmund wird wieder einmal bestätigt: „Die erste Generation erstellt’s, die zweite erhält’s, in der dritten verfällt’s.“
Jetzt bliebe als Ultima Ratio nur noch das rasche Ausscheiden Deutschlands (und vielleicht noch einiger anderer Länder) aus der Währungsunion. Es sieht aber leider eher so aus, als sollten die Deutschen geführt von Merkel und ihren Getreuen im gemeinsamen Europa den Bach hinuntergehen.
Mit diesem Beitrag wird der 7. Band der Reihe „Tacheles“ enden, der Anfang 2017 im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erscheinen wird. „Tacheles“ ist eine Sammlung von Beobachtungen und Kommentaren des fragwürdigen Treibens des Menschentiers. Bisher sind 6 Bände eBooks erschiene. Die eBooks im Umfang zwischen ca. 180 und 280 Seiten kosten je 9,95 Euro. Der 7. Band trägt den Titel „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Er ist ab Januar bei Verlag sowie in allen gut sortierten (Internet-)Buchhandlungen erhältlich.
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