openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Christian Wulff - Jahrzehntelange Misswirtschaft

30.08.201111:36 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Christian Wulff - Jahrzehntelange Misswirtschaft

(openPR) Mitten in der Euro-Krise geht Helmut Kohl mit der schwarz-gelben Regierung, unter Führung von Angela Merkel, hart ins Gericht. „Deutschland ist schon seit einigen Jahren keine berechenbare Größe mehr – weder nach innen noch nach außen“. Er wird noch deutlicher: „Wenn man keinen Kompass hat, … dann hängt man auch nicht an dem was wir unter Kontinuität deutscher Außenpolitik verstehen, ganz einfach weil man keinen Sinn dafür hat“ (Zitat).



Vehement wird Helmut Kohl von Helmut Schmidt und Joska Fischer unterstützt. Deutlich weiter geht Bundespräsident Christian Wulff, in dem er der Politik jahrzehntelange Misswirtschaft vorwirft. Es ist die schärfste Kritik und Schuldzuweisung an die Politik, die unseres Wissens jemals ein Staatsmann ausgesprochen hat. Das kommt einem Offenbarungseid sehr nahe.

Die Frage nach den Verantwortlichen und Fehlern die gemacht wurden, muss ebenso deutlich gestellt und beantwortet werden! Die Wähler haben sich von Vorteilsnahmen leiten lassen und die Parteien gewählt, die ihnen die verlockendsten Wahlversprechen gemacht haben. Die Kosten dafür wurden nicht an „irgendwelchen Stellen“ eingespart sondern mit Krediten finanziert. Das ist die eine Seite der Medaille.

Die Regierungen regierten mit knappen Mehrheiten und haben die Felder besetzt, mit denen sie im aktuellen Tagesgeschehen punkten konnten. Probleme konnten so auf die lange Bank geschoben werden. Kohl, Schmidt, Fischer und Co sind bei allem Wohlwollen mit dafür verantwortlich, dass man bei der Endlagerung des Atommülls, einer großen Renten- und Gesundheitsreform nicht weiter gekommen ist. Sie haben nicht verhindern können, dass sich 2 Billionen Euro Schulden und 1,5 Billionen Bürgschaften aufgebaut haben.

Man hat die Einnahmenseite des Bundeshaushaltes vollkommen aus den Augen verloren. Bei wachsendem BIP und boomender Wirtschaft verharren die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommenssteuer auf einem Niveau von 250 Milliarden Euro. Die Absenkung des Steuerhöchstsatzes von 53 auf 42 % war kein Selbstläufer, sondern Kalkül der jeweiligen Regierungen. Auch die Einführung der Reichensteuer von 3 % hat daran nichts geändert. Keiner hat gefragt, wie die Steuerausfälle gegen zu finanzieren sind.

Bei den Ausgaben fanden unkontrollierte Verschwendungen statt. Der Vorwurf der jahrelangen Misswirtschaft zeigt sich besonders im Umgang mit 41 Millionen Erwerbstätigen. Sie liegen in den Lohnzuwächsen in der EU an letzter Stelle. Im Bereich der niedrigen „Nettoeinkommen“ fanden Lohnkürzungen von 16 bis 22 % statt. Das Thema Mindestlöhne wird seit Jahren ausgesessen. Frauen verdienen für die gleiche Arbeit, die ihre männlichen Kollegen leisten, im Durchschnitt 23 % weniger.

Ein Drittel der Beschäftigten beziehen Bruttoeinkommen von 900 bis 1.200 Euro, Ein Drittel von 1.201 bis 3.200 Euro. Ein Drittel der Menschen ist verschuldet oder besitzt kein Vermögen. Die Gewerkschaften mit ihren 7,7 Millionen Mitgliedern haben das alles mit großen Worten und kleinen Taten begleitet. Die Tarifabschlüsse waren moderat und sind von den Inflationsraten aufgezehrt worden. Man muss sich nicht wundern, dass ihnen die Mitglieder zu Hunderttausenden verloren gehen.

Unter dem Schuldendruck leiden besonders 8,4 Millionen Regelsatzempfänger, man könnte auch sagen Sozialhilfeempfänger, denen der so genannte „Warenkorb“ zusteht. Sie werden im Übermaß in Anspruch genommen, wenn die ab 2013 von Herrn Schäuble geplanten Kürzungen von 5 Milliarden Euro pro Jahr bei den Sozialausgaben, greifen.

Bei den knapp 20 Millionen Rentner sieht es nicht besser aus. Das Thema Rentenreform ist in aller Munde. Es sollte heißen: Renten- und Pensionsreform oder noch besser Renten- und Pensionsanpassungsreform. Italien und Frankreich haben gerade ihre Reformen in diesem Bereich durchgesetzt, daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen.

Den 41 Millionen Erwerbstätigen, 8,4 Millionen Regelsatz-Empfängern und knapp 20 Millionen Rentnern stehen 3 Millionen Arbeitgeber, Banken, Versicherer und Fonds gegenüber. Sie sind in 2.136 Lobbys stark organisiert. Gegenüber der Politik treten sie mit einer Stimme auf und üben starken Druck auf sie aus. Mit Ihrer Macht haben Sie erreicht, dass den Hoteliers eine Milliarde Euro pro Jahr geschenkt werden.

Begünstigt werden die Lobbys durch fehlende Mindestlöhne. Eine Millionen Leiharbeiter werden zu Dumpinglöhnen beschäftigt. Die Quellensteuer ist mit 25 % so niedrig wie keine Kapitalsertragssteuer vorher, die Gewinne summieren sich auf ein Plus von 10 %. Die Arbeitgeber haben einseitig den Betrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung um 0,9 % gekürzt, das sind 9 Milliarden Euro, die bei ihnen verbleiben.

In diesem Umfeld hat die Regierung keine Visionen einer langfristigen Lösung der Probleme. Das sind nur einige Beispiele von jahrzehntelanger Misswirtschaft. Dem Staat entgehen jährlich 130 bis 150 Milliarden Euro Einnahmen. Dazu gehören: Fehlende Bankensteuern, Börsensteuern können nicht erhoben werden, da wir keine eigene Währung haben (DM), dann sollte Sie in der EU erhoben werden und allen EU Staaten anteilmäßig zu gute kommen. Die Vermögensteuer, in der EU noch durchaus üblich, wurde bei uns wegen Formfehler abgeschafft.

Es werden 165 Milliarden Euro pro Jahr für Subventionen ausgegeben. Dazu stellt das Kieler Institut für Weltwirtschaft fest, dass 130 Milliarden Euro „ohne weiteres kürzbar“ sind. 30 Milliarden Euro werden pro Jahr vergeudet, da uns 125.000 Sachbearbeiter bei den Finanzbehörden fehlen. Die Transaktionssteuer wird abgelehnt, die in England mit 0,5 % erhoben wird und an den Börsen von Singapur, Hongkong und der Schweiz längst eingeführt sind.

Aus Angst vor Machtverlust wird opponiert und versucht, die Einführung von Eurobonds zu verhindern. Es wird nun abgestimmt, dass man den Griechenlandhilfen zu stimmen soll. Bisher ist nicht ein Euro an Griechenland geflossen. Das hätte man alles vermeiden können. Den Parlamenten der Staaten, der EU, der EZB, den Zentralbanken der Länder und ihren Politikern fehlte und fehlt ein abgestimmtes Konzept einer gemeinsamen Vorgehensweise zur Lösung der Probleme.

Hinter verschlossenen Türen finden keine Gespräche statt, deren verbindliche Ergebnisse dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Entscheidungen werden im Rücken der Parteien und des Parlamentes getroffen. Politische Entscheidungen gehören ins Parlament und nicht in den Machtbereich der Lobbys.

Die Jahre 2011 und 2012 werden von großen Naturkatastrophen begleitet. Schulden-, Wirtschafts- und Finanzkrisen gilt es abzuwenden und das bei stagnierendem und rückläufigem Wirtschaftswachstum und Binnennachfrage. Die Börsen werden unter ständigem Druck stehen. Die Menschen erheben sich weltweit gegen Unterdrückung, Überschuldung, zu hohen Mieten und Lebenshaltungskosten sowie Sozialabbau.

Das sind die Gründe, warum wir uns mit den Staatseinnahmen und Staatsausgaben beschäftigen. Wir haben der Öffentlichkeit im Mai 2010 ein Sanierungskonzept mit einem jährlichen Volumen von „heute“ 130 Milliarden Euro vorgestellt. Man kann nur hoffen, dass sich die Politik endlich in diese Richtung bewegt, die Lasten des Staates neu verteilt und die Besserverdiener und Vermögenden angemessen einbindet.

Dieter Neumann

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 566071
 118

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Christian Wulff - Jahrzehntelange Misswirtschaft“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Agenda 2011 - 2012

Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Agenda 2011 - 2012: „Die Schwarze Null“ - die Schuldenlüge
Das Statistische Bundesamt gibt die Staatsschulden zum 31.12.2018 mit 1.996 Mrd. Euro an. Gegenüber der Europäischen Statistik EUROSTAT sind es jedoch 2.063 Mrd. Euro, 60,9 % vom BIP. Überschuldung 67 Mrd. Euro. Lehrte, 17.12.2019. „Der Bund ist überraschend bereits 2014 ohne neue Schulden ausgekommen - das erste Mal seit mehr als 40 Jahren. Finanzmi-nister Wolfgang Schäuble (CDU) hat damit die "schwarze Null" ein Jahr früher erreicht als geplant.Ein entsprechender Bericht des "Handels-blatts" wurde in Koalitionskreisen bestätigt (Spiegel on…
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Staatsschulden auf 2.063 Milliarden Euro gestiegen – Nachlese Landtagswahl in Sachsen und Brandenburg
Die Statistik der EU (EUROSTAT) und Statista, die größte private Statistik der Welt, geben die deutschen Staatsschulden 2018 mit 2,063 Bio. Euro an (inklusiv Schulden der Sozialversicherung). Das Statistische Bundesamt dagegen mit 1,927 Mrd. Euro. Lehrte, 06.09.2019. Seit 1969 haben die Regierungen unter Brandt, Schmidt, Kohl, Schröder und Merkel rund 2,063 Bio. Euro (inklusiv Schulden der Sozialversicherung) mehr ausgegeben, als der Staat eingenommen hat. Hinzu kommen Schulden der Sozialkassen von rund 399 Mrd. Euro. Die FDP war 32 Jahre K…

Das könnte Sie auch interessieren:

Christian Wulff ist der perfekte Präsidentschaftskandidat
Christian Wulff ist der perfekte Präsidentschaftskandidat
Die ersten Gerüchte vom Donnerstag Mittag haben sich bestätigt. Christian Wulff soll neuer Bundespräsident und somit Nachfolger von Horst Köhler werden. Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) Niedersachsen begrüßt diese Entscheidung und gratuliert Christian Wulff zu seiner Nominierung. Seit nunmehr über sieben Jahren führt Christian Wulff …
Bild: 7 Wahlen - der große Umbruch?Bild: 7 Wahlen - der große Umbruch?
7 Wahlen - der große Umbruch?
… Anspruch nehmen. Prof. Lammert weist energisch darauf hin, dass das Parlament bei zukünftigen finanzpolitischen Entscheidungen jeden Einzelfall überprüfen wird. Christian Wulff klagt jahrzehntelange Misswirtschaft an. Es brodelt unter der Oberfläche, man fragt sich, wann es bei uns zu gewalttätigen Demonstrationen kommen wird. Einzelmaßnahmen, mögen …
Bild: Stellungnahme der TD-IHK zum Rücktritt des BundespräsidentenBild: Stellungnahme der TD-IHK zum Rücktritt des Bundespräsidenten
Stellungnahme der TD-IHK zum Rücktritt des Bundespräsidenten
17.02.2017, Berlin: Bundespräsident Christian Wulff hat am Freitag, dem 17. Februar 2012, seinen Rücktritt bekannt gegeben. Als Grund dafür nannte er die nachhaltige Beeinträchtigung des Vertrauens in ihn, die ihn das Amt des Bundespräsidenten nicht mehr wie notwendig wahrnehmen ließen. Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer bedauert die …
Bild: Sprach-Software analysiert die Tonalität auf KnopfdruckBild: Sprach-Software analysiert die Tonalität auf Knopfdruck
Sprach-Software analysiert die Tonalität auf Knopfdruck
Automatische Auswertung der Wortwahl über Christian Wulff bei „Spiegel online“, „Zeit online“ und „Welt online“ Mit TextLab bietet die Ulmer H&H Communication Lab GmbH eine Sprach-Software an, die Texte in Hinsicht auf Verständlichkeit, Terminologie und Sprachstil analysiert. Die Funktionen basieren auf wissenschaftlichen Methoden und Verfahren. …
Christian Wulff nicht als Bundespräsident geeignet
Christian Wulff nicht als Bundespräsident geeignet
Die Nominierung des niedersächsischen Ministerpräsidenten, Christian Wulff, zum Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten bezeichnet die „Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung“ e.V. (AGfaN) als ausgesprochenen Missgriff. Als Kabinettschef habe Wulff auf ganzer Linie versagt, als es galt, zwei rechtswidrige Erlasse seines Landwirtschaftsministers, …
Bild: Die große Diskussion um den Bundespräsidenten: Buchmacher bieten Wetten auf Wulff-RücktrittBild: Die große Diskussion um den Bundespräsidenten: Buchmacher bieten Wetten auf Wulff-Rücktritt
Die große Diskussion um den Bundespräsidenten: Buchmacher bieten Wetten auf Wulff-Rücktritt
Berlin, 20. Dezember 2011. Wie viele negative Schlagzeilen verträgt das Amt des Bundespräsidenten? Wie lange hält Amtsinhaber Christian Wulff die täglich neuen Meldungen um angebliche Vorteilsnahmen und Begünstigungen noch aus? Ist der heute in der BILD-Zeitung veröffentlichte Bericht über die Finanzierung des Wulff-Buches durch den Unternehmer Maschmeyer …
Bild: Offizielles Patenschaftsschild im Erlebnis-Zoo Hannover montiertBild: Offizielles Patenschaftsschild im Erlebnis-Zoo Hannover montiert
Offizielles Patenschaftsschild im Erlebnis-Zoo Hannover montiert
FDP-Landtagsfraktion schenkt Christian Wulff Patenschaft des Botschafter-Pinguins zum Amtsantritt Pinguin Fred ist der einzige Pinguin, der jemals auf dem Schreibtisch des Niedersächsischen Ministerpräsidenten gesessen hat. Am 3. Mai 2010 watschelte Fred in die Staatskanzlei und überbrachte Christian Wulff die Einladung zur Eröffnung der neuen Kanadalandschaft …
Bild: Christian Wulff besucht Eine-Welt-Gruppe in WardenburgBild: Christian Wulff besucht Eine-Welt-Gruppe in Wardenburg
Christian Wulff besucht Eine-Welt-Gruppe in Wardenburg
Hohen politischen Besuch erhielten am vergangenen Donnerstag die Mitglieder der Eine Welt Gruppe Wardenburg. Ministerpräsident Christian Wulff besuchte auf seiner Sommertour die aktive Gruppe, die sich insbesondere auch bei Entwicklungsprojekten in Nepal engagiert. Adolf Rau aus Sandkrug, der vor einigen Wochen das Verdienstkreuz am Bande erhielt, ist …
Bild: Christian Wulff: War seine Wahl zum Bundespräsidenten ein Fehler?Bild: Christian Wulff: War seine Wahl zum Bundespräsidenten ein Fehler?
Christian Wulff: War seine Wahl zum Bundespräsidenten ein Fehler?
Von Jürgen P. Fuß Es kann keine Frage sein: Dem amtierenden Bundespräsidenten Christian Wulff ist es in seinem TV-Interview vom 4. Januar 2012 nicht gelungen ist, die Zweifel an seiner Person, an den Details des Kredites und seinen Kontakten zu Unternehmen und Unternehmern auszuräumen. Umso mehr stellt sich jetzt die Frage, ob es ein Fehler war, ihn …
„Die Oldenburger Gastage sind von großer Bedeutung"
„Die Oldenburger Gastage sind von großer Bedeutung"
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff über die Fachveranstaltung der Gasbranche Oldenburg (19. August 2009) Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff erhofft sich von den Oldenburger Gastagen Antworten zur aktuellen Lage der Gasbranche. Dies betonte Wulff im Interview für den aktuellen Videopodcast der Fachveranstaltung. Entscheidend …
Sie lesen gerade: Christian Wulff - Jahrzehntelange Misswirtschaft