(openPR) Der Präsident der Republik Belarus Aleksandr Lukaschenko hat am 13. Mai ein Interview für eine der größten internationalen Nachrichtenagenturen – Reuters – gegeben.
Das belarussische Staatsoberhaupt hatte bereits vor rund einem Jahr ein ausführliches Gespräch mit Journalisten des erwähnten Mediums geführt. Diesmal standen im Mittelpunkt des Treffens die Fragen, die vor allem Veränderungen im innen- und außenpolitischen Bereich des Lebens der Republik, sowie zunehmende Anziehungskraft des belarussischen Standortes für ausländische Investoren und Entwicklungsaussichten des Landes für die nächsten Jahre betreffen.
Der Präsident teilte seine Auffassung vom aktuellen Stand und Perspektiven der Integrationsprozesse mit der Russischen Föderation, der Beziehungen zwischen den beiden Ländern im Kontext des jüngsten Wechsels an der Regierungsspitze in Moskau mit. Ein weiterer Gegenstand des Interviews waren die bevorstehenden Parlamentswahlen in Belarus und in diesem Hintergrund Wahlbeteiligung der oppositionellen Politiker sowie mögliche Absichten von Aleksandr Lukaschenko, sich erneut für den Präsidentschaftsposten nominieren zu lassen.
Indem der Staatspräsident auf die Möglichkeiten der weiteren Entwicklung der Beziehungen Belarus – EU einging, betonte er, dass diese Frage eher an die Europäische Union und nicht an ihn sollte gerichtet werden. „Wir sind bereit, gemeinsam mit Ihnen jeden möglichen Weg zu gehen, um unsere Zusammenarbeit zu verbessern. Allerdings unter einer einzigen Bedingung – Sie sollten uns als Partner, als einen souveränen und unabhängigen Staat betrachten.“ Von dieser Position aus sei Belarus bereit, mit der EU die Beziehungen auszubauen, in welchem Bereich auch immer, so Aleksandr Lukaschenko.
In Bezug auf den US-amerikanischen Vektor der belarussischen Außenpolitik erklärte das Staatsoberhaupt, dass Belarus keinesfalls bestrebt sei, irgendwelche negativen Prozesse zu beschleunigen, umso mehr wenn es um die Verschlechterung der bilateralen Beziehungen gehe. Wenn die Amerikaner jedoch gedenken, diese von der Position der Stärke und der Sanktionen zu gestalten, ... hier [in Belarus] nach ihrem Gutdünken zu schalten und walten..., so brauche man solche Diplomaten und Beziehungen nicht, ergänzte der Staatspräsident.
Auf die Wirtschaftssanktionen seitens der USA eingehend, stellte A. Lukaschenko fest: „Man wird uns damit nicht beängstigen können, wir werden diese Sanktionen überleben. Außerdem ist das amerikanische Kapital bei uns nicht in so einem großen Umfang vertreten, dass dessen Abwanderung unsere Wirtschaft ruinieren könnte.“
Wenn allerdings die USA Belarus als einen unabhängigen und souveränen Staat ansehen und auf diesen Prinzipien die Beziehungen zu ihm entwickeln wollen, werden wir sowohl unsere Seele als auch unser Land für sie offen halten, hob der belarussische Präsident zusammenfassend hervor.

