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Nachrichtenblatt der Botschaft der Republik Aserbaidschan - April 2007 No. 4

02.05.200718:14 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Außenministerium der USA greift auf ursprüngliche Formulierung bezüglich der Okkupation von Berg-Karabach seitens Armeniens zurück

Am 26. April bestätigte Anne Derse, die US-Botschafterin in Aserbaidschan, dass neue Änderung am Menschenrechtsbericht (für das Jahr 2006) des Außenministeriums der USA bezüglich der Menschenrechte in Armenien vorgenommen wurde, in denen das Außenministerium auf Originalfassung des Berichtes zurückgegriffen hat.



Nach dieser Änderung wurde die Formulierung „Armenische Kräfte besetzen einen großen Teil aserbaidschanischen Territoriums an der Grenze zu Berg-Karabach“ durch „Armenien besetzt weiterhin aserbaidschanisches Territorium Berg-Karabach und sieben umliegende aserbaidschanische Gebiete“ (Armenia continues to occupy the Azerbaijani territory of Nagorno-Karabakh and seven surrounding Azerbaijani territories) ersetzt.

http://www.state.gov/g/drl/rls/hrrpt/2006/78799.htm

Als Reaktion auf die erste Formulierung hatte die Regierung der Republik Aserbaidschan die für den Zeitraum von 23-24. April in Washington D.C. vorgesehenen bilateralen Sicherheitskonsultationen auf unbestimmte Zeit vertagt, so die Nachrichtenagentur „AzerTAC“. Nach der Änderung der Formulierung hat die aserbaidschanische Seite erklärt, dass neue Termine für die Sicherheitskonsultationen nun durch die diplomatischen Kanäle vereinbart werden könnten.

Mämmädjarow: Kälbädschär und Latschyn sollen bedingungslos befreit werden


Elmar Mämmädjarow, aserbaidschanischer Außenminister, sagte aserbaidschanischen Medienvertretern, dass obwohl noch erhebliche Probleme vorhanden seien, die Debatten um den Status von Berg-Karabach eine neue Phase erreicht haben, in der wichtige Leitsätze bereits festgelegt seien.
Aserbaidschan bleibe bei seiner Forderung bezüglich des Abzugs der Streitkräfte Armeniens aus den besetzten Gebieten von Aserbaidschan. „Wir verstehen, dass dies innerhalb eines Tages zu erreichen, unmöglich ist. Deswegen arbeiten wir schrittweise“, betonte der Minister.
Die Friedenssicherungskräfte sollten in den befreiten Gebieten stationiert werden und die Kommunikationen müssen wiederhergestellt werden. Kälbädschär und Latschyn sollten wie die anderen besetzen 5 Bezirke bedingungslos befreit werden, so der Minister.
Mämmädjarow betonte, dass die aserbaidschanische Bevölkerung in die befreiten Gebiete zurückkehren sollte. Als nächstes kann man den Status von Berg-Karabach im Rahmen der territorialen Integrität Aserbaidschans diskutieren, sagte der Minister.


Konferenz über die Rolle der Medien bei der Entwicklung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis in Baku

Das 21. Jahrhundert hat in den interkulturellen und interkonfessionellen Beziehungen neue Tendenzen ins Leben gerufen und bedeutende Entwicklungen in vielen Teilen der Welt erlebt. Um die wachsenden Tendenzen der 'Islamphobie' zu vereiteln, müssen Dialog unter den Religionen, Regionen und Völkern gefördert und das gegenseitige Verständnis durch Förderung von Toleranz und Respekt für die Religionsfreiheit global ausgeweitet werden.
Das war die Hauptbotschaft der internationalen „Konferenz über die Rolle der Medien bei der Entwicklung von Toleranz und gegenseitigem Verständnis“, die Aserbaidschan als Vorsitzender der Islamischen Konferenz der Außenminister vom 26.-28. April in Baku in Zusammenarbeit mit der Organisation der Islamischen Konferenz veranstaltete.
Das Ziel der Konferenz war es, die traditionelle Rolle der Medien bei der Überbrückung der Unterschiede zwischen Völkern, Kulturen und Konfessionen, die weltweit weiterhin Konflikte verursachen, zu bewerten und über die Evolution dieser Rolle in den kommenden Jahren nachzudenken.
Die Konferenz brachte über 180 Amtsträger aus den Regierungen und internationalen Organisationen, Vertreter der Medien und der NGOs und prominente Experten aus den Bereichen Medienentwicklung, interreligiöse und interkulturelle Kommunikation zusammen. Deutschland war an der Konferenz durch Medienvertreter und anerkannte Wissenschaftler vertreten.

WIRTSCHAFT

Vorstandssitzung der Initiative für die Transparenz in der Rohstoffwirtschaft in Berlin

In Berlin fand die zweite Vorstandssitzung der Initiative für die Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (Extractive Industries Transparency Initiative-EITI) statt. Anwesend war auch der Vorstandschef des Staatlichen Ölfonds von Aserbaidschan, Schahmar Mövsümov.
An der Sitzung hoben die Mitglieder des Vorstandes eine weite Verbreitung der Initiative in der ganzen Welt hervor. Beim Treffen wurde hauptsächlich über die Bewertung der Anwendungsergebnisse von Transparenz in den Ländern diskutiert, die dieser Initiative beigetreten sind. Es wurde entschieden, dass die Länder, welche keine Bemühungen zur Erfüllung bestimmter Kriterien zeigen, von der Liste der EITI gestrichen werden - zumindest bis zum nächsten Treffen im September in Oslo.
Mövsümov präsentierte den Resolutionsentwurf zur Unterstützung der Initiative, welche der UNO-Vollversammlung zur Abstimmung vorgelegt werden soll. Die Mitglieder des Ausschusses diskutierten den Entwurf und schätzen das Engagement Aserbaidschans hoch.

Aserbaidschanisch-Iranische Gespräche über den Transportkorridor „Nord-Süd“

Mitte Mai wird in Baku das Treffen der Vertreter aserbaidschanischer und iranischer Eisenbahnbehörden bezüglich des Transportkorridors „Nord-Süd stattfinden.
Nach Angaben des Verkehrsministeriums von Aserbaidschan geht es bei diesem Treffen hauptsächlich um die Beschleunigung der Maßnahmen im Rahmen des Transportkorridors, wie zum Beispiel den Bau der Brücke über den Fluss Astara im Grenzengebiet zum Iran. Die Fragen bezüglich des Transportkorridors werden auch während des Besuches vom iranischen Verkehrsminister Mahammad Rehmeti in Baku in der zweiten Dekade vom Mai erörtert.
Aserbaidschan ist diesem Verkehrsprojekt, das von Russland und Indien initiiert wurde, schon im Jahre 2005 beigetreten. Der Transportkorridor soll Indien und den Iran über Kaukasus und das Kaspische Meer mit Westeuropa verbinden. Der Bau der Eisenbahnlinie Astara (Aserbaidschan)-Gaswin (Iran) ist ein wichtiger Bestandteil des Nord-Süd-Transportkorridors.

Aserbaidschan an der 13. Internationalen Messe für gebrauchte Maschinen und Anlagen in Karlsruhe

Am 18.-20. April fand in Karlsruhe die 13. Internationale Messe für gebrauchte Maschinen und Anlagen (RESALE) statt. Die Messe ist das wichtigste Forum für Anbieter von gebrauchten Maschinen aus allen Branchen. Existenzgründer aus Entwicklungs- und Schwellenländern nutzten die RESALE zum Kauf hochwertiger Gebrauchtmaschinen.
Unternehmen aus 110 verschiedenen Ländern der Welt nahmen an der Messe teil. Aserbaidschan war dort mit 38 Vertretern der Wirtschaft vertreten, welche sich mit Bauindustrieanlagen, Landwirtschaftanlagen und anderen Wirtschaftssektoren befassen.

Erster vollständiger Konsortialkredit für eine aserbaidschanische Privatbank

Am 16. April schloss Aserbaidschans Unibank und die europäische VTB Bank, Konsortialkredite in Höhe von 15 Mio. USD mit Tranchen von 12 und 15 Monaten ab. Das ist die erste, vollständige Konsortialkrediteinrichtung für eine aserbaidschanische Privatbank ohne Vermittlung einer internationalen Entwicklungsinstitution.
„Das Bankensystem und der gesamte Finanzsektor Aserbaidschans erwecken zur Zeit ein großes Interesse der westlichen Investoren. Natürlicherweise ist das Interesse der Investoren auf die erfolgreichsten und bekanntesten Banken gerichtet. Das Erlangen und Pflegen internationaler Beziehungen ist eine der Prioritäten der Unibank. Wir planen mit einer Erhöhung der Kreditlinien auf mindestens 100 Mio. USD von ausländischen Investoren, bis zum Ende dieses Jahres“, sagte Faig Huseynov, Vorsitzender der Geschäftsführung der Unibank.
Unibank ist die erfolgreichste der ansässigen Privatbanken, mit einer Steigung der Auslandsfinanzierung mit mehr als 70 Mio. USD.

Russneft beginnt mit Ölförderung in Aserbaidschan

Das russische Ölunternehmen Russneft beginnt am 3. Mai mit der Erschließung der Ölfelder in Sych und Howsany in Aserbaidschan.
Das Projekt wird gemeinsam mit SOCAR, der Staatlichen Erdölgesellschaft von Aserbaidschan, umgesetzt.
SOCAR und Russneft haben im November 2006 einen Vertrag über die Erschließung der genannten Ölfelder an der Westküste des Kaspischen Meeres abgeschlossen. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 25 Jahren und kann um weitere fünf Jahre verlängert werden. Die Gesamtinvestitionen werden auf 100 bis 150 Millionen US-Dollar geschätzt.
Das Vorkommen Sych wird seit 1935 abgebaut. Seine gewinnbaren Reserven betragen schätzungsweise acht Mio. Tonnen. Das Vorkommen Howsany wird seit 1948 abgebaut. Seine Ölreserven werden auf 17 Mio. Tonnen geschätzt.


Kultur und Sonstiges

Staatliches Programm über die Ausbildung der Aserbaidschaner im Ausland

Am 16. April hat Präsident Alijew das Staatliche Programm über die Ausbildung der jungen Menschen aus Aserbaidschan an den besten Hochschuleinrichtungen der Welt unterzeichnet. Im Einklang mit diesem Programm werden von 2007 bis 2015 Tausende Aserbaidschanerinnen und Aserbaidschaner die Möglichkeit bekommen, auf Kosten des Staatlichen Ölfonds an den besten Hochschulen Europas, Amerikas und Asiens Bachelor-, Magister- und Doktorstudium in unterschiedlichen Fächern abzuschließen. Die Absolventen müssen nach ihren Studien nach Aserbaidschan zurückkehren und mindestens 5 Jahre lang im öffentlichen Dienst arbeiten.


SOCAR und DAAD vereinbaren ein gemeinsames Stipendienprogramm

Die Staatliche Erdölgesellschaft (SOCAR) von Aserbaidschan und der Deutsche Akademischer Austauschdienst (DAAD) haben ein gemeinsames Programm zur Vergabe der von SOCAR finanzierten Stipendien an aserbaidschanische Studenten und Magister vereinbart. DAAD wird das Studium der aserbaidschanischen Studierenden an den deutschen Hochschulen organisieren. Das entsprechende Abkommen wurde am 18. April vom Generalsekretär des DAAD, Christian Bode, und dem Präsidenten von SOCAR, Rovnag Abdullayev, unterzeichnet.
Rovnag Abdullayev sagte, dass das Stipendienprogramm der SOCAR schon 2006 eingeführt wurde. Das Ziel des Programms ist es, die Weiterbildung der begabten aserbaidschanischen Studierenden des Erdölwesens an den renommierten Universitäten des Westens durch die Stipendien der SOCAR zu ermöglichen, so Abdullayev. Im Rahmen dieses Programms haben bereits seit vergangenem Jahr 5 Studierende in den USA und Großbritannien ihre Studien aufgenommen. „Wir sind sehr daran interessiert, mit Deutschland in diesem Bereich zusammenzuarbeiten. Als erstes werden 10 Studierende in Deutschland im Rahmen unseres Programms studieren können. Man geht davon aus, 50 weitere Studierende im Rahmen dieses Programms im Ausland auszubilden“, so Abdullayev.
Christian Bode sagte, dass Deutschland ca. 250 000 ausländische Studenten, darunter ca. 300 Studierende aus Aserbaidschan habe.
Im Einklang mit dem unterzeichneten Abkommen werden junge Menschen, die an diesem Stipendienprogramm teilnehmen, ihr Studium in Deutschland im Wintersemester 2007/2008 beginnen.

Legendärer Cellist Rostropowitsch beigesetzt

Tausende Menschen haben am 29. April in Moskau dem verstorbenen weltberühmten Cellisten und Dirigenten Mstislaw Rostropowitsch die letzte Ehre erwiesen.
Zu den Gästen des Trauergottesdienstes gehörte auch Ilham Alijew, der Präsident der Republik Aserbaidschan, wo Rostropowitsch 1927 als Sohn einer Pianistin und eines Cellisten geboren wurde. Das einstige Wunderkind lernte schon im Alter von vier Jahren Klavierspielen. Sein erstes Konzert gab er im Alter von 13 Jahren, mit 23 hatte er bereits mehrere renommierte internationale Musikwettbewerbe gewonnen.
Seit Mitte 90er Jahre reiste Rostropowitsch regelmäßig in seine unabhängig gewordene Heimat Aserbaidschan und gab Cello-Unterrichte jungen Studierenden der aserbaidschanischen Musikakademie. In Baku wurde das Geburthaus des Musikers zu einem Museum umgewandelt und eine Strasse wurde nach ihm genannt. Er wurde von Präsident Alijew anlässlich seines 80jährigen Jubiläums im März laufenden Jahres mit dem höchsten Orden der Republik Aserbaidschan ausgezeichnet.

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