(openPR) Der Landesverband NRW der Partei der Humanisten hat im Rahmen des außerordentlichen und digitalen Landesparteitags vergangenes Wochenende sein Programm für die Landtagswahl 2022 beschlossen. Damit stellt die Partei ein auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierendes Alternativprogramm zur Wahl - Kernthemen sind neben einer konsequenten Klimapolitik eine liberale, moderne Gesellschaftspolitik, damit einhergehende konsequente Säkularisierung und ein massiver Ausbau des Technologiestandortes NRW.
Während die Landtagswahl für die meisten Bürger erst im Frühling Relevanz erlangt, steckt insbesondere die außerparlamentarische Opposition, zu der auch noch die Partei der Humanisten zählt, bereits tief in den Vorbereitungen.
„Mit der Verabschiedung dieses Wahlprogramms sind wir dem Parlament deutlich näher gekommen und bieten dem Bürger ein umfassendes Paket aus Klimaschutz, Selbstbestimmung und Fortschritt"
verkündet Landesvorsitzender Leonard Niesik nach dem Landesparteitag, der aufgrund der epidemischen Lage digital statt fand - kein Problem für die technologiefreundliche Partei.
„Eine der Hauptursachen für die Probleme in unserem Land ist, dass zu wenig auf die Wissenschaft gehört wird - das mündet in Gefahren wie dem Klimawandel, Hunger, unkontrollierten Epidemien, steigender Ungleichheit oder auch in unangemessener Bevormundung der Bürger”
erklärt er das Wesen des Programms.
Der Klimawandel soll über eine Bepreisung klimaschädlicher Gase bekämpft werden, Verbote obsolet gemacht und gleichzeitig die Entwicklung neuer Technologien gefördert werden. Für eine klimaneutrale Energieversorgung setzen die Humanisten neben erneuerbaren Energien auf die Potenziale der Kernkraft. Den Ausstieg aus der Kernenergie bezeichnet die Partei als einen klimapolitischen Fehler.
Zur Bekämpfung der Corona-Pandemie fordern die Humanisten neben wirkungsvollen Schutzmaßnahmen und effizienten Impfkampagnen auch langfristig eine Stärkung der evidenzbasierten Medizin. Globuli sollen daher künftig in Apotheken keinen Platz mehr finden, das Heilpraktikerwesen reformiert werden.
Auch für eine effizientere Nutzung landwirtschaftlicher Flächen plädiert die Partei der Humanisten in ihrem frisch verabschiedeten Programm. Die Debatte über die Nutzung von Gentechnik soll versachlicht werden, die Forschung an dieser intensiviert. Dies bietet großes Potenzial zur Bekämpfung des weltweiten Hungers.
Abbau zahlreicher Hürden für den Wohnungsbau, eine bessere Verkehrsanbindung und die Möglichkeit zum lebenslangen Lernen für alle versprechen die Verringerung sozialer Ungleichheit.
Für das Bildungssystem fordert die Partei eine bundesweite Vereinheitlichung und konsequente Digitalisierung sowie die Umwandlung der fast 900 staatlich finanzierten Bekenntnisschulen NRW’s in weltanschaulich neutrale Bildungseinrichtungen.
Religiöse Einflüsse auf die Gesetzgebung, wie das kirchliche Arbeitsrecht oder die Erlaubnis medizinisch nicht notwendiger Beschneidung männlicher Kinder, lehnen die Humanisten ab. Die Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln haben die Dringlichkeit der Beendigung kirchlicher Sonderrechte und die Notwendigkeit eines säkularen Staates unter Beweis gestellt.
Weiter positioniert sich die Partei der Humanisten im Programm für die Landtagswahl für freie Entscheidungen mündiger Bürger. Sie setzt sich daher unter anderem für die Entstigmatisierung selbstbestimmter Sexarbeit und die Legalisierung und kontrollierte Abgabe aller Drogen ein.
Landesvorsitzender Leonard Niesik resümiert den digitalen Parteitag wie folgt:
„Ich bin sehr zufrieden. Nachdem unsere großartigen Unterstützer bereits im Oktober 2021 mit unzähligen Unterstützerunterschriften die Wahlteilnahme praktisch sicherten, präsentieren wir nun stolz unsere Vision für das Land auf 27 Seiten. Die Zeit der Humanisten ist gekommen!“
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