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Rechtsanwalt Johannes Eiken

Rechtsanwalt Johannes Eiken

Rechtsanwalt Johannes Eiken Lennéstraße 74 14471 Potsdam Tel. 0331-7048500 Fax 0331-7048501 www.medizinrecht-potsdam.de

Über das Unternehmen

Rechtsanwalt Johannes Eiken hat sich besonders auf das Medizin- und Sozialrecht spezialisiert. Seit mehreren Jahren ist er auf diesen Gebieten schwerpunktartig tätig. Dabei ist es sein Ziel die Interessen seiner Mandanten schnell und effektiv durchzusetzen. Zur besseren Vertretung und Beratung seiner Mandanten bildet er sich auf diesen Rechtsgebieten ständig fort. Zur Zeit absolviert er den Fachanwaltskurs für Medizinrecht. Besonderen Wert wird in der Bearbeitung der Rechtsfällen darauf gelegt die für den Mandanten am wenigsten emotional wie finanziell belastende aber nachhaltige Lösung zu finden und zu verfolgen. Diese Vorgehensweise ist gerade in Fällen des Arzthaftungsrechts, die für Mandanten häufig gesundheitlich und psychisch sehr belastend sind, notwendig. Der Mandant soll soweit wie möglich von der nervenaufreibenden juristischen Aufarbeitung des Schadensfalls entlastet werden. Das Recht älterer und gesundheitlich beeinträchtigter Menschen liegt der Kanzlei besonders am Herzen. Zu allen Fragen des Pflegerechts und der Versorgung im Alter und bei Behinderung, sowie des privaten und gesetzlichen Krankenversicherungsrechts wird kompetent Rat erteilt.

Rechtsanwalt Johannes Eiken hat folgende Schwerpunkte: Arztrecht, Arzthaftungsrecht, Medizinrecht, Pflegerecht, Heimrecht, Sozialrecht, Krankenversicherungsrecht, Pflegeversicherungsrecht, Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht, Betreuungsrecht

Aktuelle Pressemitteilungen von Rechtsanwalt Johannes Eiken
30.000,- € Schmerzensgeld bei Stimmbandlähmung nach Schilddrüsenentfernung
Rechtsanwalt Johannes Eiken

30.000,- € Schmerzensgeld bei Stimmbandlähmung nach Schilddrüsenentfernung

Ein Schmerzensgeld in Höhe von 30.000,00 € hat das OLG Braunschweig (Urteil vom 25.09.2013, 1 U 24/12) einem privatversicherten Patienten zugesprochen, der entgegen einer Vereinbarung, dass die Schilddrüsenoperation durch den Chefarzt des Krankenhauses durchgeführt werden sollte, von einem anderen Arzt behandelt wurde, ohne dass der Chefarzt tatsächlich verhindert war. Das Gericht stellt dazu fest: Vereinbart der Patient vor einem geplanten Heileingriff gegen zusätzliches Honorar die Behandlung durch den Chefarzt der Klinik, so ist seine Einw…
11.10.2018
Schmerzensgeld wegen verspäteter Auswertung des Wehenschreibers
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schmerzensgeld wegen verspäteter Auswertung des Wehenschreibers

Ein Kind, das mit einer schweren Hirnschädigung entbunden wurde, weil der Gynäkologe die Werte des Wehenschreibers zu spät und falsch bewertet hatte, kann ein Schmerzensgeld von 400.000,--€ erhalten. (OLG Hamm, 19.03.2018, Akz.: 3 U 63/15). In dem Fall war das Kind aufgrund einer Sauerstoffunterversorgung mit schweren dauerhaften Schäden zur Welt gekommen. Nach einer Vorsorgeuntersuchung bei der die Wehentätigkeit gemessen wurde, hätte der Arzt eine sofortige Entbindung einleiten müssen, weil die Werte auf eine Sauerstoffunterversorgung des K…
23.05.2018
Schmerzensgeld wegen nicht erkannten Kompartmentsyndroms
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schmerzensgeld wegen nicht erkannten Kompartmentsyndroms

Ein Kompartmentsyndrom ist ein medizinischer Notfall. Dabei sind Muskelgruppen sehr starkem Druck ausgesetzt. Durch die dadurch verursachte Minderdurchblutung erleiden die Muskeln und Nerven Schäden. Häufig tritt das Syndrom bei der medizinischen Versorgung von Prellungen und Frakturen auf. Übersieht ein Hausarzt nach einer unfallbedingten Gipsschienung grob fahrlässig Symptome eines Kompartmentsyndroms und verliert der Patient infolge dessen seinen rechten Unterarm, so hat er dem Patienten ein Schmerzensgeld von 50000,-- € zu zahlen. Das hat…
24.11.2017
Erstbehandler haftet für groben Behandlungsfehler eines Nachbehandlers
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Erstbehandler haftet für groben Behandlungsfehler eines Nachbehandlers

Ein ärztlicher Behandlungsfehler macht in der Regel weitere ärztliche Heileingriffe notwendig. Dabei kommt es auch zu groben Fehlern bei der Nachbehandlung. Das OLG Hamm hat mit Urteil 15.11.2016 26 U 37/14 zu dieser Problematik Stellung bezogen: „Wird aufgrund eines ärztlichen Behandlungsfehlers ein weiterer Eingriff erforderlich und fehlerhaft durchgeführt, hat der erstbehandelnde Arzt auch für diesen Behandlungsfehler grundsätzlich zu haften. Der Zurechnungszusammenhang kann dann unterbrochen sein, wenn der zweitbehandelnde Arzt die ärztli…
15.05.2017
Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen müssen bestimmt sein
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen müssen bestimmt sein

Fragen die im Zusammenhang mit dem Abbruch oder der Fortsetzung lebenserhaltender Maßnahmen stehen, werden immer bedeutungsvoller. Allein maßgeblich ist nach dem Willen des Gesetzgebers für die Fortführung oder die Einstellung der Behandlung der Wille des Patienten. Dabei stellt sich das Problem den Willen des Patienten festzustellen. Der BGH hat mit Beschluss vom 6.7.2016 zu den inhaltlichen vor Anforderungen an eine wirksame Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung Stellung genommen. Diese werden manchmal auch bei notariell beurkundeten Pat…
24.04.2017
Aufklärung während der Geburt
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Aufklärung während der Geburt

Ändern sich während einer Geburt Umstände, die zu einer anderen Einschätzung der mit den unterschiedlichen Entbindungsmethoden verbundenen Risiken und Vorteile führen, ist die Schwangere darüber zu informieren. Ihr ist dann eine erneute Abwägung der für und gegen die jeweilige Methode sprechenden Gründe zu ermöglichen. Das hat das Landgericht Berlin mit Urteil vom 13.01.2016 so entschieden. Die Mutter hatte zunächst ihre Einwilligung in eine vaginale Geburt gegeben. Über die Möglichkeit eines Kaiserschnitts war sie informiert worden. Während …
12.12.2016
Schmerzensgeld für Folgen des Zweiteingriffs
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schmerzensgeld für Folgen des Zweiteingriffs

Bei einem Patienten wurde bei einer Koloskopie ein ca. 5 cm großer Tumor entdeckt, der bei zwei nachfolgenden Operationen nicht entfernt wurde. Dies fiel erst ca. ein Jahr nach der Behandlung auf. Der Patient ließ sich daher in einer anderen Klinik operieren. In der Folge kam es zu Wundheilungsstörungen im Bereich der Bauchdecke und zur Undichtigkeit der Darmnaht, sowie zu weiteren Komplikationen. Der Bundesgerichtshof ( VI ZR 157/11) hat das Urteil des OLG München, in dem die Erstbehandler zur Zahlung von 40 000 € Schmerzensgeld verurteilt w…
25.08.2014
Hohes Schmerzensgeld nach Darmverletzung bei Koloskopie
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Hohes Schmerzensgeld nach Darmverletzung bei Koloskopie

Bei einer Koloskopie war es zu einer Darmperforation gekommen, die eine Bauchhöhlenendzündung verursachte. Der Patient musste deshalb über lange Zeit auf der Intensivstation notfallartig behandelt werden. Über dieses seltene Risiko war der Patient nicht aufgeklärt worden. Das OLG Hamm ( I- 26 U 85/12) stellt klar, dass dem Aufklärungsbogen insoweit nur Indizwirkung zukommt. Dabei darf nicht nur in allgemeiner Form auf Gefahren hingewiesen werden. Es hat dem Patienten wegen der langen komplikationsreichen Behandlung ein Schmerzensgeld von 220.…
23.06.2014
Ausnahmesweise: Medikamnete ohne Zulassung (off-label-use)
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Ausnahmesweise: Medikamnete ohne Zulassung (off-label-use)

Die gesetzlichen Krankenversicherungen müssen die Versicherten mit Arzneimitteln versorgen, wenn diese notwendig sind um Krankheiten zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Zur Kostenübernahme ist neben der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Versorgung auch die Zulassung des Medikaments eine Voraussetzung. Fehlt die Zulassung, so übernehmen die Krankenkassen die Kosten nicht. Gleiches gilt, wenn das Medikament zwar zugelassen ist, aber nicht für die beabsichtigte Behandlung ausdrü…
21.02.2014
Krank im Urlaub - zahlt die AOK?
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Krank im Urlaub - zahlt die AOK?

Wird man im Auslandsurlaub krank, so stellt sich die frage, wer die Kosten für die Behandlung zu tragen hat. Viele Reisende schließen daher eine zusätzliche Reisekrankenversicherung ab. Im Rahmen einer Erkrankung innerhalb der EU haben gesetzlich Versicherte aber auch gegenüber ihrer Krankenversicherung einen Anspruch auf Kostenersatz für die Aufwendungen einer ärztlichen Behandlung. Dabei muss der Versicherte aber Einiges beachten: Die Leistungspflicht gilt grundsätzlich innerhalb der EU(aber auch in der Schweiz und Lichtenstein), die Leistu…
27.01.2013
Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen fehlerhafter Beatmung - Beweislastumkehr bei grobem Behandlungsfehler
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schadenersatz und Schmerzensgeld wegen fehlerhafter Beatmung - Beweislastumkehr bei grobem Behandlungsfehler

Der Bundesgerichtshof hat in einer neuerlichen Entscheidung festgestellt, dass es bei der Beweislastumkehr bei groben Behandlungsfehlern selbst dann bleibt, wenn zum maßgeblichen Zeitpunkt der besondere Schaden für den Arzt noch nicht bekannt war. Vorliegend wurde dem Begehren eines Klägers stattgegeben, der nach der Entbindung wegen Atemstillstand beatmet worden war. Die künstliche Beatmung war so intensiv, dass sich nach drei Tagen eine frühkindliche Hirnschädigung herausbildete. Der Kläger (Säugling) leidet seit dieser Zeit an verschiedene…
27.12.2012
Sturz einer dementen Bewohnerin–Heim muss Behandlungskosten ersetzen
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Sturz einer dementen Bewohnerin–Heim muss Behandlungskosten ersetzen

Das Landgericht Berlin hat einem Heim die Kosten für die Behandlung einer Bewohnerin auferlegt. Die demenzkranke Frau, die unter Gleichgewichtsstörungen litt und zum sicheren Gang auf einen Rollator angewiesen war, stürzte bei dem Versuch sich im Treppenhaus der Einrichtung zu bewegen. Dabei erlitt sie einen Oberschenkelhalsbruch. Die akute Sturzgefahr der Frau resultierte auch aus dem Umstand, dass sie die Nutzung des Rollators vergaß und sich dann nur sehr unsicher bewegen konnte. Das Gericht sah die Verletzung von Obhutspflichten als gegeb…
26.11.2012
Fristlose Kündigung eines Pflegevertrages
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Fristlose Kündigung eines Pflegevertrages

Die häufig von ambulanten Pflegediensten in den Pflegeverträgen festgeschriebenen Kündigungsfristen von zwei Wochen sind rechtswidrig, weil sie den Pflegebedürftigen unangemessen benachteiligt. Die Kündigung eines Pflegevertrages ist zu jedem Zeitpunkt möglich, da es sich bei einem Pflegevertrag um einen Vertrag über Dienste höherer Art handelt, dies hat der Bundesgerichtshof in einem Urteil vom 09.06.2011 festgestellt. Dem lag folgender Fall zu Grunde: Zwischen einem ambulanten Pflegedienst und einer pflegebedürftigen Dame kam es zum Streit,…
13.08.2012
Streit über die Kosten einer privatärztlichen Chefarzt-Behandlung
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Streit über die Kosten einer privatärztlichen Chefarzt-Behandlung

Die Kosten für eine Behandlung durch den Chefarzt können Privatversicherte häufig als sogenannte Wahlleistungen von ihrer Krankenkasse erstattet bekommen. Der Chefarzt darf in solchen Fällen zusätzlich zur Vergütung des Krankenhauses die Leistung selbst gegenüber dem Patienten abrechnen. Dazu muss der Patient aber über die Zusatzkosten vorher unterrichtet worden sein. Die Wahlleistung kann vom Chefarzt nur dann abgerechnet werden, wenn er die Leistung selbst erbringt. Nur in begründeten und dem Patienten vorher mitgeteilten Fällen kann er sic…
02.07.2012
Ärztlicher Fehler bei der Befunderhebung
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Ärztlicher Fehler bei der Befunderhebung

Im Arzthaftungsprozess muss der Kläger die Umstände beweisen, die zur Verletzung und zum Schaden geführt haben. Da dem geschädigten Patienten die speziellen medizinischen Kenntnisse und Informationen über den üblichen Behandlungsverlauf fehlen, ist er hinsichtlich der Beweisbarkeit der Fehlbehandlung in einer schwierigen Situation. Diese Beweispflicht ändert sich aber, wenn dem Arzt ein grober Behandlungsfehler unterläuft. Von einem groben Behandlungsfehler spricht die Rechtsprechung, wenn es sich um einen Fehler handelt, der nicht mehr nachv…
21.05.2012
Ärztlicher Behandlungsfehler bei Geburt - 600.000 € Schmerzensgeld
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Ärztlicher Behandlungsfehler bei Geburt - 600.000 € Schmerzensgeld

Besonders schwere Schäden treten häufig infolge ärztlicher Behandlungsfehler bei der Geburt, Entbindung oder Kaiserschnitt auf. Den Fällen ist gemein, dass eine Schädigung zum frühestmöglichen Zeitpunkt eingetreten ist und in aller Regel lebenslang bleibt, was besondere Berücksichtigung beim angemessenen Schmerzensgeld findet. Das Landgericht Gera (Urt. v.06.05.2009 – 2 O 15/05, VersR 2009, 1232) sprach einem Kläger 600.000,00 € Schmerzensgeld zu, weil dieser infolge eines verzögerten medizinisch dringend gebotenen Kaiserschnittes einen schwe…
25.04.2012
Schmerzensgeld für zurückgebliebenes OP-Material
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schmerzensgeld für zurückgebliebenes OP-Material

Die Beweispflicht ist in Arzthaftungsfällen häufig der ausschlaggebende Umstand. Grundsätzlich ist auch in Arzthaftungsverfahren der Patient dafür beweispflichtig, dass es zu einem Behandlungsfehler gekommen ist. Es gibt aber auch Fälle in denen die Beweislast auf Seiten der Behandlungsseite liegt. Das ist immer dann der Fall, wenn das Risiko, das sich verwirklicht hat, für den Arzt voll beherrschbar ist. Dazu können Fragen der Hygiene aber auch wie im folgenden Fall das Verbleiben von Operationsmaterial im Körper des Patienten gehören: Der K…
20.03.2012
Schmerzensgeld nach Ärztepfusch
Rechtsanwalt Johannes Eiken

Schmerzensgeld nach Ärztepfusch

Ärztliche Kunstfehler sind für Patienten häufig sehr schwerwiegend. Im Rahmen der Arzthaftung stellt sich dann die Frage, ob der Patient neben dem Schmerzensgeld auch noch weitere Schadensposten geltend machen kann. Ist der Behandlungsfehler bewiesen, so hat der Patient Anspruch auf den Ersatz aller Schäden: dazu gehört neben dem Haushaltsführungsschaden auch der entgangene Gewinn und natürlich ein angemessenes Schmerzensgeld. Ärztepfusch ist kein Kavaliersdelikt! Leider ist es häufig nicht leicht dem Arzt den Behandlungsfehler nach zu weisen…
09.02.2012
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