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Die Menschenwelt vibiriert unter zunehmenden Spannungen

05.07.2017 • 09:22 Uhr • Politik, Recht & Gesellschaft
Bild: Die Menschenwelt vibiriert unter zunehmenden Spannungen
Prof. Querulix, „Rien ne vas plus...
Prof. Querulix, „Rien ne vas plus...", eBook (ISBN 978-3-943788-43-3), 286 S., 9,95 Euro

(openPR) „Ob man es Fortschritt nennen kann, daß die urmenschlichen Instinkte inzwischen zum Teil durch den Unverstand ersetzt wurden?“ (Prof. Querulix)

Deutschland kommt mit der Sicherung der sozialen Zukunft seiner Bevölkerung nicht nur nicht voran, sondern treibt sogar mit zunehmendem Tempo zurück. Die „christliche“ Partei des Weiter-So! hat gerade ihr Wahlprogramm vorgelegt, das die soziale Schieflage offensichtlich perpetuieren soll. Wer aber – sei es zu Recht oder zu Unrecht – glaubt, von diesen Plänen zu profitieren, wird der Partei bei den kommenden Wahlen sicherlich seine Stimme geben. Das große Geld wird (nicht nur) Deutschland weiterhin regieren und immer mehr Menschen zu Mitteln seiner Zwecke erniedrigen.



Ob das die Widerstandskraft und die Selbstbehauptungskräfte unseres Landes angesichts der bevorstehenden weltweiten Turbulenzen stärkt?

Wahrscheinlich ist das der Geld- und Macht-„Elite“ gleichgültig. Wenn die Herde ängstlich und verschüchtert ist, lassen sich Demokratie und bürgerliche Freiheit leichter begrenzen oder ganz beseitigen. Das sollte das Regieren zum Nutzen des großen Geldes eher vereinfachen. Wer hellhörig genug ist, bemerkt vermehrt Gesetze und Gesetzesinitiativen, die heimlich still und leise das befördern, was sich dann eines gar nicht mehr so fernen Tges als „kontrollierte Demokratie“ oder als „gelenkte Demokratie“ entpuppen könnte. Der weitere Weg führt dann vielleicht über zunehmende Kontrolle und Gängelung der Bevölkerung – unter anderem z.B. durch Abschaffung des Bargeldes – in einen autoritären Staat und schließlich in eine Diktatur der Geld-„Elite“.

Die Rahmenbedingungen für die Einschränkungen der bürgerlichen Rechte und Freiheiten sind weltweit perfekt. Politische Spannungen und Kriege breiten sich überall aus. In der islamischen Welt haben die Spannungen jetzt über die bisherigen Kriegsgebiete hinaus auf weitere Länder übergegriffen. Ob es gelingt, sie einzudämmen, ist fraglich. Ebenso fraglich ist, ob der Wille dazu existiert. Verunsicherte Menschen tolerieren schließlich die Einschränkung ihrer Rechte leichter.

Hinzu kommt der technologische Fortschritt, der in wenigen Jahren das Problem der Arbeitslosigkeit und der prekären Beschäftigungen in eine ganz neue Dimension katapultieren wird. „Der Fortschritt ist eine Veranstaltung, bei der die Schädigung Unbeteiligter billigend in Kauf genommen wird“, meint Prof. Querulix. Die Frage ist nur, wie die Politiker mit den absehbaren sozialen Folgen umgehen werden. Wir dürfen gespannt und besorgt sein.

Die Menschenwelt vibriert. Es ist die Unruhe, die eine Herde überkommt, die Unheil fürchtet. Nordkorea provoziert unter seinem Führer Kim Jong-un weiterhin seine Nachbarn und die USA mit seinen Raketentests und riskiert damit einen vernichtenden Gegenschlag. Andererseits stärkt die inszenierte Bedrohung von Land und Volk, die Stellung des Diktators. Wie lange die USA, Japan, aber auch China sich das mit ansehen werden, ist ungewiß. Endlos werden sie sich vermutlich nicht provozieren lassen und vor allem nicht riskieren, daß der nordkoreanische Machthaber eines Tages tatsächlich noch Unheil anrichtet.

Spionage und die Gefahr von Cyberattacken nehmen zu. Der deutsche Verfassungsschutz wirft unter anderem Russland, China, dem Iran und der Türkei wachsende Spionageaktivitäten in Deutschland vor. Sie dürften aber längst nicht die einzigen sein. Cyberattacken sind inzwischen zu einer permanenten Bedrohung geworden und werden in künftigen Kriegen eine maßgebliche Rolle spielen. Die wenigsten potentiellen Ziele im Bereich staatlicher Verwaltung und Infrastruktur sowie bei Wirtschaftsbetrieben sind bisher ausreichend geschützt.

An den Börsen der Welt kommt allmählich Angst auf. Die prallen Spekulationsblasen werden den Akteuren allmählich unheimlich. Was sie lange vergessen hatten, kommt ihnen allmählich wieder ins Bewußtsein: Börsenkurse können sich nicht dauerhaft von der politischen und wirtschaftlichen Realität entfernen. Um das US-Dollarprivileg zu halten, dreschen Bankster als nützliche Idioten der Herrschenden immer wieder wie besessen mit sogenanntem Papiergold und Papiersilber (Derivaten) auf die Gold- und Silberkurse ein, um Anleger zu verscheuchen, die sich vor dem Platzen der Aktien- und Anleihenkurse in Sicherheit bringen wollen.

Das Dollarprivileg ist nicht zu halten. Die Bereitschaft anderer Länder, den US-Dollar als Handels- und Reservewährung zu akzeptieren (und damit die USA ad infinitum kostenlos zu finanzieren), geht infolge der immensen Verschuldung der USA und des keineswegs erfreulichen Zustands ihrer Wirtschaft kontinuierlich zurück. Man darf gespannt sein, wie sich die USA angesichts des unaufhaltsamen Vertrauensverlustes großer und starker Länder gegenüber ihrer Währung verhalten. Die jahrzehntelang vernachlässigten Ursachen der Malaise werden sie nicht beseitigen können.

Am 7. Und 8. Juli werden sich unter immensem Aufwand die politischen Vertreter der G20-Staaten in Hamburg treffen. Eigentlich wird es höchste Zeit, die wachsende Unruhe in der Welt mit vernünftigen Vereinbarungen hinsichtlich der grundlegenden Menschenrechte und des Respekts vor der Souveränität der Staaten sowie für wechselseitig akzeptierte Standards im Umgang mit der Umwelt und für Währungs-, Wirtschafts- und Handelspolitik einzudämmen. Wir sollten uns aber keine großen Hoffnungen machen. Für den amerikanischen Präsidenten war Umweltschutz gestern, und an der Misere der amerikanischen Wirtschaft sowie dem sozialen Niedergang des Landes sind für ihn nicht die Amerikaner, sondern andere Schuld. Aber machen wir uns nichts vor: auch bei den anderen Teilnehmern steht Einigkeit allenfalls an der Fassade.

Ob die „Ode an die Freude“, die vor den Versammelten Staatsgästen und ihrer Entourage in der Elbphilharmonie aufgeführt werden soll, die Gemüter erleuchten wird? In der Europäischen Union, deren Hymne sie ist, hat sie bisher nicht erhellend gewirkt. Von „sozialen Bund“ und Zwischenmenschlichkeit ist nicht mehr zu spüren als sonst wo in der Welt. Aber der erdenrundweite Bund aller Menschen soll ja auch erst am Ende kommen, vermutlich erst nach der Apokalypse, nachdem eine erneuerte Menschheit begriffen hat, daß ihr die Götter nur dann zum ewigen Glück verhelfen, wenn sie sich mit Vernunft und vereinten Kräften selbst darum bemühen.

Bis dahin werden die Götter die Menschentiere weiter strafen, die sich aufgeschwungen haben, sich die Erde mit allem, was darauf lebt (einschließlich ihrer schwächeren Mitmenschen) Untertan zu machen, ohne im Geringsten deren Würde, Rechte und Bedürfnisse zu achten.

Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das fragwürdige Treiben der Menschentiere. Seine unerfreulichen Befunde sind in der eBook-Reihe „Tacheles“ dokumentiert. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste Band im Umfang von 264 Seiten trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort zum Preis von 9,95 Euro erhältlich.

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