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Öffentliche Ordnung: Wie der Herr, so’s G‘scherr

13.06.201709:26 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Öffentliche Ordnung: Wie der Herr, so’s G‘scherr
Prof. Querulix,
Prof. Querulix, "Tacheles", zeitgeschcihtliche Beobachtungen und Kommentare, eBooks, je 9,95 Euro

(openPR) Der Menschenkenner Mark Twain hat einmal gesagt: „Alles, was man im Leben braucht, sind Ignoranz und Selbstvertrauen.“ So wird man auch Politiker und übernimmt eine Verantwortung von der die allermeisten, die sich erfolgreich in staatliche Führungspositionen drängeln (oder vom Schicksal hineingespielt werden), offensichtlich gar keine Vorstellung haben. Oder es ist ihnen vollkommen gleichgültig.



Bald wird das G-20-Spektakel das Hamburger Alltagsleben verheeren. Übungen aller Art führen schon seit längerem zu teils erheblichen Behinderungen und Belästigungen der arbeitenden und Steuern zahlenden Bevölkerung, kosten sie viel Zeit und auch nicht selten auch Geld. In den offiziell berechneten Kosten des Spektakels sind diese Kosten der Bürgerinnen und Bürger nicht enthalten. Wie hoch die gesamten Kosten am Ende sein werden, weiß deshalb niemand. Sie werden aber immens sein und wenn es nicht gelingt Krawalle zu verhindern, könnte ein gewaltiges Sümmchen dabei herauskommen.

Eigentlich brauchten wir, brauchte die schöne Hansestadt das viele Geld woanders und es wäre dort auch nützlicher ausgegeben. Zum Beispiel für ausreichende Kitaplätze, für die Ganztagsbetreuung von Schulkindern, für anständige Gehälter in sozialen Berufen und – nicht zuletzt für die Sicherung der öffentlichen Ordnung. Denn Anstand und Sitten verwildern bei allzu vielen Zeitgenossen zusehends und der Respekt vor den Mitmenschen nimmt ab. Die Oberschlaumeier auf den am besten bezahlten politischen Positionen haben jahrelang an der Polizei gespart – allerdings nur, soweit sie als gefährdete Personen nicht selbst betroffen waren. Jetzt merken sie, daß dies die größte anzunehmende Dummheit (gaD) war, die man als Verantwortliche für die öffentliche Ordnung machen kann. Die Polizei ist personell dramatisch unterbesetzt. Aber es ist zunächst einmal zu spät. Denn ausgebildete Polizeibeamte wachsen nicht von selbst. Man muß erst einmal Zeit und Geld in ihre Ausbildung investieren. Bis dahin verludert die Öffentliche Ordnung weiter.

Erst Gehirn einschalten, dann handeln. Wer nicht ausbildet, sollte auch nicht über Fachkräftemangel klagen, denn dieser ist eine notwendige Folge davon, wenn die Aufgaben die gleichen bleiben oder sogar noch weiter anwachsen. Letzteres ist zweifellos bei der Sicherung der Öffentlichen Ordnung der Fall, wie beliebig vermehrbare Beispiele zeigen.

In Hamburg ist z.B. das Parken im Halteverbot und sogar auf deutlich gekennzeichneten Flächen wie für Feuerwehrzufahrt inzwischen zur Normalität geworden. Die Polizei bringt – auf Aufforderung durch betroffene Anlieger – zwar Strafzettel an den betreffenden Fahrzeugen an, kümmert sich aber nicht weiter um die Gefährdungssituation. Der Gefahr, die von der Blockade ausgeht, begegnet sie auch auf mehrfache Aufforderung nicht. So erzieht man nicht zur Gesetzestreue. So schafft man rechtswidrig Gefahrenpotentiale und es stellt sich die Frage der Amtspflichtverletzung und der Haftung für mögliche Folgeschäden.

Die durch polizeiliche Untätigkeit geradezu provozierte notorische Mißachtung von (sicherheitsrelevanten) Vorschriften führt – jetzt schon deutlich erkennbar – zu einer Verluderung der Sitten. Steht erst ein Fahrzeug auf der deutlich gekennzeichneten Feuerwehrzufahrt, kommt schnell ein zweites Dazu. Man fragt sich zwar, was in den Gehirnen dieser Autofahrer zugeht und ob die wirklich psychisch reif genug sind, ein Kraftfahrzeug zu führen. Man fragt sich aber auch, was das für Polizeibeamte si
nd, die ihre Dienstpflichten notorisch versäumen.
Es ist abzusehen, wohin die grobe Fahrlässigkeit und Amtspflichtverletzung der für die öffentliche Ordnung Verantwortlichen führen wird: Der Respekt vor sinnvollen und im Interesse des Wohles der Allgemeinheit aufgestellte Regeln wird schnell weiter erodieren und immer mehr Menschen werden sich ihre „Regeln“ selbst machen.

Wozu bezahlen wir Politiker und Verwaltungsbeamte, wenn diese ihre Pflichten nicht erfüllen? Wozu wählen wir Parteien, die offensichtlich unfähig sind, die Öffentliche Ordnung zu gewährleisten – das Mindeste, was die Bürgerinnen und Bürger von ihren „Eliten“ erwarten?

Sind Politiker und politische Beamte unfähig, solche Entwicklungen vorauszusehen oder sich wenigstens mit Menschen zu umgeben, die das können? Wahrscheinlich ist eher fehlendes Interesse an diesen Vorgängen. Man genießt seine Privilegien, vergißt aber wer sie einem mit welchen Erwartungen verliehen hat.

Mitschuldig sind an der Verluderung von Anstand und Sitten sind auch die tumben Dulder, die gleichgültigen vom Versagen der verantwortlichen Politiker und Beamten Betroffenen, die sich um nichts kümmern, was sie nicht unmittelbar betrifft. Diese Zeitgenossen sind die geborenen Underdogs, mit denen künftige autoritäre Herrscher wieder machen können und machen werden, was sie wollen. Die Saat für eine Radikalisierung der Gesellschaft geht für die meisten unbemerkt und schneller auf als sie es für möglich halten. Die deutsche Geschichte hat vor nicht einmal drei Generationen ein fulminantes Beispiel dafür geliefert. Aber wer weiß das heute schon?

Unfähigkeit und Pflichtvergessenheit der für Staat und Gesellschaft Verantwortlichen gehören zu den Themen, über die Prof. Querulix Tacheles redet. Sieben Sammelbände mit seinen Beobachtungen und Kommentaren sind inzwischen als eBooks im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort wie in jeder guten (Internet-)Buchhandlung für je 9,95 Euro erhältlich. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“, eBook (ISBN 978-3-943788-43-3).

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