(openPR) Berlin/Beijing, November 2013: Die Städtepartnerschaftsfeierlichkeiten "20 Jahre Berlin-Beijing" im Jahr 2014 werfen ihre Schatten voraus. Grund genug für die in der Hauptstadtregion Berlin aktiven Netzwerkvertreter und Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft, Wissenschaft und Sport mit der Errichtung des China-Forums Berlin neue Maßstäbe zu setzen. Ein deutliches Signal zugleich für das nächste denkwürdige Ereignis: 2014 jährt das Ende des deutschen Mandatsgebiets in China zum 100. Mal. In seiner Ansprache zur Gründungsversammlung des China Forum Berlin nahm der Präsident des ebenfalls neu errichteten Trägervereins, des Deutsch-Chinesischen Kultur- und Wirtschaftsforums Berlin und Beijing e.V. hierzu Stellung: Aus der Ansprache: "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Chinafreunde,
lieber Rene Wilmes, lieber Andreas Paetz, Vorsitzender der RVG Hellas Titania und offizieller Vertreter des Landesruderverbands Berlin,
liebe Herren Bürgermeister Kleebank und Naumann und natürlich liebe Frau Thiemen, die Vorgängerin in Charlottenburg-Wilmersdorf,
lieber Herr Chen Ping als Vertreter des Botschafters,
liebe Mitinitiatoren und liebe, seit langem verbundene Freunde.
Auch ich möchte Sie ganz herzlich im Namen des Deutsch-Chinesischen Kultur und Wirtschaftsforums begrüßen und mich bei der RU Arkona für die gewährte Gastfreundschaft bedanken.
Gestatten Sie mir, dass ich Ihnen einige Beweggründe zur Durchführung dieser Veranstaltung schildere und dann aus diesem Kontext heraus, einige unserer zahlreichen Gäste vorstelle.
Wir, das Deutsch-Chinesische Kultur- und Wirtschaftsforum, sind ein noch sehr junger und noch kleiner Verein, gerade erst im Mai 2013 gegründet. Wir kommen aus verschiedenen Bereichen der Gesellschaft und jeder bringt sich ein. Leider muss unser Mitglied aus Peking heute in an einer anderen, ebenso wichtigen Konferenz in Schanghai teilnehmen, ich möchte ihn dafür entschuldigen.
Wir wollen den Blick nach vorne richten aber nicht außer Acht zu lassen, was in der Vergangenheit geschehen ist. Zwei runde Zahlen spielen dabei im nächsten Jahr eine wichtige Rolle:
•Die Partnerschaft zwischen Berlin und Peking besteht dann seit 20 Jahren und
•vor 100 Jahren endete das Deutsche Abenteuer in China mit der Niederlage der Deutschen und Österreich-ungarischen Truppen gegen Japan vor Qingdao.
In der ersten Hälfte dieser Hundert Jahre fielen mehr als 75 Millionen Menschen Kriegen zum Opfer, an denen unsere beiden Länder beteiligt waren aber in den zweiten 50 Jahren wurde in beiden Ländern viel unternommen, damit sich diese Ereignisse nicht wiederholen.
Einen kleinen Beitrag dazu konnten auch die Berliner Ruderer leisten. Im Vorfeld zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking nahmen wir Kontakt zu den entsprechenden Organisationen dort auf und die sich daraus entwickelnde Beziehung ist eine eigene Erfolgsgeschichte. Seit 2006 weilten 7 Delegationen in unseren beiden Städten. Höhepunkte waren dabei aus unserer Sicht
•der Spaziergang auf dem Boden der einige Tage später mit Wasser gefüllten Olympischen Regattaanlage 2006
•die Teilnahme von 2 Pekinger Achter-Mannschaften (Frauen und Männer) an der Regatta „Quer durch Berlin“ und
•der Besuch von 20 Ehrenamtlichen aller Berliner Rudervereine 2011 in Peking mit dem gemeinsamen Rudern in Gig- und Rennbooten.
Diese Erlebnisse und positiven Erfahrungen haben uns miteinander verbunden. Trotz der hohen Sprachbarriere entstanden hier feste Freundschaften und wir alle können den Beweis für den hohen Stellenwert dieser Kooperation auch in Peking sehen. Extra angereist ist die Delegation der Sportbehörden, der Wassersportorganisation Peking und der Lucheng-Sports-School, um an dieser Veranstaltung heute Abend teilzunehmen. Ich möchte Herrn Yuan Zheng und Frau Zhang Bei ganz herzlich unter uns begrüßen.
Diesen Erfolg verdanken wir der Tatsache, dass beide Seiten nach der Erkenntnis, dass wir voneinander profitieren können, bereit waren,
•aufeinander zugehen, um uns Kennenzulernen - statt misstrauisch gegenüberstehen und
•der Wille, die Zukunft dieser Beziehungen im Rahmen des Möglichen selber zu gestalten.
Der Sport bietet ideale Möglichkeiten. Gemeinsames Tun verbindet und gerade für uns Ruderer ist die Feststellung „ wir sitzen in einem Boot“ keine Phrase.
Miteinander Sport treiben, miteinander singen, tanzen oder Aufgaben lösen, dazu gehört mit Sicherheit auch „faires Handeln“ – das verbindet! Sicher, das sind Binsenweisheiten, –aber es ist doch so schwer in die Tat umzusetzen…
Es braucht die Menschen, die sich darauf einlassen!
Wir wollen nicht nur über Freundschaften reden, sondern Verbindungen initiieren, aus denen Freundschaften wie selbstverständlich entstehen.
Mit dieser Intention sind wir bei den Mitinitiatoren dieser Veranstaltung auf offene Ohren und Türen gestoßen und ich bedanke mich hier noch einmal bei der
•dem Botschafter der Volksrepublik China in Deutschland
•den Bürgermeistern von
Spandau und Charlottenburg-Wilmersdorf.
Wir wollen den Gedanken der Partnerschaft zwischen Beijing und Berlin auf die Ebene zu transportieren, die den Bürgern unserer Städte viel näher sind:
•Auf kommunale Aktivitäten,
•auf Gruppen, die sich mit Kultur und Wissenschaften beschäftigen,
•auf Verbände und Vereine, in denen sich der Sport organisiert.
Ich freue mich, dass Sie liebe Gäste unserer Einladung gefolgt sind und darüber, dass einige von Ihnen auch mit einem Redebeitrag die Etablierung dieses Forums als eine Plattform zum aktiven Dialog unterstützen wollen.
Ganz besonders begrüße ich dazu
•den langjährigen Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen, Er hat maßgeblich zur Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Berlin und Peking beigetragen hat,
•ich freue mich, dass die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses von Berlin Frau Anja Schillhanek mit ihrer Anwesenheit diese Initiative unterstützt,
•Ich begrüße den Ehrenbürger der Stadt Shanghai, Herrn Dr. Martin Posth und
•Botschafter und früheren Staatsrat für Wirtschaft der Hansestadt Hamburg Volker Schlegel,
•Vertreter der Bundesregierung, insbesondere des Auswärtigen Amts
•Herrn Gerd Kronmüller, Stellv. Protokollchef des Landes und Frau Esther Keller, die in der Vergangenheit die Aktivitäten des LRV immer unterstützt hat,
•die Abgeordnete des Deutschen Bundestags Kordula Schulz-Asche und des Berliner Abgeordnetenhauses Frau Dr. Hiller und Herrn Robert Schaddach,
•die Stadträte der Berliner Stadtbezirke, sehr geehrte Staatssekretäre (im- und heute Abend nicht gänzlich außer Dienst),
•Herrn Chen Ping, Leiter der Kulturabteilung der Botschaft der VR China
•den Leiter der Wirtschaftsabteilung der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Zhang Jiaqing,
•Gerne hätte ich auch den Ehrenpräsidenten des Landessportbundes Berlin Herrn Peter Hanisch, der der Vater des Sportabkommens zwischen Berlin und Peking, persönlich begrüßt. Er weilt zurzeit nicht in Berlin, er nimmt an einem Trainingslager der Leichtathleten im Süden teil, er hat mich aber gebeten, Ihnen mitzuteilen, dass wir jederzeit auf seine Unterstützung rechnen können. Dieselbe Unterstützung hat mir auch der Präsident des LSB Klaus Böger zugesichert, der heute leider ebenfalls nicht anwesend sein kann.
Liebe Gäste, es ist mir eine besondere Freude, Sie alle heute hier herzlich im Namen aller Initiatoren der Errichtung des China Forum Berlin begrüßen zu dürfen- Ich räume meinen Platz jetzt für den Bürgermeister der Zitadellenstadt Spandau. Herrn Hartmut Kleebank.
Weitere Informationen:
Rudersport und internationale Sportbeziehungen
RUDER-UNION ARKONA BERLIN -1879- E.V.
in Spandau, Scharfe Lanke 71-73, 13595 Berlin (Spandau), 030 / 361 13 13
Deutsch-Chinesisches Kultur- und Wirtschaftsforum zu Berlin und Beijing e.V.
Präsident Werner Stahr, Stellvertretender Präsident Jiangang Li (Kaiserlicher Ahnentempel, Beijing)- Finanzvorstand Eberhard J. Trempel (Berlin) |
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