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Eine Lobby gegen Mobbing?

19.12.200507:57 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Eine Lobby gegen Mobbing?

(openPR) Mobbing, Recht und Richterschaft

Mobbingfälle sind leider keine Einzelfälle in unserem Land, Mobbing findet täglich irgendwo vielfach in Deutschland statt! Mobbing scheint insbesondere im Öffentlichen Dienst üblich zu sein, ein Staat oder deren Regierung, Politiker und Richterschaft, die so etwas zulassen, werden jeden Tag unglaubwürdiger!



Ich habe es selbst erlebt, ich war 30 Jahre Angestellter im Öffentlichen Dienst, habe mir nie etwas zu Schulden kommen lassen, ich habe meine Arbeit gerne und engagiert gemacht. Ich habe mich an Dienstanweisungen gehalten, und das allein war schon ein Grund, dass ich von den Vorgesetzten zum Mobbingopfer gemacht wurde!
Ich habe mich gewehrt, alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt, mich z.B. an den Arbeitsschutz, Genossenschaft, Ministerien, Petitionsauschuss und vieles mehr mit meinen Hilferufen gewendet.
Erst als letztes Mittel habe ich eine Klage eingereicht, aber auch auf dem Gericht wurde noch dem Motto: " Eine Krähe hackt der anderen doch kein Auge aus" mein Fall entschieden. Auch konnte ich Datenschutzverletzungen in den Unterlagen meiner Personalakte feststellen.

Gleich als die Gerichtsverhandlung begann, sagte die Richterin am Arbeitsgericht in Berlin: - „Ihre Klage wird kein erfolg haben!“ Obwohl in der Klageschrift auf über 30 Seiten die Mobbingsituation geschildert wurde, es wurden Zeugen genannt und vieles mehr, alles wurde vom Gericht oder besser von dieser Richterin ignoriert!

Und als die Richterin dann sagte, die erneute Versetzung sei OK und ich werde diese hinnehmen müssen, kam von der Vertreterin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz Berlin die Bemerkung: “Na ja wir werden schon einen Weg finden, Herrn M. zu kündigen!“
Spätestens zu diesem Zeitpunkt hätte doch diese Richterin und deren Beisitzer hellhörig werden müssen! Oder?

Ich habe dann der Dienstelle einen Auflösungsvertrag vorgeschlagen, die Abfindung war nicht gerade doll, aber so habe ich wenigstens den Mobbern die Möglichkeit nehmen können, mich wie "Müll" zu entsorgen.

Traurig nur, dass die Täter/innen diese Abfindungen nicht bezahlen müssen, nein, die werden dann von unser allen Steuergeldern bezahlt!

Diese Leute, Beamte, sie mobben noch immer! Solange diese Herrschaften dies ungestraft tun dürfen, wird immer schön weiter gemobbt!

Die Ursache ist, dass Vorgesetzte oft Persönlichkeitsprobleme haben. Nach einer Studie sollen 70 Prozent der deutschen Führungskräfte neurotisch gestört sein. "Sie schikanieren ihre Untergebenen aus Mangel an Selbstbewusstsein. Sie fühlen sich von starken Mitarbeitern bedroht." Bossing-Opfer sind in der Regel keine Drückeberger oder Faulpelze, sie sind fleißig und kreativ. Führungskräfte und Kollegen fühlen sich dadurch bedroht.
Auch Umstrukturierungen ( so war es bei mir) und ein mieses Betriebsklima führen zum Bossing. Die Opfer sind quasi die ausgewählten Sündenböcke und Blitzableiter für den Frust von Chefs und Kollegen. Nachfragen zu Arbeitsabläufen können ebenfalls zum Bossing führen.

Leider ist es auch der Öffentliche Dienst mit seiner hierarchischen Struktur, der es den Tätern immer wieder leicht macht, neue Opfer zu terrorisieren, da dort die Beschaffung von Gründen aus Sicht der Dienststellenleitung rechtlich abgesichert scheint.

Arbeitsrechtliche Maßnahmen gegen MitarbeiterInnen werden gerne in Anspruch genommen, damit wird dann bezweckt, die nervliche und damit gesundheitliche Zermürbung des Opfers als Zweckerreichung einer Kündigung des Opfers (Druckkündigung) zu erreichen. Hinzu kommen dann auch noch Anweisungen, Schikanen, Unterstellungen und Demütigungen auf Zersetzung der Persönlichkeit des Opfers.
Laut Thüringer Urteil verletzt dieser Psychoterror nicht nur die Menschenwürde, sondern berührt auch die Grenze zur strafbaren Körperverletzung. Nur leider hat dieses eine Urteil bisher nicht für das erhoffte Umdenken in der der deutschen Rechtsprechung und Richterschaft geführt.

Die Richterschaft sollte mal darüber nachdenken, ob sie sich nicht zu Mittätern macht, wenn sie Unrecht oder ignoriert zulässt.

Ich zähle mich nicht zu den radikalen Mobbinggegnern, noch glaube ich daran, dass alle, die in unserem Staat die Möglichkeit haben, mit rechtstaatlichen Mitteln, etwas gegen Mobbing unternehmen werden.

Aber mit Entsetzen kann man immer häufiger z.B. in Internet Anti-Mobbing-Foren lesen, dass eine Handvoll von Mobbinggegnern immer radikaler wird.

Diese wurden bereits von Richter Dr. Wickler (Vizepräsident des Landesarbeitsgericht in Thüringen) ermahnt, nicht die Methoden der Täter anzunehmen, dies allerdings nur, weil dort im Forum über einen Richter und dessen Fehlurteil im Zusammenhang von Mobbing diskutiert wurde.

Dr. Wickler sagte in einem oder zu einem Urteil des Landesarbeitsgerichtes Erfurt vom 15.02.2001:

"Der Staat, der Mobbing in seinen Dienststellen und in der Privatwirtschaft zulässt oder nicht ausreichend sanktioniert, kann sein humanitäres Wertesystem nicht glaubwürdig an seine Bürger vermitteln und gibt damit dieses Wertesystem langfristig dem Verfall preis."

Nun macht es sich da Richter Dr. Wickler nicht zu einfach?

Wenn der Staat schon versagt, warum handeln dann nicht die Richter und Richterinnen. Die bestehenden Gesetze sollten schon ausreichen, um Menschen vor Mobbing zu schützen, dies wird so auch von den Politikern gesagt.
Ich bin mir da nicht so sicher, ob bei Mobbing nur der Staat zu Sanktionen gegen Mobbing in die Pflicht genommen werden muß, sehr geehrte Richterinnen, Richter und Staatsanwälte?

"Wer schweigt, macht mit, wer Unrecht zulässt, stärkt es."

Mobbingopfer haben in unserer Gesellschaft, Staat, Bundestag und Richterschaft leider keine Lobby, das sollte sich schnellstens ändern.

Ich wünsche allen ein schönes Weihnachtsfest, nutzen Sie die Feiertage zum Nachdenken.

Feedback ist erwünscht.

Berlin, 19. Dezember 2005
Klaus-Dieter May
http://www.mobbing-hilfe-recht.de

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