openPR Recherche & Suche
Presseinformation

RECHTLEGAL - Newsticker 40/2005 vom 24.10.2005

24.10.200508:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 40/2005 vom 24.10.2005
Anwaltskanzlei Kronenberghs
Anwaltskanzlei Kronenberghs

(openPR) Arbeitsrecht - Klagfrist Kündigungsschutzklage

Dass ein Arbeitnehmer, auf den das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) Anwendung findet, innerhalb einer Ausschlussfrist von drei Wochen nach Erhalt der Kündigung Klage erheben muss, sollte allgemein bekannt sein. Ebenso bekannt sollte sein, dass die Versäumung der Klagfrist zur Wirksamkeit der ausgesprochenen Kündigung führt.



Was passiert, wenn der Arbeitnehmer sich darauf beruft, er kenne diese Frist nicht, hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Schleswig-Holstein zum Az. 2 Ta 105/05 entschieden. Es hat geurteilt, dass wegen Unkenntnis über diese Frist eine verspätete Zulassung der Klage nicht in Betracht kommt. Begründet wird dies damit, dass ein Arbeitnehmer diese grundsätzliche Frist kennen muss.



Arbeitsrecht - privates Telefonieren am Arbeitsplatz

Bis zum Landesarbeitsgericht (LAG) Köln gingen tägliche, zehnminütige Privatgespräche eines Arbeitnehmers während der Arbeitszeit.

Zum Az. 4 Sa 1018/04 entschied das LAG Köln, dass immer dann, wenn der Arbeitgeber kein ausdrückliches Verbot von privaten Telefonaten erteilt, privat telefoniert werden darf. Nur darf ein angemessenes Maß nicht überschritten werden. Dieses angemessene Maß hat das LAG Köln nun mit etwa 10 Minuten täglich festgesetzt.

Das Team von RECHTLEGAL merkt an, dass sich das Gericht damit in der Linie anderer Arbeitsgerichte befindet, die etwa 10 bis 15 Minuten privates Internet-Surfen, wenn kein Verbot erteilt worden ist, ebenfalls tolerieren.



Versicherungsrecht - Zahlung in zwei Wochen bei klarer Sachlage

Ist der Sachverhalt eindeutig, muss der Versicherer binnen einer Frist von längstens 14 Tagen den Schaden regulieren. In dem vor dem Amtsgericht (AG) Erlangen zum Az. 1 C 1787/04 entschiedenen Fall hatte die Versicherung nicht nur die anwaltich gesetzte Frist von zwei Wochen um mehr als eine Woche verstreichen lassen, sondern darüber hinaus erheblich weniger als gefordert gezahlt. Dies ist verspätet. Also hat die Versicherung auch die Verfahrensmehrkosten zu zahlen.



Arbeitsrecht - Kündigung bei Betriebsübergang

Das Bundesarbeitsgericht hat sich zum Az. 8 AZR 398/04 mit der Klage eines Arbeitnehmers gegen eine Kündigung befasst. Der Arbeitgeber hatte seinen Betrieb auf einen Dritten veräußert, der Arbeitnehmer dem Betriebsübergang widersprochen. Dieser Widerspruch führte dazu, dass er weiter beim bisherigen Arbeitgeber verblieb. Da dieser für ihn keine Beschäftigung hatte, kündigte er ihn - was grundsätzlich so zulässig ist - betriebsbedingt fristgemäß.

Hiermit allerdings war der Arbeitnehmer nicht einverstanden, der davon ausging, er sei über den Betriebsübergang nicht ordnungsgemäß unterrichtet worden. Deshalb sei die Kündigung unwirksam.

Dieser Sichtweise des Arbeitnehmers hat mit obigem Urteil das Bundesarbeitsgericht widersprochen, zu Recht, wie das Team von RECHTLEGAL meint.



Verkehrsrecht - Initiative gegen Feinstaubbelastung

Der Bundesrat hat eine Initiative gegen die Feinstaubkontaminierung in Angriff genommen. Zunächst ist geplant, für Pkw, Lkw und Busse, nach deren Schadstoff-Ausstoß gestaffelt, Plaketten einzuführen, um dann bei hoher Belastung in den Städten für bestimmte Fahrzeuggruppen Fahrverbote aussprechen zu können.

Das Team von RECHTLEGAL meint: "Schaun mer mal ...".



Kapitallebensversicherung - Kündigung

Mit Rechtstipp Oktober 2005 hat das Team von RECHTLEGAL ausführlich über ein aktuelles Urteil des Bundesgerichtshofs, verkündet am 12.10.2005, berichtet.

Nunmehr liegt auch das Aktenzeichen vor, das wir nachreichen, nämlich IV ZR 162/03.



Verkehrsrecht - Schuld beim Auffahrunfall

Regelmäßig trägt der mit seinem Auto Auffahrende die Alleinschuld. Es kann aber auch andere Konstellationen geben, wie ein Fall, der bis zum Saarländischen Oberlandesgericht (OLG) ging, bewies, dass diesen zum Az. 4 U 209/04-31/05 entschied. Hierbei hatte der Vordermann einen unachtsamen Spurwechsel durchgeführt, wodurch erst der dahinter Fahrende auffuhr.

Über immerhin drei Instanzen wurde festgestellt, dass nicht immer der Auffahrende beim Verkehrsunfall die Alleinschuld trägt, was aber auch vorher durch viele Urteile bereits feststand.



Aktienrecht - verbesserter Anlegerschutz

Anlegerschützer haben von der neuen Bundesregierung erhöhten Schutz der Aktionäre vor "Machenschaften" von Managern gefordert.

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz geht sogar so weit, dass sie verlangt, dass eine Schadenersatzpflicht von Managern gegenüber Aktionären bereits dann greift, wenn diese grob fahrlässig informieren. Außerdem soll in diesen Fällen unbeschränkt für den Schaden der Betroffenen von Seiten der Vorstandsmitglieder gehaftet werden.



Filialschließung - Ordnungsgeld gegen Lidl

Das Arbeitsgericht Pforzheim (das Aktenzeichen liegt dem Team von RECHTLEGAL noch nicht vor) hat gegen den Discounter Lidl wegen der durch die Presse gegangenen Schließung einer Filiale in Calw ein Ordnungsgeld von EUR 100.000.- verhängt und damit die rechtswidrige Schließung entgegen einer einstweiligen arbeitsgerichtlichen Verfügung sanktioniert.



Abschließend noch ein Hinweis in eigener Sache: Ältere newsticker-Ausgaben finden Sie in unserem Archiv.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 65272
 136

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „RECHTLEGAL - Newsticker 40/2005 vom 24.10.2005“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von RECHTLEGAL - Anwaltskanzlei Kronenberghs

Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 39 + 40/2007 vom 10.10.2007 - Arbeitsrecht - zweistufige AusschlussfristBild: RECHTLEGAL - Newsticker 39 + 40/2007 vom 10.10.2007 - Arbeitsrecht - zweistufige Ausschlussfrist
RECHTLEGAL - Newsticker 39 + 40/2007 vom 10.10.2007 - Arbeitsrecht - zweistufige Ausschlussfrist
Eine so genannte Ausschlussfrist in Arbeitsverträgen ist zulässig, so aktuell wieder einmal das BAG zum Az. 5 AZR 572/04. Bei zweistufigen Ausschlussfristen müssen die wechselseitigen Ansprüche nach Fälligkeit zunächst schriftlich geltend gemacht werden, sodann bei Ablehnung durch die Gegenseite klagweise durchgesetzt werden. Lässt eine Partei des Arbeitsvertrages bereits eine der beiden Fristen verstreichen, verfällt der Anspruch insgesamt. Wenn aber die vereinbarte Frist weniger als drei Monate beträgt, gilt wieder, so auch das BAG, die r…
Bild: RECHTLEGAL Newsticker  Arbeitsrecht - Privatpost auf Kosten des ArbeitgebersBild: RECHTLEGAL Newsticker  Arbeitsrecht - Privatpost auf Kosten des Arbeitgebers
RECHTLEGAL Newsticker Arbeitsrecht - Privatpost auf Kosten des Arbeitgebers
Ein Arbeitnehmer, der seine private Post mittels der Frankiermaschine des Arbeitgebers mit Porto versieht, riskiert ohne weiteres eine fristlose Kündigung, so das Landesarbeitsgericht (LAG) Hessen zum Az. 16 Sa 1865/06. Das LAG hat klargestellt, dass es in diesem Zusammenhang, gerade weil ein erheblicher Vertrauensbruch vorliegt, auf die Höhe des verursachten Schadens nicht ankommt, insbesondere auch ein äußerst geringer Schaden die fristlose Kündigung nach sich zieht. Prozessrecht - Postfach als Parteiadresse unzureichend Das Hessische Fi…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 03/2007 vom 24.01.2007Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 03/2007 vom 24.01.2007
RECHTLEGAL - Newsticker 03/2007 vom 24.01.2007
… angebrachte Schilder mit Hinweisen auf eingeschränkte Winterdienste vermeiden kann, brauchte sich das OLG Hamm nicht zu befassen. In Anbetracht der momentan unsteten Witterung weist das Team von RECHTLEGAL darauf hin, dass in Fällen wie dem entschiedenen in aller Regel auch eine Mitschuld des Geschädigten in Betracht kommt, meist wegen zu schneller und nicht …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 24/2005 vom 24.06.2005Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 24/2005 vom 24.06.2005
RECHTLEGAL - Newsticker 24/2005 vom 24.06.2005
Arbeitsrecht - Ethikregeln bei Wal-Mart Das Arbeitsgericht Wuppertal (das Aktenzeichen liegt dem Team von RECHTLEGAL noch nicht vor) hat beschlossen, dass die Ethik-Richtlinie des Handelskonzerns Wal-Mart unwirksam ist. Weder darf Wal-Mart als Arbeitgeber Regelungen treffen zum Liebes- und Privatleben der dort beschäftigten Arbeitnehmer, noch eine Telefon-Hotline …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 07/2007 vom 22.02.2007Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 07/2007 vom 22.02.2007
RECHTLEGAL - Newsticker 07/2007 vom 22.02.2007
… Arbeitsverhältnis mit der Folge, dass der Arbeitnehmer das Änderungsangebot nicht mehr annehmen kann, wie das BAG zum Az. 2 AZR 44/06 entschieden hat. Das Team von RECHTLEGAL empfiehlt also von Änderungskündigungen betroffenen Arbeitnehmern, auf jeden Fall innerhalb dieser drei Wochen tätig zu werden, und dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass die Änderung akzeptiert …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 17/2005 vom 04.05.2005Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 17/2005 vom 04.05.2005
RECHTLEGAL - Newsticker 17/2005 vom 04.05.2005
… der Antragsteller mit seiner Partnerin bereits seit 27 Jahren zusammen wohnte. Gleichwohl hat das SG Saarbrücken entgegengesetzt (noch nicht rechtskräftig) entschieden. Das Team von RECHTLEGAL hat hierfür keinerlei Verständnis und geht davon aus, dass diese Entscheidung in der nächsten Instanz korrigiert wird. Unabhängig von der Beweislast spricht bereits …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 34/2005 vom 09.09.2005Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 34/2005 vom 09.09.2005
RECHTLEGAL - Newsticker 34/2005 vom 09.09.2005
… gelten, so das LAG Hannover, wenn die Ausschlussfrist im sonstigen Text des Arbeitsvertrages versteckt ist. Steuerrecht - Rentenbeiträge als Werbungskosten Das Team von RECHTLEGAL hat bereits mit newsticker 26/2005 vom 08.07.2005 über die Frage berichtet, ob aufgrund diverser Gesetzesänderungen Rentenbeiträge vollständig als vorweg genommene Werbungskosten …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 02/2006 vom 13.01.2006Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 02/2006 vom 13.01.2006
RECHTLEGAL - Newsticker 02/2006 vom 13.01.2006
… rechtens ist, weil sie in das Persönlichkeitsrecht der Arbeitnehmer unzulässig eingreift und gegen das Grundgesetz verstößt. Allerdings hätte, dies meint das Team von RECHTLEGAL, der Arbeitgeber dieses Ergebnis bereits mit seinem gesunden Menschenverstand vorhersehen können, ohne dass es gerichtlicher Hilfe bedurft hätte. Umsatzsteuer - Reform erst 2008 Es …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 36/2005 vom 26.09.2005Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 36/2005 vom 26.09.2005
RECHTLEGAL - Newsticker 36/2005 vom 26.09.2005
… Interessenvertreter der Krankenhausärzte seien diese radikal unterbezahlt. Im übrigen würde eine solche Gehaltserhöhung die Krankenhauskosten auch nur um 5% steigen lassen. Das Team von RECHTLEGAL meint wie in der Überschrift erwähnt: "Bescheidenheit ist eine Zier ..." Gaspreise - die unendliche Geschichte Die unendliche Gasgeschichte geht weiter. Das Team von …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 28/2005 vom 22.07.2005Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 28/2005 vom 22.07.2005
RECHTLEGAL - Newsticker 28/2005 vom 22.07.2005
… Geschädigten wochenlanges Zuwarten nicht zuzumuten, "... aber so gehe es auch nicht". Offenlegung von Manager-Bezügen - Teil II Mit newsticker 26/2005 hat das Team von RECHTLEGAL berichtet, dass ab Anfang 2007 die Vorstände und Aufsichtsräte von börsennotierten Unternehmen ihre Gehälter offen legen müssen, und vermutet, dass die meisten Hauptversammlungen …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 10/2007 vom 16.03.2007Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 10/2007 vom 16.03.2007
RECHTLEGAL - Newsticker 10/2007 vom 16.03.2007
… Verkäufer Unfallfreiheit zusichert, muss er hierfür einstehen, ansonsten erklären, ihm seien Vorschäden nicht bekannt. Verkehrsrecht - Nummernschild für Harley-Davidson Nach Kenntnis des Teams von RECHTLEGAL ist erstmals eine Harley-Davidson vor das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz gelangt. Dieses hat zum Az. 7 A 10754/06 zur Größe der an Harleys …
Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 50/2006 vom 21.12.2006Bild: RECHTLEGAL - Newsticker 50/2006 vom 21.12.2006
RECHTLEGAL - Newsticker 50/2006 vom 21.12.2006
… bereits mit 60 Jahren in Rente gehen müssen, gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz, so der offizielle Titel des Gesetzes, verstößt. Sobald dem Team von RECHTLEGAL das Aktenzeichen des Verfahrens vor dem Arbeitsgerichts Frankfurt vorliegt, wird dieses nachgereicht. Das Verfahren wird übrigens im März 2007 fortgesetzt. Verkehrsrecht - Rotlicht- …
Sie lesen gerade: RECHTLEGAL - Newsticker 40/2005 vom 24.10.2005