(openPR) Etwa acht Euro sollte ein Arbeitnehmer aus Sicht der Bundesbürger mindestens verdienen
Die Bundesbürger sprechen sich in der aktuellen lohnpolitischen Diskussion um die Alternative von Mindestlöhnen, gesetzliche Lohnuntergrenzen oder das Verbot sittenwidriger Löhne mehrheitlich für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns in Deutschland aus (58%). Jeder Vierte (23%) vertritt demgegenüber die Auffassung, dass die Einführung von gesetzlichen Lohnuntergrenzen als staatliche Regulierungsmaßnahme bereits ausreiche. Ein Verbot sittenwidriger Löhne, die um ein Drittel unter dem branchenüblichen Durchschnitt liegen, halten lediglich 14 Prozent für eine ausreichende Maßnahme. Die restlichen fünf Prozent trauen sich in dieser Frage kein Urteil zu.
Dies zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. 750 Bundesbürger ab 16 Jahren wurden repräsentativ im YouGov Panel Deutschland befragt.
Die Forderung nach flächendeckenden Mindestlöhnen wie sie in anderen europäischen Ländern bereits existieren wird auch von der Hälfte der CDU/CSU-Wähler (50%) und von einem Drittel der FDP-Wähler (34%) unterstützt. Bei den zukünftigen Oppositionsparteien SPD, Grüne und Linke sind es rund drei Viertel, die sich dafür aussprechen.
Acht Euro Stundenlohn wird als Orientierungsmarke betrachtet
Als angemessen sehen die Bundesbürger es im Durchschnitt an, wenn ein Arbeitnehmer in der Stunde mindestens etwa acht Euro verdient. 61 Prozent sprechen sich für Mindestlöhne im Bereich von 7,50 Euro bis 8,50 Euro aus. Die anderen fordern zu etwa gleichen Teilen entweder einen noch etwas höheren oder einen etwas niedrigeren Mindestlohn. Dass der Markt ganz alleine über die Löhne bestimmen sollte, halten nur sieben Prozent der Deutschen für richtig; auch unter den FDP-Wählern vertreten nur 16Prozent diese marktradikale Auffassung.
Lohnniveau aus Sicht der Bundesbürger generell zu niedrig
Das aktuelle Lohnniveau in Deutschland betrachten zwei von drei Deutschen (68%) generell als zu niedrig, 18 Prozent halten dieses für angemessen und nur zwei Prozent als zu hoch. Zwischen den Anhängern der unterschiedlichen politischen Parteien herrscht in dieser Frage überwiegend Einigkeit.





