(openPR) Thema: Mindestlohn
Datum: 11. 04. 2005
Mindestlöhne: Anerkannte Standards anlegen
Unternehmer-Verbände und ihnen nahestehende Institute lehnen Mindestlöhne vehement ab. Dazu erklärt Petra Pau, PDS im Bundestag:
Aktuell werden drei Bedenken gehandelt:
▪ Mindestlöhne könnten zu hoch ausfallen,
▪ Mindestlöhne würden das Lohngefüge verzerren,
▪ und Mindestlöhne wären ein Eingriff in die Tarifautonomie.
Dazu sage ich zwei Mal Nein und einmal Ja-Aber.
▪ Nein, weil Mindestlöhne nicht irgendwie ausfallen dürfen, sondern an rechtlich bereits anerkannte Sozialstandards anzupassen sind. Demzufolge müssten monatliche Mindestlöhne für Ganztags-Arbeit bei ca. 1.400 Euro brutto liegen.
▪ Nein, weil Mindestlöhne das Lohngefüge nicht verzerren, sondern reale Verzerrungen auflösen und weitere verhindern sollen. Von Arbeit muss man leben können, das kann man von Stundenlöhnen zwischen 3 und 5 Euro nicht.
▪ Ja-Aber, weil gesetzliche Mindestlöhne in die Tarifautonomie eingreifen würden, aber nicht mehr, als es bei der gesetzlichen Arbeitszeit längst Usus ist.





