(openPR) Fachliche Autonomie, Selbstachtung und Glaubwürdigkeit sichern
Die Soziale Arbeit muss sich auf anerkannte und genügend operationalisierte Standards verständigen. Nur mit Selbst- und Fremdevaluation kann sie sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die fachliche Selbstständigkeit, die eigene Selbstachtung und die Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit sichern. Das stellen die Autorinnen und Autoren des neuen Themenheftes der Blätter der Wohlfahrtspflege fest, das sich mit den Standards Sozialer Arbeit beschäftigt.
Den Nutzern von sozialen Dienstleistungen böten Standards Transparenz hinsichtlich dessen, was erwartet werden könne und der Kostenträger wisse, für was er bezahle und was er dafür erwarten könne. Auch der sozialen Organisation selbst ermögliche die Festlegung von Standards die Chance, ihre Steuerungsfunktion nach innen und außen gezielter auszuüben. Gerade in der zunehmend von Konkurrenz gezeichneten Landschaft sozialer Dienstleister sei dies ein zentraler Faktor zur Sicherung der eigenen Überlebensfähigkeit. Standards seien nicht zuletzt eine wichtige Voraussetzung für die Profilierung und Markenbildung sozialer Organisationen.
Gleichwohl gibt es auch warnende Stimmen, sich allzu sehr auf meist von außen bestimmte »Minimalstandards« einzulassen. Prof. Dr. Joachim Merchel von der Universität Münster schlägt in den Blättern der Wohlfahrtspflege statt dessen vor, die Profession selbst sollte sich auf Handlungsleitlinien und Qualitätskriterien einigen.






