(openPR) Der Ölpreis steigt gestern wie heute Morgen weiter an und steht an der Londoner Rohwarenbörse derzeit bei USD 57. Die Entwicklung läuft gegen die derzeit aktuellen Wirtschaftsdaten und –Prognosen, sie läuft auch gegen die aktuellen Ölvorratszahlen aus den USA und aus dem europäischen Wirtschaftsraum. Genährt wird sie von der spekulativen Hoffnung auf eine Verbesserung der letzten beiden erwähnten Faktoren. Damit steigt der erneute Zufluss grosser Mengen spekulativen Spielgeldes in die Rohwarenmärkte, es hat allerdings wenig Sinn, sich gegen diesen in den letzten Wochen wieder neu entfachten Trend zu stemmen. Fraglich ist höchstens, wie lange es diesmal geht, bis der Luftballon platzt und auf den Boden der wirtschaftlichen Realität zurückfällt. Tatsache ist, dass die Wirtschafts-Aussichten bestenfalls stabil sind und sich der Abschwung verlangsamt. Tatsache ist, dass die amerikanischen Ölvorräte trotz des kleinen Rücksetzers von dieser Woche auf den höchsten Werten seit 1990 liegen. Tatsache ist, dass die US-Raffinerien mit einer Auslastung von 85% laufen, was einer der höheren Werte der vergangenen Jahre ist. Und Tatsache scheint, dass laut weit verbreiteter Experten-Meinung aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage die Ölnachfrage auf das Niveau von 2006 zurückfallen sollte. Eigentlich schwer erklärbar, warum der Ölpreis in London innert Wochenfrist von 51 auf 57 USD steigt. Ausser eben mit Spekulation.













