(openPR) Während der US-Dollar deutlich an Wert verliert und noch CHF 1.09 kostet, springt der Ölpreis auf über 60 USD und erreicht damit erneut einen neuen Höchstwert, gerechnet über die letzten sechs Monate. Grundlage für den Ölpreis-Anstieg sollen der stärker als erwartet ausgefallene Rückgang der amerikanischen Ölvorräte sowie die abnehmende Verfügbarkeit der dortigen Raffinerie-Leistung sein. In dieser preistreibenden Betrachtungsweise fehlt die andere, preissenkende Seite der Ölpreis-Bildung fast vollständig. In den USA sind trotz des jüngsten Rückganges die Ölvorräte so hoch wie seit 1990 nicht mehr. Die globale Öl-Nachfrage soll wegen der weltweiten wirtschaftlichen Probleme auf das Niveau von 2004 sinken. Gehandelt wird derzeit an den Rohwarenbörsen vor allem wieder Hoffnung. Auf eine rasche wirtschaftliche Erholung. Und auf einen damit verbundenen, kräftigen Spekulations-Gewinn, falls die Ölpreise ebenso rasch wieder ansteigen. Weil diese Perspektive eine Menge neuen Spielgeldes in die Rohwarenmärkte zieht, funktioniert die Preisbildung wieder ähnlich wie 2008. Damals stieg der Ölpreis-Ballon bis auf beinahe 150 USD, mehr oder weniger losgelöst von den wirtschaftlichen Grundlagen von Angebot und Nachfrage.













