(openPR) Der Ölpreis ist bis Freitag vier Tage in Folge gesunken. Am Freitagabend und heute Morgen in Fernost stabilisiert er sich nun bei USD 76. Damit liegt er etwa auf der Mittellinie der Ölpreis-Bandbreite, die seit Sommer 2009 beansprucht wurde. Das zweite wichtige Element für den Heizölpreis, der Dollar, bewegt sich mit CHF 1.05 im unteren Drittel der Bandbreite zwischen CHF 0.99 und 1.17, die im gleichen Zeitraum beansprucht worden ist. Daraus resultiert ein mittelprächtiger Schweizer Heizölpreis, der für eine Ergänzung des Heizöl-Vorrates nicht schlecht ist. Aufgrund der Welt-Wirtschaftslage mit einer sich nur gemächlich wachsenden Ölnachfrage und dem seit Monaten vorherrschenden Über-Angebot auf dem Ölmarkt wäre zwar noch etwas Luft für günstigeres Heizöl vorhanden. In die Gegenrichtung ziehen jedoch die Einflüsse der Finanzmärkte. Die weiterhin nicht gelösten Finanz-Probleme in der Euro-Zone lösen tendenziell eine Fluchtbewegung spekulativer Mittel in andere Währungen wie den Dollar aus. Die deshalb entstehende höhere Nachfrage nach der US-Währung hebt ihren Preis und kompensiert für Schweizer KonsumentInnen günstigere Ölpreise. Ein teurerer Dollar macht an den Rohwarenbörsen Ölzertifikate teurer und für Anleger ausserhalb des Dollar-Raumes unattraktiver. Das drückt auf den Ölpreis. Dieser sich gegenseitig neutralisierende ‚Dollar-Ölpreis’-Effekt ist seit Monaten zu beobachten. Die tiefen Leitzinsen limitieren den Spielraum für günstigeres Rohöl nach unten. Sie ermöglichen günstige Spekulationen mit diesem Rohstoff, bzw. minimieren das Risiko für Spekulationen damit. Wundersame Ölpreis-Senkungen sind deshalb ebenso wenig zu erwarten wie explosionsartige Erhöhungen – Krisen, Natur-Katastrophen (Hurricanes) und anderes Ungemach einmal augeschlossen.













