(openPR) Der Ölpreis setzt zu einem richtigen Höhenflug an, während der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken einen ebenso deutlichen Sinkflug erlebt. In Summe resultieren daraus leicht steigende Schweizer Heizölpreise im mittleren Preisband der vergangenen zwölf Monate. Mit der erfolgreichen Plazierung neuer Staatsanleihen Spaniens und Irlands ist die Skepsis gegenüber dem Euro verblasst. Dafür rücken offenbar plötzlich die Schuldentürme der USA wieder ins Blickfeld und setzen dem Wert der US-Währung zu. Ein günstigerer Dollar verbilligt Öl-Zertifikate für Anleger ausserhalb des Dollarraumes und erhöht deren Nachfrage und Preis. In der realen Wirtschaftswelt hat sich indessen seit gestern nichts Grundlegendes geändert, sieht man davon ab, dass US-Präsident Obama angesichts des Öldesasters im Golf von Mexiko die Nation auf eine Zeit sauberer Energie einschwört. Würden die USA ihr Energie-Verhalten nachhaltig ändern, hätte dies tatsächlich für die Ölwelt dramatische Folgen. Die amerikanischen Bürger (250 Mio.) konsumieren auch nach der Finanzkrise einen Viertel der weltweit produzierten fossilen Brenn- und Treibstoffe. Könnten sie ihren überdurchschnittlichen Verbrauch nur schon auf das Niveau des alten Europas senken, blieben gleich mehrere Millionen Barrel pro Tag übrig. Was hochriskante Förderprojekte im Tiefwasser des US-Kontinentalsockels überflüssig machen würde. Oder die Abhängigkeit von politisch unsicheren Kantonisten verringern und Kriege in fernen Kontinenten um das schwarze Gold (noch) unnötig(er) machen würde. Soweit ist es noch nicht. Derzeit bestimmt noch die Finanzwelt den Gang der Ölpreise. Schrankenlose Spekulation, tiefe Leitzinsen und hohe Geldmengen sind das Treibmittel für den derzeitigen Ölpreis. Der ist zu hoch, misst man ihn an Angebot und Nachfrage. Aber dafür interessiert sich an den Börsen niemand wirklich. Dort werden Hoffnungen verschachert. Und die wachsen nach dem Euro-Zwischenhoch von gestern bereits wieder ungeahnt rasch in die Höhe.











