(openPR) Hamburg, 07.09.2007 - Aktuelle Nachrichten und Ölpreisentwicklung: Der Preis für Rohöl ist am Donnerstagnachmittag nach Bekanntgabe der neuesten US-Lagerbestandsdaten kräftig angestiegen und notierte zeitweilig mit 77,43 sogar deutlich über der Marke von 77 US-Dollar. Im weiteren Handelsverlauf im US-Handel gaben die Notierungen dann aber wieder nach. Ein Barrel (159 Liter) der führenden US-Sorte WTI kostete am Freitagvormittag 76,04 US-Dollar. Das waren 0,26 US-Dollar weniger als am Donnerstagabend zu Handelsende (Schlusskurs: 76,30 US-Dollar) in New York. Damit lag der Kurs für Rohöl mit 2,73 US-Dollar bzw. 3,47 Prozent unter der neuen Rekordmarke vom 01. August 2007. Charttechniker sehen mittlerweile wieder die Möglichkeit, dass der Ölpreis in Kürze die Marke von 80 US-Dollar durchbrechen könnte. Zuletzt markierte der Ölpreis am 01. August 2007 mit 78,77 US-Dollar einen neuen historischen Höchststand.
Als Hauptgrund für steigende Notierungen nannten Händler schlechte Bestandszahlen aus den USA. Nach Angaben des Department of Energy (DoE) sind die Rohöllagerbestände in den USA in der Woche zum 31. August im Vergleich zur Vorwoche überraschend stark um 3,9 Mio. auf insgesamt 329,7 Mio. Barrel gesunken. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Abbau der Bestände von nur 1,1 Mio. Barrel gerechnet.
Die Lagerbestände an Benzin sind nahezu erwartungsgemäß um 1,5 Mio. auf insgesamt 191,1 Mio. Barrel gefallen. Hier hatten die Analysten Schätzungen zufolge mit einem Abbau von 1,1 Mio. Barrel gerechnet. Damit sind die Lagerbestände an Benzin das fünfte Mal in Folge gefallen.
Wie das DoE weiter mitteilte, stiegen die Lagerbestände an Mitteldestillaten wie Diesel und leichtes Heizöl besser als erwartet um 2,3 Mio. auf insgesamt 132,2 Mio. Barrel an.
Das in den nächsten Tagen stattfindende Treffen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist zurzeit das dominierende Thema an den internationalen Rohstoffbörsen. Am kommenden Dienstag (11. September 07) trifft sich das Kartell in Wien zu einer planmäßigen Sitzung. Analysten gehen davon aus, dass die OPEC die bestehenden Förderquoten nicht verändern wird. Zuletzt hatte die OPEC ihre tägliche Fördermenge am 01. Februar in 2007 um 0,5 Mio. Barrel gekürzt.
Aktuelle Empfehlung für Heizölverbraucher:
Als Endverbraucher steht man vor einer schwierigen Entscheidung: Soll man nun zu aktuellen Höchstkursen in 2007 seine Heizölreserven wieder auffüllen oder weiter auf niedrigere Preise hoffen? Prognosen von renommierten Investmenthäusern sagen eindeutig höhere Heizölpreise voraus, so dass man ohne allzu schlechtes Gewissen auch in einer derartigen Situation Heizöl beziehen darf. Behalten Sie die Preislage im Blick und nutzen Sie kleine Zwischentiefs für die Bevorratung Ihres Winterbedarfs an Heizöl aus. In den nächsten Tagen und Wochen muß mit höheren Ölpreisen aufgrund der gerade erst begonnenen Wirbelsturmsaison (Mitte August bis Oktober) gerechnet werden. Marktteilnehmer müssen ständig Produktionsausfälle wegen möglicher Sturmschäden an unzähligen Ölanlagen im Süden der USA sowie an Ölförderplattformen im Golf von Mexiko befürchten. In 2005 hatten die Wirbelstürme "Rita" und "Kathrina" verheerende Schäden an der mexikanischen und US-amerikanischen Ölinfrastruktur verursacht und dadurch die Ölpreise und auch die hiesigen Heizölpreise auf damalige Allzeithochs getrieben.
Kleine Ölpreisprognose:
Da der Ölpreis am 01.08.07 mit 78,77 US-Dollar ein neues Allzeithoch erklimmen konnte, werden wieder einige Analystenstimmen lauter, die einen Ölpreis um die 100 US-Dollar prognostizieren. Sollte der nächste Hurrikan zu Produktionsausfällen führen oder es zu geopolitischen Konflikten in Nigeria oder im Iran kommen, könnte der Ölpreis erstmals die Marke von 80 US-Dollar durchbrechen.
Seit Anfang des Jahres sind die Preise für Rohöl um mehr als 50 Prozent gestiegen und Analysten von Goldman Sachs haben z.B. jüngst ihre Ölpreisprognosen angehoben: Aufgrund der steigenden Nachfrage im Herbst und Winter könnte der Ölpreis noch vor Jahresende auf bis zu 95 Dollar ansteigen. Dafür müsste der Winter allerdings ein "normales" Winterklima aufweisen und die OPEC keine Erhöhung ihrer Förderquote veranlassen, so das Investmenthaus. Die Citigroup sieht die Prognose hingegen nicht ganz so finster: „Wir haben bereits einen Nachfrageüberschuss an Rohöl eingepreist“, so Analyst Tim Evans. Wenn dieser eintrete, würden sich die Preise nicht weiter erhöhen. Auch die bekannte Investmentbank Morgan Stanley hat ihre langfristige Einschätzung zum Ölpreis der Sorte WTI von 55 Dollar pro Barrel auf 65 Dollar pro Barrel angehoben. Für die Jahre 2007 und 2008 korrigierte das Investmenhaus seine Prognose von 60 auf 65 Dollar je Barrel.
In einem Punkt sind sich hingegen fast alle Öl-Experten einig: Von dauerhaften Ölpreisen unter der Marke von 70 US-Dollar ist der Markt derzeit weit entfernt. Auch die in Hamburg ansässige HSH-Nordbank geht zunächst von einem Verbleiben der Ölpreise oberhalb von 70 US-Dollar aus. Analysten sagen für das dritte Quartal 2007 einen Ölpreis von durchschnittlich 72,- US-Dollar je Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) voraus. Erst im letzten Quartal des Jahres könnte der Ölpreis dann wieder leicht sinken und im ersten Quartal 2008 bei 65,- US-Dollar je Barrel notieren.
Wer mehr über die Entwicklungen am Heizölmarkt erfahren möchte, der kann sich im Internet, -täglich aktualisiert unter www.getoil.de informieren. Tägliche Informationen stellen wir Ihnen auch direkt unter www.getoil.de/index.php/article_html/detail/2 bereit.
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