(openPR) Der Ölpreis bewegt sich nahe der höchsten Werte dieses Jahres – aber in der Nähe der tiefsten Werte der vergangenen Jahre - kaum von der Stelle. Der Dollar setzt seinen Sinkflug fort und liegt auf einem der tiefsten Werte der vergangenen Jahre, nahe bei einem Schweizer Franken. Seit einem Monat fährt der Ölpreis in den Etagen zwischen 75 und 80 USD auf und ab. Während dieser Zeit lässt sich eine indirekte Abhängigkeit beobachten. Steigt der Dollar, fällt der Ölpreis und umgekehrt. Die US-Notenbank hält wegen der Finanzkrise und des rekordhohen Haushalts-Defizites der USA die Geldmenge hoch und die Leitzinsen tief. Das vertreibt die Anleger in attraktivere Anlageformen. Sie finden diese ausserhalb des Dollar-Raumes oder in Rohwaren. Das führt z.B. zu verzerrt hohen Gold- und auch Ölpreisen. Teure Rohwaren wie Öl führen allerdings gleichzeitig zu einer Erhöhung des US-Handels-Defizits (in den USA wird die Hälfte davon durch Ölimporte verursacht). Die Notenbank verdünnt die Geldmenge weiter - damit dreht auch das Ölpreis-Dollar-Karussell schneller. Tiefe Leitzinsen sind ein Steilpass für spekulativ orientierte Marktteilnehmer wie z.B. die Investmentbank Goldman Sachs. Diese kann sich dank tiefer Leitzinsen nahezu kostenlos refinanzieren und mit Milliarden-Beträgen auf Preissteigerungen von Rohwaren ‚wetten’. Da erstaunt es wenig, dass wir uns seit März Schritt um Schritt dem Kursziel dieser Firma für Rohöl nähern. Das lautete auf 85 USD bis Ende 2009 und 100 USD für 2010. Bisher ist kein Trendbruch zu erkennen. Wir nähern uns paradoxerweise trotz bester Versorgungslage und schwacher Nachfrage schrittweise dem Ziel der Investmentbanker. Das Sahnehäubchen der Ölpreis-Entwicklung ist obendrein hausgemacht: ab 1. Januar 2010 verdreifachen die Schweizer Behörden die CO2-Abgabe, was zu einer Heizöl-Teuerung von CHF 7.— pro 100 Liter führt. Wenn Sie rechtzeitig Ihren Heizöl-Tank füllen, vermeiden Sie diese zusätzlichen Kosten - diesmal noch.













