(openPR) Der Ölpreis hält sich an den Rohwarenbörsen in London (USD 58.73) und New York (USD 59.63) erstaunlich stabil in der Nähe der Höchstwerte dieses Jahres. Erstaunlich deshalb, weil die meisten Indikatoren für die Ölpreisbildung darauf schliessen lassen, dass der Ölpreis kurz vor einer Korrektur nach unten stehen müsste. Die Internationale Energie-Agentur prognostiziert aufgrund der Weltwirtschafts-Situation einen Nachfrage-Einbruch bei Ölprodukten auf das Niveau von 2004. Das eine schärfere Korrektur nach unten als die bisherigen Prognosen. Alle andern Wirtschaftsnachrichten sind unverändert und ungemütlich schlecht. Aus dieser Ecke sind kaum Impulse zu erwarten. Ganz im Gegenteil zur Ecke des spekulativen Kapitals. Das massenhaft frisch gedruckte Neugeld der Notenbanken, das in die Finanzindustrie fliesst, der tiefere Dollar und die optimistischere (weshalb?) Einschätzung der Wirtschafts-Entwicklung lassen wieder spekulative Mittel in die Rohwarenmärkte fliessen. Der Ölpreis wird mit viel warmer Luft aufgepumpt und ein prall gefüllter Luftballon macht sich auf zu einem Höhenflug wie bei früheren Gelegenheiten. Auch damals hat die wirtschaftliche Grundlage dafür gefehlt. Die Chancen, dass sich die Übung von 2008 wiederholt, sind in den letzten Wochen gestiegen.













