(openPR) Der Ölpreis strebt ungeachtet der Nachrichtenlage aus der realen Ölwelt nach oben und erreicht zum Wochenende hin zum wiederholten Mal einen historischen Höchstwert. Gleichzeitig zerfällt der Dollar regelrecht und kostet heute Freitag noch CHF 1.0089. Wenn Sie jetzt noch Heizöl benötigen, wird es sich kaum lohnen, auf bessere Zeiten zu warten, nach oben scheint derzeit die Preisskala absolut offen zu sein. Mit rationalen Argumenten lässt sich die Entwicklung seit Wochen schon nicht mehr erklären, die Rohwarenmärkte sind zur Spielwiese für das im grossen Stil aus den zerbröselnden Aktienmärkten abfliessende spekulative Kapital geworden. Solange die dadurch erzeugte ‚Nachfrage’ nach Rohwaren-Kontrakten nicht unterbrochen wird, ist beim Ölpreis alles möglich. Eine Korrektur auf ein moderateres Ölpreis-Niveau wäre aufgrund der Versorgungs- und Vorratslage überfällig. Die USA weisen diese Woche die höchsten Benzinvorräte seit 18 Jahren (!) aus. Die Rohöllager nehmen diese Woche um über 6 Mio. Barrel zu. Die Nachfrage und der Absatz von Ölprodukten sinken. Die Wirtschaftsdaten der grössten Volkswirtschaft lassen trotz aggressivem Einsatz geldpolitischer Mittel (tiefere Leitzinsen, konzentrierte weltweite Kapitalspritze der Notenbanken) auf eine Rezession schliessen. Die US-Finanzkrise ist nicht ausgestanden. Die OPEC hält wegen sinkender Nachfrageprognosen ihre Fördermengen tief und verfügt über tägliche Förderreserven von über 3 Mio. Barrel. Ob und wann der prall gefüllte Spekulationsballon endlich Luft verliert, lässt sich unter den aktuellen Umständen nicht sagen. Die Stimmung an den Rohwarenbörsen bleibt ungeachtet aller positiven Nachrichten aus der realen Ölwelt preissteigernd, die realen Versorgungs-Faktoren werden derzeit an den Rohwarenbörsen konsequent aus dem Denken ausgefiltert.













