(openPR) Der Ölpreis stürmt heute den siebten Tag in Folge aufwärts und markiert erneut einen Jahres-Höchstwert. Ein Ende der Ölpreis-Hausse ist nicht zu erwarten, die Spekulation hat den Rohwarenmarkt fest im Griff. Getrieben von einem täglich wertloseren Dollar, fliehen die Anleger in attraktivere Märkte und Währungen. Also in Rohwaren, Euro- und Franken-Anlagen. Was wiederum den Ölpreis ansteigen lässt. Was wiederum das US-Handelsdefizit erhöht. Was wiederum die US-Notenbank zum Gelddrucken und Verdünnen der US-Währung treibt. Was wiederum den Kurs des Dollar senkt. Was wiederum... am Ende jedenfalls auch den Ölpreis erhöht. Dieser Mechanismus kann dann durchbrochen werden, wenn dem letzten Anleger klar wird, dass die Bodenhaftung verloren gegangen ist und der Ölpreis zu weit von Gut und Böse entfernt ist. Ist er eigentlich bereits. Angebot und Nachfrage haben ein vortreffliches und konsumentenfreundliches Verhältnis, das den aktuellen Heizölpreis mitnichten rechtfertigen würde. Auch wenn die letzten Statistiken aus den USA einen Lagerabbau ausweisen und die Raffinerien teilweise stillgelegt werden. Nicht wegen technischer Probleme, sondern wegen schwacher Nachfrage und wegen des schleppenden Wirtschafts-Ganges. Was kaum auf ein rasch eintretendes Wirtschaftswunder schliessen lässt. Das bräuchte es aber, um solche Ölpreise zu rechtfertigen. Jedenfalls empfehlen wir Ihnen heute aussergewöhnlich klar, Ihren Heizöl-Vorrat rasch zu ergänzen. Aus zwei Gründen: erstens wegen der CO2-Abgaben-Erhöhung, die anfangs Jahr eingeführt wird und Heizöl um CHF 7.— pro 100 Liter verteuert. Das wird möglicherweise im Dezember zu logistischen Verdauungsproblemen führen. Und wegen ‚Königin Rohwaren-Spekulation’, die ihre Prinzen am Hof derzeit unaufhörlich mit frischem Gold zuschüttet. Möglich wird dies nicht zuletzt dank der milliardenschweren und (nahezu) kostenlosen Kredite der Notenbanken an die Finanzindustrie, welche das frische Geld dazu benutzt, auf steigende Rohwaren zu wetten. Das ist zwar eine geringfügige Zweckentfremdung, weil tiefe Leitzinsen der realen Industrie hätten helfen sollen, aber der Zweck heiligt offenbar auch hier das Mittel.













