(openPR) Was in diesen Tagen an den Rohwarenbörsen passiert, lässt sich mit der Bezeichnung ‚irrational’ am treffendsten beschreiben. Die USA weisen diese Woche die höchsten Benzinvorräte seit 1993 aus. Die Rohöllager nehmen in einer Woche um über 6 Mio. Barrel zu. Die Nachfrage und der Absatz von Ölprodukten sinken spürbar. Die Wirtschaftsdaten der grössten Volkswirtschaft lassen trotz aggressivem Einsatz geldpolitischer Mittel (tiefere Leitzinsen, konzentrierte weltweite Kapitalspritze der Notenbanken) auf eine Rezession schliessen. Die US-Finanzkrise ist bei weitem noch nicht ausgestanden. Die OPEC hält wegen sinkender Nachfrageprognosen ihre Fördermengen tief und verfügt über tägliche Förderreserven von über 3 Mio. Barrel. Trotzdem schliesst der Ölpreis den fünften Tag in Folge auf einem neuen Allzeit-Höchstwert. Begründet wird das offiziell mit der wachsenden Nachfrage aus Fernost, obwohl China eigentlich trotz Rekord-Importen höchstens 20% des US-Volumens (entspricht allein 25% des weltweiten Ölkonsums) verbraucht. Für die preislichen Höhenflüge gibt es eigentlich keine Erklärung, die mit dem Ölmarkt etwas zu tun hätte. Offensichtlich wird die Ölpreis-Rally wegen der Risiko-Kapital-Verlagerungen aus den einbrechenden Aktienmärkten in die Rohwarenmärkte zu einem Selbstläufer. Das sind schlechte Nachrichten für Sie als Heizöl-VerbraucherIn, wenn Sie jetzt Heizöl brauchen. Ob und wann der prall gefüllte Spekulationsballon Luft verliert, lässt sich unter den aktuellen Umständen nicht sagen. Die Stimmung an den Rohwarenbörsen bleibt ungeachtet aller positiven Nachrichten aus der realen Ölwelt vorläufig preissteigernd.













