(openPR) Je nach gerade vorherrschender Stimmung an den Rohwarenbörsen springt der Ölpreis in den letzten Tagen auf oder ab. Der Dollar macht dasselbe, einfach jeweils in die Gegenrichtung. Insgesamt liegt der Heizölpreis in der Schweiz aktuell so hoch wie selten in den letzten Monaten – aber so tief wie selten in den letzten Jahren. Die Gelegenheit, vor der Verdreifachung der CO2-Abgabe, welche den Heizölpreis in der Nacht vom 31.12. auf den 1.1.2020 schlagartig um CHF 7.— pro 100 Liter verteuern wird, zum alten, günstigeren Tarif aufzufüllen, ist weiterhin günstig. An der internationalen Ölpreis-Bildungs-Front hat sich nichts geändert. Der Ölpreis wird bestimmt vom spekulativen Engagement, nicht von den üblichen Grundlagen von Angebot und Nachfrage. Letzteres würde einen erheblich tieferen Ölpreis verlangen. Solange die Finanzwelt mit kostenlosen Milliardenkrediten der Notenbanken geflutet wird und die tiefen Leitzinsen die Anleger aus dem schwachen Dollar in attraktivere Anlageformen umleiten, wird sich daran kaum etwas ändern. Die Parallelen zur Situation vor der Finanzkrise im Herbst 2008 sind unübersehbar. Damals lag das ‚Preisziel’ von Goldman Sachs, einem der grössten Rohwarenhändler, bei 200 USD pro Fass und der Ölpreis ist bei USD 148 kollabiert. Diesmal sind es 85 USD bis Ende Jahr, die zwecks Erfüllung der gut dotierten Ölpreis-Wetten erreicht werden müssen bzw. 100 USD für 2010. Soviel fehlt also gar nicht mehr.

























