(openPR) Der Ölpreis steigt in London nach einer nur einen Tag dauernden Verschnaufpause wieder auf beinahe 70 USD. Einen fassbaren Grund dafür kann man nirgendwo erkennen, sieht man von der gestern veröffentlichen ‚Studie’ von Goldman Sachs ab, die für dieses Jahr einen Ölpreis von USD 85 und für das kommende Jahr einen Fasspreis von 95 USD vorhersagt. Goldman Sachs sind jene ‚Analysten’, die letztes Jahr von Fasspreisen von 200 USD faselten, kurz bevor er auf 48 USD abstürzte. Goldman Sachs handelt übrigens im grossen Stil mit Rohwaren-Zertifikaten. Mehr gibt es zum Ölpreis heute nicht zu sagen. Er ist in fester spekulativer Hand und steigt fern jeder wirtschaftlichen Logik im Sinne einer sich selber erfüllenden Prophezeihung weiter. Soweit, bis sich die Erkenntnis durchsetzt, dass eine Überversorgung von Ölprodukten herrscht, dass die Ölnachfrage nicht nur bis zum Herbst einbricht, dass die Ölvorratslager der wichtigen Industrieländer überquellen, dass ein gesamter weltweiter Tagesbedarf an Rohöl in schwimmenden Lagern auf Tankern durch die Meere dümpelt, weil man sie nirgends löschen kann und dass die Wirtschaft unverändert im Kriechgang (rückwärts) umher rutscht. Nur nützt diese Erkenntnisse nichts, wenn alle Spekulanten dieser Welt den Wahrsagereien von Goldman Sachs glauben und ihren vollen Spielgeld-Sack an die Rohwarenbörsen tragen. Wie das am Ende ausgeht, kennen wir aus der Erfahrung der letzten zwölf Monate.













