(openPR) Während der Dollar heute Morgen an Wert gewinnt (CHF 1.087), verliert der Ölpreis in London (USD 70.57) und New York (USD 70.64) im Gegenzug an Wert. Als Endresultat haben wir einen Heizölpreis für Schweizer KonsumentInnen, der sich auf dem teuersten Niveau der letzten Monate, aber am oberen Rand des günstigsten Preisbandes der letzten Jahre stabilisiert. Preistreibend wirken im Moment die politischen Unruhen im Iran und die fast schon üblichen Angriffe auf nigerianische Ölförderanlagen im Rahmen des dortigen (ungleichen) Verteilkampfes des Ölreichtumes des Landes. Preistreibend wirken vor allem spekulative Engagements / Wetten auf steigende Ölpreise. Veranstaltet wird die Lotterie von grossen Investmentbanken wie Goldman Sachs. Diese sind praktischerweise selber in den Rohwaren stark engagiert, ihre Prognosen haben die Eigenschaft selbst erfüllender Prophezeihungen. Derzeit stehen die Wetten auf 85 USD für ein Fass Rohöl in der zweiten Jahreshälfte und auf 95 USD für 2010. Ob das Glücksspiel aufgeht, hat irgendwo auch noch mit den aus früheren Zeiten bekannten Grundregeln von Angebot und Nachfrage etwas zu tun (würde man meinen). Die Nachfrage ist unverändert grottenschlecht, weil es der Weltwirtschaft allen völlig unsichtbaren und (nicht für alle) sichtbaren Silberstreifen am Horizont unverändert eben grottenschlecht geht. Und das Angebot ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht. In den USA liegen die Lagerbestände trotz jüngster Abbauten im Bereich der höchsten Werte der letzten zwei Jahrzehnte. Und die OPEC sitzt auf unbenutzten Förder-Reserven von 5 Mio. Fass Rohöl pro Tag. Eigentlich wäre das alles ein Fall für deutlich tiefere Ölpreise. Wäre – wenn Einrichtungen und Spekulationsvehikel wie jene von Goldman Sachs nicht wären.











