(openPR) Der Ölpreis stabilisiert sich bei 64 USD, nachdem er gegenüber der letzten Woche mit einem Preisniveau von über 72 USD deutlich an Wert verloren hat. Der Dollar selber hält sich hartnäckig bei CHF 1.09. In den letzten Tagen hat sich an den Rohwarenbörsen (zumindest vorübergehend) die Erkenntnis durchgesetzt, dass die wirtschaftlichen Aussichten einen Ölpreis auf dem aktuellen Niveau eigentlich nicht rechtfertigen und er eine Etage tiefer liegen müsste. Der Anstieg der letzten Monate ist ungerechtfertigt und entbehrt der wirtschaftlichen Grundlage zwischen Angebot und Nachfrage. Letztere wird, glaubt man der Weltbank und der internationalen Energie-Agentur, deutlich zurückgehen, während ein Überangebot den Markt beeinflusst. Die Ölvorräte der USA waren seit zwanzig Jahren nicht so hoch wie jetzt, die OPEC verfügt über 5 Mio. Barrel Tagesproduktion unangetasteter Förder-Reserven, im Irak soll die Produktion von 2.5 auf 4 Mio. Barrel hochgefahren werden. Die Saudis wollen ihre Kapazitäten von 9 auf 12 Mio. ausbauen und investieren kräftig in die bisher unzureichenden Raffinerie-Kapazitäten. Addiert man das alles zusammen, kann als Summe keineswegs ein Nachfrage-Engpass entstehen, wenn nicht gerade ein Wirbelsturm die ganze US-Raffinerie-Industrie zerstört. Nur die spekulative Fraktion glaubt an das Ölpreis-Steigerungs-Potenzial hinter dem Horizont und versucht, mit Preiszielen von 110 USD (Goldman Sachs) ihre Anhänger zu neuen Investments (Neudeutsch für ‚Wetten’) zu verleiten. Das gelingt zeitweise (auch einem Einzeltäter, wie anfangs letzter Woche) recht gut, nur im Moment gerade nicht. Weshalb es prüfenswert ist, den Heizöl-Vorrat frühzeitig zu ergänzen. Das aktuelle Heizölpreis-Niveau ist eines der moderateren der vergangenen Jahre.













