openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Lithang im Belagerungszustand - Ausgangssperre für die Bevölkerung

23.02.200917:19 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Lithang im Belagerungszustand - Ausgangssperre für die Bevölkerung
Lithang
Lithang

(openPR) Einer neuen dem Tibetischen Zentrum für Menschenrechte und Demokratie, tchrd.org, zugegangenen Information zufolge hat die chinesische Regierung noch mehr Truppen in den Bezirk Lithang entsandt und die Bewegungsfreiheit der Menschen dort extrem eingeschränkt.



Unsere Quellen berichten, daß „Hunderte von PAP-Soldaten - eine paramilitärischen Polizeitruppe - in voller Kampfausrüstung in den vergangenen Tagen in Lithang eingetroffen seien, seit es dort wieder zu Protestaktionen gekommen war. Die Bewohner der Stadt Lithang und die Mönche und Nonnen in den Klöstern wurden angewiesen, in ihren Häusern zu bleiben; sollten sie auf die Straße gehen, könnte das ernste Folgen für sie haben. Alle Läden und Restaurants blieben geschlossen, so daß die Straßen, abgesehen von Hunderten von schwer bewaffneten Sicherheitskräften, völlig verlassen sind. Die Lage in Lithang ist gegenwärtig sehr angespannt“.

Den Bewohnern der benachbarten Nomadendörfer wie Othok und Youtru wurde verboten, die Stadt Lithang zu betreten. Die Telekommunikationslinien in der Gegend wurden vorübergehend unterbrochen, so daß es sehr schwer ist, Kontakt zur Außenwelt herzustellen.

Weiter aus unserer Quelle: „Gestern [18. Februar] wurden die hohen Lamas, ranghöheren Mönche und Verwaltungsräte der Klöster von Lithang zu einem Meeting einbestellt, wo ihnen schlimme Folgen androht wurden, falls sie separatistischen Aktivitäten nachgehen sollten. Es wurde ihnen erklärt, daß die Regierung die ‚wütende Aggression’ der Dalai Clique mit fester Hand zunichte machen, den Separatismus vereiteln und einen Volkskrieg führen werde, um die Stabilität zu wahren“. Gegenwärtig sind die Mönche in ihren Klöstern eingeschlossen und Gläubige dürfen diese nicht besuchen.

Von den 21 seit dem 15. Februar festgenommenen Tibetern* wurden am 16. Februar drei aus dem PSB-Haftzentrum Tsagha freigelassen, nämlich die Nomadinnen Yanglo und Dolma sowie Damdul Gonpo, ein ehemaliger Mönch des Klosters Drepung Gomang, der im Dorf Derge, Einheit 1, Bezirk Lithang, TAP Kardze Lehrer war. Um möglichen Unruhen im Vorfeld zu den brisanten Jahrestagen zu begegnen, wies die Regierung die Verwaltungsorgane und Sicherheitskräfte an, jedes Anzeichen von Loyalität zum Dalai Lama sofort im Keim zu ersticken. Viele tibetische Gegenden wurden für Ausländer gesperrt.

Bei einer Tagung von Parteifunktionären in Lhasa wurden die Behörden angewiesen, „alle Sicherheitskräfte mobil zu machen“, damit Ruhe und Ordnung gewahrt werde, wie das offizielle Blatt Tibet Daily berichtete. Dieser Sicherheitskonferenz in Lhasa zufolge sei die vorrangige Aufgabe für alle Behörden in Tibet in diesem Jahr, „einen erbitterten Kampf gegen die zerstörerischen separatistischen Elemente zu führen und für Stabilität zu sorgen“. AFP zitierte ein chinesisches staatliches Medium in Tibet: „Bei dem Meeting wurden Partei, Regierung, Militär, Polizei und die Öffentlichkeit in allen Gebieten ermahnt…, entschieden der wütenden Aggression der Dalai Clique entgegenzutreten, separatistische Unruhen niederzuschlagen und die Stabilität zu wahren“. In den letzten Tagen ist die Truppenstärke in mindestens vier Gegenden Tibets erhöht worden, nämlich in der Hauptstadt Lhasa, in Labrang (chin Xiahe), einer Stadt in der Provinz Gansu, in der es vergangenes Jahr wiederholt zu größeren Protestaktionen gekommen war, in Rebkong (chin. Tongren), einer Klosterstadt in der Provinz Qinghai, sowie in Lithang, einer Stadt in der TAP Kardze der Provinz Sichuan, die völlig abgeriegelt wurde.

Das TCHRD ist äußerst besorgt über diese neuerliche Verstärkung der Militärpräsenz in den tibetischen Gebieten kurz vor den wichtigen Jahrestagen. Im Namen der Aufrechterhaltung der Stabilität begehen die chinesischen Behörden in Tibet in großem Umfang Menschenrechtsverletzungen, sie treten die freie Meinungsäußerung, Meinungs- und Gedankenfreiheit und das Recht auf friedliche Versammlung mit Füßen und nehmen die Menschen einfach willkürlich fest.

Das Zentrum fordert die VR China auf, die grundlegenden Menschenrechte zu achten, die in der chinesischen Verfassung, der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und anderen internationalen Menschenrechtsverträgen enthalten sind, die China unterschrieb und ratifizierte. Es bittet auch dringend die internationale Gemeinschaft, politischen Einfluß zu nehmen und den notwendigen Druck auf China auszuüben, damit die entsetzlichen und flächendeckenden Menschenrechtsverletzungen in Tibet endlich ein Ende nehmen.

* Auf der Website des TCHRD, www.tibet.org, gibt es nun Bilder von 15 von ihnen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 284841
 920

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Lithang im Belagerungszustand - Ausgangssperre für die Bevölkerung“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von IGFM Muenchen

Bild: Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisierenBild: Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisieren
Die Chinesen zwingen die tibetischen Nomaden, ihren Premierminister und den Dalai Lama zu kritisieren
Wie aus einer tibetischen Quelle im Exil verlautet, forderten die chinesischen Behörden von tibetischen Nomaden in Lithang (Kham), ein Dokument zu unterzeichnen, daß sie sich von ihrem geistlichen Oberhaupt, dem Dalai Lama, sowie dem tibetischen Premierminister im Exil, Lobsang Sangay, lossagen. Der aus Lithang stammende und jetzt in Südindien wohnende Atuk Tseten sagte, die chinesische Polizei habe die Nomaden im Bezirk Lithang in der TAP Kardze, Provinz Sichuan, gezwungen, das Dokument zu unterschreiben und sie bei einer Weigerung mit Sch…
Bild: Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren BrandverletzungenBild: Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren Brandverletzungen
Ehemaliger Mönch des Klosters Karma in Osttibet erliegt seinen schweren Brandverletzungen
Ein ehemaliger Mönch des Klosters Karma im Bezirk Chamdo, Präfektur Chamdo, TAR, starb am 6. Dezember im Krankenhaus an den Verletzungen, die er davongetragen hatte, als er sich aus Protest gegen die chinesische Herrschaft in Tibet selbst zu verbrennen versuchte. Der 46jährige Tenzin Phuntsok hatte sich am 1. Dezember in der Gemeinde Karma in Chamdo in Brand gesetzt. Chinesische Polizisten löschten das Feuer und lieferten ihn mit schweren Brandwunden in ein Krankenhaus ein. Aus einer Quelle aus Tibet verlautet: „Tenzin Phuntsog, der sich am…

Das könnte Sie auch interessieren:

Hunderte von Tibetern protestierten zwei Tage lang im Bezirk Lithang - schwere Mißhandlungen und Festnahmen
Hunderte von Tibetern protestierten zwei Tage lang im Bezirk Lithang - schwere Mißhandlungen und Festnahmen
… Kloster von Lithang gefeiert. Am 15. Februar, so verlautet aus beiden Quellen, hätten die Behörden außer Lobsang Lhundup keine anderen Tibeter festgenommen, weil sie die Bevölkerung nicht gegen sich aufbringen wollten. Später am Abend dieses Tages seien 28 Personen, angeführt von Lobsang Tsering (dem Dorfchef von Kyemo), zu der Bezirksverwaltung von …
Bild: Weiterer tibetischer Mönch, Lobsang Phuntsok, in Lithang verhaftetBild: Weiterer tibetischer Mönch, Lobsang Phuntsok, in Lithang verhaftet
Weiterer tibetischer Mönch, Lobsang Phuntsok, in Lithang verhaftet
… Aufgrund seiner ausgezeichneten Körperbeherrschung, wie sie der Operntanz verlangt, trat er für das Kloster Lithang auf und erhielt großen Zuspruch und Anerkennung von der Bevölkerung. Seine Kollegen schätzen ihn als bescheidenen, ehrlichen und höflichen Menschen, der wenig Worte macht. Nach dem kürzlich von Rongye Adrak in Lithang angeführten öffentlichen …
Bild: Behörden verlegen Adruk Lopoe an einen unbekannten Ort, weiterer tibetischer Nomade festgenommenBild: Behörden verlegen Adruk Lopoe an einen unbekannten Ort, weiterer tibetischer Nomade festgenommen
Behörden verlegen Adruk Lopoe an einen unbekannten Ort, weiterer tibetischer Nomade festgenommen
… Ausbildung der jungen Leute, er setzte sich für den Erhalt der Umwelt ein und gegen Abholzung, Holzschlag und die Jagd auf Wildtiere in Kardze. Die dortige tibetische Bevölkerung nimmt an, daß sein jahrelanges engagiertes Eintreten für die Umwelt wohl die Behörden gegen ihn aufgebracht hat, so daß sie ihn unter ständiger Beobachtung hielten und schließlich …
Bild: Tibet/VR China: "Ethnische Säuberung" trifft tibetische FührungskräfteBild: Tibet/VR China: "Ethnische Säuberung" trifft tibetische Führungskräfte
Tibet/VR China: "Ethnische Säuberung" trifft tibetische Führungskräfte
… Eisenbahnlinie, die die chinesische Grenzstadt Golmud mit der tibetischen Hauptstadt Lhasa verbindet, immer mehr Chinesen in das Land gebracht. Tibeter kritisieren die "erschreckende Explosion der Chinesischen Bevölkerung" in der Hauptstadt, die die Tibeter immer weiter in den Hintergrund drängen und zu ihrer fortschreitenden Marginalisierung beitragen.
Bild: Zwei Tibeter in Lithang nach "patriotischer Umerziehung" festgenommenBild: Zwei Tibeter in Lithang nach "patriotischer Umerziehung" festgenommen
Zwei Tibeter in Lithang nach "patriotischer Umerziehung" festgenommen
… kürzlich von Ronggye Adrak in Lithang angeführten öffentlichen Protest und der anschließenden Festnahme und Inhaftierung seiner Unterstützer haben die chinesischen Behörden der Bevölkerung schwere Restriktionen auferlegt und die Sicherheitsmaßnahmen in Lithang und den umliegenden Kreisen verschärft. Den Gemeinde- und Klostervorstehern in und um Lithang …
Bild: Rongye Adraks Schicksal immer noch ungewißBild: Rongye Adraks Schicksal immer noch ungewiß
Rongye Adraks Schicksal immer noch ungewiß
… und gäbe ist. Nach der Verhaftung von Rongye Adrak wurden massive Sicherheitsvorkehrungen getroffen, weil die Behörden Unruhen größeren Ausmaßes unter der Bevölkerung befürchteten. Das TCHRD erhielt exklusive Fotos*, welche die angespannte Situation verdeutlichen. Verlautbarungen zufolge entsandte die Bezirksverwaltung eine große Anzahl von paramilitärischen …
Bild: China verhaftet drei Neffen von Rongye Adrak in Lithang (Osttibet)Bild: China verhaftet drei Neffen von Rongye Adrak in Lithang (Osttibet)
China verhaftet drei Neffen von Rongye Adrak in Lithang (Osttibet)
… 1. August. Nach der Festnahme von Rongye Adrak belegten die Behörden Lithang und die umliegende Gegend mit schweren Restriktionen, weil sie einen Aufstand der Bevölkerung befürchteten. Wie es heißt, harrten Unterstützer von Rongye Adrak nach dessen Verhaftung tagelang vor dem Kreisbüro für Öffentliche Sicherheit aus und forderten seine unverzügliche …
Tibeter werden öffentlich verächtlich gemacht und das jährliche Pferderennen in Lithang verboten
Tibeter werden öffentlich verächtlich gemacht und das jährliche Pferderennen in Lithang verboten
… zuverlässigen Quellen verlautet, daß im Bezirk Lithang (chin. Litang) in der Tibetisch-Autonomen Präfektur (TAP) Kardze (chin. Ganzi), Provinz Sichuan, am 5. Juli unerwartet eine Ausgangssperre verhängt wurde. An diesem Tag, dem Vorabend des Geburtstages Seiner Heiligkeit des Dalai Lama, marschierten bewaffnete Sicherheitskräfte und Soldaten in großer Zahl in …
Bild: China setzt nach Protesten in Lithang tibetische Beamte abBild: China setzt nach Protesten in Lithang tibetische Beamte ab
China setzt nach Protesten in Lithang tibetische Beamte ab
… von Streitigkeiten und die Verschärfung der Kritik am Dalai Lama. Das Blatt schrieb ferner: "Gleichzeitig wird - unter Wahrung der Religionsfreiheit der örtlichen nomadischen Bevölkerung - eine Reihe von flexiblen Maßnahmen ergriffen..., damit die Kampagne zur Kritik am Dalai Lama den gewünschten Effekt erzielt". "Sowohl der Vorsitzende der Regionalverwaltung …
Bild: Gespannte Lage in Kardze in Osttibet - China entsendet paramilitärische Truppen - Hunderte von FestnahmenBild: Gespannte Lage in Kardze in Osttibet - China entsendet paramilitärische Truppen - Hunderte von Festnahmen
Gespannte Lage in Kardze in Osttibet - China entsendet paramilitärische Truppen - Hunderte von Festnahmen
… wurde, ob Tibeter vor dem Bezirkszentrum demonstrierten. Ein in Indien lebender Tibeter mit Kontakten zu der Region sagte, in der gesamten Gegend von Nyagchuka herrsche Ausgangssperre, Läden und Geschäfte seien alle geschlossen worden. „Und die Touristen in den dortigen Hotels wurden unter Polizeigeleit zur Abreise gezwungen“, sagte er. „Die Tibeter, …
Sie lesen gerade: Lithang im Belagerungszustand - Ausgangssperre für die Bevölkerung