(openPR) Nachdem Kanzlerin Merkel auf dem Arbeitgebertag in Berlin die SPD-Forderungen nach einem bundesweiten gesetzlichen Mindestlohn eine eindeutige Absage erteilt hatte - zumindest für diese Legislaturperiode - und ebenfalls den Vorschlag, die Zahldauer des Arbeitslosengeldes I für Ältere zu verlängern beerdigte, fragen sich viele Bürger in diesem Land, ob dieses Vorgehen von der Lobby der Arbeitgeber beeinflusst wurde oder nur der kanzlerischen Borniertheit entsprungen ist.
Während die Nachbarstaaten um Deutschland herum sehr gute Erfahrungen mit dem Mindestlohn machen und der gleichzeitigen Signalwirkung, welchen minimalen Gegenwert Arbeitsleistung hat, setzt Deutschland wieder einmal die Segel, um gegen den Wind zu fahren.
In Zeiten, in denen immer mehr sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, wo Arbeitslosenstatistiken durch Maßnahmen wie EEJ und Weiterbildungsprogramme verschönt werden, ist die Ablehnung eines Mindestlohns nach Ansicht vieler Experten der falsche Weg, um nachhaltig den Arbeitsmarkt zu entspannen. Wer bereit ist, einschneidende Reformen wie die Gesundheitsreform und Hartz IV auf den Weg zu bringen, der sollte auch bereit sein, einen flächendeckenden Mindestlohn einzuführen.
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