„Wir wollen's wissen“ ist eines von zahlreichen Formaten, das – im Rahmen der Exzellenzstrategie der Universität Hamburg – den Dialog der Uni mit der Öffentlichkeit und die Öffnung der Universität in die Stadt stärkt. Schulklassen der Jahrgangsstufe 9 und höher können Anfang des kommenden Jahres wieder zwei Wochen lang spannende Vorträge aus den Bereichen Biologie, Chemie, Geowissenschaften, Geschichte, Informatik, Kunst, Mathematik, Pädagogik, Politik-Gesellschaft-Wirtschaft (PGW), Philosophie, Physik, Psychologie, Religion, Sprachen und The…
Nach einem berufsbedingten Umzug steigt das monatliche Bruttoeinkommen im Durchschnitt um rund 286 Euro. Dabei zeigt sich ein deutlicher Unterschied nach der Umzugsdistanz: Bei Umzügen bis 200 Kilometer liegt der Einkommenszuwachs im Mittel zwischen 105 und 305 Euro. Bei Umzügen zwischen 200 und 400 Kilometern beträgt er dagegen rund 947 Euro und bei Distanzen von mehr als 400 Kilometern rund 643 Euro. Damit fallen die Einkommensgewinne bei Umzügen von über 200 Kilometern bis zu neunmal so hoch aus wie bei kürzeren Distanzen. „Diese Ergebniss…
Erfurt, 5. Februar 2026: Das Finanzgericht Thüringen hat zur gewerbesteuerlichen Behandlung von Miet- und Pachtzinsen entschieden. Nach dem Urteil kommt eine Hinzurechnung nicht in Betracht, soweit die Entgelte in Herstellungskosten landwirtschaftlicher Erzeugnisse eingehen.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine landwirtschaftliche Genossenschaft, die im Streitjahr 2018 gepachtete Acker- und Grünlandflächen bewirtschaftete und angemietete Erntemaschinen einsetzte. Die entsprechenden Miet- und Pachtzinsen standen im Zusammenhang mit der Er…
Hannover, 14. Oktober 2026. Die Übertragung von GmbH-Geschäftsanteilen an Mitarbeiter kann beim abgebenden Gesellschafter einkommensteuerliche Folgen nach § 17 EStG auslösen. Das zeigt ein Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen vom 20.05.2026, Az. 4 K 9/26, zu einer Beteiligung, die der Bindung eines Mitarbeiters an die Gesellschaft dienen sollte.
Anteilsübertragung zur Bindung eines Mitarbeiters
In dem Verfahren waren der Kläger und ein weiterer Gesellschafter jeweils zur Hälfte an einer GmbH beteiligt. Mit notariellem Vertrag vom 15.12.2…
München, 18. Mai 2026. Das Oberlandesgericht München hat sich mit Beschluss vom 18. Mai 2026 – 23 U 3938/23 – zu Beschlussmängeln bei einer virtuellen Hauptversammlung und deren Geltendmachung in der Berufungsinstanz geäußert. Die Entscheidung betrifft insbesondere das Fragerecht von Aktionären, positive Beschlussfeststellungsklagen und den Beitritt eines Aktionärs auf Beklagtenseite im laufenden Berufungsverfahren.
Im Ausgangsfall hatten Aktionäre einer Aktiengesellschaft negative Beschlüsse einer virtuellen Hauptversammlung angegriffen und…
Köln, 14. Oktober 2026. Cyberangriffe können für börsennotierte Unternehmen nicht nur ein technisches Krisenereignis sein, sondern auch kapitalmarktrechtliche Pflichten auslösen. Neben Meldungen an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik kann eine Veröffentlichung nach Art. 17 MAR erforderlich werden, wenn der Vorfall kursrelevant ist.
Mit dem neu gefassten BSI-Gesetz, das seit dem 6. Dezember 2025 gilt, wurde die NIS-2-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt. Besonders wichtige und wichtige Einrichtungen müssen erhebliche Si…
Köln, 14. Oktober 2026. Das Finanzgericht Niedersachsen hat entschieden, dass ein gesellschaftsvertraglich geregelter Liquidations-Carry bei einer Private-Equity-Fondsgesellschaft unter den geprüften Voraussetzungen nicht der Umsatzsteuer unterliegt. Für Fondsinitiatoren, Beteiligungsgesellschaften und Investoren ist die Entscheidung vor allem wegen der Abgrenzung zwischen Erfolgsbeteiligung und steuerbarem Leistungsaustausch von Bedeutung.
Im entschiedenen Fall war eine GmbH als geschäftsführende Kommanditistin an einer Private-Equity-Fonds…
Köln, 14. Oktober 2026. Der Bundesgerichtshof hat die Voraussetzungen für die Rücknahme eines Eigenantrags einer GmbH auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens näher bestimmt. Die Entscheidung betrifft vor allem Gesellschaften, bei denen Geschäftsführungsbefugnisse streitig sind und zugleich insolvenzrechtliche Sicherungsmaßnahmen laufen.
Mit Beschluss vom 25. Juni 2026 – IX ZB 6/24 – befasste sich der IX. Zivilsenat mit der Frage, ob ein einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer den Insolvenzantrag zurücknehmen kann, den ein anderer Geschäf…
Köln, 14. Oktober 2026. Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 21.05.2026 – IX ZR 168/24 – die Anforderungen an die Vorsatzanfechtung bei Sale-and-lease-back-Gestaltungen in der Unternehmenskrise konkretisiert. Für Unternehmen, Investoren und Insolvenzverwalter kommt es danach nicht allein darauf an, ob Kaufpreis und Miete marktüblich erscheinen.
Im entschiedenen Fall ging es um Betriebsgrundstücke einer GmbH, über deren Vermögen später das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die damalige Mehrheitsgesellschafterin erwarb die Grundstücke im …
Köln, 14. Oktober 2026. Die Europäische Kommission hat gegen Kingspan eine Geldbuße von insgesamt 40 Mio. Euro verhängt. Hintergrund sind nach Angaben der Kommission unrichtige und irreführende Informationen im Zusammenhang mit der 2021 angemeldeten Übernahme von Trimo.
Das irische Unternehmen hatte den geplanten Zusammenschluss im März 2021 bei der Kommission angemeldet. Im April 2022 wurde das Vorhaben aufgegeben, nachdem die Kommission in ihrer Prüfung unter anderem wettbewerbliche Bedenken mit Blick auf mögliche Preiserhöhungen geäußert …
Berlin, 14. Oktober 2026 – Die niederländische Datenschutzaufsicht Autoriteit Persoonsgegevens hat gegen Uber ein Bußgeld von 824.990.000 Euro verhängt. Im Mittelpunkt stehen nach Darstellung der Behörde automatisierte Sperren von Fahrerkonten und unzureichende Informationen gegenüber Betroffenen.
Der Bescheid datiert nach den vorliegenden Angaben vom 17. August 2026 und wurde am 21. August 2026 bekannt gemacht. Uber geht nach veröffentlichtem Stand gegen die Entscheidung vor beziehungsweise hat Rechtsmittel angekündigt. Eine abschließende g…
Karlsruhe, 16. Juni 2026: Der Bundesgerichtshof hat die Voraussetzungen für die Zurechnung von Stimmrechten nach § 34 WpHG präzisiert. Nach der Entscheidung reicht ein bloß gleichgerichtetes Verhalten nicht aus, wenn keine Vereinbarung im Sinne des Art. 10 Buchst. a der Richtlinie 2004/109/EG vorliegt.
Unionsrecht begrenzt nationale Zurechnung
Mit Urteil vom 16. Juni 2026 in der Sache II ZR 193/22 hat der Bundesgerichtshof zur Mitteilungspflicht von Stimmrechtsanteilen bei Aktiengesellschaften Stellung genommen. Im Mittelpunkt stand die Fra…
Stuttgart, 13. Oktober 2026 – Der Bundesgerichtshof hat die Rechtsbeschwerden gegen den Musterentscheid des Oberlandesgerichts Celle im Kapitalanleger-Musterverfahren zur Porsche Automobil Holding SE und zur Volkswagen AG zurückgewiesen. Damit ist rechtskräftig geklärt, dass die verfolgten Feststellungsziele den geltend gemachten Schadensersatzansprüchen in den ausgesetzten Ausgangsverfahren nicht zum Erfolg verhelfen.
BGH bestätigt Musterentscheid des OLG Celle
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand der damalige Versuch der Porsche Automobil …
Köln, 13. Oktober 2026. Das Niedersächsische Finanzgericht hat zur Besteuerung eines Sperrfristverstoßes im ersten Zeitjahr nach § 22 Abs. 1 Satz 1 UmwStG entschieden. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig; beim Bundesfinanzhof ist die Revision unter dem Aktenzeichen X R 14/25 anhängig.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, welche steuerlichen Folgen eintreten, wenn sperrfristbehaftete Anteile bereits innerhalb des ersten Zeitjahres veräußert werden. Das Gericht befasste sich insbesondere damit, ob der Einbringungsgewinn I vollst…
Berlin, 13. Oktober 2026 – Cybersicherheit ist für Unternehmensleitungen zu einer zentralen Organisationsaufgabe geworden. Mit der Umsetzung der NIS-2-Richtlinie in das BSIG steigen die Anforderungen an Risikomanagement, Überwachung und Meldungen bei Sicherheitsvorfällen.
Digitale Geschäftsmodelle, vernetzte Produktionsprozesse, externe IT-Dienstleister und der Einsatz künstlicher Intelligenz vergrößern die Angriffsflächen vieler Unternehmen. Betroffen sind nicht nur große IT-Infrastrukturen, sondern auch mittelständische Betriebe, die digit…
München, 13. Oktober 2026. Das Oberlandesgericht München hat mit Urteil vom 12. August 2026 entschieden, dass eine faktische Geschäftsführerin einer GmbH zur Auskunft über von ihr veranlasste Geschäftsführungsmaßnahmen verpflichtet sein kann. Grundlage können nach Auffassung des Gerichts § 666 BGB und § 667 BGB in entsprechender Anwendung sein.
Im Mittelpunkt des Verfahrens stand eine GmbH, deren Alleingesellschafter geschäftsunfähig geworden war und gleichwohl eine Abberufung sowie eine Neubestellung zur Geschäftsführung veranlasst hatte. D…
München, 13. Oktober 2026. Ein Beschluss des OLG München vom 10. August 2026 – 7 W 1058/26e – konkretisiert wichtige Maßstäbe für die Abberufung eines GmbH-Geschäftsführers. Im Mittelpunkt stehen die Beschlussfähigkeit der Gesellschafterversammlung, die Anfechtbarkeit von Beschlüssen und die Folgen für die Vertretung der GmbH im Prozess.
Die Entscheidung betrifft eine GmbH, an der vier Gesellschafter zu gleichen Teilen beteiligt waren. Die Satzung verlangte für die Beschlussfähigkeit der Gesellschafterversammlung eine Vertretung von mindeste…
Köln, 13. Oktober 2026 – Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen hat in zwei Verfahren entschieden, dass der besondere Schutz nach dem Hinweisgeberschutzgesetz nicht jede Weitergabe von Informationen im Unternehmen erfasst. Entscheidend ist nach den nicht rechtskräftigen Urteilen vom 29.05.2026, ob ein gesetzlich vorgesehener Meldeweg genutzt wurde.
Die Entscheidungen betreffen die Verfahren 17 SLa 618/25 und 17 SLa 619/25. Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde zugelassen; in einem Verfahren ist sie unter dem Aktenzeichen 8 AZR 114/26 a…