(openPR) Wieviel Geld Deutschland im Feuer der wackelnden Europäischen Einigung hat, geht aus den Target-Salden hervor. Das sind Forderungen der Bundesbank gegenüber der Europäischen Zentralbank. Per 30. April 2017 betragen sie rund 843,5 Milliarden Euro. Das ist gut ein Drittel mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum und entspricht dem Gegenwert von gut 24.000 Tonnen Gold. Das ist fast dreimal so viel wie die offiziell genannten us-amerikanischen Goldreserven und das Siebenfache der offiziell verkündeten Deutschen.
Apropos Gold. Gold ist offensichtlich d a s rote Tuch für die Zentralbanken. Denn Goldbesitz und steigende Goldpreise sind der Stachel im Fleisch ihres Ponzi-Spiels. Goldbesitz macht die Menschen unabhängig von den Manipulationen des Geldwertes und der Vermögenspreise durch die Zentralbanken. Deshalb ist nachvollziehbar, wenn skrupellose Bankster immer wieder den Goldkurs mit offensichtlicher Duldung durch die FED nach unten manipulieren. Man kann das als Verbrechen betrachten, was es eigentlich auch ist. Aber Prof. Querulix ist Realist, wenn er mahnt: „Das Recht ist seit Menschengedenken nichts weiter als eine Hure, die dem dient, der Macht über sie hat.“
Die Preis- bzw. Kursmanipulation von Gold und anderen Edelmetallen ist sehr einfach, weil dazu heutzutage lediglich sogenannte Derivate benötigt werden. Diese „Massenvernichtungsmittel der Finanzindustrie“, wie der erfolgreiche Investor Warren Buffett sie einmal genannt hat, können Banken selbst in praktisch beliebiger Menge herstellen. Sie erhalten dadurch ein wohlfeiles Mittel zur Kursmanipulation. Und wenn die FED beide Augen zudrückt, weil sie in den Bankstern die Vollstrecker ihrer Interessen sieht, dann können diese ihre – i.d.R. ungedeckten – Papiergold-Machwerke massenweise verkaufen und damit den Börsenkurs des Goldes oder anderer Edelmetalle drücken. Weil „kleine“ Spekulanten und Zocker, die auf schnelle Profite aus sind, auf solche manipulativ verursachten Kursrückgange meistens mit panischen Verkäufen reagieren, bietet sich den Manipulateuren regelmäßig die Möglichkeit, ihr Papiergold zu geringeren Preisen wieder zurückzukaufen und dadurch sogar Profite zu erwirtschaften.
Berichte über das Ausmaß der offensichtlichen Manipulationen gibt es reichlich. Beobachtbar sind sie allein an den Kursverläufen. Nach einer Studie von Thomson Reuters GFMS soll das globale Handelsvolumen beim sogenannten Papiergold 2016 übrigens sage und schreibe ca. 550.000 Tonnen betragen haben, was dem dreifachen Welt-Goldbestand aller Zeiten oder dem 188-fachen der jährlichen Minenförderung entspräche.
Der Zweck heiligt bereits in der gesamten Geschichte der Menschheit nur allzu oft die Mittel. Vor allem, wenn es um Macht und Beute geht. In der augenblicklichen krisenhaften Phase der Menschheitsgeschichte scheint der Beutetrieb wieder zu erstarken. Da werden geradezu hasardöse Risiken eingegangen. Die Notenbanken und ihre Mitspieler sitzen mit ihrem Ponzi-Spiel der Geldvermehrung und Schuldnersubventionierung auf einem Tiger, von dem sie nicht mehr herunterkommen, ohne gefressen zu werden. Sie müssen sich also halten, koste es, was es wolle. Derzeit geht es ihnen darum, die gigantischen Spekulationsblasen an den Anleihen-, Aktien- und Immobilienmärkten so lange wie nur möglich prall gefüllt zu halten, nach Möglichkeit sogar noch weiter aufzublasen. Da darf ein steigender Goldpreis, der ja nichts anderes als tiefstes Mißtrauen von Anlegern dokumentiert und eventuell noch viele Milliarden aus den Spekulationsblasen absaugt, ihnen nicht in die Quere kommen.
FED, EZB versucht mit Hilfe der Bankenwelt die Illusion leicht zu erringenden Reichtums so lange wie nur möglich aufrecht zu erhalten. Die jetzt schon absehbaren katastrophalen Folgen für die Realwirtschaft infolge von Investitionen, die sich unter normalen Umständen niemals rechnen würden, und für die Ersparnisse (einschließlich der privaten Altersversorgung) der Bevölkerung scheinen die Regisseure dieses miesen Spiels ebenso wenig zu interessieren wie die Politiker, die eigentlich die Pflicht hätten ein solches Treiben als gegen die legitimen Interessen der Allgemeinheit gerichtet zu unterbinden.
Weil die Politiker ihrer Pflicht – sei es aus Unfähigkeit oder weil sie und ihre Parteien davon zu profitieren hoffen? – nicht nachkommen, den nicht mehr zu übersehenden Schaden von ihren Landsleuten abzuwenden, haben die Notenbanken freie Hand. Wenn die Hoffnung so mancher Politiker dabei eine Rolle spielen sollte, ihre hoffnungslos überschuldeten Haushalte könnten infolge der wahnwitzigen Geldpolitik der Notenbanken ohne eigene Sparanstrengungen gerettet werden, ist jetzt schon klar: Ein Irrtum oder Selbsttäuschung. Die damit verbundenen sozialen Folgen für die Bürgerinnen und Bürger werden ihnen oder ihren Nachfolgern in Zukunft aber sehr zu schaffen machen.
Wer sich darauf vorbereiten möchte, sollte nicht zu lange warten und sich vor allem nicht von irrlichternden Kommentaren Unwissender ablenken lassen, die – aus welchen Gründen auch immer – ans Licht der Öffentlichkeit gedrungen sind.
Die nicht endlos fortsetzbare Manipulation von Vermögenspreisen wird schließlich zwangsläufig enden. Dabei werden die dann fälligen Preiskorrekturen Wohlstand in einem Umfang vernichten, der bisher nur als Folge von Kriegen zu beobachten war. Daß die Politiker, die meistens mehr als gut auf Kosten der Steuerzahler versorgt sind, so tun, als ginge sie das Treiben der Notenbanken gar nichts an, hat schon deshalb ein veritables G’schmäckle, wie die Schwaben sagen würden. Warten wir ab, ob nach dem unvermeidlichen Zusammenbruch der Ponzi-Spiele im Zusammenhang mit den dann fälligen „Aufräumarbeiten“ nicht doch unangenehme Konsequenzen auf zahlreiche „Mit-Unverantwortliche“ zukommen.
Für die USA geht es um noch viel mehr als „nur“ um finanzielle Repression der großen Mehrheit ihrer Bürgerinnen und Bürger zugunsten hoffnungslos überschuldeter staatlicher Haushalte und unverschämter Profite von Bankstern. Die USA sehen nämlich – zu Recht – ihr Privileg gefährdet, sich kostenlos bei anderen Ländern verschulden zu können. Dieses Privileg ermöglicht ihnen die Stellung des US-Dollars als Weltleit- und Reservewährung. Weil die USA und auch Millionen Amerikaner praktisch konkursreif überschuldet sind – das nächste „Government Shutdown“ steht übrigens noch dieses Jahr bevor – wäre der Wegfall dieses Privilegs ein Super GAU.
Aber gerade das wird geschehen, unausweichlich.
China wird sich bald nicht mehr von der US-Währung dominieren lassen. Es sitzt derzeit auf dem größten Bestand von US-Anleihen und wird beim Zusammenbruch des Ponzi-Spiels der Notenbanken und den damit verbundenen Währungsturbulenzen sehr viel Geld verlieren. Die Amerikaner helfen ihnen durch die genannten Goldkursmanipulationen bemerkenswerter Weise aber dabei, den Dollar in den Orkus zu schicken, indem sie die Papiergold-Bankster mit Wohlwollen der FED immer wieder auf den Goldpreis einprügeln lassen, damit das Edelmetall keine Luft aus den Preisblasen anderer Vermögenswerte abzieht. Billiges Gold aber liefert den Chinesen für die Entthronung des Dollars die benötigte Munition viel schneller in größeren Mengen als es bei höheren Preisen möglich wäre.
Die USA sind dabei ihre Vormachtstellung in der Welt zu verlieren, die sie nach dem Zweiten Weltkrieg gewonnen haben und die durch die Entkoppelung des US-Dollars vom Gold und der Etablierung des Dollars als Welt-Referenzwährung gestärkt wurde. Das ist zwangsläufig. Katalysatoren des Abstiegs sind vor allem das Versagen der USA als eine Art von selbst ernannter Weltpolizei, das wirtschaftspolitische und soziale Versagen der US-„Elite“, und nicht zuletzt der allmähliche Aufstieg Chinas zur Weltmacht.
Für den globalen Goldhandel wird das in absehbarer Zukunft bedeuten, daß der Goldpreis nicht mehr vornehmlich in New York „gemacht“ wird, sondern wahrscheinlich in Shanghai. Es ist auch nur noch eine Frage der Zeit, bis China (und etliche andere Länder, die sich bisher noch nicht aus der Deckung wagen) eine goldbasierte Währung kreieren. Das absehbare Fiasko des Ponzi-Spiels der Notenbanken wird das beschleunigen.
Der fragwürdige „Kampf“ der Notenbanken gegen die Flutwelle fauler Kredite ist übrigens längst verloren. Das nicht zuletzt auch deshalb, weil gerade das spottbillige Geld den Schuldenmachern ermöglicht, sich fast kostenlos weiter zu verschulden. Strukturreformen? Wozu?
Auch die prallen Spekulationsblasen sind inzwischen eine große Gefahr geworden. Aber wie sollen die Notenbanken die Luft ablassen, ohne Panik unter den Spekulanten zu erzeugen? Entweder die Blasen bleiben prall oder die Luft entweicht vollständig. Kein Spekulant möchte doch der Letzte sein. Zinsanstiege, soweit sie diese Bezeichnung verdienen, würden das Schuldenkartenaus sofort zum Einsturz bringen. Die Ponzi-Spiele der Notenbanken können deshalb nicht beendet werden. Sie werden zwangsläufig von selbst Implodieren – wie alle Ponzi-Spiele, die in der bisherigen Weltgeschichte gespielt wurden. Der einzige Unterschied wird der sein, daß noch niemals in der Menschheitsgeschichte ein so großer Schaden angerichtet wurde.
Prof. Querulix beobachtet und kommentiert seit vielen Jahren das ebenso interessante wie fragwürdige und nicht selten erschreckende Treiben der Menschentiere, vor allem das ihrer „Eliten“. Seine Beobachtungen dokumentiert er in der eBook-Reihe „Tacheles“. 7 Bände sind bisher erschienen. Der jüngste trägt den Titel: „Rien ne vas plus – Wohin treibt die Menschenwelt?“ (ISBN 978-3-943788-43-3). Wie seine 6 Vorgänger ist er im eVerlag READ – Rüdenauer Edition Autor Digital (www.read.ruedenauer.de) erschienen und dort sowie in allen gut sortierten Buchhandlungen zum Preis von 9,95 Euro zu haben.
READ Pressestelle













